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Federung/ Fahrkomfort

Hallo www.wheelcenter.at kennt sich mit Tesla`s aus hat schon mehrere Fahrwerke eingebaut Federn und auch KW V3.

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Danke Andreas, welcher Standort ist zu empfehlen?

Wheelcenter Pöllau
Köppelreith 29
8225 Pöllau

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Hallo,

Was ist nun das Fazit der Diskussion hier? Reichen neue Federn mit weniger Vorspannung? Oder lässt sich die Verspannung bei den originalen Federn einfach verringern?

Und was mache ich wenn ich gar keine Tieferlegung will sondern einfach einen weicheren und besseren Fahrkomfort?

Mal ein (vielleicht etwas blauäugiger) anderer Gedanke - warum beschweren wir uns nicht geschlossen bei Tesla und bitten um Nachbesserung?

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Falls z.B. die Niederquerschnittsreifen durch komfortablere 235/55-Reifen ersetzt werden, würde der Stromverbrauch nach meiner Ansicht deutlich ansteigen.

Es ist interessant, wie sich hier die Diskussionen entwickeln. Das Thema ist für mich eigentlich sehr einfach:

  1. Die Abstimmung des Model Y ist sehr „sportlich“ (es gibt Gründe dafür, das bei einem solchen Fahrzeug so zu machen, ist am Ende aber immer eine Frage der Philosophie des jeweiligen Herstellers)
  2. Jeder, der das Fahrzeug Probe gefahren hat, sollte das vor Bestellung gewusst haben. Auch ich habe hier bewusst bestellt. Ist am Ende ein Kompromiss.
  3. Wer sich dann bei solch einem Fahrzeug auch noch 20 Zöller bestellt, muss sich bewusst sein, dass es dem Komfort nicht zuträglich ist :wink:

Reklamationswürdig ist für mich einzig das Geräuschverhalten des Model Y. Die Dämpfer poltern dermaßen laut, dass es bei einem anderen Herstellern als nicht kundenfähig definiert würde. Ich werde das definitiv reklamieren.

Bevor wieder die Kommentare über meine Kompetenzen hier losgehen: Ich arbeite seit 25 Jahren in der Entwicklung und Fertigung solcher Komponenten für nahezu alle Hersteller dieser Erde. Die Abstimmung eines Fahrwerkes ist ein hochkomplexer Prozess, der bei jedem Hersteller eigenen Abläufen folgt.

Hinweis an alle, die hier gerne mal einzelne Teile tauschen: Lasst das Profis machen, man kann viele Fehler machen, die der Laie nicht kennt.

Um das MY wirklich komfortabel zu machen kommt man m.E. um ein geregeltes Fahrwerk nicht herum. Evtl. kann auch ein frequenz- bzw. amplitudenselektives System wie beim Kia helfen.

Bis dahin: „Immer schön das Gebiss festkleben“

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Was Du glaube ich übersiehst: nicht jeder, der ein Model Y gekauft hat, hatte auch vorher die Chance, es Probe zu fahren. Viele haben u.U. das Model 3 getestet und drauf gehofft, dass es beim MY besser ist. Ich auch.

Ich bemängele 2 Dinge: einmal das „rumpelige“ Geräusch (das hat aber auch ein Mini von BMW z.B. wie der meiner Frau, soviel also zum Fahrwerk, das bei anderen Herstellern als nicht kundenfähig definiert würde); zum Zweiten das für eine „Familien-Kutsche“ viel zu hart abgestimmte Fahrwerk.

Für mich ist die Erklärung im Video bezüglich der viel zu hohen Vorspannung sehr plausibel. Es wirkt für mich, als wenn es ein hohes „Losbrechmoment“ benötigt, um das Federelement überhaupt zum nachgeben zu bewegen, was dann auf eine hohe Federkraft mit einer zu geringen Zugstufen-Dämpfung trifft, wodurch der Wagen heftig ausfedert und der eigentlich „Hoppel-Effekt“ und das rumpeln entsteht. Ist aber nur meine persönliche Einschätzung. Sportlich geht auch ohne Rumpeln und hoppeln aus meiner Sicht.

Ich habe ein paar Motorrad-Fahrwerke eingestellt (als Laie, nicht als Profi! Dafür sowohl für Landstraße als auch auf der Rennstrecke, zumeist zur Zufriedenheit der Fahrer (inkl. mir) und würde hier - sofern möglich - auch an der Federrate arbeiten und ggf. die Zugstufe leicht (!) erhöhen (also träger machen beim Ausfedern), sofern es sich mit konventionellem Fahrwerk abstellen lässt.

Ich fürchte aber, die haben extra harte Federn eingebaut, weil sie sonst die Zuladung nicht geschafft hätten, die ja obendrein trotzdem viel zu gering ist. Gewicht ist halt ein echt großes Problem bei den E-Autos…

Danke für die Info. Ich würde kein Auto ohne Probefahrt kaufen :wink:
Das mit den federn ist so eine Sache, erstens muss man natürlich in der KO-Lage (Konstruktionslage) das Fahrzeuggewicht abkönnen, zusätzlich müssen die Federwege möglich sein ohne gleich auf Block zu gehen, oder im Ausgefederten Zustand die feder komplett zu entspannen. Ein Losbrechmoment wie du es schreibst gibt es bei den Federn nicht. Sind ja eigentlich nur gewickelte Torsionsstäbe. Die biegen direkt los, bis auf einen kleinen Widerstand in den Tellerfedern.
Bei der Zug und Druckstufe ist das so ein Ding. Man möchte eigentlich, dass der Dämpder bestimmte Anregungen ungedämpft einfach „wegbügelt“. Besonders bei kleinen Dämpfungsgeschwindigkeiten ist das von Vorteil. Zusätzlich muss man aber bei starken Anregungen auch eine dementsprechende Dämpfung bereitstellen. Das klappt aber nicht, wenn man die Hydraulik schon im unteren Geschwindigkeitsbereich aufgemacht hat. Hier geht es aber um Sicherheit, also kommt am Ende immer ein Kompromiss raus. Ich weiß nicht, welches Ventilsystem im MY verbaut ist, ich befürchte aber, dass hier eine lineare Dämpferkennlinie verbaut ist. Da ist der Kompromiss dann schnell ein fauler Kompromiss.
Das Gleiche gilt dann auch noch für die Dämpferlager.
Komfort kann man schlecht einklagen, aber Geräusche gehen bei E-Fahrzeugen gar nicht.

Danke für Deine dezidierte Einschätzung - Du scheinst ja tief im Thema zu sein und auf ein profundes Wissen zurückgreifen zu können.
Von daher würde ich es klasse finden, wenn Du uns bzgl. Deines Falles (Reklamation der Geräuschkulisse der Dämpfer) auf dem Laufenden halten würdest.
Ich bin gespannt, wie Tesla hier agieren wird.

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Mit Losbrechmoment meine ich, dass u.U eben die Federvorspannung so massiv gemacht wurde, dass der Wagen unbeladen eigentlich gar nicht oder zuwenig einfedert (also null negativ Federweg hat; hab ihn noch nicht aufgebockt, daher kann ich dazu nur spekulieren).

Interessanter Weise empfinde ich es nicht mehr ganz soooo schlimm, nachdem ich jetzt die erste längere Strecke gefahren bin und der Wagen mal 1.000km auf dem Tacho hat. Könnte aber auch daran liegen, dass der Reifendruck von anfänglich 3.1 auf 2,9 gesunken ist (auf allen 4 Rädern schön gleichmäßig).

An einem Ergebnis der Reklamation wäre ich auch interessiert.

Also ich hatte diesbezüglich und wegen diverser anderer Dinge nach Abholung schon einen Service-Termin.
Poltern vorn links habe ich angemahnt.
In Schönefeld war ich der dritte, der das gemeldet hat.
Eigenartiger Weise, wurde mir gesagt, haben das bei denen nur die weißen MY.
Ich bin unverrichteter Dinge vom Hof gefahren, ich solle mich gedulden, Tesla hat noch keine „Freigabe“ oder „ Handlungsanweisung abgegeben.
Es ist jetzt im System hinterlegt und man meldet sich, wenn es Neues gibt.

Ich kann also nur sagen, meldet das in der App und macht Termine „Fahrwerk“.
Die Masse an Meldungen wird dann hoffentlich was bewirken.

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Das mag zwar alles richtig sein, was du da sagst. Allerdings gibt es

  1. viele Auto gleicher Gewichtsklasse, die harmonischeren Komfort bieten
  2. bringt der Austausch der Federn gegen kürzere asymetrische Federn wie Eibach oder ST schon einen Komfortgewinn
  3. Soll eine komplettes KW-Fahrwerk den Federkomfort und Fahrverhalten deutlich verbessern.
    Das unbegriedigende Tesla-Fahrwerk ist also keine Folge physikalischer Gegebenheiten, sondern Ergebnis nur teilbegagbter Ingenieurskunst oder geiziger Einkaufsmanager.
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Der Luftdruck macht schon einen erheblichen Unterscheid….aber den kann man ja auch nicht unbegrenzt absenken. Dazu variieren die Drücke erheblich von kalt und stehend zu warm und in Bewegung…also auch keine optimale Lösung

Sobald die Federung weicher konfiguriert wird und mehr Federweg vorhanden ist, sollte nach meiner Ansicht die ganze Kraftübertragung überarbeitet werden, dh. inkl. Antriebswellen, Differential, etc. :wink:

Ich gebe Dir vollkommen Recht, aber die Physikalischen Gegebenheiten sind bei solch einem Fahrzeug nicht einfach. Man kann so ein Fahrzeug absolut komfortabel abstimmen. Wenn es das System nicht hergibt, muss man eben etwas mehr ausgeben. Es funktioniert aber. Tesla hat das m.E. einfach noch nicht verstanden.

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Der Federweg ist durch die Konstruktion vorgegeben. Was wir alle im Fahrzeug spüren ist Dämpfung, nicht Federung. Andere Federn haben einen Einfluss, aber die Stellschraube ist die Dämpferabstimmung (Federn federn, dämpfen aber fast null)

Ok, soweit ich es verstanden habe, müssten die Dämpfer beim M3 jedoch länger sein, falls die Federn ca. 30% vorgespannt werden statt wie im Moment ca. 50%. Damit wäre auch mehr Federweg vorhanden.

Da bin ich voll bei dir. Ansonsten hätte ja ein so ein einfacher Eingriff wie Federwechseln keine Chance auf Verbesserung. Die haben mE 1 Million zu lange Federn geordert und verbauen die nun, bis sie alle sind. Für mich ist die Federung der übelste Bug bei Model 3 oder Model Y.

Das sehe ich ein wenig anders. Oder sagen wir so: bei einem gut angestimmten Fahrwerk ist es so, wie du sagst.
Bei Model 3 und Model Y ist aber aufgrund der zu langen Federn die Federvorspannung zu hoch. Das führt dann dazu, dass man nicht nur den Dämpfer, wenn der etwa durch ein Schlagloch komprimiert wird, spürt. Durch die extreme Federvorspannung wird der Wagen unmittelbar nach der Komprimierung des Dämpfers quasi sofort wieder hochgerissen. Das ist ein harter Ruck, der unmittelbar ein den Schlag des Dämpfers folgt. Wir spüren hier also sehr wohl die viel zu starke initiale (Aus-)Federung. Harmonisch wäre es, wenn der Wagen nach dem Einfedern nicht schlagartig ausfedert, sondern in Form einer ansteigenden Kurve.