Impressum / Datenschutz Forumsregeln
TFF FORUM TFF E.V. SUPERCHARGE-ME
TFF Forum

Extra- Gebühr für die Bereitstellung des schnellen Ladens?

In Wien ist es bei Wienenergie so wenn man im Jahr über die 9000 kWh kommt muss man eine Gebühr von rund 1.000,-- zahlen.

Angeblich bekommt man diese aber wieder zurück wenn im Folgejahre(n) wieder weniger als 9000 kWh verbraucht werden.

Letztes Jahr war ich knapp darunter mit 8.900. (Also rund 24 kWh / Tag)
Viel beide E-Autos geladen.

Jetzt lade ich öfters extern und bin bei 13-14 kWh / Tag :wink:

Also sieht man recht gut, dass ich ca. 10 kWh pro Tag für die Autos benötige.

Ich denke, dass die Sonderabgabe für EV ganz schnell wieder in die unterste Schublade verschwindet. Denn

  1. Die EVUs wollen solch attraktive Kunden nicht verschrecken.
  2. Auch 22kW ist okay für Alle, wenn es eine zentrale Grid Kontrolle gibt, die das Laden zeitweise schaltet, je nach Last und Stromangebot.

Genial wäre das!

Witz oder echt? Link?

Er hat das auf VMAX und meinen Kommentar bezogen.
LGH

Bei meiner letzten Jahresabrechnung war die Leistungskomponente der höchste aller Posten:

strom.pdf (378 KB)

Das hier sind die Details zur Netznetzung von meinem Netzbetreiber: wienernetze.at/nc/ep/progra … amId=65002

@Mittelhesse & Ralf Wagner: Eure Bilder zeigen deutlich, dass nicht mehr E-Fahrzeuge in der Straße das Problem sind, sondern das unkoordinierte Laden selbiger. Auch bei 10.000 Euro pro Hausanschluss würde unkoordiniert geladen. Statt also von den Menschen, die schon für den Hausanschluss Geld bezahlten, noch mehr Geld zu verlangen, sollten sich die Netzbetreiber endlich zusammensetzen und einen landesweit gültigen Kommunikationsstandard für Wallboxen besprechen. Und zwar heute und nicht, wenn schon 5 Mio Wallboxen installiert wurden.

Könnten die Wallboxen mit einem zentralen Server beim Netzbetreiber sprechen, könnte letzterer wallboxgenau die Ladeleistung vorgeben, um das Ortsnetz bestmöglich auszulasten. Das ganze kann dann noch mit einem MaxPower-Knopf kombiniert werden, der dem Benutzer auf jeden Fall die maximal mögliche Ladeleistung seines Autos garantiert - gegen extra Geld.

Denn wie eure Bilder zeigen, belastet auch euer Auto das Netz nur kurzzeitig stärker. Bei Ralf Wagner könnten an einem 11kW-Anschluss locker 12 Autos so wie Ralf Wagner laden.

und die Autohersteller müssen mitspielen, meine ZOE lädt z.B. 3 phasig mit mindestens 13A darunter steigt sie reproduzierbar aus.
Über Nacht würden locker 3x6A locker reichen :wink: Die 25A bei mir im Beispiel waren „nötig“ da ich kurzfristig wieder weg musste :wink:

Da sollte die Eigentümergemeinschaft als Hausanschlußnehmer auftreten und dann selbst verteilen und mit dem einzelnen Stellplatznutzer abrechnen. Bei größerer Anzahl von Elektrofahrzeugen kommt man ohnehin nicht um ein Lastmanagement herum. Es ist unmöglich jedem Stellplatz mit 22kW anzuschließen. Da bräuchte man einen eigenen Mittelspannungstrafo mit 4 MW Anschlußleistung. Das ist kaum zu bezahlen. Dazu kommt die ganze Elektroinstallation.

Wenn man davon ausgeht, das in weiter Zukunft alle eAutos fahren und daher alle 180 Stellplätze über eine Ladestation verfügen müssen, sollte man folgende Überlegung anstellen.
Jedes eAuto braucht täglich in der Nacht 10kWh zu Laden, d.h. bei 180 Fahrzeugen währen das 1800 kWh bei 10h Ladedauer sind das 180kW Anschlußleistung oder ein Hausanschluß mit etwa 260A.

