Erfahrungen mit Sicherheitssystemen u.A. beim Fahrsicherheitstraning

Hallo Forum,

Ich konnte nicht vergleichbares finden. Wie sind eure Erfahrungen bei Fahrsicherheitstranings oder in Grenzsituationen mit dem Model 3. Da mir der Vergleich zu anderen Autos fehlt, würden mich eure Eindrücke interessieren wie ihr die Grenzen der Regeltechnik empfindet. Es wäre nett wenn ihr eure Erfahrungen schildert und gemachte Eindrücke nicht tot diskutiert :slight_smile: Vielleicht hilft es ja einigen das Auto besser zu verstehen. Ich habe mich im Straßenverkehr selbst schon vor dem Tranning mit Autos 2 mal gedreht (AWD und RWD). Ich denke das Tranning hätte mir in diesen Situationen nicht helfen können diese besser zu meistern. Dennoch empfand ich das Training als interessant, da man diese Erfahrung dann nicht im Straßenverkehr sammeln muss.

ABS und Pedalkraft: Ich empfand die Pedalkraft als sehr gering und das ABS scheint gut geregelt zu haben. In der Situation wo es einseitig rutschig (rechts) war ist das Auto beim Freihändig fahren leicht nach Links gedriftet. Konnte aber durch festhalten des Lenkrades komplett elimiert werden.

Ausweichen auf Regennasser Fahrbahn: Wir sind bis 50 km/h ausgewichen mit gleichzeitigen Bremseingriff. Ich fand das Auto sehr neutral und war überrascht wie unbeeindruckt ist.

Ausbrechen auf der Eissimulationsfläche (35 km/h): Der Tesla war von der Platte komplett unbeeindruckt. Gefühlt habe ich das ESP gehört bevor ich überhaupt den Schlag im hinten gespürt habe. Ich konnte das Auto mit leichten Lenkeingriff in der Spur halten. Ich war überrascht da ich einen Drift erwartet habe. Eigentliche alle Autos mit Ausnahme eine V70 aus 2006 sind ausgebrochen. Neuere Fahrzeuge aus dem VWAG Konzern haben sich sogar gedreht. Der Enyag ist mehrere Meter mit 45° gerutscht bevor er wieder in der Spur war.
Ich habe nur leicht gelenkt (1/8 Umdrehung) und nicht gebremst.

Ausweichen und Bremsen aus 40 km/h auf der Fläche: Meine absolute Nemisis. ich hatte keinerlei Bremsverzögerung und Lenkkräfte wurden im Gegensatz zur Rüttelplatte auch überhaupt nicht übertragen. Am Hindernis bin ich knapp vorbei gekommen, dass Gegenlenken zurück auf die Fahrbahn funktionierte überhaupt nicht. Ich bin erst am Aspahalt wieder zurück gekommen. Das Auto untersteuerte komplett. Ich hatte hier im Nachhinein das Gefühl das nur Lenken und die Verzögerung vom ESP erledigen zu lassen, erfolgsversprechender wäre.

Vollbremsung in nasser Kurvenfahrt bei 60 km/h: Man hat gemerkt das die Vorderreifen an der Grenze waren und gehoppelt haben währrend der Kurvenfahrt. Das Bremsen war allerdings gefühlt super sicher und das Auto hat perfekt die Spur gehalten. Ich war echt überrascht. Ich hätte aus meinen Erfahrungen mit meinen alten Büchsen Angst gehabt zu bremsen.

