Wie sich die Zeiten ändern: zu meiner Schulzeit sind die Lehrer mit der Strassenbahn zur Schule gefahren und ich mit dem Kadett von meinem Opa. Ich dann jovial grinsend die SB überholt… und dann trotzdem jedes mal zu spät zum Unterricht gekommen, weil ich keinen Parkplatz gefunden habe! Das ist heute natürlich so nicht mehr möglich, da müssen die „Kleinen“ von der Mami im SUV zur Schule gefahren werden. Und die Lehrer müssen natürlich grünkonform mit dem Fahrrad fahren!
Aber ernsthaft: ist das nicht zu riskant mit einem Tesla zur Schule zu fahren? Keine Sorge vor Vandalismus?
Wird ja auch mal Zeit, dass der U30-club hier etwas wächst.
Ich kann die ganzen armen „was-man-früher-in-unserem-Alter-hatte“ gepaart mit „Papa-hat-wohl-viel-Geld“ Kommentare langsam nicht mehr alle alleine auffangen und vertrösten
Aber in der Richtung hast Du sicher auch schon einige lustige Dinge erlebt
Sehr sympathische Vorstellung. Herzlich Willkommen! Sei nett zu Deinem Model S, dann wird es Dir viel länger treu bleiben als ein Verbrenner es je könnte, und am Ende lässt sich die Anschaffung (vielleicht) sogar ökonomisch rechtfertigen… Allerdings: 12 km könnte man zumindest bei schönem Wetter problemlos mit dem Rad zurücklegen, oder?
Der erste elektrifizierte Urlaub. Vorfreude, Sorgen und leichte Panikattacken, da der Urlaub vor dem Tesla geplant wurde.
Der Weg war bequem und kostenlos, von Charger zu Charger. 4x geladen, dabei immer ein Platz frei für uns und immer mal 10-20min Gassipause für den Hund, welcher bisher in jedes Auto kotzte. Das Tesla blieb sauber und der Hund glücklich. Der Weg zum Ferienhaus am Strand war unkompliziert. Mit 20% Ladung kamen wir an.
Erster Schock: das Ladekabel war nicht kompatibel mit der dänischen Steckdose und der Weg zum Supercharger zurück wäre nicht möglich gewesen. Panik. Hilfe. Scheisse.
Auf der Suche nach einem Baumarkt (für einen Adapter) fuhren wir an einem kleinen dänischen Häuschen vorbei, davor ein rotes Tesla S P85D. In meiner Verzweiflung stieg ich aus, klopfte.
Ein netter älterer Däne öffnete die Tür und ich versuchte ihm in verzweifeltem Englisch mein Problem begreiflich zu machen. Er lachte und meinte: Fahren Sie einfach in meine Einfahrt und laden Sie hier. Ich: sprachlos, wollte abwimmeln. Er deutete auf ein Windrad neben dem Häuschen und sagte: Sie laden dann damit. Wtf?! Hammer, Will auch! Und dann ging alles schnell, ich fuhr in die Einfahrt und füllte meinen Akku mit Windenergie aus Dänemark. Der nette Herr fuhr uns freudig nach Hause, erzählte von seiner chinesischen Frau, von seinem Energiekonzept und meinte, ich könne das Auto abholen, wenn es fertig ist. Sprachlos vor Freude und über diese Hilfsbereitschaft bedankten wir uns. Am nächsten Morgen änderten wir die Gassi-Route 3Km zu unserem neuen Bekannten, der uns freundlich begrüßte mit: Wenn Sie mal wieder Strom brauchen, stecken Sie`s einfach an. Cause Tesladrivers help each other.
Mit jedem weitern Tag freue ich mich über meine Entscheidung und über die Entscheidung der anderen Fahrer.
Lg aus DK