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Frage zum "dreiphasigen" Betrieb einer PW2

Hallo,

über den „dreiphasigen“ Betrieb einer PW wurde ja schon einiges geschrieben. Meines Wissens ging es aber noch nie so detailliert um dieses Thema, wie ich es gerne jetzt wissen würde.

Ein Drehstromnetz hat ja bekanntlich drei Phasen, die mit 120° Phasenverschiebung zueinander stehen. Drehstrommotoren sind ja für einen ruhigen Lauf auf genau diese Phasenverschiebung angewiesen. Korrigiert mich bitte, wenn ich Müll schreibe.

Nun habe ich in meinem Fall wenige Geräte, die im Sicherungskasten mit einer dreiphasigen Sicherung (drei Sicherungen, die über eine Verbindung über alle drei Sicherungen beim Auslösen alle drei Phasen vom Netz nehmen):

  • Wärmepumpe (Innen- und Außenaggregat)
  • Hebeanlage
  • Kraftsteckdose (hier kommt es dann drauf an, was angeschlossen wird - momentan ist es mein JB2 zum Laden des M3)

Nutzt man nun drei PWs hat ja jede ihren eigenen Wechselrichter. Diese sind meines Wissens nicht synchronisiert, so dass nicht gewährleistet ist, dass alle drei Phasen mit den 120° Phasenverschiebung zueinander stehen.
Hätte ich nun eine Notstromversorgung mit drei PWs, was würde dann passieren? Würde meine Hebeanlage und meine Wärmepumpe in diesem Fall überhaupt funktionieren?

Eenso sieht es mit meinem Wechselrichter (SamilPower 17000) der PV-Anlage aus. Dieser ist dreiphasig angeschlossen (da 17 kW Leistung). Da dieser nicht im Inselbetrieb betrieben wird, speist der WR nur ein, wenn er ein dreiphasiges Netz erkennt. Andernfalls würde er abschalten.
Würde der Wechselrichter abschalten, wenn er zwar ein dreiphasiges Netz hat, aber die Phasen zueinander nicht stimmen?

Und dann noch eine weitere Frage. Die drei PWs werden zusammen geladen bzw. entladen. Das heißt, wenn ein Verbraucher auf einer Phase Strom zieht, entladen sich trotzdem alle drei PWs und dritteln sich die angeforderte Leistung.
Wie sieht dies im Notstrombetrieb aus? Wird dann nur die PW leergezogen, die auf der jeweiligen Phase hängt oder werden in diesem Fall trotzdem alle drei leergezogen?

Vielen Dank für eure Hilfe und eure Antworten.

Im Notstrombetrieb arbeitet jedes System mit einen abweichenden Frequenz bei der der 17kw Wechselrichter nicht laufen darf.
Die 3 Einphasigen PW2 werden vermutlich kein brauchbaren Drehstrom liefer.
Ich habe aufgrund Jahre des Wartens auf ein E3/DC S10 Pro gewechselt. Das liefert bis 12kw Drehstrom, jedoch habe ich Probleme mit dem Anlaufstrom der Wärmepumpe.

Vielen Dank für deine Antwort. Das heißt also, dass ein Inselbetrieb mit PV und PW (auch wenn diese Notstromfährig sind) nicht funktionieren wird. Und einen Drehstrommotor bekomme ich nicht zum laufen, wenn die drei PWs nicht synchronisiert sind (was diese nicht sind).

Ich hätte dazu eine Anfängerfrage.
Welche Geräte zu Hause würden dann nicht funktionieren, da sie einen Drehstrommotor nutzen?

wenn die 3 sinuskurven nicht auf 120 grad synchronisiert sind, dann hast du schon bei der Zuleitung zum Küchenherd ein Problem.
Denn da sind 3 Phasen und nur 1 Nullleiter.
Wenn die 3 Phasen zu 16A alle den gleichen Sinus haben, dann ist auf dem Nullleiter 3*16A - das wird er nicht durchhalten.

Das lässt sich so einfach nicht sagen. Schau einfach mal in deinen Sicherungskasten. Dort siehst du viele Sicherungen - jede einzelne mit einem eigenen Hebelchen. Das sind einphasige Sicherungen.
Dann gibt es Sicherungen, wo drei Stück an diesem Hebelchen miteinander verbunden sind. Das sind dann die dreiphasigen. Und genau diese schaust du dir an. Um die geht es.

Bei mir sind das z.B.

  • Wärmepumpe
  • Hebeanlage (Abwasser)
  • Herd
  • Drehstromsteckdose
  • Wechselrichter

Also so würde ich das nicht unterschreiben. Nur weil es ein 3Poliger Sicherungsautomat ist bedeutet das noch lange nicht das hier wirklich Drehstrom gebraucht wird. Beispiel Wärmepumpe ist im Normalfall nur der Zusatz Heizstab 3polig abgesichert. Kochfeld (Herd) ist im kein Drehstrom nötig… Drehstromsteckdose kommt auf dem eingesteckten Verbraucher an.
Wechselrecht ist auch pauschal nicht richtig. Und Powerwall und Wechselrichter Laufen auch im Notstrom (Insel) betrieb. Hebeanlage kann sein Muss aber nicht. Im Normalfall sind nur Geräte mit Gr0ßen Elektro motor mit Drehstrom und das ist im „normalen“ haushalt eigentlich sehr selten. Und wenn doch ist die Frage ob ich das genau da nutzen muss wenn das Netzweg ist und Stromausfall ist.

1 Like

Der Wechselrichter wird bei nicht korrektem Netz nicht angehen, nicht weil er nicht könnte, sondern weil er nicht darf.
3-Phasige System mit echtem Drehstrom bieten z.B. Victron oder SMA (als Beispiele ohne Wertigkeit) an.

Die Notstromfähigkeit wird in Deutschland meiner Meinung nach auch absolut überbewertet.
Eine extra Steckdose am Speicher „für den Fall“ genügt eigentlich vollkommen um da Kühlschrank und co ran zu hängen.

Ich habe lange Zeit ein kleines Rechenzentrum betrieben. Das Notstromaggregat lief außer zu Prüfungszwecken nie.
In 10 Jahren ein Stromausfall wegen Straßenbauarbeiten die die Leitung getroffen haben. Das hat dann die USV abgefedert.

Also Powerwall Ohne Netz Mit PV zusammen Läuft siehe Hier Backup-Erweiterung für Powerwall 2 - Notstromlösung

Mit dem Vermerk das 2 einphasige WR genutzt werden.
In Deutschland ist alles über 4,6kW aber dreiphasig. Das ist eher die Regel und die laufen dann nicht.

Und du meinst das der WR prüft ob da Drehstrom anliegt oder Nur ob alle 3 Phasen da sind und ein Sinus vorhanden ist?

Vorsicht! Gerade Heizelemente werden gerne auch mit 400V angeschlossen, d.h. zwischen den Phasen und ohne Null. Wenn die Phasen nicht 120° versetzt sind, dann liegen dort zwischen 0V und 460V an und zwar nicht vorhersagbar.

@ChristianSt

Ja.
Durch das Drehfeld liegt bei gleicher Belastung der 3 Phasen ein Strom von 0A am Neutralleiter an.
Hast du nun kein Drehfeld steigt der Neutralleiterstrom an. Bei 11kW Leistung des Wechselrichters wären das dann rund 48A auf dem Neutralleiter.