Nasse Kurvenfahrt auf Rutschfläche: Hier war icht etwas enttäsucht von der Assistenz. Ich habe vor Jahren gelesen das ESP einen Lenkeingriff bekommen soll. Scheinbar ist dies nie der Fall gewu`orden. Ab einem gewissen Lenkwinkel/Geschwindigkeit hat das Auto angefangen zu untersteuern und wurde nach außen getragen. Wenn man die Lenkung geschlossen hat, ist natürlich nichts passiert. Hat man sie etwas geöffnet hat das Auto wieder Traktion bekommen. Ich hätte erwartet das ich hier ein Feedback vom Auto bekomme, die Lenkung zu öffnen.
Was ich auch komisch fand. Das ESP hat das Auto zwar stabil gehalten, jedoch nicht das Untersteuern abgefangen. Ich konnte sogar gegen die Regeleingriffe des ESP weiter beschleunigen. Oben genannter Volvo hat dies deutlich besser gemacht und nur genausoviel Motorleistung zugelassen wie zum sicheren befahren der Kreisbahn möglich war.
Das hat mich doch etwas verwundert. Der Tesla hat wie eine 1 auf der Bahn beschleunigen können. Aber soweit zu drosseln das man diese sicher befahren kann, hat er nicht vollbracht.

Zur Rekuperation: Ich empfand nicht das diese in irgeneiner Situation einen Einfluss auf das Fahrverhalten hatte.

Fazit: Ich war überrascht wie neutral der Tesla fährt. Ich hatte immer unbegründeten Bammel das das Heck beim Tesla ausbricht. Dieses Verhalten konnte man aber (zmdst. in meinem LR) nicht provozieren. Auf der anderen Seite bin ich von Bremsen und Ausweichen etwas enttäuscht. Das Auto hat sich zwar sicher angefühlt, aber nicht so als würde es mich korrekt unterstützen. Das sah bei VW Autos (vergleichbare Reifen) deutlich besser aus. Jedoch sind diese dann auf der Rüttelplatte abgeflogen. Irgendwie hatte ich im glatten immer das Gefühl das mein Bremseingriff das Auto überfordert hat.

Wie sind eure Erfahrungen zur Funktionsweise des ESP/ABS Systems beim Model 3?

6 „Gefällt mir“

Hättest du das ganze vor einem Jahr getestet wären sämtliche Ergebnisse schlechter ausgefallen. Da hätte der Tessi noch voll rekuperiert in jeder Situation und damit die Hinterräder immer sofort in den ESP Bereich getrieben.
Mittlerweile ist das dank automatischem Winter-Mode nicht mehr so, die Reku geht wenn nötig auf 0 runter. Es gab hierzu auch mal ein Nextmove Video die das bei unterschiedlichen Fahrzeugen auch getestet haben.

Bin aber mal auch auf die Rückmeldungen zum Rest gespannt.

Auf Nasser Fahrbahn ist dies auch aufgetreten. Wir hatten den Versuch: Vorrauschauedes Ausrollen mit Vollbremsung am Hinderniss. Da hat natürlich der Telsa durch die Rekuperation gewonnen da nur noch 5 km/h am Hinderniss auf dem Tacho standen :rofl:

Aber: Beim Ausrollen musste man Stahlplatten überqueren. Auf diesen Stahlplatten hat man gemerkt wie er einregelt da nur ein Radpaar diese fahren hat. Die Rekuperation wurde auf der Platte abgeschaltet und dannach gefühlt sofort wieder an.

Aber ist doch schön von den Erfahrungen zu lesen, dass Tesla diesen Punkt verbessert.

Nochwas zur Eisfläche: Andere Teilnehmer empfanden die als überhaupt nicht rutschig. Ich bin soetwas rutschigen noch nie im Leben begegnet im Straßenverkehr :rofl:

Ich hatte mein Training vor knapp 5 Monaten.

Ich war einfach überrascht, dass das Auto das gemacht hat was es soll.

Selbst auf der nassen Kreisbahn habe ich max nen mininiini Drift geschafft aber dann hat sofort die Elektronik das Auto wieder auf die normale runde Bahn gezogen.

Hab schon einige Autos gehabt und auch im Grenzbereich aber das war echt erstaunlich

Edit → Ein sicheres Auto MUSS untersteuern.
Von daher ist das gut, wenn es dich nach Außen getragen hat.
Untersteuern heißt von der Straße weg und das kann man mit Bremsen verhindern ( wieder korrigieren )
Übersteuern heißt bekanntschaft mit dem Gegenverkehr :wink:

Such dir eins aus :smiley:

Ich hatte im August ein Sicherheitstraining in Leipzig für E-Autos. (Fast nur Tesla anwesend bis auf ein Enyac und zwei E-UP.) Keine Auffälligkeiten, habe einiges gelernt, obwohl ich nicht erst seit gestern Auto fahre. Auf dem Rundkurs habe ich festgestellt, dass mich mein Mut viel eher verlässt, als das das Auto ausbrechen würde. Insofern alles gut. (Auch bei den anderen Fabrikaten gab es keine groben Schnitzer.)

1 „Gefällt mir“

Untersteuern wäre in einer links Kurve raus aus dem Verkehr in einer rechts Kurve aber rein in den Verkehr. Ich persönliche habe es lieber zu übersteuern. Die Teslas sind hecklastig und da kann man beim Übersteuern noch ein bisschen mit arbeiten, wenn man es kann. Beim Untersteuern kann man nur beten, da hier die Physik bereits gesiegt hat.

Das ist richtig mit der Linkskurve jedoch kannst du dann noch bremsen um nicht in den Gegenverkehr zu kommen. Beim Übersteuern bringt dir das nix mehr . Da rutscht du schön mit dem Heck.

Aber egal. Sicher sind die heutigen Autos was die Elektronik angeht eh :wink:

Ich habe es selbst im Schlupfmodus mit Gasimpulsen nicht dazu bewegen können das das Heck kommt.

Beim AWD muss man sich schon ein bisschen anstrengen (die elektronik regelt rough aber gut) beim RWD ist es eine Leichtigkeit.

Vorgestern früh konnte ich etwas bei Neuschnee spielen. So schlecht wie im Traning haben sich die Reifen und das Auto nicht angefühlt.

Mittlerweile finde ich das Verhalten recht eindeutig.

Wenn man versucht auszuweichen tut das Auto alles um den Ausweichvorgang durchzuführen und es fühlt sich gut an. Er nimmt auch gut Geschwindigkeit raus.

Wenn ich Bremse und Ausweiche, prioritisiert das Auto meines Erachtens den Bremsbefehl zu stark und das Auto kommt ins untersteuern. Teilweise rutsche ich dann ins Hinderniss, wo ich mit einem Lenkeingriff ohne Bremsen vorbei gekommen wäre.

Da mir ein Vergleich zu modernen Autos fehlt kann ich nicht beurteilen ob dies gut ist.
Ich persönlich finde es allerdings fragwürdig ausgelegt. Auch wenn damit die Einschlaggeschwindigkeit maximal reduziert wird, kann es aber auch den Unfall erst herbeiführen oder gar den Fahrer zu zaghaften Bremsen verleiten. Ich persönlich werde auf Eis uns Schnee nicht mehr so stark auf das ABS/ESP vertrauen und eher dosiert bremsen.
(entgegen der Empfehlung aus dem Training.)

1 „Gefällt mir“

Da werden die Grenzen wohl auch von der Physik gesetzt.
Wenn die Fahrbahn richtig glatt, die Geschwindigkeit zu hoch und der Lenkeinschlag zu groß ist….
da Nutz keine Technik etwas, da geht es geradeaus… das wird auch im Training kommuniziert.

Max. Verzögerung heißt, dass die Aufprallgeschwindigkeit, und damit der Schaden, verringert wird. Der Trainer hat da schon recht.
Und, auch wenn es keiner hören/lesen will - wenn die Grenzen der Physik überschritten werden, dann war der Fahrer, in dieser Situation, zu schnell unterwegs.
Meine unmaßgebliche Meinung.

Nein du verstehst mich falsch. Eine Situation wo ich problemlos ohne Bremsen ausweichen kann, wird zur Rutschpartie wenn ich Bremse.

