Funktionen Autopilot

Hallo Ihr

Mein Punkt ist folgender, unabhängig von der Featurebeschreibung.
Tesla hat sich entschieden das System An- und abschaltbar zu machen. Entweder ich fahre, oder er fährt.
Viele andere Spurhalteassistenten sind immer an und können jederzeit (z.B. zum Spurwechsel) ohne Ding Dong, ohne Ruckeln, ohne Hebelbetätigung und ohne Dong Ding übersteuert werden.
Mit der Entscheidung von Tesla, den Nutzer bei Spurwechsel das An- und Ausschalten ständig machen zu lassen, fällt das gesamte System in der Bedienbarkeit hinter andere Systeme zurück.
Das kann nicht die Absicht von Tesla sein.
Ich denke sie hatten bei der Entscheidung auch vergessen, dass in Europa zu jedem Überholvorgang ein Spurwechsel gehört (Stichwort Rechtsfahrgebot). In den USA, wo man ja fahren darf, wo man will, ist der Nutzbarkeitsverlust nicht annähernd so groß.
Deshalb ist es aus meiner Sicht, trotz richtiger Beschreibung, gerechtfertigt Tesla darüber zu informieren, dass man so als Nutzer nicht zufrieden sein kann.

Gruß

Das stimmt nicht.

Das Fahrzeug wird die Spur aktuell nicht wechseln, wenn du nur blinkst und das Lenkrad nicht berührst (leichtes Drehmoment auswirkst).

Die Aufforderung das Lenkrad zu bewegen kommt immer direkt nach dem Blinken und vor dem Spurwechsel. Ist auch in den USA aktuell so und wird lt. Elon Musk auch noch mind. 6 Monate so bleiben…

Ganz aktuelles Video: Elon Musk: Tesla Autopilot | Artificial Intelligence (AI)

Also wenn Elon 6 Monate sagt, werden das sicher eher 12 :slight_smile:

Hallo Ihr

Ich habe in meinem M3 nur den „einfachen AP“, nicht den EAP oder FSD.
Fall 1: An chaotisches Setzen der Sollgeschwindigkeit hab ich mich inzwischen gewöhnt. Die genutzten GPS Daten sind gefühlt in 50% der Fälle falsch und das vermeintliche Aufsammeln von Geschwindigkeitsbegrenzungen von kreuzenden Straßen (Landstraße unter Autobahn) halte ich auch für grob fahrlässig. Wann er dann die jeweils höhere oder niedrigere Geschwindigkeit selbstständig übernimmt, scheint ebenfalls zufällig.
Fall 2: Ich kenne ebenfalls das selbstständige Verlangsamen des Fahrzeugs vor Kurven, das nicht einhergeht mit einer Verstellung der Sollgeschwindigkeit.
Fall 3: Nun habe ich gelegentlich den blauen Kreis animiert (rotierend) gesehen bei der selbstständigen Herabsetzung der Sollgeschwindigkeit, meist gefolgt von einem wieder Hochsetzen. Was bedeutet dieser animierte Kreis? Wann tut er das?

Danke

Gruß

Ich bin mit meinem Model 3 P in Summe wirklich zufrieden. Aber der Tempomat mit Abstandshaltung ist wirklich grauenhaft umgesetzt. Die Phantombremsungen auf der Autobahn sind unerträglich nur weil ein weit vorausfahrendes Fahrzeug die Spurwechsel oder weil er unter Linkskurve das dann rechts schräg vorne fahrende Fahrzeuge als Hindernis betrachtet. Das ist deutlich schlechter umgesetzter als in jedem deutschen Marken Hersteller, vor allem weil er die Geschwindigkeit völlig abrupt zurück nimmt und wieder ebenso abrupt beschleunigt … eine weichere Umsetzung des Tempomaten mit Abstands Korrektur wäre extrem wünschenswert, so ist das Ding völlig unbrauchbar und Anlass für dauernden Ärger. Kann bei all dem Hype um autonomes Fahren bei Tesla nicht verstehen warum das dermaßen schlecht umgesetzt wurde !
Ist das bei den Kollegen mit FSD vielleicht besser umgesetzt?

Nope.

Es wäre schon ausreichend wenn es zusätzlich wie bei VW beispielsweise einen Tempomat gibt, der nichts anderes macht als die Geschwindigkeit zu halten… Ohne irgendwelche Kameras einzusetzen. Dann kann man sich das jeweils passende System aussuchen…

VW? Mein letzter Ersatzwagen war ein neuer Touran. Hätte mich fast in die Leitplanke gesetzt, weil er auf der Autobahn tapfer in etwa die Spur gehalten hat - bis er es ohne Vorwarnung sein ließ. Und nein, es war weder unübersichtlich, noch Baustelle, noch nennenswerter Kurvenradius, noch schlechtes Wetter, noch besonders schnell…

Und, „aussuchen“: - fahr 10k km mit TACC, und stell aus irgendeinem Grund auf „ohne Kameras“ um. Mir wäre die Wahrscheinlichkeit, daß ich bei der dritten Gelegenheit meinem Vordermann drauffahre, weil mein Reflex nicht anspricht, viel zu groß.

