Erfahrungsberichte mit VanMoof, Cowboy & Co

Einerseits ist von kostenloser Rückgabe die Rede. In der Widerrufsbelehrung steht hingegen: Sie tragen die unmittelbaren Kosten der Rücksendung der Waren, wenn Sie noch die Originalverpackung haben.

Geht alles ziemlich durcheinander. Also, der Vergleich mit Tesla ist gar nicht so weit hergeholt…

Ja, wir sind auch noch ohne Gurte und Fahrradhelm groß geworden. Eine Vorderradfederung finde ich trotzdem ganz gut :wink:

Ich fahre ein VanMoof seit ca. 3 Jahren (also nicht die letzte Version) und nutze es pro Jahr ca. 2000 km.

  • Ich fahre fast ausschjließlich ausserhalb der Stadt auf ruhigen Landstrassen und Radwegen
  • Die Automatikschaltung funktioniert gut hat aber nur 2 Gänge was im Stadtverkehr sicherlich reicht, mir aber „über Land“ zu wenig ist
  • Das Licht ist auch eher für die Stadt gedacht wo es nicht wirklich dunkel wird (Strassenbeleuctung).
    Wenn ich im Dunkeln meinen Radweg im Wald befahre brauche ich eine zusätzliche Lampe. Die fest verbaute ist hier leider nicht lichtstark genug für die Geschwindigkeit die man fährt
  • Meine Elektronik wurde in den ersten 2 Jahren DREIMAL ausgetauscht weil sie sich nicht mehr aktivieren lies und auch nicht über die App ansprechbar war. Fehler scheint jetzt behoben zu sein, war aber nervig
  • Die Alarmanlage ist sehr gut, ich nutze aber immer auch ein Schloss weil ich befürchte das trotz Alarmsignal jemand das Fahrrad wegtragen könnte.
  • Die Lokalisierung des Rads über die App empfinde ich als Witz. Sie arbeitet nur über das Mobilfunksignal. Wenn ich das Rad am S-Bahnhof abstelle zeigt mir die App das Rad manchmal mehrere hundert Meter vom tatsächlichen Standort ab. Der Standort wird auch nur über Bluetooth aktualisiert. Man kann also z.B. nicht im Büro kontrollieren ob das Rad noch da steht wo es abgestellt wurde. Auch ein Alarm führt nicht dazu das man auf dem Smartphone informiert wird.
    Nur wenn man in der App einen Diebstahl meldet soll eine aktive Überwachung von VanMoof aktiviert werden. Das macht man aber natürlich nicht um den Standort zu prüfen.
  • Im Gelände (nicht befestigte Wege) ist das Fahrrad völlig ungeeignet - das wird aber auch nicht versprochen
  • Vor einigen Monaten hat VanMoof die Einstellmöglichkeit des Motors (EU = 25 km/h, USA = 32 km/h) aus der App entfernt weil es wohl Stress mit den Behörden gab.
    Hier war die Updatemöglichkeit über das Smartphone ein Nachteil :frowning:

Insgesamt ist das VanMoof ein sehr schickes Stadtrad - für längere Strecken ohne Ampeln oder im Gelände ist es aber nicht das richtige Rad.

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Besten Dank für deinen ausführlichen Bericht.

Ich bin kurz davor mich für das S3 zu entscheiden, habe aber noch ziemliche Bauchschmerzen wegen dem Service und der Reparierbarkeit. Angeblich soll der Service nur sehr schlecht mittlerweile zu erreichen sein - wie hattest du das erlebt?

Und für diesen Austausch musstest du das Rad immer einschicken oder zur nächsten Vanmoof Store (also Amsterdam oder Berlin denke ich)?

Da ja - zumindest bei den aktuellen Modellen - alles Vanmoof-Eigenentwicklungen sind und keine klassischen Shimano / Bosch Sachen verbaut sind, graut es mir ein bisschen vor der Reparatur und ich habe wenig Lust das Rad nach 2-3 Jahren wegwerfen zu müssen, weil sich Vanmoof dann nicht mehr um Vorgänger-Modelle kümmert…

Das ist auch meine große Sorge… Das Rad selbst finde ich sehr gelungen.

Der Service ist in der Tat ein Problem.
Ich wohne in der Nähe von Berlin und bin deshalb immer in den VanMoof Shop in Berlin gefahren.

Die Mitarbeiter dort sind alle sehr nett aber auch ziemlich unstrukturiert. Das ist aber auch vor 3 Jahren ein recht neues Team gewesen. Inzwischen sind sie in ein größeres Geschäft umgezogen und sind beim letzten Servicetermin auch besser organisiert gewesen (war vor Covid).

Wenn man einen Laden in Reichweite hat kann man alles regeln. Muss man aber über die Hotline in den NL gehen und dann auch noch das Rad einsenden würde ich davon abraten.

Hier fehlt einfach ein flächendeckendes Servicenetz und ein Fahrrad verschickt man nicht so einfach per Paketservice.

Fairerweise muss ich sagen das am Rad selbst bisher gar nichts kaputtgegangen ist, aber Akku, Motor und Elektronik sind eben Eigenentwicklungen und jeder Fahrradhändler wird da nicht helfen können.

Interessant fand ich auch eine Erfahrung als ich mal mit dem VanMoof in ein Radgeschäft gegangen bin weil ich mir eine Satteltasche kaufen wollte (VanMoof hatte damals noch nicths im Angebot und das muss ja auch nocht von VanMoof sein).

Man wollte mir zwar schon eine solche Tasche verkaufen hat aber auch ziemlich deutlich zum Ausdruck gerbracht das man von VanMoof nichts hält. meine Erkenntnis damals war das ich im Fall das ich mal Hilfe brauche mich darauf einstellen muss das der „Fachhandel“ mich nicht willkommen heissen wird. Ist natürlich eine Einzelerfahrung und kann in Deiner Gegend ganz anders sein.

Wenn Du mich fragen würdest was ich mir mit meinem heutigen Wissenstand als nächstes Elektrofahrrad kaufen würde wäre meine Antwort:

  • auf jeden Fall ein S-Pedelec (32 KM) weil ich längere Strecken ausserhalb von Orten fahre
  • bei einem Händler bei mir in Reichweite damit ich einen Ansprechpartner habe
  • es muss eine Onlineverbindung haben die auch aus der Entfernung Zugriff/Ortung erlaubt
  • Alarmanlage muss nicht zwingend sein, ich nutze immer Qualitätsschlösser
  • viele Gänge (auf jeden Fall mehr als 4) die auch funktionieren sollten wenn der Motor/Elektronik nicht funktioniert (ist beim VanMoof nicht so und versuch mal damit zu fahren wenn das Teil Aus ist :frowning: )

Habe aktuell keinen Überblick was angeboten wird weil mein VanMoof funktioniert und ich es zukünftig eher weniger nutzen werde.

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Ich habe ein S2 und VanMoof unterstützt das auch noch. Ich kenne auch VanMoof Kunden die das S1 fahren und auch die bekommen noch Service.

Als ich das letzte Mal (Anfang 2020) im VanMoof Service in Berlin war habe ich dort viele S1 gesehen die zum jährlichen Check dort waren.

Bisher also keine Anzeichen das VanMoof seine Kunden „vergisst“. Problem wäre meiner Meinung nach eher wenn sie nicht mehr da sind.

Das meinte ich auch. Wenn die „die Grätsche“ machen, kann jeder Defekt ein Totalschaden sein…

Gibt es solche Räder auch geländetauglich? VanMoof und Cowboy sind top, aber reine Citybikes. 24/7 Downhill muss es nicht können, aber ich fühle mich auf dem wurzeligen Singletrail wohler als auf Asphalt.

Hallo zusammen,

ich bin ein Cowboy 3 probegefahren - gutes Rad. Beim VanMoof hat mich die Automatik etwas abgeschreckt - das scheint ja mit einem Update entschärft worden zu sein.

Mein Fehler war dann, ein 45kmh HNF Nicolai XD3 zu testen (Riemen, Federgabel, Supernova Licht, Boschantrieb, schwarz). Das wurde dann auch angeschafft.

Es ist zwar kein „Smart-Bike“, aber die Funktionen, die mir das Kiox Dsiplay liefert (Navi, Auswertung, etc.) reichen mir vollkommen. Bin mit dem Bike sehr zufrieden!

Liebe Grüße

J

Auf dessen Preis muß man ja nicht mehr viel drauflegen und man bekommt bei Dacia ein komplettes Auto…

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:laughing: Macht aber weniger Spaß.

Und es ist ja als Gegenmittel zu den Lockdownpfunden auch was für die Gesundheit…

Dann aber eher ein „normales“ Fahrrad ohne Hilfsmotor :slight_smile:

Ja für dich gibts evtl. noch ein Bonanzarad…

Ich. Wieso?

Nee, Straubi über mir hat das empfohlen :grinning:

Interessanter Punkt. Ist der Rollwiderstand (Motor/Reifen) so hoch oder die Übersetzung gruselig? So hammerschwer soll das Teil nicht sein und ich bin schon einige „normale“ Peds (mit meist realen deutlich >25kg) ohne Unterstützung gefahren. Die ließen sich - zumindest in der Ebene - zwar nicht mit rasanter Beschleunigung aber doch recht mühelos bewegen.

Bye Thomas

So, zum Thema Widerstand kann ich jetzt auch etwas beitragen. Ist natürlich etwas erhöht durch die dicken Reifen (bin ne Muschi und ich fahre unter 3bar :slight_smile: ) und der recht aufrechten Sitzposition, aber knapp 30km/h (ok, lt. Anzeige :slight_smile: ) kann zumindest ich damit treten.

Nervig ist die Automatik, da diese ausschließlich aufgrund der aktuellen Geschwindigkeit schaltet. Die Schaltpunkte lassen sich zwar in der App individuell (nur für ein Profil) einstellen, aber das passt nicht immer. Gott sei Dank gibt es jetzt eine App von einem Dritthersteller, die das manuelle Schalten zumindest ermöglicht.

Die Abstufung des Getriebes ist mir persönlich zu lang. Ist wahrscheinlich dem Export in die USA geschuldet, da dort die Pedelecs bis zu 32km/h unterstützen und die wollen bestimmt nicht bei der Geschwindigkeit wild rumzappeln müssen :slight_smile: Toll wäre, wenn VanMoof eine EU-Übersetzung anbieten würde.

Überraschend nervig ist der Lenkanschlag auf ca. 70°, der wohl durch die interne Kabel/Schlauchführung notwendig ist. Da muss man das Fahrrad auf engem Raum (Keller/Treppenhaus etc.) häufiger angehoben (ca. 21kg) werden.

Ersatzteilversorgung ist bei den VM-Spezialteilen sicherlich ein Thema, aber die ersten drei Jahre (Grantielaufzeit) sollten gesichert sein. Wenn ich mir die Lieferzeiten von speziellen Ersatzteilen bei meinem lokalen (davon genervten) Händler so anhöre, ist das bei etablierten Herstellern auch nicht so viel besser. Insbesondere die verdongelten Antriebssystems (Motor/Akku/Display usw.) halte ich hier langfristig für eine Kostenfalle bzw. bergen die Gefahr auf Allu-Schrott sitzen zu bleiben.

Und beim Thema Händler muss man genau hinschauen. Kompetente Händler (ist leider wie bei E-Autos) nehmen häufig nur noch von ihnen verkaufte Fahrräder zur Wartung (<- irre, was die teilweise kosten soll!)/Reparatur an. Grund: Der Markt boomt so brutal, dass selbst diese Kunden teilweise Wochen auf einen Termin warten müssen … Die Verschickerei bei VM ist natürlich auch eher nervig (allein schon das Einpacken …). Entweder ist man nervenstark (ich eher nicht so:slight_smile: ) oder kann ein wenig selber schrauben.

Ob ich mit meiner Gouda-Tretmühle wirklich glücklich werde, weiß ich noch nicht, bisher läuft es aber ganz gut.

Bye Thomas

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Ich denke jetzt auch konkreter über ein Fahrrad dieser Art nach, dann aber Leasing über den AG.

Das mit dem herausnehmbaren Akku im Cowboy finde ich gut, allerdings würde ich wahrscheinlich eh in unserem Kellerraum laden.

Was mich an beiden sehr stört, ist dass die Beleuchtung nicht StVO konform ist (und ich auch selbst einen ordentlichen Scheinwerfer für die Sicherheit möchte). Gibt es kein smartes, schickes Ebike mir ordentlicher Beleuchtung?

Beim S3 ist ein STVO-Strahler-Paket dabei. Das Licht ist wirklich nicht doll. Es ist zwar sehr hell, strahlt aber in 10m auf den Boden (dort kann man dann eine OP durchführen). Im Park/Wald o… ä. kann man ohne Zusatzwerfer so nur knapp über Schrittgeschwindigkeit fahren.

Urban-E-Bikes gibt es mittlerweile von nahezu jedem Hersteller. Hier ein nicht repräsentativer Test:

Wenn Du das Fahrrad immer in den Keller schleppen willst, achte auf das Gewicht. Hier kann auch Dein Fahrprofil entscheidend sein (kleiner Akku -> leichter) … oder natürlich Dein Geldbeutel :slight_smile:

Bye Thomas

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