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Fragen vor dem Kauf (nach der Probefahrt)

Hi,

ich habe eine Probefahrt mit einem Model 3 gemacht und es hat mir so gut gefallen, dass ich mich eigentlich für einen Kauf entschieden habe. Es gibt aber noch ein paar Fragen, die ich vielleicht hier im Forum beantwortet bekomme:

  • Wenn ich den Hebel zwei Mal nach unten drücke, aktiviere ich den Autopiloten. Was ist der Unterschied zum Aktivieren der Schaltfläche „Navigieren mit Autopilot“ im Display?

  • In der Probefahrt ist mir aufgefallen, dass bei aktiviertem Autopilot die Ampel-Erkennung grüne Ampel erkennt, das Auto aber trotzdem ziemlich stark abbremst, also fast zum stehen kommt. Ich musste manuell stark beschleunigen, um den Verkehr hinter mir nicht zu behindern.

  • Bei der Probefahrt mit dem Model 3 ist der Autopliot mit 100khm auf eine Kurve zugefahren und hat keine Anstalten gemacht abzubremsen. Auch bei Kreuzungen. Ist es eine Funktion die man vielleicht in den Einstellungen ändern kann? Im Vergleich: Bei meinem jetzigen Audi Q5 gibt es die Funktion „pädiktive Regelung“. Diesen kann man ein oder ausschalten. Wenn sie aktiv ist, bremst das Fahrzeug auf eine angemessene Geschwindigkeit und fährt mit aktivem Tempomaten durch die Kurven. Es bremst auch bei Kreuzungen und Kreisverkehren.

  • Ich fahre manuell mit 70km/h. Kann man den Autopiloten beim Aktivieren auf die Geschwindigkeit setzen, mit der ich im Moment gerade fahre, also 70? (Bei meinem Q5 ist das nur ein Tastendruck.) Wenn ich den Autopiloten aktiviert hatte, hat er immer auf die maximal zugelassene Geschwindigkeit beschleunigt. Das macht natürlich keinen Sinn, wenn in 100m eine scharfe Kurve kommt. Ich musste ihn also nach dem Einschalten sofort stark runter regeln.

  • Das Auto hat recht stark rekuperiert. Ist das ein Problem, wenn es glatt auf der Straße ist? Muss man dann diese Funktion schwächer- oder ausschalten? Oder ist es vielleicht sogar gut um nicht ins Rutschen zu kommen?

  • Ich habe einmal die Entertainment Funktionen testen wollen. Die Startseite von youtube hat unglaublich langsam geladen. Auch Videos haben teils kurz geruckelt. Ich dachte das liegt vielleicht an dem eingebauten LTE. Deshalb habe ich das Auto mit meinem Handy Hotspot verbunden. Es wurde aber nicht besser. Am Handy hatte ich sehr schnellen LTE Empfang und konnte youtube ohne irgendwelche Probleme nutzen. Lag das nur an meinem Probefahrt-Fahrzeug oder ist der Computer im Model 3 tatsächlich so langsam? Wie sind eure Erfahrungen?

  • Wenn ich heute ein Model 3 auf der Homepage bestelle, bekomme ich ein Model aus den USA oder China? Ich habe gehört in China wäre die Verarbeitung besser, aber der neue Akku würde deutlich langsamer laden. Kann ich auswählen welches Fahrtzeug ich bekomme? Welches würdet Ihr empfehlen?
    Danke schon mal fürs Lesen, ich bin gespannt auf eure antworten!

Grüße
Olli

Da mein M3 erst kommt lass ich erfahrenen Nutzern lieber den Vortritt, kann aber folgendes beantworten:

Wenn du heute bestellst mit Auslieferung in Q1, dann wirst du ein Fahrzeug made in USA bekommen. Das gilt aktuell auch für SR+. Wie es bei Auslieferung im nächsten Quartal aussieht kann dir im Moment niemand sagen. Du kannst bei der Bestellung den Produktionsstandort nicht wählen.

Man muss grüne Ampeln durch drücken des rechten Hebels bestätigen.

Ja, das ist eine Einstellungssache im „Autopilotmenu“.

Theoretisch ja. Dann geht man halt sanfter vom Gas. In der Praxis kann ich es mir nicht vorstellen. Wenn es sooo glatt ist, hast Du ganz andere Probleme.

