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Feste Ladestation CEE16 (blau) für zuhause

Der Go-e-Charger gilt als „intelligentes Ladkabel“ und fällt damit nicht in die Meldevorgabe des Energieunternehmens, obwohl er deFakto eine transportable Wallbox (am 32A Starkstromstecker) ist.

PS:
Stromnetzbetreiber aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Tschechien wollen ab 2021 den Ladestrom an privaten Ladestationen beschränken, damit es zu Spitzenzeiten nicht zur Überlastung der Verteilernetze kommt.
Also ich möchte aus diesem Grund schon keine „Meldung“ an den Stromnetzbetreiber abgeben müssen.

Ich bin zwar nicht in Österreich sondern in der Schweiz, habe aber das Gefühl, dass alles ziemlich ähnlich gehandhabt wird. Ich hatte von Anfang an geplant, mit einer MCU zu laden (3.7KW / 22km/h) weil mir das absolut ausreicht und ich mit dem Niedertarif (20:00-07:00) jede Nacht über 200km laden kann. Am Wochenende sieht das Zeitfenster mit dem Niedertarif dann noch besser aus. Pro Jahr kann man so, ohne dabei grosse Leistung aus dem Stromnetz zu ziehen, über 80’000km laden (aber wer braucht das?)
Dafür wollte ich mir eine blaue Campingdoese CEE16 A 230 / 1 phasig montieren lassen. Von 2 Elektrofirmen wurde mir erklärt, dass ich sobald ein EV angeschlossen würde, ich eine FI-EV oder Typ FI-B Absicherung haben müsse. Von einem ICCB-Kabel (MCU) hatten beide Firmen noch nie was gehört und die Diskussion war entsprechend. So offerierten beide die Dosen-Installation der CEE16 für über 1’500CHF. Darin war auch bei beiden die Meldung an den Netzbetreiber verrechnet (rund 150CHF). Die Meldung an den Netzbetreiber muss nach Auskunft eines anderen Elektrikers bei EV’s aber erst ab 3.7KW gemacht werden (Konnte ich so auch in den Reglementen finden). Die Campingdose ist damit nicht meldepflichtig. Dem dritten Elektriker habe ich dann nicht mehr gesagt, dass ein M≡ daran geladen werden soll. Die Installation der CEE16 Dose hat dann mit einem zusätzlichem FI-A 16A und Durchbruch noch 380CHF gekostet. Beim verabscheiden hat er dann noch etwas süffisant gemeint, dass man da dran aber kein EV laden könne…
Im Internet hatte ich mir dann noch eine zusätzliche MCU besorgt (~200€), an die Wand geschraubt und in die Dose gesteckt (mit entsprechenden Schlauchhalter aus der Landi für ~3CHF). Seitdem lade ich dran… Läuft super und macht für mich völlig Sinn.

@wl01 wie man das Pferd nennt ist ja egal.
Es ist und bleibt ein Ladekabel und keine „Wallbox“ da es nicht fix an der Wand montiert.
Portable Wallbox klingt hald toll um es zu vermarkten, wiederspricht sich aber in sich.
Ein Ersatzkanister ist ja auch keine portable Tankstelle oder?
Daher muss auch nix gemeldet werden.
Ich würde auch nix melden wenn ich einen Starkstromanschluss hätte an den ich ein intelligentes Ladekabel anschließe und mit 11kW lade. Denn wenn ich eine Kreissäge oder einen Backofen dort anschließe melde ich auch nix an den Stromnetzbetreiber.
Es kommt nur darauf an, habe ich eine FEST INSTALLIERTE WALLBOX oder nicht.

Das ist meine Interpretation.

@kirbby:
Exakt das war meine Überlegung und Vorgabe:
Nichts an den Stromanbieter melden zu müssen (und mich damit in Gefahr einer eventuellen Stromeinschränkung zu begeben) und trotzdem die volle Funktionalität einer Wallbox zu besitzen.

„Beschränken“ ist ein schlechtes Wort und „Rationierung“, wie im lausigen Focus Artikel verwendet, ist völlig falsch. Es geht um Lastmanagement, also um Vergleichmässigung der LEISTUNG und nicht um eine Rationierung der ENERGIE.

Wenn das Auto morgens den gewünschten SoC hat, ist es völlig egal, wann genau es über Nacht geladen wurde.

Formal geht es sicherlich um die Last, die über die Leitung geht und der Stromnetzanbieter „macht sich Sorgen“ (politisches Codewort für „Ich will nicht, aber ich kann nichts dagegen tun“), dass die Leitungen überbeansprucht werden.
Tatsächlich geht es jedoch m.A. darum, dass der Staat und der Energieversorger an einer Hausstromtankstelle keine zusätzlichen Gebühren für das Stromtanken verrechnen kann. Und wenn man den Strom selbst erzeugt, man dann weder fürs Produzieren noch fürs Konsumieren Steuern zahlt.

