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Fragen zur Tesla Powerwall 2

Hallo,

ich könnte in die Tischkante beissen, eben gerade war eine „Fachfirma“ da die als Zertifizierter Fachbetrieb für die Monatge von Powerwalls sich bewirbt.

Hintergrund, ich beabsichtige mir einen Batteriespeicher aufzustellen, aktuell tendiere ich zu den Tesla Powerwalls, da die Preis/Leistungs mässig recht ordentlich zu sein scheinen. Leider ist die Webseite recht sparsam an wirklich hilfreichen Infos.

Ich habe aktuell 26KWp auf dem Dach und einen Solaredge SE25 Wechselrichter Dreiphasig.
Das hatte ich auch angegeben, ebenso wie einige Fragen die ich dazu habe, aus einem Bauchgefühl heraus hatte ich hier ja schon Fragen gestellt.

Jetzt war eben der Fachmann da, und der glaube ist schon wieder dahin, ich bin mir sicher das die die Powerwalls aufstellen und anschliessen können, das ist ja kein Hexenwerk, aber ob die wirklich wissen was da Passiert und was da geht, da bin ich mal vorsichtig skeptisch.

Also kommt es wieder so wie so oft, eigentlich wollten wir nur einen Batteriespeicher, und jetzt muss ich mich wieder selber schlau machen.

Hier ein paar meiner Fragen:

  1. Wann lädt die Powerwall
  • Immer dann wenn Strom über ist und ins Netz gehen würde.
  1. Wenn man 3 Powerwalls hat um 3 Phasen zu versorgen, wie hoch ist die Leistung Dauerhaft die abgegeben werden kann. ( ich habe im Internet die 5KW schon gelesen )
  • er meinte 13,5 KWh Dauerleistung, egal ob eine oder 3 Batterien
  1. Wenn man 3 Powerwalls hat auf 3 Phasen, ob im Fall eines Stromausfalls auch alle 3 Phasen mit Strom versorgt werden, oder nur 1
  • Alle drei, man könnte sogar eine Wärmepumpe damit betreiben (ich möchte nur einen Durchlauferhitzer damit versorgen)
  1. Was passiert wenn nur 1 Phase ausfällt, haben wir leider öfters in letzter Zeit.
  • Dann wird aus der einen Batterie der Strom zur Verfügung gestellt, der rest geht ja noch.
  1. Kann im Batteriebetrieb die Batterie bei Sonne ( Stromproduktion durch die PV Anlage ) nachgeladen werden mit der vorhandenen Hardware?
  • Klar, sonnst mach es ja keinen sinn, sogar wenn die Batterie leer ist.

Hier bin ich dann ausgestiegen, das die Tesla Batterie mit einem Solaredge Wechselrichter „Schwarzstartfähig“ ist war mir komplett neu.

Meine letzte Frage war dann zur 10 Jahre Garantie von Tesla, auf was genau, wieviel Batteriekapazität, und ob die kompletten 13,5 KWh aus der Batterie genutzt werden können oder ob es oben oder unten noch einen Puffer gibt. Nach Frage zu API, Anbindung KNX oder der Möglichkeit die Steuerung der Ladung des Autos über eine Tesla Wallbox war der Gute Herr ganz raus.

Das ganze ging noch etwas hin und her, aber ich muss leider sagen, das ich mehr als die Befürchtung habe das ich da nicht alle Antworten bekommen und schon garnicht alle stimmen.

Dann mal gleich noch eine Frage, auf der Webseite bekommt man ja keine Infos dazu wann man die Batterien bekommen kann, jetzt meinte der Herr das das gut 1 Jahr dauern würde bis die kommen würden aktuell. Ich habe versucht von Tesla dazu infos zu bekommen, leider reagiert da keiner auf Mails.

Da kommt dann gleich mal meine nächste Frage, was ist im Fall eines Fehlers oder Defektes, wenn man dann auch keinen bekommt, sehe ich das auch für problematisch, gibt es da Erfahrungen?

Danke für eure Hilfe,

eigentlich wollten wir nur einen Batteriespeicher fürs Haus, der bei einem Stromausfall dafür sorgt das das nötigste hier weiterhin läuft.

Ich hoffe Ihr könnt mir helfen hier eine Brauchbare übersicht zu bekommen, ich tue mich damit noch etwas schwer, dazu kommt das ich in dem Thema PV und Batteriespeicher nicht sattelfest bin. Daher bitte ich um etwas nachsicht.

Also mal vorsichtig ausgedrückt, dein Fachmann ist sicher kein Experte für die Tesla Powerwall…
Da bringt er einiges durcheinander und erzählt auch Unsinn.

  1. korrekte Antwort, wenn das GW korrekt angeschlossen wurde

  2. Für DE 4.6 kW pro Phase Dauerleistung. Für CH sind es 3.6 kW (die 13.5 kWh ist die Speichergrösse pro PW2)

  3. Aktuell kann nur eine Phase bei Stromausfall als Backup genutzt werden. Weder 2 Phasen noch 3 Phasen werden unterstützt

  4. Dies hatte ich ketztens auch gefragt, wurde meines Wissens noch nicht getestet (auch icht von mir). In der Anleitung konnte ich dazu auch nichts finden.

  5. Wenn du einen 1 Phasigen Wechselrichter hast, dann ist es mit zusätzlicher Konfiguration .

Eine API gibt es in einem JSON Format. KNX Anbindung gibt es nicht nativ und falls du den GIRA Homeserver hast, wird es vermutlich nicht klappen, da die API eine TLS1.1 voraussetzt. Der Homeserver unterstütz da nur TLS1.0

Aber diese Details können wir auch separat diskutieren.

@grizzzly und @bergler82 haben dazu auch einiges an Erfahrung und Know How

Ein paar Dinge kann ich sicherlich beleuchten.
. Die Tesla PWs sowie auch das Gateway sind derzeit lieferbar. Die Aussage mit 1 Jahr Lieferzeit ist völliger Quatsch! (das war mal so aber inzwischen nicht mehr)

. Schwarzstart ist bei Akkus immer heikel. Die PW hällt sich aber einen kleinen Buffer selbst vor für diesen Fall.

. Tesla PWs können KEIN Drehstromnetz im Backup Fall. Ein Drehstromverbraucher wird daher nicht funktionieren. die Tesla PWs synchronisieren sich nicht auf unterscheidlichen Phasen.
bzw. noch anders im Backup Fall hast Du auch nur 1 Phase aktiv. die PWs auf den anderen Phasen halten still.
Also wirst Du auch mit einem 3phas WR im Backup Fall nicht die PW laden können.
Dazu brauchst du einen 1phas WR.

. ob ein 1 phasiger WR die PW im Inselbetrieb laden kann… dazu gibt es hier einen ellenlangen Thread.
Dazu wirst Du Deinen WR umkonfigurieren müssen und ein bisserl HW hinzupacken. Aber prinzipiell geht das (in gewissen Schranken).

. Ausfall 1 Phase setzt das System in den Backup Fall. in dem Fall läuft wie gesagt dann Deine 1 phase mit der PW die dort drauf hängt.

Wenn Du mehr als 4,6kW Leistung auf einer einzelnen Phase brauchst kannst Du diese Phase auch mit 2 PWs anschliessen. Dann summiert sich die Leistung aif 9,3kW (Deutschland)

Was du unbedingt noch beachten musst zum Thema Notstrom.

Es garantiert dir keinen unterbruchsfreien Betrieb. Falls du auf einer Phase darauf angewiesen bist, dass keine Stromunterbruch stattfindet, dann musst du dir noch eine kleine USV Box dafür kaufen.
Die PW2 kann unterbruchsfrei umschalten. Dies ist aber nicht in jedem Fall gewährleistet. Es kann also auch einen Unterbruch von ein paar Sekunden geben.

Hallo,

erstmal ganz Dickes Danke an euch, das Ihr mir erstmal soweit weiter geholfen habt das ich etwas besser durchblicke, ich hatte es schon befürchtet das der Fachmann nicht wirklich sich gut auskennt. Da jemanden zu finden bei uns wird bestimmt das größte problem mit sein.

OK, die PW2 kann nur auf einer Phase Notstrom, das heist im Notstromfall steht auch nur die Leistung der einen Powerwall zur Verfügung, die beiden anderen bleiben also unberührt, richtig?

Damit Fällt der DHE im Notstromfall, damit kann ich leben.

Wenn ich das Richtig verstehe mit dem Nachladen im fall eines Stromausfalls, könnte man ja einen 1Phasigen Wechselrichter Parallel hängen, und dann einen String daran anschliessen, das darf dann ja nur ein kleiner sein der max. 4,5 KW Leistung hat und dann die eine Powerwall nachlädt.

Auf diese Phase müsste dann alles drauf was mit Strom versorgt werden soll.

Eine kurze Unterbrechnug könnte ich verkraften, ob das allerding die angeschlossenen Geräte so klasse finden, da ist dann glaube ich eine kleine Bachup Batterie mit drinnen, das wäre zu verkraften.

Da muss ich mich mal hinsetzen und mal alles zusammen schreiben. Man ist das alles kompliziert.

Danke nochmals für eure Hilfe, ich habe bestimmt noch viele Fragen, ist ja doch sehr Komplex.

Genau so mit dem kleinen Teil an einem 1phas WR ist der richtige Weg!

Du musst nur aufpassen dass Du den WR auf 52 Hz konfigurieren kannst.

Freut mich dass wir Dir helfen konnten

Hallo wieder Nobody,

@grizzzly hat dir eigentlich alles beantwortet.

Es gibt für alles eine „aber vielleicht“ Variante. Wenn du einen einphasigen WR nur und ausschliesslich für den Notstromfall benutzen willst, kannst du dir überlegen einen etwas größeren zu nehmen, da du im „Inselfall“ auch nicht die VDE und die Phasenschieflast beachten musst. Macht nur begrenzt Sinn da EINE Powerwall auch nur mit maximal 4.6 kW laden kann (wobei sie eigentlich 5 kW kann, dazu müsste man aber die Länderkonfig ändern was man nicht … darf)

Wenn man jetzt aber von der Überdimensionierung ausgeht, könntest du theoretisch auch einen 6kW Wechselrichter nehmen. Die Frage kannst aber nur du beantworten weil du ja nicht einfach „einen String“ aus der 26 kWp Anlage (zB mit evtl. 800V Stringspannung) in einen einphasigen WR (zB mit unter Umständen 450V Stringspannung) steckst. Das knistert dann vermutlich ziemlich :wink: und erzeugt dann auch garantiert keinen Strom mehr.
Also wäre die erste Frage welche Stringdimensionen dir zur Verfügung stehen. Ich habe bei mir zB aus einem 10kWp String zwei mit 5 kWp gemacht, die je nach einem 5 kW (4.6 VDE) Wechselrichter hängen. Gibt hier einen Ellenlagen Thread dazu. Einer der beiden WR läuft im Notstrom Betrieb automatisch an. Aber such dir bitten hierzu den anderen Thread, das war ein ziemliches Hickhack …

Die Stromversorgung ist Unterbrechungsfrei. Manchmal. Selbst ausprobiert. Wenn die Powerwall sowieso schon entlädt (weil wenig PV Erzeugung oder Abends oder so) dann merkst du gar nix. Wenn die Powerwall aber gerade mit 4.6 kW geladen wird und der Strom ausfällt dauert es doch so 1-3 Sekunden bis sie Strom bereit stellt.

Grüße

Hallo bergler82,

Danke für Deine Infos, was da an Spannung anliegt ist eine gute Frage, das hatte ich überhaupt nicht auf dem Schirm, ich meine 800 Volt mal gesehen zu haben, ich meine aber auch das die Spannung gleich bleibt, durch die Leistungsoptimirer.

Muss ich nachher mal schauen in der Konfig.

Danke

Edit: Hier stand Quatsch - habe es um nicht zu verwirren daher gelöscht.

Die Dauerleistung sind dann auch nicht 4,6kW x 3 sondern ein bisschen darunter. Ich glaube bei 2 Powerwalls waren es etwa 8kW.

Woher beziehst Du Dein Pseudowissen? Es ist nicht so und kann auch nicht funktionieren da die 3 PW keinen Drehstrom (3 Phasen mit jeweils 120 Grad Phasenverschiebung) aufbauen können was zu einer Überlastung des Nullleiters führen würde, deshalb ist technisch nur eine Phase möglich.

Somit denke ich kann die Wärmepumpe nicht betrieben werden, aber auf jeder Phase wäre Strom vorhanden. Liege ich damit falsch?

Ja, da liegst Du falsch, lies mal weiter unten in dem von Dir verlinkten Faden:

"Die Notstromversorgung ist in jedem Fall einphasig, egal ob eine oder mehrere Powerwalls installiert sind. Auch mit drei Powerwalls ist also keine drei-phasige Notstromversorgung möglich. Vielleicht fragst du dich jetzt ob man dann nicht einfach drei Gateways nehmen kann. Die gleich Frage hatte ich auch und unsere Ingenieure aus den USA haben mir gesagt „Das sollten wir nicht machen.“

1 Like

Okay - dann änder ich meinen Ausgangsbeitrag oben um nicht zu verwirren. Danke.

also bei mir kommen Problemlos 9,2 kW aus zwei Powerwalls …

Bei mir auch, aber nur auf einer Phase. Die Frage oben ging darum ob mehrere Phasen gehen und das ist definitif negativ.

also ich habe zwei Powerwalls, eine auf L1, eine auf L2.

Ich bekomme Problemlos 9,2 kW aus den beiden Powerwalls im normalen Netzbetrieb.

Hast Recht, im Normalbetrieb geht das, aber nicht im Notstrombetrieb, da geht definitiv nur eine Phase wegen der Nullleiter Problematik.