Bei aktiviertem Navigieren mit Autopilot kann das Auto bei aktiver Navigation selbständig auf Autobahnen auf und abfahren, sowie Spurwechsel (nach Bestätigung) durchführen. Aber nur mit FSD Paket.

Das ist keine Option, es funktioniert einfach noch nicht so gut. Wir haben hierzulande eine sehr eingeschränkte Version des Autopiloten und die Basis dafür ist relativ alt, da Tesla gerade an einer neuen Generation arbeitet, die bestimmt dieses Jahr auch zu uns kommt. Theoretisch ist Tesla mittlerweile in der Lage sogar Kreisverkehre automatisch zu fahren, in der Stadt abtubiegen usw. Das wird nur hier nicht erlaubt sein. Aber die Basis des Systems wird auch zu uns kommen und einiges besser machen.

Hi!

Gute Entscheidung :+1:

NoA (Navigate on Autopilot) hast du wie gesagt nur dabei wenn du das volle Autopilotpaket (FSD Full Self Drive) dazu kaufst. Oder du kaufst dir später das EAP (Enhanced Autopilot Paket) für die Hälfte des FSD Preises dazu. Ich glaube EAP kann man aktuell nicht bei einer Neubestellung angeben?

NoA setzt voraus, dass du eine Route ins Navi eingegeben hast. Von Autobahnauf- bis Autobahnabfahrt vollführt dein Tesla dann autonom die korrekte Streckenführung wenn du zb bei einem Autobahnknoten auf eine andere Autobahn fährst und wenn du dann über die Ausfahrt die Autobahn verlässt. Das System schlägt dir Spurwechsel vor, die du selbst durch betätigen des Blickers einleiten musst. Der Spurwechsel mittels Autopilot funktioniert auch ohne NoA, er wird lediglich nicht aktiv vom System vorgeschlagen. Doch auch für den einfachen automatischen Spurwechsel benötigst du FSD oder EAP.

Die automatische Ampelerkennung mit entsprechendem stoppen oder weiterfahren des Autos hast du nur bei FSD. Nicht bei EAP! Wie du es selbst erlebt hast funktioniert dies in Europa noch nicht so richtig wie es ideal sollte. Dazu gibt es hier unterschiedliche Meinungen. In jedem Fall könnne diese „Phantombremsungen“ eben schon mal vorkommen. Abhilfe gibts nur so wie du es gemacht hast. Aufmerksam sein und im Bedarfsfall selbst übernehmen.

Edit: Sorry, natürlich wie beschrieben musst du grüne Ampeln durch nach unten Drücken des AP Hebels bestätigen, dass dein Tesla über diese grüne Ampel fahren darf. Meine erwähnten Phantombremsungen beziehen sich auf rote Ampeln die er ebenfalls an dieser Kreuzung oder Nebenfahrbahnen erkennt. Wie gesagt, für mein Verständnis ist diese Funktion in unseren Breiten noch ausbaufähig.

Nein kannst du nicht und das is nach wie vor bei Tesla ein Manko mMn. Wo es gut funktioniert ist auf der Autobahn mit NoA. Er bremst dich vor Ausfahrten, falls notwendig, schön runter.

Ja, es gibt zwei Einstellungen für die Startzielgeschwindigkeit bei Einschalten des Tempomats bzw Autopiloten. Aktuelle oder maximale Geschwindigkeit.

Kann im Winter tatsächlich Thema sein. Du kannst zwischen zwei Rekuperationsstufen wählen. Normal (die starke Einstellung, die du erlebt hast) und Niedrig. Niedrig wird auch im Winter empfohlen genau aus dem von dir genannten Grund.

Das Problem hatte ich persönlich noch nie. Generell kannst du Internetinhalte nur benutzen, wenn dein Tesla im WLAN hängt. Willst du es per LTE nutzen, musst du für knappe 10€/Monat diesen Dienst abonnieren. Darin eingeschlossen ist auch die Satelliten sowie die Verkehr Daratellung des Navis. Ohne Abo berechnet er den Verkehr für die Route zwar mit aber er wird dir nicht angezeigt.

Das Problem mit der Ladegeschwindigkeit bei den MiC (Made in China) Teslas sollte mit dem aktuellen Software Update gelöst sein. Gibt hier im Netz bereits positive Erfahrungsberichte. Einfluss darauf, von wo dein bestellter Tesla kommt, hast du meines Wissens selbst nicht.

Gerne :relaxed:.

1 Like

Hey, danke an alle für die ausführlichen Infos. Das Forum hier ist ja top!

Eine Frage noch: Wenn ich das Auto permanent mit dem WLAN des Handys verbunden habe. kann ich dann die 10 EUR im Monat sparen und alle Online-Funktionen wie z.B. Verkehrsdaten nutzen?

Schön wärs :). Nein geht leider nicht.

klares jein. Denn dann musst du jedes mal nach dem ändern des Ganghebels von P nach D die wlan-verbindung neu herstellen und bekommst die Verkehrsdaten nicht angezeigt. Bei der Routenplanung werden sie aber berücksichtigt.

Das mit den fetten lags im Entertainment Bereich habe ich derzeit mit der Version 2020.48.35.5 auch leider… alles ruckelt wie Hölle. Soll angeblich mit den ersten 2021er Versionen besser geworden sein. Das ist aber definitiv eine Frage der Optimierung, nicht vom LTE Empfang :slight_smile:

Nach den Erfahrungen die ich die vorletzte Woche im Schnee gemacht habe sollte man die Rekuperation auf jeden Fall auf niedrigste Stufe stellen! Das macht das Fahren auf Schnee, und gerade wie es bei uns war, auch noch mit Eis drunter , bedeutend leichter!
Dann viel Vorfreude auf das tolle Spaßmobil!

ich glaube bei den refresh ist das nicht mehr einstellbar mit niedriger reku.

was für lags ? bin auch bei der 48.35.5 und alles ( youtube, netflix , browser und spiele ) funktionieren super. halt alles etwas gemütlich bis es losgeht aber dann prima. youtube beenden dauert auch meist eine halbe minute, aber man kann trotzdem schon losfahren.

Meine 48.35.5 ist sehr kaputt irgendwie … meine Rückfahrkamera zum Beispiel laggt auch wie hölle und legt den ganzen Bildschirm fast lahm. Ich hab dazu schonmal was in nem anderen Thread geschrieben, doch ich scheine eher alleine mit diesen riesen Performance Problemen zu sein :frowning: Ich warte Sehnsüchtig auf die 2021er Version aber ich hab leider kein Glück.

Zum Autopiloten sag ich nix, ich mag den nicht und finde den tatsächlich auch nicht sehr brauchbar, aber mir geht das mit den Systemen anderer Hersteller nicht viel anders.

Ich weiß nicht ganz sicher, wie das beim SR+, der nur Hinterradantrieb hat, ist, aber beim LR AWD mit dem Allradantrieb ist es komplett unproblematisch. Ich habe die letzten Wochen als es so kalt war wirklich hart versucht, den Wagen durch Rekuperation auf glatten Plätzen oder Straßen zum Ausbrechen zu bringen, ohne Erfolg. Allerdings rekuperiert der AWD halt sehr viel vorne (weil da die Bremsleistung auch höher ist), insofern sollte sich zum SR+ da nochmal jemand anders melden. Nur hinten Bremsen kann ja bei Glätte tatsächlich etwas problematisch sein.

Der Computer ist schnell aber der Browser ist in der Tat unendlich langsam. Keine Ahnung, ob Tesla das irgendwann mal per Softwareupdate verbessert bekommt.

Du bekommst derzeit ein amerikanisches.
Die sollen inzwischen etwas besser verarbeitet sein als früher, sicher wissen tue ich das nicht.
Bei den Akkus ist Tesla offenbar mit neuen Typen derzeit am Lernen. Für die China-LFP-Akkus gab es jetzt gerade ein Softwareupdate, mit dem sollen die jetzt richtig, richtig gut sein, Nextmove hat dazu ein Video.
Bei den amerikanischen hast Du nicht so die großen Probleme aber auch da ist Tesla wohl noch am Optimieren. Die haben ja jetzt eine Wärmepumpe und da hat Tesla wohl bisher eine sehr effiziente Grundeinstellung, die die Reichweite maximiert aber wohl zT bei sehr kaltem Wetter die Laderaten und zum Teil auch die Leistung etwas beeinträchtigt. Ansonsten sind das aber wirklich gute Akkus, Du bekommst auch ein sehr effizientes Auto.

