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Genehmigung für private Ladestation auf Grünsteifen oder Verlegen Ladekabel unter Gehweg zum Stellplatz / Grünstreifen / Grüninsel

Hallo liebe Tesla Freunde,
der Tesla-Fahrgenuss steht bei mir noch aus, aber ich richte meinen Blick bereits etwas in die Zukunft. Habe mich in den letzten Tagen schon belesen und hoffe hier in diesem Forum auf kompetente Unterstützung.

Ziel: Verfahren, Anträge, Genehmigung und Umsetzung, um entweder eine Wallbox (oder vergleichbar) auf dem Grünstreifen / Grüninsel vor dem Haus installieren zu dürfen, inklusive Kabel unter dem Gehweg oder zumindest die Wallbox (oder vergleichbar) an der Grundstückgrenze zu installieren und dann zumindest das Ladekabel (unterirdisch) Richtung Grünstreifen und Stellplatz zu verlegen.

In meiner Wohnsiedlung mit Reihenhäusern hat zwar jeder zwei zugewiesene Stellplätze, aber sauber getrennt durch den Gehweg. Wenn schon eine Wallbox/Ladestation und Kabelführung unter dem Gehweg ein no go werden sollte, dann war die Alternative, wenigsten von der Ladestation an meiner Grundstückgrenze ein Ladekabel unter dem Gehweg Richtung Stellplatz/Grünstreifen genehmigt zu bekommen.
Die Verlegung mittel Entwässerungskanal im Gehweg, sieht zumindest optisch machbar aus. Wissend, dass ich hier nicht alle details beschreiben und erwähnt habe, freue ich mich auf Erfahrungen und Empfehlunhgen.

Die Frage ist wem gehört der Gehweg und der Grünstreifen.
Gemeinde, wird kompliziert.
Lieber auf deiner Grundgrenze nen Pfosten schlagen mit 3 Meter und zum Auto hängen(wäre zwar auch Genehmigungungspflichtig, aber wo kein Kläger da kein Richter.

Die Idee hatte ich auch. Leider hat meine Gemeinde untersagt (wegen der Stolpergefahr) ein Kabel über den Gehweg zu legen. Auch mit einer Überfahrhilfe für ältere Herrschaften mit Rollator gabs ein klares nein. Ganz zu schweigen von einem (zeitlich Begrenzten) Stellplatz auf dem öffentlichen Parkstreifen parallel zum Haus. Unter dem Gehweg hergraben glich einer Gotteslästerung. Die Anfrage ist 2 Jahre her und die Verwaltung hat sich bisher noch keinen Millimeter bewegt.
Ich wünsche viel Erfolg bei der Anfrage an die Gemeinde.

SO läuft das. Berlin pusht E-Mobilität, und die lokalen Granden stellen sich quer :slight_smile:

Da würde ich so schnell nicht aufgeben, ggf. direkt an den Bürgermeister wenden. Das geht nur dann nicht, wenn man an die typischen Beamten gerät, denen die Kaffeepause das Heiligste im Arbeitsleben ist.
Aber auch die bewegen sich, wenn nur noch dein Antrag das Thema ist :wink:

Am besten gleich mit Angebot von der ausführenden Firma und Bestätigung durch einen Gutachter, dass alles nach Stand der Technik umgesetzt wird.
Da würden mich dann die Gegenargumente interessieren und auf der Basis kannst du in die nächste Runde gehen, immer freundlich, aber bestimmt.

Frage mich, ob die WEG Novelle da irgendwas vereinfachen würde?

Steht da was über den behördlichen Genehmigungsprozess drin?

Hi !

Ziemlich viel am Thema hier vorbei. Privatpersonen haben baulich im öffentlichen Bereich wenig oder keine Rechte. Das ist auch richtig so. Du ziehst Deine Kabel und dann ziehst Du weg und dann ? Hört mal immer auf auf den Kommunen so rumzubashen ohne sachliche Grundlagen.