Stimmt das Risiko ist relativ groß mit unterschiedlichen Modi.
Ich bin bis dato immer mit Tempomat ohne Abstandssensorik und Spurassistent gefahren. In AT herrschen ja teilweise rauhe Sitten auf der Straße… Deshalb mit Tempomat auf den Vorderen knapp auffahren, Spur wechseln, so kurz wie möglich auf der dritten und wieder zurück weil schon der nächste von hinten mit 160 deherklescht…
Mit dem M3 geht sowas nicht und permanent hinter einem ungleichmäßigen Fahrer nachfahren ist auch mühsam…

Das geht bei VW z.B. eh nicht. Wenn ACC dabei ist, gibt es keinen „normalen“ Tempomaten mehr… Allerdings ist das reine ACC ohne Spurassi schon eleganter als der AP2 derzeit. Halt mehr so wie der AP1, der auch deutlich weniger Phantombremsungen veranstaltet.

Kleiner Tipp:

Den Abstand zum vorausfahrenden reduzieren (über Autopilot Einstellungen) dann klappt das viel besser.

Das wäre dann aber ganz schlecht designed. Vor meinem M3 (mit FSD, ich bin also selbst nicht betroffen) hatte ich einen Nissan Leaf Mietwagen und der hat einen Spurhalteassistenten, der sich deaktiviert, solange der Blinker blinkt. Schaltet man den Blinker ab – also nach dem Aus- oder Wiedereinscheren, reaktiviert sich der Assistent innerhalb von ca. zwei Sekunden. Ich fand das eine sehr bequeme und praktische Lösung. Die kann Tesla bestimmt auch, wenn man will …

Kann mich der Mehrheit hier anschliessen. Das M3 ist ein gutes Auto, aber ich habe in den letzten Tagen realisiert, dass der ganze Hype um den
Tesla Autopiloten teilweise auch mehr Schein als Sein ist und hier die Konkurenz nicht viel schlechter oder teilweise sogar besser unterwegs ist.

Ich bin überzeugt dass die ganze Technologie, die Tesla pusht irgendwann mal das Fahren revoluniornierten wird, aber aktuell ist der Autopilot in 70% meiner Fahrsituation nicht nutzbar und ganz im Gegenteil, erhöht für mich den Stressfaktor. Von einer Entlastungen für den Fahrer kann hier keine Rede sein. Und solange mein M3 nicht mal Strassenschilder lesen kann (was sogar mein 2014er Opel Insignia zuverlässig konnte), traue ich FSD/NoA keine Spur.

Ich schliesse mich mal an. Ich wollte EAP, habe durch die Umbestellung jetzt nur AP und bin eigentlich froh drüber. Was das Teil an Zicken hat, geht über keine Kuhhaut. Ich nutze es nur mal zum Döner essen, ansonsten lasse ich es aus. Phantombremsungen, Geschwindigkeitswechsel ohne Grund, in Baustellen mal eben meinen die weissen Striche statt der gelben zu nehmen, fehlende Verkehrszeichenerkennung und die Sache mit dem An / Aus bei Spurwechsel. Solange das Teil so schlecht läuft, wieso soll ich FSD bestellen?

Hat Tesla es eigentlich mal irgendwo erläutert, warum man keine Verkehrszeichenerkennung implementiert hat?
So weit ich weiß, hat das doch beim AP1 im Model S ganz gut funktioniert.

Erklärt hat das von Tesla niemand, aber
AP1 hatte Kamera/Rechner von MobilEye (jetzt Intel), dort war die Funktion von Haus aus drin.
Telsa hat bei AP2 / AP2.5 ein eigenes Desgin gewechselt (NVIDIA-Chips), und scheinbar ist die Software noch nicht so weit.
AP3 hat erst mal nur potentere Hardware und braucht sowieso neue Software.

Für mich ist der AP mit FSD im Stau gold wert. Ansonsten nutze ich die Funktion noch nicht allzu oft.

Ich finde es interessant, wie unterschiedlich die Einschätzungen hier sind. Ich bin von EAP und FSD begeistert und nutze es jeden Tag auf dem Weg ins Büro. Ich komme deutlich entspannter im Büro an, als ohne.

+1000

Danke für die ausführliche Erklärung.
Das war mir bis dahin nicht bewußt!

Hast du keine Probleme mit dem abrupten Bremsen und Beschleunigen bei falsch erkannten mögliche Gefahren… ? Ist auf der Autobahn schon sehr nervig. Hatte aber auch den AP in der Stadt mal getestet, Straße macht Linksknick und in der geraden Verlängerung stand rechts ein geparktes Auto. Auto macht Vollbremsung bis fast zum Stillstand, obwohl das Auto ganz gewöhnlich am Rand parkte. Zum Glück war keiner hinter mir. So absolut unbrauchbar …

Ich würde mir daher dringendst einen manuellen Tempomat wünschen ohne im Augenblick nicht funktionierenden Schnickschnack… gibt es aber leider nicht was ich sehr bedauerlich finde.