Erneuerbare Energien allgemein

Das ist klar aber hin und wieder eben besser als andere Systeme.

Also folgendes Setup und dein Call:

  • aktuell wird per PV ein Heizlüfter eingesetzt
  • eine WP o.Ä ist verboten da Vertrag mit einem Fernwärme Versorger

Was ist deine Lösung für eine kostengünstige Zusatzheizung im Spotbereich (Bad/Wohnbereich) um die Kosten für die Fermwärme zu senken? Würde mich auch interessieren da ich weniger Gas einfach verbrauchen will und damit die Räume die nun kälter sind wohnlich für die Zeitfenster wo wir sie nutzen machen möchte. WP kommt dauert aber noch und die aktuellen Strompreise schrecken mich auch ab, da ja im Winter nicht genung von der PV kommt und ich doch ein recht grossen Volumen mit einer Grundfläche von 260qm habe.

Nein, ist es nicht. Ein ganz normaler elektrischer Heizkörper erzeugt Hitze am Heizkörper. Eine IR-Heizung erzeugt Hitze am angestrahlten Objekt. Die wird selbst zwar auch ein wenig warm, aber es ist trotzdem ein Unterschied wie Tag und Nacht.

Muss man wahrscheinlich mal selbst erlebt haben.

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Bei 600w für einen 8-16qm Raum kann man das wohl auch erwarten.

Nur heize ich so einen Raum viel billiger auf normale Temperaturen mit der normalen Heizung.

Das macht allenfalls Sinn bei einer PV Anlage, aber wenn die genügend Leistung bringt, um sie so zu verschwenden, wird der Raum durch die Sonne durch die Fenster warm genug.

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Ich geb mal hier ein Beispiel bei mir aus der Praxis:
Um meine Räume auf ca. 21 Grad Celsius aufzuheizen benötigen ich ca. 42 MWh pro Jahr (Gas). Um meine Räume auf 18 Grad Celsius zu heizen ca. 32 Mwh und 200 kwh für die IR Module.

Was macht nun mehr Sinn? Zusätzliche 10 MWh aufzuwenden oder die o,2MWh?

Kannst Du das belegen wo und wie der ominöse höhere IR Anteil herkommt? Meistens ist es eine Metall- oder Steinplatte die elektrisch und nicht durch Wasser erwähnt wird.

Theoretisch (ob es so in der Praxis, insbesondere bei günstigeren Consumerteilen gemacht wird, k.A.) kann man das Abstrahlverhalten durch die Verwendung bestimmter Oberflächenmaterialien bzw Vergütungen spektral steuern… Im optischen Bereich auch als „Farbe“ bekannt :wink:

Die Holzhammermethode, primär Schwarzkörperstrahlung zu nutzen, bedeutet jedoch, das strahlende Objekt selbst auch entsprechend heiß zu machen (60-90°C sind so um die 8 µm Wellenlänge). Je langwelliger, desto aufwändiger jedoch, das mit günstigen Verfahren zu steuern…

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Dann wäre die beste IR Heizung doch eine wassergeführte Deckenheizung.

Die wäre dann Bodengeführt aber besser.

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Schwarzstrahler sind das hier aber nicht, wenn ich das richtig sehe. Und bei 90 Grad gibt es auch einen großen Anteil an Konvektion. Am Ende aber ist es ja so, dass das nur dann sinn machen würde in Räumen die man niedriger Temperiert lässt und durch IR Menschen oder bestimmte Gegenstände erwärmt. Sobald aber Beschattungen und Reflektionen ins Spiel kommen wird das schwer.

Eine FBH ist auch eine IR Heizung und strahlt die Decke und auch Wände an.

@niubee zum einen kann man Jahre ja nicht genau miteinander vergleichen, wenn man das WW mit ca. 4MWh noch abzieht läge die angebliche Einsparung bei der Heizung bei 35%, was mir für viel vorkommt. Und warum die Elektroheizungen mit 200kWh auskommen sollen kann ich mir auch nicht erklären, denn gerade im Winter, wo die Gasheizung kaum Verluste hat, sollte der Verbrauch in der Regel ähnlich sein. In der Übergangszeit könnte ich mir einen kleinen Vorteil der IR Module vorstellen.

Wobei man sagen muss, dass in den Räumen ja eine Differenz von 3k besteht, d.h. die Raumtemperatur wird durch die IR Heizung nicht signifikant nach oben verschoben und das erklärt natürlich die Einsparung (21 Grad Raumtempertur vs. 18 Grad). :wink:
Sie wird nur genutzt um den Personen die sich aufhalten Wärme zu geben. Alles andere wäre ein Wahnsinn und nur eine WP könnte in der Theorie die Gas Therme ersetzen. Leider bei meinen Bedarf ohne weiteren enormen Aufwand nur in der Theorie. Deshalb dieser Versuch, den Gasverbrauch zu reduzieren und mir fällt dazu eben nichts anderes ein ausser die Temperatur der Räume abzusenken. Aber das geht gerade im Homeoffice nur dann wenn zumindest die Menschen Wärme abbekommen sonst müsste ich wieder hochregeln.
In der Übergangszeit schalten die IR Module nur dann wenn ich genug PV Überschuss habe. Da die Räume sehr grosse Fenster haben wärmt die Sonne dann zusätzlich (auch den Boden der schwarze Fliesen hat) und das reicht dann gut aus um zumindest später die FBH hochzuziehen. Durch die Trägheit der FBH und dem Volumen bei 260qm passt dass dann auch ganz gut.
Also alles um Stück für Stück von Gas wegzukommen. Aber der Rest also die 32 MWh da fehlt mir wirklich die Fanatasie…ist einfach selbst wenn man eine JAZ von 4,5 ansetzt zu viel…Ideen?

Und wie wird das dann gesteuert? Die aller meisten IR Modelle haben einen Thermostat Schalter wie jeder X- beliebige Heizkörper. Wie weit kann man denn von der Platte weg sein um noch eine ausreichende IR Strahlung zu empfangen um mit 18 Grad RT ein Wohlbefinden hat?

Bislang konnte ich außer persönlicher Eindrücke noch keine einzige ordentliche Studie finden die belegt, dass man mit den klassischen IR Modulen diese Situation hinbekommt.

Wie groß ist der Unterschied der Strahlung eines normalen

Wandheizkörpers und einer IR Heizplatte?

Ich kenne einige Leute, die bei einem Architekten aus der Gegend Passivhäuser gekauft haben die nur mit E-Heizplatten ausgestattet wurden und sich nun über einen zu hohen Strom für Heizung ärgern. Denn eines ist ja klar, von nichts kommt nichts.

Sei mir also nicht böse, aber ich würde mich schon freuen, wenn man das mit einer unabhängigen Untersuchung mal belegen könnte :slight_smile:

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Ich mich auch… :+1::wink:

Zu Steuerung: In der Übergangszeit erledigt das die Open WB (70% wenn möglich, später im Jahr dann über Einspeisegrenze) aktuell im Winter ein Modul (Bad) zeitgesteuert da ja genau planbar, Wohnzimmer mache ich das manuell über die OpenWB bei Bedarf.

Nur eine IR E Heizung ist der Wahnsinn. Nur eine WP oder andere EE machen heute Sinn. Aber im
Bestand bei einem Haus BJ 80 ist das nicht ganz einfach.

Exakt.
Ich denke, das A&O ist perfekte Dämmung des Hauses. Wenn kaum Energie aus dem Haus entweicht, ist es auch nicht mehr so wichtig, sie punktgenau auf die Person zu richten.
Letztendlich sind IR Strahler so etwas wie die Sitzheizung im Tesla. Sie verbraucht zwar deutlich weniger Strom, aber warme Füße und Hände sowie allgemein optimales Wohlbefinden entstehen doch nur in einem gleichmäßig warmen Auto.

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Das ist bei älteren Häusern ein Wunschtraum der Unsummen kostet. Also komplett unrentabel. In meinen Fall: Gaskosten 1.800 Euro p.a., inkl. Warmwasser ca. 600 Euro. Potentail zum Einsparen ca. 600-800 Euro. Kosten Aussendämmung + Fenster + Dachdämmung insgesamt ca. 60-80 TEuro (260qm). Break Even Point damit unendlich. Somit das ist im Neubau eine Lösung aber ihr kennt ja die CO2 Bilanz von Neubauten, ausser man baut Holzständer.:wink:
Selbst nur die Fenster rechnen sich nicht. Aber irgendwann sind die einfach hinüber. Deshalb kann man da dann was machen. Aber viel mehr?

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Eines Tages ist halt auch im Bestandsbau die Fassade hinüber und dann ist man verpflichtet zu dämmen:

Wer mehr als nur kleine Ausbesserungen und Instandhaltungen vornimmt, ist verpflichtet, die Fassade energetisch zu sanieren. Werden mehr als 10 % der Fassadenfläche erneuert, muss diese hinterher GEG-konform sein, das heißt in der Regel gedämmt werden. Ansonsten kann ein Bußgeld in Höhe von bis zu 50.000 € drohen.

https://daemmen-lohnt-sich.de/energiesparen/rechtliche-vorgaben-bei-der-daemmung

Also früher oder später trifft einen das Thema.
Ich gehe davon aus dass es auch in Zukunft, und dann vielleicht auch noch umfangreicher, Beihilfen vom Staat geben wird.
Der Ausbau von EEs muss halt auch mit Einsparungen an Energie einhergehen damit ein Schuh daraus wird.

Jep, so ist das Teil, das ich testweise mal gekauft habe, auch aufgebaut. Habe ich nie verstanden und finde es auch weder angebracht noch gut. Denn wenn der Thermostat auf ‚aus‘ geht, merkt man das innerhalb von Sekunden. Viel sinnvoller wäre eine stufenlose Regelung. Ist vielleicht eine Preisfrage.

Der Abstand von der Platte ist weitgehend egal. Entscheidend ist, dass sie auf einen selbst gerichtet ist und nichts dazwischen steht. Was immer sich in Abstrahlrichtung befindet, wird aufgeheizt. Und alles andere eben nicht.

Ich kenne auch keine. Es gibt aber auch sonst zu wenigen Themen wirklich gute und gleichzeitig unabhängige Studien. Wir E-Auto-Fahrer können ja ein Lied davon singen, dass auch vorgeblich unabhängige Institutionen es nicht unbedingt sind - man denke an die zu Recht berüchtigte IFO-Studie.

Ich habe mir angewöhnt, nicht auf die Unabhängigkeit der Ersteller einer Studie zu achten, sondern auf den sinnvollen Inhalt bzw. fachkundige Besprechungen der Studie. Und in den Fällen, wo man es selbst ausprobieren kann, probiere ich es selbst aus. So eine IR-Standheizung bei Amazon ist ja nicht teuer. Kaufen, probieren und im Fall des Nichtgefallens sofort zurück damit. Ich habe meine trotz des blöden Thermostat-Schalters behalten. Mit kleinste Stufe + hohe Temperatur bin ich für die wichtigsten Anwendungen weit genug gekommen. Wird aber sicher nicht jedem so gehen.

Bei den ganzen Dämm- und Heizkonzepten befinden wir uns IMHO im Umbruch. Ich wohne in einer 2000 erbauten Wohnung, die zwar super gedämmt ist, aber kein Konzept zum Luftaustausch hat. Klar, auch damit kann man zurechtkommen, aber komfortabel ist anders. Nicht jeder kann und will im Winter alle paar Stunden Stoßlüften.

Mit einer WP-basierten Elektro-Lösung für die Grundwärme, einer sanften Dauerbelüftung und IR-Modulen für die Sofort-Regulierung ist man m.E. am besten aufgestellt. Aber sowas ist halt komplex und braucht Planung, solange keine gescheiten Standards etabliert sind. Und etliche Leute haben persönliche Vorbehalte gegen eine oder gleich mehrere Komponenten solcher Lösungen, genauso wie gegen so ziemlich alles andere auch, was sinnvoll ist (man denke nur an die Impfdebatten). Wenn es gut läuft, kommt es in irgendeinem anderen Land irgendwann zu einem Standard, der sich dann auch in Deutschland großflächig etabliert. Ich wette da aber nicht drauf. :slight_smile:

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Bzgl. Luftaustausch:

Man hockt ja nicht den ganzen Tag in der Bude sondern: morgens zur Arbeit/Schule, Postboten, Müll, uvam. - das wird bei der KWL ja nicht gezählt.

Ich hatte für mal testweise einen NOX Sensor (MICS2714) installiert, an dem konnte ich jedes öffnen der Tür ablesen und Minimalwerte gab es nur, wenn die KWL für viele Stunden abgeschaltet war.

Also trotz ländlichem wohnen im Grünen fast rundrum kommt noch mehr Abgas von den Straßen herein als mit Recht ist, also bloß nicht zu viel Lüften. (4500kwh Lüftungsverluste/a trotz KWL mit Wärmetauscher sind eigentlich nicht akzeptabel).

Ich finde es irgendwie traurig, wenn die Luft drinnen besser ist als draußen. Aber so ist es leider tatsächlich immer wieder. Seit dem Rauchverbot in der Innengastronomie z.B. essen wir fast nur noch drinnen, der Unterschied der Luftqualität ist gigantisch. Wenn irgendwann mal alle nur noch E-Auto fahren, wird es besser, aber es wird noch mehr zu tun sein als das.

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…ich habe hier auch eine P2.5 Messer an der Wetterstation. Das ist ein Wahnsinn was da im Winter abgeht. Aber klar ICE ohne AGR und die ganzen Kaminöfen ohne Filter. Dazu die alten Ölheizungen…da hat man keien Fragen mehr. Aber den Rekord hatte ich als die Nachbarstrasse gemacht wurde😉 Für mich geht ein Haus ohne Lüften nicht. Ich mag die frische Luft und ja das sind Verluste…ich habe in der Küche nur eine Umwälzung mit Aktivkohlefilter…ist nicht das Wahre…

Wobei ein PM2.5 Sensor wohl nur die Partikel, aber nicht deren Oberflächenreaktivität (Autoabgase aus Magerdiesel sind da wohl besonders katastrophal) oder deren Zusammensetzung (Mineralstaub vom Strassen-Unterbau ist wohl ziemlich unkritisch)…

PM2.5 Salzpartikelchen in Küstennähe bei auffrischendem Wind sind vollkommen harmlos… (und wasserlöslich).

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