Gebrauchter 2017 Model X

Hallo, an die Tesla „Experten“, wollte mir bis letzte Woche einen Etron zulegen und bin zufällig auf den X gestossen, den ich bisher nicht aufm Schirm hatte. Ich wollte aber nicht mehr als 60 t€ ausgeben. Für die Summe gibt es Modelle aus dem Bj 2017. ist es zu empfehlen, laut Alter ist er raus aus der Garantie? Mit welchen Reparaturen + Kosten könnte man im allg. für die nächsten 4 Jahre rechnen? (defekte Antriebswellen kommen öfters vor)

Bremsen bei 100k km, Querlenker - die kosten auch alle 30-60k km 1500 Euro

Sonst wird nicht viel kaputt wenn er gut getestet ist. (Ove oder ähnliche Sachverständige fragen!)

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OK, gibt es mit den Flügeltüren bzw. Falcon…Probleme ? Ständig öffnen schliessen oder Dichtheit?

Nicht pauschal. Es gibt einige wenige Fälle wo Dichtungen nicht mehr so ganz dicht sind, da müssen dann Scheiben mit getauscht werden, das kostet schnell mal 4stellig. Aber sonst. Ausser am Fahrwerk/ATW gibts relativ wenig effektive Schwachstellen. MCU könnte noch ein Thema sein, die 2017er haben alle bis etwa EZ 04/05 2018 noch die MCU1, bei der der Speicherchip Probleme macht, was bis zum Totalausfall führt. Tesla behebt das aber auf Garantie.
Ansonsten gilt das gleiche wie beim Model S auch. Wenn mal was hin ist wirds halt schnell auch teuer.

Türen bisher gut, Dichtungen gibt es rundherum günstig, das mit dem Fenster lese ich zum ersten Mal. Hatte mal etwas undicht, dann wurde einfach eine neue Dichtung eingezogen alles wieder gut.

Luftfahrwerk kann natürlich auch mal drauf gehen, aber sonst eigentlich alles ganz gut.

:muscle:t2::+1:, dann wed ich mal ne Probefahrt vereinbaren…

Viel Spass! Nimm gleich nen Scheck mit; Du wirst danach nicht wieder aussteigen wollen! :laughing:
Aber mit 60K wirst Du wahrscheinlich nicht hinkommen; aktuell werden außerhalb der USA schon seit geraumer Zeit keine Neuwagen mehr ausgeliefert. Daher ist der Run auf die Bestandsmodelle recht groß.
Das mit den Dichtungen kann ich leider bestätigen; die Flügeltüren an sich sind völlig problemlos, aber die Dichtungen teilweise sehr schlecht. Sie lösen sich im Laufe der Zeit auf und müssen dann ersetzt werden. Das geht zumindest bei denen an den Flügeltüren nur durch den Austausch der oberen Glasdächer, da das ein Bauteil ist (Design-Fail) und kostet aktuell ca. 2500,- € wenn die Garantie abgelaufen ist (und selbst innerhalb der Garantie stellt Tesla sich teilweise zickig).
Bei den Antriebswellen, die auch je nach Fahrweise recht regelmässig (ca. alle 50K) getauscht werden müssen, weil sie das hohe Drehmoment nicht vertragen, hat Tesla einen Kompromiss gefunden und bietet den Austausch für ca. 400-500 € an. Das dürfte Selbstkostenpreis sein.

Viel Spass mit dem X!

Ich kann nur fürs Model S sprechen.

Nach 170.000km sind die Kosten ca 3000€ für die Antriebswellen vorne und diverse Fahrzeugsteile wie Querlenker und Klimaanlagenservice.

Warum die Querlenker alle 30-60tkm getauscht werden sollten weiß ich nicht.

Mehr kosten hatte ich noch nicht.

Hallo,

da Du warscheinlich noch nicht all zu viel erfahrung mit Tesla hast, es gibt einige Dinge die man wissen sollte.
lass Dir die Ausstattung genau auflisten, also welcher Accu, Ausstattung, MCU, Autopilot, CCS Upgrade welche Updates/upgrates gemacht wurden und welche Rückrufe ausgeführt wurden. Dann schaue ob die der Optische zustand zusagt, wenn Dir was nicht zusagt lass die Finger von, Reparaturen und anpassungen sind sehr teuer und werden nicht immer besser. Ein Beispiel der Fahrersitz, wenn der Kippelt und dich stört das lass die Finger von, das bekommen die meistens nicht gefixt. Die genaue Hardware ist wichtig, damit Du weist was geht und was Du noch an updates bekommst. Am besten auch eine Reparatur historie, die sollte jeder Tesla Besitzer per Mail haben und dann die nicht unwichtige Frage welche Accu Grösse und was für Werte hat er, hier das Verhältnis AC zu DC laden und die anzahl der Vollladezyklen und das KWh verhältnis, daran kannst Du den Durchschnittsverbrauch ablesen, das Model X braucht schon einiges an Strom. Dann eventuell ob es die AHK hat, nachrüsten ist da auch nictht mal eben gemacht.
Wenn der Wagen von Privat oder Händler, also nicht Tesla ist ob der noch FreeSuperCharging hat oder eventuel FSD, also den Autopilot schon bezahlt.
Beim Alten AP1 hast Du eine Funktionierende Schildererkennung und beeinflussung, bei späteren Versionen leider nicht mehr, auch teste den „Autopiloten“ je nach dem was Du vorher gefahren bist ist der enttäuschend.
An sonnsten ist das ein echt schönes Auto, kann ich anders nicht sagen und von der Innen anmutung teilweise besser als einiges was heute auf dem Markt ist. Ein nicht ganz unwichtiger Punkt ist der Wendekreis, der ist leider gigantisch, und in einigen Parkhäusern und Tiefgaragen wirst Du nicht glücklich mit dem Wagen, ebenso was die Breite angeht, in einige Baustellen ist rechts einreihen angesagt, der ist recht breit.