Aber hallo bezahle ich für meinen selbst produzierten Strom, den ich selber verbrauche Steuer.
Das ist ja noch vertretbar, aber daß ich sogar EEG Umlage für meinen eigenen Strom bezahle, ist definitiv dem Lobbyismus zu verdanken.

Kurze Rückmeldung:
Gestern hatte ich nun die langersehnte Eigentümerverammlung. Glücklicherweise konnte ich wenigstens erreichen, dass ich eine blaue CEE16-Dose an meinem Stellplatz installieren darf! :slight_smile: :slight_smile: :slight_smile:
Immer noch besser als nichts. Zumal es für mich auch sicher ausreichend ist, da ich in der Regel am Tag nicht soviel fahre. So kann ich jeden Abend das Auto an die Dose hängen und muss mir keinen Stress machen. Es ist schon nervig immer extra irgendwo hinfahren zu müssen, um aufladen zu können.
Danke nochmal an alle für die Tipps und Hilfe! Es hat sich gelohnt eure Argumente bei der Eigentümerversammlung zu erwähnen. :wink:
Ich werde gleich eine dickere Leitung (Kabel NYY-J5 5x4mm²) legen lassen, im Falle, dass ich eines Tages doch eine 11KW-wallbox installieren kann.

Freut mich, dass es geklappt hat :slight_smile:. Es ist schon deutlich angenehmer wenn man zu Hause laden kann. Ich hab zwar 11kW, aber im Nachhinein hätte eine CEE16 Dose auch gereicht und wäre deutlich günstiger gewesen. Die dickere Leitung schon jetzt zu legen ist aber sicher eine gute Idee.

Ja, Danke Dir. :slight_smile:
Das war echt ein harter Kampf, weil sich ein Eigentümer die ganze Zeit quer gestellt hat. Zum Glück hat es nun doch geklappt und ich bin echt total glücklich darüber. :smiley:

Ohne Heimlader ist schon abenteuerlich und macht auf Dauer sicher keinen Spaß.

Gratuliere :smiley:

Auch wenn es schon zu spät ist… ich habe mal diese hier für 11,45 gekauft:
ebay.de/itm/91509-Kombi-Car … 1765197738

Super günstig für EUR 1.111,45 :laughing:

joa, habe ich gesehen. Aktuell ist die Dose echt ein Schnäpchen :laughing:
Mein Eli konnte sogar an die Dose 6mm² Leitung anschließen. Es war aber sehr eng.

Glueckwunsch!

Ich wuerde das mal eine Zeit sacken lassen.
Dann kannst Du die Eigentuemer ja damit verwirren, dass es viel besser waere, wenn Du eine 11kW Wallbox montieren darfst, aber die meiste Zeit trotzdem nur mit 3.7kW laedst. Weil sich dabei der Strom von 16A schoen gleichmaessig auf die Phasen (3x5.3A) verteilt und damit keine „Schieflast“ entsteht :mrgreen:

Genau. Bei „Schieflast“ denken die Miteigentümer dann gleich an Setzungsrisse. :slight_smile:

Verstehe es nicht so ganz was du meinst…ich bin schon froh, dass ich überhaupt eine Steckdose installieren darf. Die werden auch mit Sicherheit penibel prüfen, dass ich ja nur einphasig lade…

Ich habe mir gleich 5x6mm² und 2xCAT7 legen lassen (obwohl ich auch nur 3,7kW genemmigt bekommen habe).
Wenn irgendwann Lastmanagement kommt, dann kann ich:

  1. gleich 3-phasig laden,
  2. theoretisch bis 22kW (wer weiß was die zukünftigen Autos können). Und sogar wenn ich nie 32A nutzen werde, ist der Spannungsabfall geringer, aber der Aufpreis war minimal. (Beir mit ist die Leitung ca. 40m lang :confused: )
  3. ich habe gleich die Datenleitung dafür
  4. zweiten CAT7 habe ich in den Keller geführt, wo ich CAT7 aus der Wohnung habe, somit habe ich direkt über dem Auto WLAN-Accesspont für die Updates :smiley:

Ich meinte, dass Du Dich erst mal mit der blauen Dose zufrieden geben sollst (was Du ja eh willst). Meine Oma haette gesagt: „Besser als in die Hose geschissen“ :laughing:

Aber Du kannst in einiger Zeit ja mal versuchen, ob man Dich nicht doch 3-phasig laden laesst und das mit der besseren Verteilung der Last auf die 3 Phasen argumentieren, weil: Einphasig mit 3.7kW ergibt 16A auf EINER Phase und dreiphasig laden mit der selben Ladeleistung von 3.7kW ergibt 5.3A auf jeder der 3 Phasen --> symmetrische Last --> besser.

Und Du kannst dann „heimlich“ doch mit etwas mehr als 3.7kW laden, falls es mal noetig sein sollte Du alter Gauner :wink: