Ersatzteilsituation Tesla

Liebe Forenten, immer wieder lese ich , dass bei Tesla auf Ersatzteile teilweise Monate gewartet werden muß. Mittlerweile habe ich Befürchtungen mich langfristig auf Tesla einzulassen, weil ich ggf. zu lange auf Ersatzteile warten müßte. Da Tesla mir im Werkstattbereich nicht immer konstruktiv geholfen hat, bzw. ich auch negative Erfahrungen gemacht habe, bin ich gerade am überlegen, ob ich auf einen anderen Hersteller wechseln sollte, bei dem ich dieses Problem noch nie hatte. Der Ruhestand steht bald bevor, deswegen plane ich eine lange Haltedauer und da könnte ein Ersatzteilproblem durchaus relevant werden. Ein Stuttgarter Hersteller hat mir für ein schnell verfügbares Fahrzeug auch schon ein mehr oder minder attraktives Angebot gemacht.

Wie sind Eure Erfahrungen? Habe ich bei Tesla ein signifikant höheres Ersatzteilrisiko als bei etablierten Herstellern?

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ja.

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Nein!
Die anderen Hersteller können genausowengi liefern…

Zudem haben sie das RIESIGE Problem ihrer Modellvielfalt… Das ist und wird ihnen weiterhin auf den Kopf Fallen… (ich erinnere mich daran das für 4 Jahre alte Audis und Mercedes keine Ersatzteile für den Innenraum (Bedienkonsolen, Sitzbezüge,…) mehr lieferbar waren…

Tesla will momentan nur nicht Liefern… die Verkaufen lieber neue Autos…
Andererseits wird mit der Eröffnung von immer Mehr großen Servicecentern auch der Vor-Ort Lagerbestand deutlich ausgebaut in letzter zeit…

Ich denke das Tesla auch in diesem Feld in den nächsten 1-2 Jahren die Konkurrenz nicht mehr zu fürchten braucht…

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Die Frage ist nicht so einfach zu beantworten. Vor allem wenn man es in der generellen Zeit von Lieferengpässen global ansieht. Da hat jeder Hersteller derzeit mehr oder weniger Probleme.

Bei Tesla ist es halt so, dass man bisher keine wirklichen Ersatzteillager aufbauen will, und alles was an Teilen da ist Grossteils in die Produktion geht um möglichst viele Neuwagen auf die Strasse zu bringen. Ersatzteile sind da halt… naja, eher sekundär. Und auch die Frage ob Tesla nach 10 oder 15 Jahren noch was für Modelle liefert, die sie 10x im Jahr ändern muss man sich halt selber stellen und beantworten. ANdere Hersteller haben Änderungen einmal pro Jahr, Tesla je nachdem jede 2. Woche dass neue Teile rein kommen.
Ich hatte bisher beim Model S einige Teile gebraucht, mit längeren und kürzeren Wartezeiten. Darunter war:

  • 2018 - Ladegerät - 4 Monate
  • 2018 - Türgriff - 6 Wochen
  • 2019 - Federbeine vorne - 2 Monate
  • 2019 - 2 Seitenkameras mit Blinker - 4 Tage
  • 2019 - Chromleisten an den Fenstern - 2 Monate
  • 2020 - MCU2 - 4 Monate ( 3x im Sec gewesen, 3 x waren die Teile „plötzlich“ nicht da
  • 2020 - Kameras B-Säule - 2 Wochen
  • 2021 - 3-Kreisventil - lagernd
  • 2021 - 12V Batterie - 4 Wochen
  • 2022 - Ladegerät - 2 Monate
  • 2022 - Scheinwerfer recht - 10 Tage
  • 2022 - Scheibenwischer - lagernd

Ist jetzt nicht unbedingt ne 1A Bilanz… Manches geht schneller und manches halt langsamer. Wirklich schlimm wirds erst wenn du nen Unfall oder etwas hast das mehr als 1 Teil brauch das quasi als „Verschleissteil“ geführt wird. Dann kann es Wochen bis Monate dauern bis du wieder fährst.
Und es ist auch davon abhängig an welchen Mitarbeiter du gerade kommst. Selbst im gleichen SeC kann so ne Reparatur schon mal unterschiedlich lange dauern…

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Bei meinen letzten Fahrzeug aus Stuttgart habe ich auch schon mal 5 Wochen auf ein Steuergerät gewartet.

Aktuell ist die Situation bei keinem Hersteller wirklich gut.

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Wie sind Eure Erfahrungen?

Seit Mittwoch habe ich kein Auto, weil Tesla scheinbar keine Bremsklötze ranbekommt.

Ich würde fast darauf wetten, dass es bei anderen Herstellern wegen sowas nicht einmal 2 Tage dauern würde, bis der Wagen wieder beim Kunden ist - eher wird das bei anderen wohl bis spätestens Werkstattschluss des gleichen Tages erledigt sein.

Ich kann nicht klagen. Drive Unit vorne und hinten waren jeweils binnen weniger Tage da, Türmotoren ebenfalls.

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OT:
In der ADAC Motorwelt sind gerade die günstigsten Wagen Ihrer Klasse aufgeführt, berechnet auf 5 Jahre. Daimler kam mir da ganz schön teuer vor im Verhältnis zum M3. :-/

Vielleicht auch mit ein Detail für Deine Überlegungen. Die Motorwelt bekommt man bei Edeka ja kostenlos. Ein Blick schadet sicher nicht.

Das beantwortet doch nicht eine evtl. prekäre Ersatzteilsituation?!

Da hast Du Recht, habe ja deshalb auch geschrieben, “mit ein Detail “.
Sollte nur ein Tipp in Bezug auf die Gesamtentscheidung sein.

Habe noch ein OT eingefügt, um es klarer zu machen.

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Ist halt schon n wichtiger Punkt, ob ein Auto rasch repariert werden kann. Vielleicht zahlt man dann doch etwas mehr beim Kauf?! :thinking:

Arbeitest Du bei Daimler oder warum hackst Du darauf rum?

Ich habe nur einfach einen kleinen ergänzenden(!) Tipp geben wollen. Mehr nicht. Ich hatte heute die Zeitschrift durchgeblättert und mir ist der große Unterschied beim Preis pro Kilometer aufgefallen.
Was der Threadersteller damit macht sollten wir ihm einfach selbst überlassen.

Mein Beitrag ist viel zu unbedeutend, um darüber hier noch weiter zu diskutieren. ENDE!

Nein, keine Sorge. Bin weder in der Automobilindustrie noch habe ich je einen Daimler gefahren. :laughing:
Aber was bringt’s, wenn man wenig zahlt, aber dann das Auto bei einem entsprechenden Schaden nicht mehr fahren kann. Das ist nicht Drauf-rumhacken, sondern Pragmatismus.
Just my five cents…

Damit könnte ich ja leben. Aber z. B. seit über 3 Jahren warte ich auf eine funktionierende kamerabasierte Verkehrszeichenerkennung und es passiert nichts. Mich verunsichert das schon. Insbesondere, wenn ich eben an die Ersatzteilversorgung denke.

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Also das Preis Leistungsverhältnis ist bei Tesla hervorragend. Davon bin ich überzeugt. Allein schon die wegfallenden jährlichen Inspektionen beeindrucken mich. Ich würde auch trotz paar Störfaktoren bei Tesla weiter bleiben. Ich finde einfach, dass Tesla gegenüber Kunden oftmals arrogant, selbstgefällig und ohne jedes Verständnis auftritt. Und jetzt wo ich ein verlässlichen längerfristigen Partner für den Service brauche, mache ich mir so meine Gedanken. Es geht nicht um temporäre Probleme, die hat wohl jeder Hersteller, es geht um die Einstellung zum Kunden. Ich weiß auch, dass einige von euch gute Erfahrungen mit dem Teslaservice gemacht haben. Ich gehöre leider nicht dazu. Und ich gehöre auch nicht zu denen, die meinen, dass es woanders keine Probleme gibt. Und ich möchte nicht ggf. wochenlang mein Auto wegen eines Ersatzteilproblems nicht nutzen können.

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Dafür gibt es Leihwagen.

Kurz gesagt: ja, das Risiko ist bei Tesla signifikant höher.

Und das nicht nur in der aktuellen Situation, bei der viele Hersteller Probleme haben.

Bei Tesla kommen weitere Punkte hinzu:

  • wenig Kompetenz im ServiceCenter bei der Analyse. Da wird dann im Zweifel mehrfach das falsche oder unnötige Ersatzteil bestellt mit entsprechendem Impact auf Kosten und Dauer

  • schlechte Logistiknetzwerk bei Tesla (z.b. keine Zwischenlager; ineffiziente Software für die interne Logistikabwicklung bei Tesla)

  • unmotivierte bzw. schlecht ausgebildete Mitarbeiter aufgrund nicht vorhandener interner Schulungsunterlagen

  • die LMAA Haltung Teslas gegenüber der Probleme des Kunden.

Bei anderen Herstellerm, z.b. dem aus Stuttgart, geht auch mal was schief, aber da wirst Du als Kunde nicht im Regen stehen gelassen.

Warum ich trotzdem noch Tesla fahre? Weils geil ist. Und für den Notfall haben wir noch einen eGolf und nen Mini als Ersatz.

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Mir ging es ähnlich wie Dir(nur mein Angebot kam von Fiat für ein sofort verfügbares Fahrzeug). Ich hatte im Mai ein MYP bestellt das im Juni ausgeliefert werden sollte(was nie passierte, wir kennen die Story). Letztlich hätte ich nächste Woche mein MYP übernehmen können, inzwischen hatte ich aber genug und fand den Fiat 500e der für meine Zwecke(fürs halbe Geld im Vergleich zum MYP) mehr als ausreichend ist(=zur Arbeit fahren, meine Tochter zur Schule bringen bzw. zu diversen Freizeitaktivitäten wie Karate und Schwimmen, Einkaufen fahren)als sofort verfügbares Neufahrzeug.

Da wir es gewohnt waren/sind das unsere Fahrzeuge mit Ersatzteilene versorgt werden, kurzfristig(zuletzt 2 BMW, davor auch ein Fiat Abarth, Alfa Romeo,…) habe ich auch mit mehr und mehr Besorgnis diverse Threads hier mit horrenden Lieferzeiten für simple Ersatzteile(Gläser, Türen, …)verfolgt.

Klar, man hofft ja immer das nichts passiert. Trotzdem hatte ich immer wieder Steinschläge(fahre viel) die immer innerhalb von 2(!!) Tagen behoben wurden was in einem Fall die Neulackierung der Motorhaube, neuen Kühlergrill, neue Windschutzscheibe beinhaltete. Und dann liest man hier von Monaten. Ich gebe zu, das hat mich motiviert, abseits des Preises, zum Fiat zu greifen.

Ich würde Dir zum annehmen des Angebotes aus Stuttgart raten :wink: . Irgendwann hat Tesla die Ersatzteile auch im Griff und dann wird das auch was.

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Mir ist Anfang Dezember 2021 auch ein unaufmerksamer Verkehrsteilnehmer in den Kofferraum gefahren. Kein äußerlich großer Schaden. Klärung der Angelegenheit mit Anwalt, Gutachter, Bodyshop, Polizei und DashCam.
Anfang März Zusage der Versicherung, unmittelbar danach Bestellung der Teile. Stoßfänger, Kofferraum, Leisten usw.
Alle Teile waren letztlich Mitte August im Bodyshop, Reparatur von 05.09. bis 16.09.

Ich glaube es macht derzeit keinen großen Unterschied um welchen Hersteller es geht. Ob Corona, Ukraine oder was auch immer das Problem ist…

Mir ist mitten in Corona Mitte 2020 ein Stein in den mittlerweile verkauften 1er BMW geflogen(habe ich verkauft weil das MYP ja „ganz sicher“(aussage mein TA) im Juni geliefert wird :wink:. Dieser Schaden wurde(das war die oben erwähnte Neulackierung)in 2 Tagen behoben.

Doch, manche haben Ersatzteile. Ich denke Fiat wird die auch haben. So viel wie in Italien gehobelt wird, da braucht es genug Späne zum ausbessern :rofl:(kann ich bewerten, lebe seit 2009 in IT, zuerst Apulien, dort sowieso, jetzt Venetien, da ist es schon fast zivilisiert im Straßenverkehr im direkten Vergleich).

LG