Wichtig bei den US-Autos ist (ich rede da jetzt aus Erfahrung): schau Dir die genau an und wenn Du irgendwelche Probleme findest (Lack, Karosserie, Innenraum,…), reklamier das, die arbeiten das nach. Man muss evtl. etwas hartnäckig sein und sich nicht zu leicht abspeisen lassen, aber es geht.

Du bekommst von der Produktionsqualität keinen Mercedes, da ist Tesla gerade in den USA schon etwas zurück bzw. halt sehr auf maximalen Durchsatz aus, die grundsätzliche Konstruktion des Autos ist aber wirklich gut. Klar gibt es Sachen, die andere besser können (Fahrwerk zB, aber das hast Du ja schon ausprobiert), aber in Summe ist das Model 3 ein wirklich gutes Auto, auch die Modelle aus den USA.

Doch, kann man inzwischen auch. Insofern würde ich auch mal vermuten, die Version wird nicht wieder eine vorübergehende Option sein sondern bleiben.

Auch hier: leider nicht mehr. Das war bei den Modellen vor dem „Refresh“ so, die aktuellen Modelle kennen nur die volle Rekuperationsstufe.

Naja, ein Intel Atom der vielleicht gerade mal als Einstieg in das absolut billigste Laptopsegment geeignet ist. Wunder kann man davon wahrlich nicht erwarten.

Ich frage mich schon warum Tesla hier nicht auf ein energiesparenderes und schnelleres ARM Design setzt.

Für Auto-Systeme ist das schnell. Für so ein bisschen Video und einen halbwegs responsiven Browser sollte es reichen. Da liegt irgendwas in der Software im Argen, das den so ausbremst.

Hatte wahrscheinlich nicht so die Priorität. Du weißt auch nicht, was da alles so an Libraries drin läuft und ob das alles wirklich auch mit ARM funktioniert. Wenn nicht, ist das ein Riesenaufwand zur Portierung.
Soooo riesig ist Teslas Software-Team ja auch nicht und solange es geht, Strom ist ja genug da…

Klar, aber oft ist es nur einmal neu kompilieren, sieht man ja gerade bei Apple (gut, da hat Apple natürlich schon weitsichtig vorgesorgt und alle Entwickler zu den eigenen Bibliotheken gezwungen, die Apple dann selbst portieren konnte, dadurch gibt es kaum Abhängigkeiten die Probleme machen können). Ich hätte gedacht dass es bei sowas wie Infotainment sogar eher ein Vorteil ist, wenn man nah an den Smartphone und Tablet Platformen ist.

Ich hatte mal ein Atom Netbook. War schwierig damit irgendwas zu machen. Ok, war auch Single Core… Aber die Single Core Leistung ist auch bei dem Chip im Tesla unterirdisch und deren Stellenwert sollte man nicht unterschätzen.

Aber klar, die Optimierung ist wohl gerade sehr im Argen. Trotzdem würde ich mir den neuen Computer aus den Refresh MS/X wünschen :pensive:

Ähm, nein, ist es nicht. Sieht man bei Apple :wink:
Ich hab hier nen nagelneuen Mac mini den ich auch deshalb brauche, weil ich einiges an Software habe, die auch auf Dauer vermutlich nicht auf dem M1 laufen wird. Der muss jetzt ein paar Jahre Wechselschmerzen lindern.

Bei Apple funktioniert das deshalb halbwegs reibungslos, weil sie es zum einen seit mindestens 5 Jahren systematisch vorbereitet haben und vor allem, weil deren Massensystem ja nun schon seit 14 Jahren auf ARM läuft, die haben also ordentlich Basis zum Portieren. Und nun wirklich viele Leute.

Tesla hat da ein Linux drauf, das tut sich mit ARM gerade bei Video- und Grafikthemen zum Teil noch etwas schwer, auch mit Treibern etc. Apple macht ja auch die Grafikchips und -Treiber selber.

Wer nicht :slight_smile:

Ich denke halt an Android Tablets, Raspberry Pis und Co, da läuft auch alles ohne Probleme. Klar, portieren ist immer doof, aber 2017 hätte man sich auch schon von vornherein gut mehr an einem Tablet als an einem Auto Infotainment System orientieren können, finde ich.

Sorry an den TE für off topic. Der Computer im Model 3 ist auf jeden Fall schnell genug für ein Auto, Tesla bekommt das mit einem Update wieder in den Griff :slightly_smiling_face: