Familienkutsche Model 3

Als relativ „frischer“ Einsteiger möchte ich hier meine ersten Erfahrungen mit unserem Model 3 als Familienkutsche teilen.

Beim Umstieg auf die Elektromobilität war mir die Nachhaltigkeit besonders wichtig. Nach längerem Überlegen und ausprobieren haben wir deshalb mit unserer 5-köpfigen Familie den Umstieg gewagt vom großen Citroen C4 Grand 7-Sitzer auf einen M3. Jetzt liegt der erste große Urlaub hinter uns, und wir sind begeistert. Unser Urlaub ging nach Italien und Frankreich, insgesamt ca. 3500 km in knapp 3 Wochen. Hier einige Beobachtungen:

  • Das Platzangebot war natürlich das große Fragezeichen. Erst wollten wir eine Dachbox holen, aber dann haben wir es doch zunächst ohne probiert. Wir haben recht knapp gepackt (in etwa so wie bei einem Urlaub mit dem Flugzeug), Schuhe in den Frunk, den unteren Kofferraum voll gemacht, Drei große Koffer, und diverse Taschen und Rucksäcke, und dann war noch so viel Platz übrig dass wir noch eine Isomatte, diverse Jacken und Pullover und so weiter eigesteckt haben. Das meiste davon haben wir schlussendlich nicht benutzt. Unsere Jungs (6, 9, und 12) hatten hinten genug Platz, auch wenn es weiger war als im alten Auto. Meine Einschätzung ist dass das noch ein paar Jährchen gut geht, und dann ein MY her muss wenn die Beine zu lang werden. An Gepäckraum hat es jedenfalls nicht gemangelt, auch ohne Dachbox. Es geht echt eine Menge rein, siehe Foto.
  • Das Fahren mit regelmäßigen Zwangspausen zum Aufladen ist sehr entspannt. Vor allem die Kinder haben sich immer auch den nächsten Supercharger gefreut.
  • Der Autopilot hat das Fahren sehr viel entspannter gemacht, auch wenn er sicher nicht Fehlerfrei ist.
  • Das Aufladen an öffentlichen Ladesäulen in Italien und Frankreich ist nicht gut geregelt, bei vielen Ladesäulen hatten wir nicht die richtige Karte oder man brauchte irgendeinen Account. Daher fast immer Supercharger.
  • Die Effizienz ist echt beeindruckend! um die 14-15 kWh/100km, auch in den Bergen nicht höher dank „negativem“ Verbrauch beim Bergab fahren.
  • Natürlich ist nicht alles Perfekt, auf sehr langen Strecken könnten die Sitze etwas weniger „Sofa“ sein, die Klimaanlage ist nicht sehr gleichmäßig und der Wächtermodus ist ein wahrer Stromfresser (ja ich weiß warum…).

Fazit: Der Model 3 ist auch als kleine Familienkutsche ein super Auto!

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WOW
Das ist echt mal ne Ansage. Wir bekommen im November unser zweites Kind und plagten uns schon mit dem Gedanken ein Model Y kaufen zu müssen. Was auch nicht meinem Naturell entsprechen würde, da ich eigentlich vor haben das Model 3 sehr lange zu fahren. Nach deinem Erfahrungsbericht und dem Bild ist da noch viel Luft nach oben für uns :smiley: :+1:

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Beim Platz Angebot für Gepäck und so gebe ich dir vollkommen recht was die Kinder angeht ist es nicht ganz so einfach finde ich. Vom Sitzplatz ist es okay aber die Anschnallgurte sind halt ein Krampf. Wie habt ihr das gelöst habt ihr die vorher befestigt und die Kinder sind rein geschlüpft wie man so schön sagt?

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Verstehe die Frage nicht so ganz glaub ich. Geht es um Kindersitze? Von unseren Kindern braucht nur noch einer so einen Öhrchensitz, die anderen Beiden haben keinen mehr. Der mit dem Kindersitz sitzt in der Mitte, und die Kinder haben sich selber angeschnallt, daher weiß ich gar nicht genau wie sie es gemacht haben, jedenfalls gab es keine Beschwerden :slight_smile:

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Bei mir sind es auch drei Kinder , eines mit Isofix (Vollsitz für Kind 4 Jahre von Cybex), eines mit Sitzerhöhung (ohne Lehne)und die größte sitzt in der Mitte ohne. Das geht mit Anschnallen problemlos.

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Schöner Bericht, danke!
Viele unterschätzen wie viel Platz das Model 3 bietet. Ich hätte meines ja auch gerne behalten, aber das hat einfach vom Platz nicht hingehauen (wir haben zwar ein Kind weniger, dafür zwei Hunde mehr).

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@ Bruno kleiner Tipp: besorgt Euch die ENBW Ladekarte vom ADAC, ich bin mindestens einmal im Monat in Italien unten, aber mit der Ladeapp findest Du immer was.

Und der Vorteil in Italien sind viele Ladestationen direkt im Zentrum, meistens kann man dann umsonst parken - leider kriegen das auch immer mehr Italiener mit. Viele ENEL Stationen sind etwas hakelig, man muss den Stecker schon mal drücken und drehen, auch sind die Angaben in der App mit Vorsicht zu geniessen. In Perugia gingen 6 von 7 Stationen nicht, aber in der App wurde nichts von Störungen angezeigt, ärgerlich letztes Jahr gab es dort noch keine Supercharger. Auch waren die Angaben falsch, statt zwei Typ2 Ladeplätze, war ab Mittelitalien auch ein 3 KW Stecker für Roller am Start.

Bei den 50 KW ENEL „Schnellladern“ werden drei Ladeplätze ausgewiesen, aber es gibt nur zwei Parkplätze :wink: Typ2, CCS und CHADEMO. Meistens muss man auch erst das Auto verbinden und dann mit der Karte freischalten; also andersherum - wenn das nicht geht, funktioniert es oft mit der App…

Hundemodus und Gaming ist bei den Kids auch immer beliebt, und der Hundebesitzer freut sich im Urlaub den Hund nicht im Auto zu rösten zu müssen, DAS ist das was Tesla ausmacht; das am besten durchdachte Gesamtkonzept zu einen erschwinglichen Preis!

Toll ist auch, dass man Dank E-Antrieb und Power die Zuladung kaum, fast schon gar nicht merkt es macht richtig Laune in den Bergen :wink:

Mir persönlich bringt ein Porsche Taycan zum doppelten Preis eines M3 Performance als reiner Viersitzer GAR NICHTS, es gibt nicht mal einen Notsitz (vom Hundemodus ganz zu schweigen, immerhin haben alleine in Deutschland 12 Millionen Hunde ein Zuhause!), zudem ist vom Cockpit und den Armaturen dieses Fahrzeug nicht mit Porsche zu vergleichen, Hartplastik an allen Ecken und Enden, einfach mal reinsetzen und von Vorne bis hinten Abklopfen, der M3 ist wertiger - Premium kenne ich anders - dabei Tesla nicht den Anspruch Premium zu sein.

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Da gibts schon einen anderen Thread zu diesem Thema. Dort habe ich mich schon über die Größe ausgelassen: Familientauglich? - #34 von Prefektionist

Ergänzend dazu noch das Foto von einem einwöchigen Bergurlaub in Tirol.

Meines Erachtens kommt es weniger auf die Menge an Gepäck als auf die Größe der Gepäckstücke an. Mehrere kleine Taschen sind besser als wenige große Koffer.

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Danke für den tollen Bericht! Ich glaube, der Platzbedarf nimmt auch schlagartig wieder ab, wenn man keinen Boller- oder Kinderwagen mehr mitnimmt. Und wie hier schon geschrieben, wenn die Kinder keinen Kindersitz mehr brauchen, wird es auf der Rückbank wieder entspannter.

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Danke für den Tipp, die Ladekarte werden wir uns für den nächsten Italien Urlaub sicher besorgen!

Ah danke den hatte ich nicht gesehen. Wir hatten sogar das gleich Auto vorher :slight_smile:

WOW, dein Junior auf dem Glasdach, das ist mutig :hushed:
Aber trotzdem cooler Bericht, danke :slight_smile:

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Ich hab das Model 3 erst bestellt, nachdem ich ich mir eines ausgeborgt, den Citroen vollgepackt daneben geparkt und dann probiert hatte, ob ich alles in den Tesla bekomme. Dann bin ich noch mit Frau und Kindern einen Runde gefahren und hab mir das absegnen lassen.

Ich fahre prinzipiell ungern mehr als etwa 2,5 Stunden durch (hab eine kleine Blase und trinke recht viel Wasser). Deshalb hat sich bezüglich Pausen auf der Langstrecke nichts geändert. Das Model 3 LR fährt weiter als meine Blase.

Eines hat sich für uns transporttechnisch allerdings geändert: unsere Kinder sind dreieinhalb Jahre auseinander. Das heißt, wenn der Große aus seiner Kleidung herauswächst, ist der Kleine noch zu klein dafür. Meine Schwiegermutter lebt 340km von uns entfernt (wir Wien, sie Oberkärnten) und hat dort ein Haus mit großem, trockenen Keller, wo wir das Gewand zwischenlagern können. Die Behälter, in denen wir die Wäsche transportieren und lagern, haben sich jetzt verdoppelt und sind dafür halb so groß.

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Mit Kindern ist alles andere sowieso utopisch oder unmenschlich :wink:
Unsere Kleine ist 3 Jahre alt, als wir ne längere Tour gefahren sind, haben wir auch nach etwa 2 Stunden ne Pause an einem SC gemacht. Das Auto war schneller wieder voll als wir ver- und entsorgen konnten. Alle die rumjammern wegen Langstreckentauglichkeit mit dem eAuto haben für mich den Bezug zur Realität verloren. Aber Meckerfritzen wird es immer geben.

Es ist auf jeden Fall schön zu sehen was alles möglich ist mit dem Auto, so dass ich mir sicher bin da noch lange Spaß dran zu haben.
Wenn ihr wieder größere Touren habt oder was außergewöhnliches, dann gerne weitere Berichte folgen lassen. Ich glaube, dass man von so positiven Berichten deutlich zu wenig kommuniziert. Und positive Berichte meint jetzt nicht alles rosarot sehen, sondern offen und ehrlich Dinge ansprechen und für gut oder praktikabel befinden. Aber auch klare Grenzen des Machbaren aufzeigen.

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Angeblich hält das Dach mehrere Tonnen Gewicht aus… Tesla Model 3 shows off insane roof strength in multi-car pileup

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Es gibt ja auch maßgeschneiderte Taschen-Sets für das M3. So eins haben wir uns für den letzten Bretagne-Urlaub gegönnt, denn meine Familie ist nicht so gut im knapp packen. Wir waren mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern unterwegs und brauchten noch eine Heckbox auf der AHK. (Allerdings habe ich den Unterkofferraum nicht genutzt, weil der mit Auto-Kram voll ist und im Frunk ist nur Ladeequipment.)

Das Taschen-Set hatte bei uns den unschätzbaren Vorteil, dass jeder von uns eine Tasche bekam, mit der er auskommen musste. Was da nicht rein ging, konnte halt nicht mitgenommen werden.

Dann bleiben noch zwei Taschen. In eine kam Kinderspielzeug und eine haben wir als Zwischenstopp-Tasche mit dem nötigsten von jedem gepackt, so dass wir in Paris nur die aus dem Auto nehmen mussten. Der Rest blieb im Parkhaus.

Und was dann noch unbedingt mit musste (Strandkram, Schuhe, Jacken), kam in die Heckbox. So muss man am Abreisetag nur noch die Taschen ins Auto stellen und die Heckbox packen.

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Ohhhh, das wusste ich nicht. Habe soeben den Bericht gelesen :wink:

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Wir sind gerade zu dritt in Dänemark. Mit Frunk und Trunk und etwas Tetris hat alles hineingepaßt, auch wenn ich von unseren bisherigen SUVs etwas verwöhnt war. Hier hat aber gefühlt jeder zweite Däne im Urlaubsgebiet so eine Heckbox auf der AHK. Ich kannte diese Boxen vorher nicht, sie haben je nach Hersteller zwischen 200 (Westfalia) und knapp 400 (Towbox) Liter Volumen.

Kannst Du etwas über den Mehrverbrauch beim Model 3 sagen?

Also ich bewundere euch wie ihr mit 3 Kids im M3 zurecht kommt. Wir machen keine langen Urlaube, fahren keine wirklich weiten Strecken an den Urlaubsort und haben nur 2 Kids.
Der Gedanke alleine hier alles in das M3 einzupacken stresst mich aber.

Würde eine Neuanschaffung bei mir anstehen wäre auch bei 2 Kindern immer der Y meine erste Wahl. Selbst bei einem würde ich wohl zum Y greifen, gerade wenn man noch einen Kinderwagen mitnimmt.

Es ist aber sicher auch eine Sache der Packdisziplin und man beschränkt sich auf die Dinge die man wirklich braucht und nimmt nicht jeden Krempl mit.

Ende des Monats geht es bei uns nochmal kurz in den Süden, vielleicht versuche ich es dann mal mit dem M3.

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Nahezu nicht vorhanden, siehe mein Bericht von der Thule Onto

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