Erneuerbare Energien allgemein

Ich denke da fühlt sich ein Habeck auch nicht wohl dabei. Am Ende braucht man ein mittelfristiges und Langfristiges Ziel; das wird aber unerreichbar wenn die kurzfristigen Themen nicht gelöst sind.

Ich sehe nicht, dass irgendjemand mit einem gleichbleibenden Strombedarf in den nächsten Jahren kalkuliert. Selbstverständlich steigt der, und zwar kräftig. Das ist in den Kalkulationen enthalten. Herr Habeck hat ja auf das kommende große Paket für Ausbau der EE, Effizienzsteigerungen etc hingewiesen. Ostern soll das meiste davon kommen, was nicht mehr weit weg ist. Ich bin auf die Details gespannt.

Was im Gegensatz zum Strombedarf nicht steigen, sondern sogar kräftig sinken wird, ist der Primärenergiebedarf. Das kommt durch die Effizienzsteigerungen, die man mit Strom vergleichen mit thermischer Verwertung von Brennstoffen hat.

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Im Radio höre ich immer öfters, das wir (Deutschland) jeden Tag mehrere hundert Millionen Dollar/Euro an Russland für Energie bezahlen. Also auch ohne den Krieg in der Ukraine hätte es da schon mal eher klingeln müssen, das wir auf einem falschen Weg sind. Mit der Kohle (Wortspiel) hätten wir PV Strom fördern können bis die Stromleitungen glühen.

Ich bin massiv schockiert und böse, das man nun den nächsten Idioten (Katar) das Geld in den Rachen stecken möchte. Statt hier alles zu machen, baut man lediglich Häfen für Flüssiggas.

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Na ja… der Fairness halber sollte man festhalten, dass es nicht mehrere hundert Millionen am Tag sind, sondern ca. hundert Millionen am Tag. Und das auch erst, seit der Krieg die Preise so aufgeblasen hat - davor waren es eher 30 mio am Tag.

Und dieses Geld zahlt nicht Deutschland an Russland, sondern das zahlen deutsche Firmen an russische Firmen. Man kann in einem freien Land Firmen nur begrenzt vorschreiben, wo sie einkaufen gehen - und natürlich nicht einfach EE als Staat mit Geld bezahlen, das Firmen für Kraftstoffe ausgeben wollen.

Nicht zuletzt sollte man den Vorgängerregierungen (nur sie haben ja den Ausbau der EE gebremst) zugutehalten, dass Russland bis zum Krieg als das kleinere Übel galt. Ich kann mich nicht erinnern, dass es deshalb in der Vergangenheit in der Bevölkerung einen breiten Aufschrei gegeben hätte. Wirklich klar etwa gegen NordStream 2 war vor dem Krieg außer den Grünen eigentlich kaum jemand im Lande.

Wo man den Vorgängerregierungen wirklich Vorwürfe machen muss, ist bei der geringen Diversifizierung und eben beim Ausbremsen der EE. Beides wird derzeit in Rekordgeschwindigkeit repariert.

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Da gab es schon Aufrufe, „Gerdgas“ als Stichwort… nur hat das niemanden gestört. Die Medien suchen sich die Themen eben aus, die wir zu ertragen haben und die als aktuell soo wichtig eingeordnet werden. Es sollte auch nicht politisch werden, Frau Uckermark hat uns erst so in Abhängigkeit gebracht, liegt vielleicht an ihrer Jugendzeit den Osten sooo zu schätzen wissen. Egal nun. Wir müssen nach vorne schauen und da sieht es leider nicht viel besser aus.

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Wir können leider nicht von heute auf morgen hexen, die Solarmodule die Windkraftanlagen, wo soll das alles so schnell herkommen? Wer soll das planen, die Fragen der Kunden beantworten die Genehmigungen bearbeiten und so weiter und so fort.
Denkt doch nur mal an die vielen Threads und Diskussionen die wir auch hier hatte, bezüglich der Anlagengröße?

Ich hatte hier 2017 bereits auf dieses Problem in einem Faden aufmerksam gemacht und auch versucht über die lokale Presse und meine Arbeit im Verband diesem Trend entgegen zu wirken.

Und 2013 schon versucht zu überdenken, die Lasten der Vergangenheit aus dem EEG zu nehmen, was dann leider erst im letzten Jahr passiert ist.

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Hat Habeck wohl zu viel versprochen.

Niemand allein kann das. Zu sagen, ich kann heute auf Russland verzichten, und zu behaupten, Katar oder andere könnten das ersetzen, ist lächerlich. Das ist Blödsinn. Das wird nicht passieren

Nach der Darstellung al-Kaabis hat Qatar Energy erst ab 2025 an die Möglichkeit, maßgebliche Mengen für den europäischen Markt bereitzustellen.

Das würde bedeuten dass der massive Ausbau der EEs nur den angenommenen Mehrverbrauch an Strom abdecken würde, wenn man z.B. weiterhin mit gleichbleibenden Mengen an Kohle zur Verstromung kalkuliert.

Ich kann dir ehrlich gesagt nicht folgen. Bist Du vielleicht nur in dem Zeitbereich unterwegs, bevor die neuen Regelungen greifen? Hast Du bedacht, dass der größte Teil von Öl, Kohle und Gas in Deutschland nicht zur Stromerzeugung verwendet wird?

Deine deutlichen Worte finde ich gut!
In MV haben wir ja noch immer eine MPin und einen Innenminister, die sich auf Einladung von Gasprom in einem Luxushotel zusammen mit Putin, Schröder sowie Gaspromleuten haben aushalten lassen.
Sellering als exMP von MV hat ja die Geschicke der vergifteten „Stiftung“ in MV geleitet, in der noch immer viel Geld von Gasprom steckt, das natürlich in die Ukraine überwiesen werden müßte.
Bewegt hat sich die letzten 20 Jahre niemand. Aus den Reihen der Grünen gab es immer wieder Forderungen nach Verbrennerverboten, die aber damals eben nicht mehrheitsfähig waren.
Das mag sich nun geändert haben. Nur in unserer Demokratie dauert die Mehrheitsfindung und Umsetzung einer anderen Politik eben viele Jahre. Das hat mich dort auch von weiteren Aktivitäten abgehalten. In kleineren Firmen und privat kann man dagegen von heute auf morgen eine neue Strategie fahren.

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Auch vor Nordstream 2 kam das Gas aus Russland nur eben würde mit den NS2 die Ukraine und andere östlichen Nachbarn nicht mehr mitverdienen

NS2 ist tod vor Inbetriebnahme, erledigt!
Das Problem ist NS1, von der DDR geplant mit den Russen und nach der Wende gebaut. Da verdienen seit Jahrzehnten die falschen Leute, das gehört weg!

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Tja, wenn man schon mal etwas Gutes tun will…Ich wollte zur Tat schreiten und wiedermal PV Module auswählen. Und siehe da, kaum jemand hat welche. Die Anbieter machen einen ausgebombten Eindruck. Täusche ich mich da und geht nur mir das so?

Wir leben durch die kombinierten Effekte von Pandemie, Krieg und Demographie in einer Phase der Ressourcenknappheit. Chips, E-Autos, Sonnenblumenöl, PV-Module, Arbeitskräfte… you name it. Ganz schwierige Glaskugel, ob/wann welches davon vorbei ist…

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Vor allem Bevölkerungwanderungen. Was wir seit 2015 erleben ist erst der dezente Anfang und alle wollen ENERGIE in der neuen Welt haben. Bin mal gespannt wie das alles ablaufen wird, wenn sich 20 oder 100 Millionen in Bewegung setzen werden - weil wir es als Menschen versäumt haben das Klima zu retten. Kriege, Wetterveränderungen und der ureigene Wunsch nach mehr Wohlstand wird dafür sorgen das Karten neu geschrieben werden.

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20 Millionen werden schon kommen, um sich vor Putins Bomben und Mördern in Sicherheit zu bringen, die werden sich hauptsächlich auf die EU verteilen und sich bestens integrieren. Im Osten bleibt dann noch mehr geistige Leere, wie schon jetzt in Moskau und St. Petersburg.
Wieviel vom Hungerkontinent Afrika kommen steht wohl völlig in den Sternen.
Wir müssen uns aber hier in West- und Zentraleuropa auf ein paar mehr Einwohner einrichten. In den Planungen neuer Anlagen dürfen ruhig immer +10% genommen werden.

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5 bis 20 Mio. Wohnungen musste aber erstmal bauen können in Europa. Bei uns, ländlich, kosten Schrottimmobilien schon locker ne halbe Million Euro und so deftig sind die Löhne trotz max. 5% Arbeitslosenquote nun auch wieder nicht. Wir werden in die Stagflation rutschen und das wird sehr hässlich werden in Europa.

Na hoffen wir mal das von den neuen jemand Bock hat die Energiewende aktiv zu begleiten und tatkräftig anzupacken. Das wäre ein echter Segen.

Meine Ambition ist ja in Richtung Aufbau PV und Elektrik zu gehen, aber wenn ich sehe wann Bauteile eine Lieferung bekommen… auf LED Lampen warten wir 25 Wochen…

Im Grunde verwaltet Deutschland nur noch Mängel. Aufn Dachdecker zur Sanierung eines Dachs (Kostenpunkt 0,4 Mio. Euro) wartet man auch schon…

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Aktuell ist das Material für PV eigentlich sogar ganz gut lieferbar. Ich hab die Tage für einige Anlagen Material bestellt und wenn man nicht genau auf einen Hersteller fixiert ist dann bekommt man (ausser Akkus) alles was man für PV braucht.

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Ich weiß ja, dass das alles irgendwie zusammengehört, aber können wir uns vielleicht eher auf den technischen denn den politischen Bereich beschränken?
Danke.

Hmmmm… Ich dachte ein guter Teil der Steinkohle geht in Kraftwerke zur Stromerzeugung.

Rund 21 Prozent des Primärenergieverbrauches im Jahr 2018 basieren auf Stein- und Braunkohle.

Meine Frage ist, ob wir für die Zukunft mit denselben Mengen an Kohle im Verbrauch kalkulieren müssen wir bisher wenn wir doch die EEs massiv zubauen wollen. Der Effekt sollte doch sein, dass wir von den fossilen Energien dann weniger brauchen.
Wenn mit denselben Mengen an fossilen Energien in der Zukunft gerechnet wird ist das für mich ein Hinweis, dass damit gerechnet wird, dass der Ausbau der Erneuerbaren Energien nicht so schnell als gewünscht vorankommen wird.
Und ich spreche nicht von 2-3 Jahren. Die neuen Verträge wurden ja langfristig abgeschlossen.