Am besten mal die genaue übersicht posten was er hat, das kann schon viel am Preis machen. Auch solltest Du Dir bewuste werden das es ein Rollender Computer ist, der auch mal muckt oder neu Bootet, der Wagen fährt dann weiter und alles wichtige geht, aber die Displays werden halt dann Dunkel. Daher genau hinsehen und nachfragen.
Eventuell musst Du das Fahrwerk einmal neu einstellen lassen, aber das sollte man bei allen gebrauchten machen lassen, ein schlecht eingestelltes Fahrwerk kann auch einiges an Strom kosten, ebenso wie tolle breite Reifen.

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Schwierig. Könnte ich definitiv nicht aus dem Stehgreif und das Verhältnis von AC zu DC dürften nur wenige ermitteln könnnen. Ist durchaus beides interessant, aber die geäußerte Vorstellung, daß das jeder „mal eben so“ können müsse ist falsch. Das impliziert leider, daß jemand, der das nicht kann etwas zu verbergen haben könnte. Das ist Unsinn. Wenn Du die Daten wiederum bekommen kannst, ist das sehr aussagekräftig in Bezug auf den Akku.

Nun, ganz ehrlich, der Accu, egal ob er noch sowas wie eine Tesla Garantie hat oder nicht, ist mit Abstand das teuerste Bauteil an dem Auto, wer den Wagen verkaufen möchte sollte kurz ins ServiceCenter fahren und sich da die Werte geben lassen oder zu einem der Profesionellen Auslöser die einen Accucheck machen. Wenn man die Daten selber interpretieren kann, dann reichen auch Screenshots, aber das ist das mindeste. Besser wäre eine Testfahrt mit Auslesen unter Last, da sieht man um einiges mehr, und das ist dann auch wirklich aussagekräftig statt dem was viele machen.

Und ja, wer das nicht mit anbietet hätte in meinen Augen was zu verbergen, zu hohe DC Rate könnte auf Beschränkungen hinweisen beim Laden, gerade Leute die wenig Ahnung haben, Entschuldigung an den Trateersteller, werden hier eventuell gerne mal abgezockt, teils bewusst, teils aus Unwissenheit.
Das musste ich leider schon öfters feststellen, da fällt dem einen oder anderen die Kinnlade runter wenn man anfängt den Fehlerspeicher und den Accu auszulesen.

Wer kauft den einen Gebrauchten Wagen, egal welchen, ohne einen unabhängigen Check? Nur das der ADAC und co bei Tesla nicht viel können außer mit der Abstand nach dem Fahrwerk zu schauen, was jeder reparieren kann, nur wenn was an Elektrik oder Accu ist geht kein Weg um Tesla drum und damit auch gleich Teuer, da die nicht reparieren sondern tauschen bis es irgendwann geht.

Ok, ich wusste nicht, dass es die Möglichkeit gibt, den Akku bei Tesla oder einem anderen Anbieter auslesen zu lassen im Rahmen eines anstehenden Verkaufs. Das wäre natürlich gut. Wenn man dafür einen Termin bekommt, gute Idee. Kann ich mir aber bei der Knappheit schon bei den normalen Terminen kaum vorstellen. Wer bietet so etwas noch an? Wo kann man hinfahren?

Ove Kröger ist in Deiner Nähe.

Danke für die Infos, war heute bei Tesla und habe mir einen Y angeschaut und die 514 PS getestet, leider kein X da, da auch nicht mehr im Programm, ausser die billige Kofferraumabdeckung des Y bin ich von der Qualität positiv überrascht. Schaue mir morgen einen gebrauchten X an um Ihn live zu sehen.

Hi, unter mobile stehen einige auch Händler 2017/2018 mit ca. 60tkm…ist bei denen dann was foul?

Das musst du im Einzelfall checken. Wir sind seit 2017 begeistert vom X und werden es weiter behalten/ nicht gegen ein Y tauschen. Achte darauf, wenn du planst, mit dem Anhänger unterwegs zu sein, ein X100D zu nehmen. Der Verbrauch steigt dann gerne Mal auf 35-40 kWh. In den Angeboten wird häufig mit „SuC free an das Fz gebunden“ geworben. Das gab es nur bis Bestellung 02/2017 soweit ich weiß. Alle anderen (vor allem die 100er) haben SuC an den Erstbesitzer gebunden. Lass dir das schriftlich beim Kauf bestätigen.

Nein kein Anhänger, geplant ist 90% laden an der 11 kW Wallbox und in seltenen Ausnahmefällen am Supercharger…der Y ist gut aber der X reizt einen doch mehr trotz 2017 und ohne „die 4 Jahre Garantie“

Ich meinte 60.000€

An meinem X100D ca 86.000km gab es bisher folgende Probleme

  • 1x Antriebswellen defekt bei 75.000 km
  • 1x Querlenler oben links und rechts, wurden zusammen mit den Antriebswellen getauscht.
  • Korrosion am Spoiler, Spoiler getauscht
  • Aktuell läuft das Beifahrerfenster schwer hoch und bleibt tlw. stehen. Servicetermin ist gemacht.

61 t € mit ca. 60 tkm….dann gibt es 66 t € mit 144 tkm