Die 180 Stellplätze wird man auf 4 Cluster mit je 64A aufteilen und je 45 Stellplätze mit insgesamt 44kW Anschlußleistung versorgen. Da man noch den Gleichzeitigkeitsfaktor berücksichtigen muss, nicht jedes Auto ist da und muss sofort geladen werden, wird die Anschlußleistung so aufgeteilt, das jedes Auto bis zum Morgen dennoch voll geladen werden kann. Dazu kann die Ladeleistung je Ladepunkt zwischen 22kW bis runter auf 1300W/einphasig geregelt werden. Notfalls wird auch zeitweise das Laden unterbrochen.
Das Lastmanagement sorgt dafür, das die mögliche Anschlußleistung optimal ausgenutzt werden kann.
Bei diesem Konzept macht sogar ein lokaler Speicher zur Spitzenstrombegrenzung Sinn um die Netzentgelte niedrig zu halten. Dann noch PV auf dem Dach und dazu ein BHKW als stromerzeugende Heizung. Da geht noch einiges, was den Netzbetreiber/Energieversorger nicht unbedingt erfreuen wird.

Bin Deiner Meinung.
Wer sagt es den Netzbetreibern ?

Woher leitest du diese Menge ab? Oder ist dies einfach der Durchschnittsverbrauch aller 180 Autos? Das wären dann 1.800kWh pro Nacht (2100 - 0500) in etwa. Weil 10kWh kommt mir arg wenig vor. Selbst meine Frau tank ihren Ampera im Winter jede Nacht mit 13kWh vom Netz… und der Arbeitsweg ist nur 26km in eine Richtung. Wenn der Akku grösser wäre würden im Winter auch 16kWh pro Nacht rein gehen. Im Sommer sinds dafür nur rund 8kWh… Wenn jetzt jemand kommen würde und sagt, du bekommst nur 10kWh pro Ladung, dann ist das eFahrezug am nächsten weg und ein Diesel mehr steht in der Garage. Oder die 10kWh haben ne andere Grundlage?

Bei Eberhards Planungen kommen gleich mehrere Probleme auf. So gab es zumindest letztes Jahr keine Wallboxen, die in so großer Stückzahl in einem System lastgemanaged werden konnten. Und die Lastmanagementsysteme konnten entweder nicht phasengenau managen oder nicht dynamisch auf die sich ändernden Lasten der Autos reagieren. Eine mit 32A 3ph beglückte Zoe würde also auch dann noch 32A 3ph blockieren, wenn sie nur noch mit 6A 1ph balanced.

Allego hatte schon vor 2-3 Jahren in den Niederlanden ein System installiert, bei dem sogar durch Nutzerinteraktion Bevorrechtigungen für schnell zu ladende Autos eingegeben werden konnten. Das System wird leider bis heute nicht vermarktet.

Die Industrie ist für solch große Installationen noch nicht bereit. Darum gibts in den norwegischen Parkhäusern mit dutzenden Wallboxen auch einfach nur blöd max. 16A einphasig pro Box.

Die Mischung von 1- und 3pasigen Verbrauchern ist für Lastmanagement halt schwierig zu händeln.
Zur Vereinfachung halte ich für diese Wohn-Ladeparks daher auch grundsätzlich 1phasige Ladung mit 6A - 32A für optimal. (Ein Tesla lädt da tagsüber bei genügend freier Leistung z.B. auch mit 7,2kW bei einem 11kW Lader)

Es sollte für die Hersteller zulassungsverpflichtend sein, mit jeder angebotenen Ladeleistung als auch mit einem längeren Aussetzen der Ladung klarzukommen. Nicht nur die „berüchtigten“ ZOEs torpedieren an dieser Stelle leider jegliches Konzept.
Diese Fahrzeuge als auch solche mit besonders hohem Ladebedarf benötigen wallboxseitig einen Bedarfslademodus mit Vorrang und Sofortladung. Das funktioniert, aber nur solange eine ausreichende Mehrzahl an regelfähigen Fahrzeuge im System vorhanden ist.

