Ersatzteilsituation Tesla

Meine Erfahrung nachdem jemand RÜCKWÄRTS in unser Model Y in den Frunk/Stossstange gefahren ist - der Bodyshop hatte ALLES auf Lager. Reparatur dauerte 24h inkl. Ersatzwagen.

Die haben um eine 1/2 Mio Teile ans Lager gelegt.

Fairerweise muss man sagen das da keine DUs dabei sind, aber Karosserieteile und Blinker Lichter, ja.

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Bei Exoten, wozu ich Tesla durchaus noch zähle, ist die Ersatzteilbeschaffung immer schwierig.
Hatte vorher eine E-Klasse. Im Taxishop konnte man neben Erstausrüsterteilen auch noch ein paar Alternativen bekommen.

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Ok, dann ist Audi wohl auch ein Exot. 10 Wochen warten auf beheiztes Außenspiegelglas. Und dass schon Ende 2021.

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Ich denke nicht, dass man das so pauschal beantworten kann, aber Tesla ist bei den Stückzahlen kein Exot mehr. Was den Chip-Mangel betrifft, hat Tesla da besser gewirtschaftet und weniger Probleme als andere Hersteller.

Ich bin vor 2 Jahren von Benz (E-Klasse T-Model) auf Tesla gewechselt und habe das bisher nicht bereut. Mercedes ist einfach eine Apotheke, da wird richtig gut Geld verdient mir Reparaturen. Hatte sehr viele Defekte nachdem das Auto mal >5 Jahre alt war. Vieles reine Verbrenner-Sachen (Motor-Kontrollleuchte, Notlauf, Abgasreinigug, …), die man bei Tesla ohnehin nicht hat. Aber ärgerlich waren Dinge wie der kaputte Drehknopf in der Mittelkonsole. Da wird natürlich gleich die ganze Einheit getauscht, weil man den Knopf angeblich nicht tauschen kann. Habe leider erst hinterher gemerkt, dass ich das Ding selber für 10Eur selber reparieren hätte können…
Am Schluss waren die Bremsleitung so korrodiert, dass ich nicht mal mehr durch den TÜV kam. Für den Wechsel muss man angeblich die ganze Hinterachse ausbauen… Da ich bis dato schon 10K in Reparaturen versenkt hatte, war hier Schluss und ich habe die Kiste verkauft. Nie wieder!

Bei Tesla hatte ich bisher keine echten Reparaturen, ist ja auch noch neu. Habe aber bisher nur gute Erfahrungen gemacht:

  • Nach dem Kauf habe ich direkt den Homelink nachgerüstet. Das Ding musste erst bestellt werden, hat aber keine Woche gedauert. Termine im SC Nbg gingen immer schnell. Die Leute waren immer sehr freundlich, also nicht das was man hier manchmal so liest.
  • Einmal kaputte Haken (oder wie auch immer man das nennt) in der Frunk-Abdeckung ersetzt.
  • Neulich wollte ich mal die Pollen-/Innenraumfilter wechseln, weil es etwas seltsam gerochen hat kurz nach dem Start der Klimaanlage. Erst dachte ich, ich mache das selber, weil es ja die Anleitungen gibt: Do It Yourself - Model 3 | Tesla Deutschland und das nicht wirklich schwer ist. Ich schaute aber zum Spaß mal in die App um zu sehen was das kosten würde. Das ganze kostete nur 54 EUR mit mobilem Service, wo der Ranger zu dir vor die Haustür kommt. Das spart schon mal die Zeit und den Weg in das SC. Bei dem Preis mach ich das dann doch nicht selber :wink: Termin war sofort verfügbar.
    (die zwei getauschten Filter kosten im Shop 36 EUR, aber auf die paar EUR kommt’s dann auch nicht mehr an).

Alles einfach per App. Kein rum telefonieren, keine nachfragen nach dem KM-Stand (den weiß Tesla sowieso). Das ist einfach Next-Level.

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@The_Carinthian

Das war sogar in Kärnten :see_no_evil:

Chips sind halt nicht genug. Es gehören halt auch andere (Ersatz-)Teile zu einem Auto :wink: .

Das mit dem „Exoten“ trifft es sicher nach wie vor für Tesla. Das galt in den 70ern und 80ern ja auch für viele „Japaner“ die damals(so wie heute) um die Gunst der Käufer buhlten. Für die „Alteingesessenen“(das kennen wir heute ja auch mit einem anderen aufstrebenden Konkurrenten :wink:) war es lästig weil die Asiaten meist(auch so wie heute) im Gegensatz zu den deutschen Produkten(andere Europäer waren ja oft recht komplett aber hatten andere Probleme - z.b. Blech das man mit dem Zeigefinger eindrücken konnte :roll_eyes: bzw. einem in Echtzeit wegrostete) sehr gut ausgestattet waren.

Das Problem begann wenn man dann mal Ersatzteile brauchte. Da ging es dann eher nicht um Verfügbarkeit, die war oft gegeben, dafür waren die Preise dafür gesalzen.

Jede Periode hat so ihre Besonderheiten. Die aktuelle Situation ist sicher hausgemacht(production on demand, hat halt nicht wirklich funktioniert das ganze, Lager will sich auch jeder einsparen, wir erleben nun das recht ernüchternde Ergebnis) und die Schuld wird auf Dinge geschoben(Corona , Ukraine,…) weil es eben so angenehmer ist. Gemessen an JETZT war die zweite Hälfte des letzten Jahrhunderts, zumindest für Westeuropa, die bessere Zeit :rofl: . Den ach so niederdrückenden kalten Krieg hat doch damals niemand wirklich bewußt wahrgenommen und damit, recht entspannt, gelebt. Meine Erinnerung an die Zeit.

Keine gute Zeit ein Auto haben zu wollen/betreiben zu müssen oder gar reparieren zu müssen. Naja.

@JLC

Der Süden war schon immer gefährlich :wink: :rofl: (wobei ich ja noch weiter südlich war, in Apulien, für 13 Jahre - da wäre er Dir reingedonnert und wäre still und heimlich verschwunden weil „eh nix passiert ist und man sich doch bitte wegen nichts aufregen solle…“ :roll_eyes:

…nutzt nichts, auch bei diesem Unfall war die Dashcam an und hat alles aufgenommen.

Ich zeigte vor Ort der Unfallbeteiligten und der Polizei das Video, es gab dann keine Fragen mehr :slight_smile:

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Vielen Dank für alle eure Antworten und Erfahrungen. Meine Befürchtungen haben sich bestätigt. Die Rechnung ist gar nicht so schwierig. Meine letzten Teslas waren mehr oder weniger einwandfrei, nur der erste aus USA echt schlecht verarbeitet. Habe gerade meinen Y per Vorvertrag noch ganz gut verkauft. Ein neuer Y kostet mich nach Bafa etwa 55k. Der EQE kostet wie ich ihn haben möchte 85k (Liste). Er hat gegenüber dem Y viele Vorteile aber auch deutliche Nachteile. Unter der Annahme, dass ich wieder bei Tesla eine gute Auslieferungsqualität erwische und ich somit mit dem Service nicht soviel zu tun bekomme und ich hoffentlich weiterhin in keine Unfälle verwickelt werde, ist nach dem Chancen/Risikoverhältnis Tesla wohl die bessere Wahl. Die zusätzliche Ersatzteilsicherheit kostet mich ja 50% Mehrpreis. Und ich fahre den Y trotz manchem Dingen recht gerne. Ist auch was für Puristen, wenn man das im Vergleich zum EQE sieht. Ihr wisst ja, Puristen sind Leute mit Geschmack und ohne Geld. Danke Euch allen für Eure Beiträge.

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Spannend Deine Entscheidungsfindung. Danke, dass Du uns Teil haben gelassen hast.

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Kennt man ja, ohne Geld aber ein Auto für 58k. Typischer Purist. :grin:
Interessante Entscheidungsfindung. Da kann man nur viel Glück wünschen, hört sich ja schon nach einem gamble an so ein Model Y Kauf.

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Auf jeden Fall verlässlicher als ein Daimler und besserer Service ihnehin.