ESP-Eingriff bei 180 km/h

Zu allererst ein kurzer Rückblick was bisher geschah.

Direkt nach Übernahme meines M3 SR im März sind mir gleich 3 Dinge aufgefallen.
Ein schlechter Geradeauslauf:
Das Lenkrad steht leicht nach links gedreht. Ich muss also ständig nach rechts korrigieren, um geradeaus zu fahren.
Geräusche von hinten rechts:
Das Abbiegen auf einen Parkplatz oder eine Auffahrt wird mit einem lauten Knall von hinten rechts quittiert. Dies hat sich nach nunmehr 2.500km gelegt. Zumindest ist mir dies seit geraumer Zeit nicht mehr aufgefallen.
Ein generell unruhiges Fahrverhalten:
Das Fahrwerk versetzt bereits bei kleinen Unebenheiten. Gefühlt „sackt“ das Fahrzeug hinten rechts ab und zieht dann leicht nach Links. Nicht besonders stark, aber es ist zu spüren. Ich bin also ständig mit kleinen Korrekturen am Lenkrad beschäftigt. Vergleichbar mit einem ständig wechselndem Seitenwind.

Darauf folgten dann zwei Termine bei Tesla um die Spur einstellen zu lassen. Beim zweiten Termin wurden nun auch die Reifen neu gewuchtet.

Gestern wieder auf der Autobahn unterwegs gewesen und was soll ich sagen? Immer noch kein entspannter Geradeauslauf. :rage:
Auf dem letzten Autobahnabschnitt konnte ich mal etwas schneller fahren, wurde dann aber plötzlich von einem neuen Fahrverhalten überrascht.
Bei über 180km/h auf einer trockenen geraden Strecke setzte während der Beschleunigung schlagartig das ESP ein. :face_with_peeking_eye: Nicht schön.:scream:

Keine Gasannahme mehr und ein deutlicher Versatz in der Spur. Gefühlt wurde das Fahrzeug vorne links und hinten rechts abgebremst.
Das hat doch jetzt nix mehr mit einer verstellten Spur zu tun, oder? Könnte ein defekter „Gier-Sensor“ (falls vorhanden) ein derartiges Verhalten auslösen. Was sagen die Fachleute?

Ich werde gleich mal Tesla informieren, habe aber ehrlicherweise so langsam meine Zweifel daran, ob da das Problem gefunden und behoben werden kann.

Ich würde den verkaufen im September! Geht ja wohl derzeit noch gut…
Unvorhersehbares Verhalten bei 180 wäre für mich ein nogo!
Das mit dem Fahrverhalten wird man mit einem KW Fahrwerk verbessern können, kostet aber auch min 3000,- inkl. Einbau

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Hast du die Protokolle der Spurvermessung? Falls ja hier reinstellen. Falls Nein Geld in die Hand nehmen und ordentlich vermessen lassen.

Hat Tesla das im Rahmen der Gewährleistung übernommen oder musstest Du dafür was bezahlen?

Deiner Beschreibung nach gibt es zwei Möglichkeiten, behaupte ich jetzt mal:

  1. Dein Fahrwerk wurde falsch montiert, ist irgendwo defekt, falsch eingestellt oder ein Aufnahmepunkt verzogen. Daraus resultiert eine Fehlstellung eines oder mehrerer Räder. Demnach erkennt das ESP, dass sich die Räder nicht mehr mit der berechneten Sollgeschwindigkeit drehen und greift ein.

  2. Ein oder mehrere Sensoren sind defekt oder fehlkalibriert.

Da das ESP aber bereits eingegriffen hat, kann Tesla nachvollziehen an welchen Rädern es eingegriffen hat. Das sollte bei der Fehlersuche helfen, aber als erstes sollte man zumindest die Spur richtig einstellen.

So würde ich jetzt mal vermuten. Tesla sollte eigentlich in der Lage sein so einen Fehler zu finden.

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In so einem Fall würde ich selber aktiv werden und Mal die Basics checken / checken lassen:

  • Nach einer längeren Fahrt Mal alle vier Felgen anfassen (Metall, nicht Plastik Cover) und fühlen ob eine heiß ist. Das könnte auf einen defekten Bremskolben oder Bremsschlauch hindeuten.
  • Mal bei TÜV, DEKRA, Gtü… auf den Dämpfer Prüfstand fahren.
  • Tesla eine erneute Chance geben auf Garantie zu vermessen. Am besten bei einem anderen SeC und dann zu den bekannten Spezialisten zum vermessen fahren. Das kann schon einen ordentlichen Unterschied machen.
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Wie unterschiedlich sind die Profiltiefen der Reifen? Alle gleich abgefahren?

Leider nein. Diese wurden mir auch auf Nachfrage nicht gezeigt.

Die Arbeiten wurden für mich kostenneutral von Tesla übernommen.

Unterschiedliche Profiltiefen deuten auf falsche Fahrwerkeinstellungen hin. Schaue Dir mal den YouTube Kanal von @AT-Zimmermann an

Schaue ich mir heute nach Feierabend mal an.

Hallo? Es wurde ein Auto gekauft für um die 50k! Da würde ich never selbst aktiv werden und den Murks beseitigen lassen der da abgeliefert wurde!

Grundsätzlich stimme ich dir da zu, aber (auch aus persönlicher Erfahrung) würde ich mich nicht darauf verlassen, dass das SeC diese Problematik zur vollsten Zufriedenheit löst.

  • Deren Vermessung war oft nicht befriedigend.
  • Probefahrten dürfen von Mitarbeitern nur bis 130km/h durchgeführt werden, so dass gewisse Aussagen gar nicht überprüft werden (können).
  • Dämpfer (belastbar) prüfen können sie nicht, mangels Equipment.

Ich sage nicht, dass man das auch alles selber zahlen soll. Das würde ich im Nachhinein alles einfordern, bzw vorher das SeC darüber informieren, was ich vor habe.

Sollten es Defekte Sensoren sein, so kann man wiederum erwarten, dass das SeC den Fehler am ehesten findet.

„Verkaufe ihn schnell wieder“, sehe ich wiederum als am wenigsten hilfreich in der aktuellen Situation.

Dazu noch kurz ein Beispiel:
Bei einem meiner Performance, hat es das SeC auch nach zwei Versuchen nicht hinbekommen ihn anständig zu Wuchten, so dass der Wagen ruhig läuft. Es folgte eine Freigabe zur Werkstatt meiner Wahl zu gehen und dort einen dritten Versuch zu unternehmen. Die Rechnung wurde dann von Tesla erstattet.

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Hui … bei 180 während des Überholens und mit aktivem ESP noch ein Foto hinzubekommen ist aber auch mutig… Ich geh mal davon aus das das Bild der Beifahrer gemacht hat :innocent:

Nene, er hat sich extra weit nach rechts gelehnt um das Foto aufzunehmen, damit die Perspektive so aus sieht als hätte es der Beifahrer gemacht. Dabei mit einem Fuss beschleunigt und mit dem anderen gelenkt. :ghost:
Aber bei Tesla ist es ja so, was nicht vor Ort reproduziert werden kann (oder zumindest eindeutig belegt), ist nicht.

Fakt ist, das Tesla die Spur der Fahrzeuge nicht einmal „Pi mal Daumen“ einstellt.
Ich habe ein Model Y mit knapp 4000km und war letzte Woche bei @reifenreber.de . Das Fahrverhalten war nicht annähernd so krass wie bei dir, aber weit weg von „schön fahrbar“. Habe da 130 Euronen investiert und bin nach der Achsvermessung mit einem gefühlt neuen Auto nach Hause gefahren.
Du kannst Glück haben, dass Tesla beim Einstellen der Spur vernünftige Arbeit macht, aber jeder kann dir bestätigen, dass du nicht drauf wetten solltest.
Ich glaube, ein Profi wie @AT-Zimmermann wäre heiß darauf, bei so einer Story wie bei dir ein Youtube Video zu machen :slight_smile:

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Gibt es eigentlich hier im Forum ein Rating der einzelnen SeC?

Ja, das wurde natürlich widerwillig vom ängstlichen Beifahrer übernommen. :grimacing:
Im ersten Moment glaubst du ja nicht, was da gerade passiert ist. Hab aus dem Augenwinkel gesehen, dass im Display ein Symbol aufleuchtete. Noch einmal Gas gegeben, aber dann wurde es mir auch zu heikel.

@peischtipeir
Das hab ich mir auch gedacht. Eine zweite Kamera zur Innenraumüberwachung im Dachhimmel wäre da wünschenswert.

Hab schon einige Autos, auch Neuwagen, damit gehabt. Es war jeweils nur optisch störend. Kein einseitiger oder erhöhter Reifenverschleiss, kein Ärger beim TÜV oder sonst etwas.