Ich denke, man kann in einer Grössenordnung von >100 Teilnehmern schon ganz gut mit Durchschnittswerten arbeiten.

Im Bundesschnitt werden rund 40km pro Tag und PKW gefahren, die Fahrleistung dürfte saisonal über das Jahr halbwegs konstant sein. Wie das Wochenprofil und Feiertage da Ausreißer erzeugen, keine Ahnung. Ebenso weiß ich nicht, wie die Ladewirkungsgrade aussehen. Ich rechne daher mal mit 50% Sicherheitszuschlag.

Regionale Abweichungen sind natürlich auch zu berücksichtigen.
In einer größeren Stadt oder Speckgürtel wird die mittlere Fahrleistung geringer sein, als irgendwo auf dem Lande, wo die typischen einfachen Pendelstrecken schon >50km bis zur nächsten Großstadt sind.

Man muss den ungünstigen witterungsbedingten Verbrauch annehmen, da dieser für alle gleichmäßig zutrifft - also hohe Winterverbräuche.
Über alle Fahrzeugklassen sollte man da eher mit 25-30kWh/100km rechnen.
Für die 40km Bundesdurchschnitt würde ich aus dem Bauch heraus Stadtfaktor 0,7 annehmen, wegen geringerer Fahrstrecken als auf dem Land. Da gibt es sicherlich Statistiken darüber.
Dazu noch der 50% Sicherheitszuschalg für besondere Unwägbarkeiten und Verluste.

Im „worst case“ Mittel komme ich in diesem Beispiel auf rund 14kWh täglich

Als Zeitraum für die Ladung nehme ich mal eine Kernzeit mit 14h (die meisten Ladungen finden vermutlich zwischen 17:00 Uhr und 07:00 Uhr statt)
Daraus ergäbe sich in einer Stadt eine planungstechnische Ladeleistung: 14kWh/14h = 1kW
Fazit: Für eine Parkplatzanlage mit 180 belegten Ladeplätzen wird eine vorgehaltene Leistung von <200kVA für Übernachtladung ausreichen. Intelligentes Lastmanagement vorausgesetzt.
Leistungsreserven, um z.B. kurzzeitig z.B. durch Windstrom auftretende Netzleistungsspitzen in Elektroautoakkus via Smartgridsteuerung zu versenken, wären durch die vermutlich selten abgerufenen 50% Reserve teilweise auch noch mit berücksichtigt.

Ich habe mich als ITler mit Echzeitsystemen sowie Meß- und Regeltechnik befasst.
Die Mischung 1-/3-phasig ist kein Problem, wird doch jeder Ladepunkt meßtechnisch überwacht. Wenn ein Zoe nur 6A zieht, blockiert er nur diese Kapazität, nicht mehr.
Mit einer Batterie könnten zusätzliche Lastspitzen abgefangen werden ohne die Anschlußleistung erhöhen zu müssen. Zudem gibt die Wallbox die Ladeleistung vor, nicht das Auto. Man kann sich auch vorstellen, das sogar mit Gleichstrom geladen wird, der zentral erzeugt wird und per lokalem DC/DC Wandler die Autos auflädt.
Dabei reichen bis zu 0-10/20kW völlig aus. Wenn entsprechende Kapazitäten frei sind darfs dann auch noch mehr sein.

Gesendet von iPhone mit Tapatalk

Junge junge… Da hat ja meine Frage eine interessante Diskussion ausgelöst :smiley: :open_mouth:

Ich sehe es ebenfalls so, dass es zu einem Problem kommen wird wenn viele E-Autos auf einmal geladen werden wollen. Aber: Wird es einen E-Auto- Boom überhaupt geben? :question:
Ich sage: Eher nein.
Warum auch?
Der Sprit ist unglaublich günstig, E-Autos sind verhältnismässig teuer, die meisten (deutschen) Autobauer haben gar kein Interesse daran einem ein E-Auto zu verkaufen (habe ich schon mehrmals erlebt dass einem die Verkäufer das jeweilige E-Auto gleich beim Gespräch madig gemacht haben) und die gängigen Vorurteile E-Autos gegenüber werden ja auch jeden Tag wiederholt damit sie ja auch keiner vergisst :unamused: :unamused: :unamused:
Also, woher sollen die ganzen E-Autos herkommen die unser Stromnetz überlasten wenn sie kaum einer kauft?

Da ich ein Haus besitze und nicht in einer Wohnanlage lebe wird es diese Probleme mit einer Überlastung des Stromnetzes bei uns in der Straße höchstwahrscheinlich nicht vorkommen. Zumal es bei uns im Ort lediglich ein „richtiges“ E-Auto gibt (E-Smart, gehört der Gemeinde) und zwei oder drei Plug-in- Hybrids.
Wir haben im letzten Jahr knapp 2.900 Kw/h Strom gebraucht bei einem vier Personenhaushalt. Daher werde ich mit einem E-Auto die 10.000 Kw/h- Grenze wohl nicht sprengen zumal nicht mehr als 10.000km pro Jahr an Strecke geplant ist.
Mir sollte der normale Hausanschluss (11KW?) reichen.

Ich gehe davon aus, das dein Haus mit mehr als 3x16A (11kW) abgesichert ist, eine 11kW Wallbox oder CEE16 Dose reicht allemal für’s Aufladen von einem E-Auto :smiley:

Problematisch ist halt, dass z.B. eine Zoe unterhalb einer gewissen Schwelle (auf jeden Fall deutlich über 6A) mit einer Fehlermeldung einfach mit Fehlermeldung abbricht und die weitere Ladung verweigert. Da steht der Besitzer dann morgens mit leerem Akku da.

Davon abgesehen sehe ich Szenarios, wo Lastabwurf selbst bei geringen Leistungen z.B. per Signalunterbrechung möglich sein muss. Da spielen blöderweise auch längst nicht alle Ladegeräte mit.

In der Theorie mag die Sache einfach darstellbar sein, aus irgendeinem Grund gibt es aber immer noch keine Lösung dafür. Es spielen sowohl die Hersteller der Ladegeräte/ Fahrzeuge, als auch der Ladetechnik aus unerklärlichen Gründen nicht mit.
Je mehr Fahrzeuge mit einer „anspruchsvollen“ (um nicht zu sagen verkorksten) Ladetechnik erst auf dem Markt sind, um so schwieriger wird das Thema für Anbieter von Lastmanagementsystemen in den Griff zu bekommen sein.

Da ist die ZOE vorbildlich, keine Freigabe von der Säule, kein laden, keine Fehlermeldung.

Da ich „nur“ eine 5x1,5^2 Zuleitung für die Garage des E-Autos habe wird da eh bei 7,2KW Ladeleistung Schluss sein (ich meine mein Elektriker sagte da mal was in die Richtung).
Und mehr wie ein E-Auto wird es bei uns im Haushalt in Zukunft auch nicht geben.
Selbst wenn es ein Model 3 werden sollte gehe ich davon aus dass die Nacht ausreichen sollte das Auto über Nacht zu laden.

Also bei 16A je Pause kommen 11kW raus

Die Aufgabenstellung 100+ Ladepunkte zu installieren, haben wir gerade an mehreren Projekten. Erbärmlich ist, was von den Herstellern kommt, keiner hat eine „out of the box“ Lösung. Hersteller wollen einen Auftrag und dann eine „maßgeschneiderte“ Lösung anbieten und natürlich auch realisieren. In meiner Funktion als neutraler Planer und Bauherrenvertreter, will natürlich selbst planen und neutral ausschreiben. Im Moment bleibt mir nur funktional auszuschreiben und die Lösungen zu bewerten.

Eine einfache Möglichkeit zur Lastverteilung einphasiger Lasten liegt nahe. Die Phasen bei den Wallboxen durchzutauschen, so dass L1 der Wallbiox nicht immer auf L1, sondern durchwechselt L2, L3 liegt. Mit den neuen Anschlussbedingunge in DE bei der nur bedingt Schieflasten zugelassen sind, wird das Thema nochmal komplexer, da man Schieflasten ausgleichen muss. Entwder macht man das passiv durch regeln der Ladegeräte oder aktiv mit einphasigen Batteriespeichern die auf die gleiche Batterie arbeiten. Anbieter für die Lösungen sind selten.