Im vorliegenden Fall ist der Konstruktionsfehler der, ein Privatinteresse im öffentlichen Raum durchsetzen zu wollen. Denkt das doch bitte mal zu Ende !

Klar - es gibt exakt in solchen Situationen ein veritables Ladeproblem. Aber das muss man anders angehen.

Wenn man also auf die Gemeinde zugehen würde und dabei an ALLE denkt, sieht es schon anders aus.

Wie wäre es also, mit einem „Quartierladekonzept“ aufzuschlagen, wo man das Thema ggf. für den ganzen Strassenzug im Piloten mal löst ? Das kann auch dazu führen, dass man mehrere Lademöglichkeiten schafft. Sicher in Betrieb und Nutzung. Dafür gibt es nicht selten auch Fördermittel.

Ist eben nicht einfach, lohnt sich aber für alle !

Persönliche Probleme zu externalisieren ist nicht zielführend :).

Geh‘ doch mal auf die nächste Bauausschusssitzung Deiner Gemeinde und trage dort Dein Anliegen sachlich vor. Weise auf das Problem und den Wandel hin. Biete Lösungsansätze und vor allem biete DEINE Hilfe an.

Ich bin gespannt, was dann passiert.

11 Like

Guten Abend allerseits danke für konstruktive Beiträge.

#Werner22 - Gehweg, Grünstreifen und Straßenbegleitgrün gehören zur Straße, damit öffentlicher Raum und der Stadt/Gemeinde. Daher ist ja auch eine Genehmigung notwendig.

#OliverPr - Kabelbrücken / Überfahrhilfen wären vielleicht kurzfristig eine Idee, aber solbald noch 5 andere Nachbarn diese Idee haben, wird es für alle Gehwegnutzer unmöglich. Daher ja die Idee mit einer baulichen, genehmigten und technisch realisierbaren Lösung.

#tesls3.de - für Beamtenbashing ist es viel zu früh, denn die hatten noch nicht die Gelegenheit und der Bürgermeister ist kein Fachmann. Ich stimme allerdings zu, dass erst durch die geänderten Rahmenbedingungen in BRB die Relevanz gestiegen und von der Verwaltung erkannt ist.

#rainer-d - Novelle Brandenburgische Bauordnung - gem. Presseberichten ja, aber eher Richtung öffentliche Ladestellen - nicht mehr per Baugenehmigung genehmigungspflichtig. Habe die neue Verordnung aber noch nicht im Netz finden können.

#past-petrol - danke für den Vorschlag im größeren zu denken und zu handeln und genau das ist auch meine Absicht. Aber ein kleiner Anfang gehört eben auch dazu. An Sachlichkeit herscht zudem kein Mangel und so ergaben sich in den letzten 3 Tagen folgende Entwicklungen und Erkenntnisse:

  1. Gehweg, Straßenbegleitgrün, Grünstreifen oder Bauminsel - alles ist Straße.
  2. Eine Sondergenehmigung zur Straßennutzung trifft es nicht ganz (technische Sondernutzung), aber fast.
  3. Die Straßenverwaltung (für Potsdam) ist zuständig zur Genehmigung, muss aber mit der unteren Bauaufsicht in Verbindung stehen, um die fachliche Bewertung/technische Umsetzung zu erhalten.

Nach erfreulichen Telefonaten heute, der Bereitschaft sich des Themas anzunehmen und der bereits vorhandenen Erkennis in der Verwaltung, dass das Laden für viele ein Problem darstellt, wird am Montag ein Antrag und eine kleine ppt Präsentation mit 2 Vorschlägen versendet. Dann dürfen die Mühlen mahlen.

Folgende Erfahrungen fehlen mir und bitte um Unterstützung, da ich bisher kein Eletroauto habe.

  1. Wie oft pro Woche / Jahr ladet ihr den Wagen eigentlich? (Absolut) und Wie häufig davon eigentlich zu Hause? (wissend, das Mehrheit hier einen heimischen Stellplatz hat). Warum ist die Frage von Interesse - weil vielen nicht E-mobilen (inklusive mir und den Verwaltunsgmitarbeitern) die Erfahrungswelt meist verschlossen ist und einfach Kenntnisse fehlen - reden wir also von 30-50 mal Laden pro Jahr oder täglich…

  2. Ladekomfort - Aus Eurer Erfahrung - Wie hoch ist der Mehrwert eines permanent verlegten und damit permanent verfügbaren Ladekabels (z.B. Typ 2) im Vergleich zum aus dem Kofferraum holen, anschließen und ggf. noch für die Ladezeit in eine Flachrinne / Rigole verschwinden zu lassen? Mehrarbeit vs. Komfort und Handling - zumutbar?

  3. Lass es hängen… - bei privaten Stellplätzen gibt es keine echte Notwendigkeit nach abgeschlossener Ladung raus zu gehen und das Ladekabel abzunehmen und weg zu hängen. Lasst Ihr also aus Komfort das Kabel die ganze Nacht dran oder gibt es Gründe, dennoch „aufzuräumen“?

  4. Vandalismus - gibt es Erfahrungen damit, dass dem Ladekabel gern mal etwas zugestoßen wird? Gesichert ist der Typ 2 Stecker ja eigentlich durch eine Verriegelung. Gibt es dennoch Erfahrungen diesbezüglich?
    Danke

Hallo Oliver,
die beiden Ideen

  1. nur mit dem Ladekabel Typ 2 den Gehweg kreuzen oder
  2. eine Wallbox-Aufstellung auf dem Grünstreifen zu beantragen (mit Stromkabel Gehweg kreuzen - unterirrdisch),

habe ich auf den ersteren Fall eingedampft, da hier die Hürden etwas geringer erscheinen.

Absicht ist es also, eine Wallbox in der Nähe meiner Grundstückgrenze zu haben und dann nur mit dem Ladekabel Typ2 zwischen 7-10 m die Distanz zu überbrücken. Natürlich mit einer genehmigten, machbaren und durch andere nachzuahmenden Lösung.

Beispiel Gehsteig  Rigole Kabel Österreich
Beispielfoto aus Österreich, Rigole / Flachrinner für Ladekabel

2 Like

Just my 0.02$:

  1. jede Nacht. Wie Ove Krüger so schön sagt: steht er, dann lädt er. Er ist immer voll, im Sommer kühl, im Winter warm (jeweils auf Landstrom), und kleine Hübe tun dem Akku gut.
  2. ein festes Ladekabel ist ein mega Komfortgewinn. Dauert nur wenige Sekunden zum Anstecken vs. rausholen, rumfummeln und später wieder einstecken. Merke ich an der Firma - wir hatten vier Jahre zwei Wallboxen mit Dose und bekommen jetzt 16 mit Kabel. Dose ist einfach nervig mit dem Kabelhandling.
  3. hängen lassen.
  4. ich stehe am Ende einer Privatstrasse auf der Einfahrt - Vandalismus dürfte da geringer ausgeprägt sein. Bei Dir, rechts an der Straße, mit Ladeport links, wo auch direkt Fahrradfahrer etc vorbeifahren, mag das anders aussehen.
1 Like

Hallo #DriveByWire

danke für die Infos und passenden Anworten zu Deinen Erfahrungen! :slight_smile:

Update zum Sachstand: Der Antrag an die Strassenverwaltung ist raus und ein Landschaftsbauer hat nach einem Vororttermin eine Angebotserstellung zugesichert, inklusive einer Box/Aufbewahrung des Ladekabels auf dem Grünstreifen (natürlich vorbehaltlich einer Genehmigung).
Aus Interesse habe ich noch den Fuss e.V. Berlin kontaktiert, die sich nachhaltig für den Belange der Fussgänger einsetzen. Wäre schön, wenn es von dort konstruktive Anmerkungen gibt.

Danke soweit.

So, die Antwort vom Vorstand des Vereins Fuss e.V. kam auch prompt und passt natürlich nicht in die gewünschte Richtung, aber sie ist legitim, begründet und für große Bereiche des innerstädtischen Verkehrsraums auch nicht gänzlich von der Hand zu weisen. Es bleibt eben eine Abwägung, ein Ermessen und Priorisieren. Aber gut auch mal die Vertreter einer anderen Sichtweise zu hören:

Sehr geerhter Herr…,
danke für Ihre Anfrage. Wir sind der Ansicht, dass die Energiezufuhr für private Fahrzeuge - wie auch immer - auf privatem Grund bewerkstelligt werden muss, so wie bisher schon bei Tankstellen.
Gehwege sollten keine Kanten und Schwellen erhalten; bei Wasserrinnen ist das leider oft der Fall. In Fahrzeuge gesteckte Kabel sollten nicht in den Gehweg hineinragen und nicht das Erreichen und
Überqueren der Fahrbahn erschweren.
Auch sind Gehwege chronisch überlastet, von legalen Sondernutzern wie von illegalen. Behörden klagen über fehlende Ressourcen, um den wichtigsten städtischen Verkehrsraum angemessen zu
überwachen. Dieser chronische Mangel sollte nicht mit einem weiteren Gehweg-Anspruch verschärft werden, der ja ebenfalls verwaltet werden müsste.
Letztlich ist die Ursache des Problems, dass die Autohersteller sich nicht auf einheitliche Batterien einigen können, die an den „Tankstellen“ in wenigen Minuten oder gar Sekunden gewechselt werden.
Niemand müsste dann über private Stromkabel auf, über oder unter Gehwegen nachdenken. Wir sehen keine Veranlassung, für Versäumnisse der Fahrzeugindustrie irgendwie in den Gehraum einzugreifen.
Aus allen genannten Gründen bitte ich Sie um Verständnis, dass wir uns gegen jede Form der Gehweg-Nutzung für private Ladekabel wenden - auch wenn Ihre milder ist als die Alternativen, die Sie schildern.
Mit freundlichen Grüßen,

:rofl: :rofl:Die Lösung wahrlich ALLER Probleme.

Frage du bist aber nicht der, der wegen der Kabelbrücke im Fernsehen war :thinking:.
Dan hätte ich mich deiner Stelle da angeschlossen, einer allein bewirkt hald nicht viel.

Hallo Werner22,

danke der Nachfrage, aber ich kann es verneinen, kein TV Auftritt.

Ich nehme an, der Bereich zwischen deiner Hauswand und dem Anfang des Gehwegs ist so schmal, dass du auch ausnahmsweise nicht mal eine Nacht dort parken kannst, um zu laden, ohne dass es Ärger gibt (wegen teilweiser Benutzung des Gehwegs), stimmt’s?

Wichtig wäre zu wissen, wieviel du - üblicherweise - täglich fährst. Wenn es eher wenig ist, brauchst du keine Wallbox, sondern kannst hauptsächlich an Ladesäulen unterwegs laden. Und nur ausnahmsweise mal über Nacht (oder einige Stunden) zu Hause an Schuko oder CEE16 blau. Falls das wirklich nur auf dem Parkplatz geht (was ich vermute), könntest du - für die Zeit des Ladens - eine Schwelle, gut sichtbar (gelb-schwarz) mit dem Kabel darin über den Gehweg legen. Soweit mir bekannt, ist das zulässig, da nur zeitweise. Du nimmst am besten eine, wie man sie z. B. auf Wochenmärkten sieht, die sind entsprechend sicher.

Ist natürlich alles nur Plan B.

Häng ihn an die Straßenlaterne :innocent: