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FI-Schutzschalter für Tesla-Wallbox

Bislang habe ich noch keine eindeutigen Klärungen in Forum gefunden zu dem Thema, welcher FI-Schutzschalter installiert werden sollte. Und wenn ich mir hier einige Diskussionen zur Installation von Lademöglichkeiten anschauen, habe ich den Eindruck, dass auch Elektriker nicht unbedingt Ahnung haben, was beim Anschluss eines E-Autos zu beachten ist. Also mein bisheriger Kenntnisstand:

  • Für das Laden von E-Auto ist ein FI Schutzschalter vom Typ A-EV oder Typ B zu installieren
  • Aus der Montage-Anleitung für die Tesla Wallbox geht nicht hervor, welcher Typ notwendig ist
  • Typ A-EV ist billiger als Typ B
  • Typ A-EV löst etwas träger aus als Typ-B
  • Für manche E-Autos scheint Typ-B Pflicht oder sinnvoll zu sein

Was ich gerne wissen möchte:

  • Ist FI-Schalter Typ A-EV für Tesla-Wallbox zusammen mit Tesla-Auto ausreichend?
  • Ist Typ B notwendig/sinnvoll, wenn an der Tesla-Wallbox auch andere Autos (VW GTE oder Ioniq oder …) geladen werden?
  • Ist Typ B sinnvoll/zukunftssicherer, wenn irgendwann die Tesla-Wallbox gegen eine andere Marke getauscht wird?
  • Ist Typ B sozusagen ein Upgrade zu Typ A-EV und für mehr Geld bekommt in allen Belangen das bessere Gerät? Oder könnte Typ B auch völlig verkehrt sein und es muss ungedingt ein Typ-A sein?
  • Als Empfehlung habe ich hier im Forum bisher nur den Typ A-EV gefunden: Doepke FI-Schalter DFS4 040-4/0,03-EV. Gibt es Empfehlungen für Typ B?
  • Was fehlt noch an Argumenten?
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Für die Tesla Wallbox reicht ein ganz normaler Typ A (ohne EV). Glaube, dass man alleine für die Zoe den sensiblen Typ A EV oder B braucht.

Ich Funke mal dazwischen…TypA-EV ist mindestens notwendig. Typ B ist Luxus und eher für universellere Anwendung gedacht.

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Für den Tesla Wall Connector wird mindestens ein Typ A EV benötigt.
Typ A genügt für CEE-Steckdosen, da der UMC einen entsprechenden Schutz (in welcher Qualität auch immer) eingebaut hat.
Beim TWC fehlt dieser und muss daher infrastrukturseitig verbaut sein.

Edit: Das alles ist unabhängig davon, welches EV Du laden willst.

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Ich dachte, z.B. bei Zoe sollte man möglichst B nehmen, weil der mehr Störungen ins Netz gibt. Insofern war bisher mein Eindruck, dass es auch Abhängigkeiten zum Fahrzeug geben kann. Du bist Dir also sicher, dass es nur von der Wallbox abhängt und nicht vom EV?

Deleatur.

Hat der TWC einen Gleichfehlerstromschutz für Ströme >= 6 mA? Selbst wenn nicht wäre laut dieser Quelle wohl Typ A ausreichend.

goingelectric.de/wiki/Normg … _.2F_FI.29

Das ist das Problem, dass in der Installationsanleitung zum TWC keine Informationen diesbezüglich zu finden sind. Auch sonst habe ich bisher nirgendwo ein weiteres Datenblatt gefunden.

Mir ist nicht bekannt, dass eine Zoe einen FI Typ B voraussetzen würde. Habe allerdings auch keine persönlichen Erfahrungen damit. Wir haben hier ja einige Zoe-Fahrer. Vielleicht können die sich hierzu äußern.

Grundsätzlich zum Thema FI gibt es hier eine schöne Übersicht.
Der UMC wäre Nr. 2 (kein richtiger FI A EV, sondern eine SW-Lösung), der TWC Nr. 3 (mit A EV extern). Es gibt auch Wallboxen mit einem entsprechenden eingebauten FI.

habe es im nächsten Beitrag korrigiert

Hier mal die wichtigsten Punkte:

  • für alle Aussensteckdosen ist in Deutschland einen Fi (RCD) vorgeschrieben.

  • bei Schukosteckdosen reicht auch mit E-Auto ein Typ A

  • Mehrphasige Steckdosen oder auch Wallboxen benötigen zwingend einen RDC der Gleichstromfehler erkennt.

  • Typ A-EV wenn er direkt oder mit voherigem Typ A, bei mehreren Typ A-EV parallel muß ein Typ B davor geschaltet werden.

  • Typ B wäre nur im Fall von mehreren Anschlüssen zum Netz hin nötig.

fertig, ist ganz einfach.

Ein im UMC, Juicebooster, NRGKick etc. verbaute softwareseitige Gleichstromfehlererkennung reicht in Deutschland nicht aus.

Link zum Doepke A-EV https://www.doepke.de/uploads/tx_doepkeproducts/informationsmaterial/web/doepke_5900229_dfs4ev_inf_web_de.pdf

Danke, das sind schon mal ein paar klare Worte. Wenn ich irgendwann mal einen zweiten TWC installiere (Tesla bietet ja die Funkion, mehrere TWCs hintereinander zu schalten), zählt das dann als „mehrere Anschlüsse“ und brauche einen Typ B? Eher wohl nicht, oder? Wenn ich aber ein zweites, paralleles Kabel vom Schaltkasten bis zur Garage lege, dann wären das „mehrere Anschlüsse“, die aber am gleichen FI-Schalter des Typs B angeschlossen werden könnten? Oder brauche ich dann 2 Typ A-EV + 1 vorgeschalteten Typ B?

Seit wann das denn?

…schreibt also Firma Doepke vor, der einzige Hersteller des FI Typ A EV .
Alles klar.
Irgendwie muss die teure Lobbyarbeit in den ganzen Teil 0722 Normungsausschüssen ja lukrative Früchte tragen, oder was?

Unglücklich ausgedrückt, alle Aussenstecksdosen benötigen einen RCD. Bei Schuko reicht immer ein Typ A

Sobald ein E-Auto Auto mehrphasig an einer Steckdose angeschlossen ist, benötigst du eine Gleichstromfehlererkennung, ob du A-EV oder B nimmst bleibt dir überlassen, ist eine Preisfrage, Typ A-EV sind günstiger als Typ B

Typ B brauchst du bei mehreren Typ A-EV als Vorschaltung zum Netz, weil sonst dort der Summengleichstromfehler zu groß werden kann.

Oh, heisst das sogar, dass nur ein Typ B ohne dahinter liegende Typ A-EV keine korrekte Installation wäre?

Ok, kann ich mir jetzt selber beantworten. Typ B ist auch als Einzel-Ladelösung ok, aber bei Mehrplatz-Ladesäulen Pflicht.
Besten Dank!

Der FI Typ A EV ist auch nur ein normaler Typ A 30mA mit einem zusätzlichen (Bender?) Gleichstromsensor, der auf 6mA eingestellt ist. Also identisch zu dem Gleichstromsensor wie er im TWC oder im UMC verbaut ist.
Das Problem beim ZOE laden ist leider, dass Gleichstromfehler von > 6mA auftreten können. Daher sind alle Wallboxen die über diesen Gleichstromsensor verfügen nicht geeignet. Für den ZOE braucht schon einen mit einem Typ B ausgestatteten Wallbox.
Beim Einsatz von mehreren Wallboxen, die über den Gleichstromsensor verfügen, ist es dann noch wieder notwendig einen Typ B statt eines Typ A zu verwenden, da die Summer aller Gleichstromfehlerströme sich über 6mA aufaddieren könnten, so dass ein einfacher Typ A erblinden könnte.

Ich habe an diversen Wallboxen nur einen TYP A-EV verbaut, meine ZOE hat dort bisher noch nie einen RCD ausgelöst, scheint also zu funktionieren. Typ A bekommt die ZOE locker blind, ich habe es mal ausprobiert.

Sicher, dass der TWC den Gleichstromsensor drin hat? Dann bräuchte man eigentlich keinen Typ A-EV, sondern Typ A würde technisch ausreichen. Nur dummerweise ist trotzdem in der EU Typ A-EV oder Typ B vorgeschrieben? Ist das so richtig?

Das heisst dann, wenn man mehrere TWCs so wie von Tesla in der Anleitung vorgesehen hintereinander schaltet (der Strom müsste aber ja wohl parallel geschaltet werden: gleiche Spannung aber Aufteilung der Ampere), dann bräuchte man auch schon Typ B, richtig?
Also falls irgendwann mal ein zweites Auto dazukommt, was parallel Laden soll, bräuchte man Typ B. D.h. die zukunftssichere Variante wäre Typ B zu installieren. Hat man vielleicht ein paar Euro zuviel ausgegeben, aber wäre erheblich billiger als wenn man in ein paar Jahren wegen eines zweiten Autos dann sowieso von A-EV auf B umrüsten müsste.

In Deutschland sollte bei modernen Installationen ein TN-C-S-System vorliegen danach dürfte bei fester Installation dieser Screenshot passen.

Das PDF hast du dir angesehen? Ich denke 2 Ladesäulen wären so möglich. Es sollten eh beide einzeln Abgesichert sein, damit im Fehlerfall die
2. Wallbox noch funktioniert.