Probiere es mal im Schnee aus. Mach dir eine Markierung zum ausweichen und eine der du ausweichst. Ich konnte aus 30 km/h ausweichen ohne Bremsen.
Habe ich jedoch gebremst konnte ich die Spur nicht mehr vollständig wechseln und bin untersteuernd in das Hindernis gefahren.
Ich konnte das im Schnee ebenfalls nachstellen. Das ESP scheint Bremsen ggü Spurführung sehr viel höher zu wichten. Was ja per se nicht schlecht ist, sollte man sowieso nicht ausweichen können.

Die VW im Training waren da sehr viel agiler. Diese haben aber tendenziell mehr das Heck tanzen lassen.

Aber entgegen deiner Aussage sehe ich es nicht,dass man immer zu schnell war, wenn man nicht mehr Bremsen konnte. Es können auch Faktoren von außen wirken die man anders einschätzt. Das Problem der Dummheit/Unachtsamkeit anderer wird auch FSD haben. Damit wird es auch Unfälle geben.

Ich denke nicht, dass ich dich falsch verstehe. Ich habe nur eine andere Sichtweise.

Also falsch einschätzt.

Such nicht die Fehler nur bei anderen.
Wenn ich, auf spiegelglatter Fahrbahn in ein Hinderniss fahre, habe ich etwas falsch gemacht! Niemand sonst!
Ich war mit meinem MS zu einem zweitägigen Sicherheitstraining auf dem Sachsenring….mein Fazit - auch die besten Assistenzsysteme Hebeln die Physik nicht aus.:wink:

1 „Gefällt mir“

Wir reden aneinader vorbei.

Mir geht es darum das die Assistenzsysteme, meines Erachtens bei Tesla zu restriktiv sind.
Mit geht es auch darum richtig zu fahren. Meines Erachtens waren die Tips beim Fahrsicherheitstraning zu allgemein gehalten und treffen eben nicht auf alle Situationen/Fahrzeuge zu. Mich interssiert ob es auch andere so sehen. Für meinen Teil habe ich nämlich das Empfinden, dass die VW Fahrzeugt beim Bremsen und Ausweichen eine bessere Figur gemacht haben.
Wenn ich mir nämlich den Elchtest anschaue, ist Tesla spitze. Dort wird aber nicht aktiv gebremst. Darum gehe ich stark davon aus, dass es sehr auf diesem Test optimiert ist. Das fällt eben erst bei Eis und Schnee auf und nicht so stark bei Nässe. Bei Nässe hatte ich auch das Gefühl nicht gut am Hinderniss vorbei zu kommen. Da hat der Grip allerdings gerade noch ausgereicht.

Und auch wenn du es nicht hören willst. Ja es gibt Situationen, da b und es trifft dich bringt dich jemand in Gefahr und es trifft dich keinerlei Schuld. Genau in solchen Situationen muss ein Assistenzsystem richtig reagieren. Wenn du es so nicht siehst, kann ich dir nicht helfen. Es sei denn du fährst 3-5 km/h an JEDER Kreuzung wo jemand wartet. Er könnte nämlich jederzeit losfahren. Da ist es nämlich immer der Fehler der anderen wenn dir jemand die Vorfahrt nimmt. Solche Ausweichsituationen hatte ich schon oft.

Gerade dann musst das Auto und Fahrer alles richtig machen. Bisher habe ich das immer und das soll auch so bleiben. Daher der Thread.

Sorry, ich habe nicht um Hilfe gebeten.

Dann wäre es schön, wenn du auch andere Meinungen akzeptierst und nicht versuchst, Deine Sichtweise den anderen aufzuzwingen.

Viel Spaß bei der weiteren Diskussion.

Es tut mir leid. Aber ich habe bei dir keine Erfahrungen zu den Sicherheitssystemen gelesen, sondern nur Belehrungen über angepasste Geschwindigkeit die am Thema vorbei gingen.

Schade das niemand einen Vergleich hat der Tesla und zb. VWAG in solchen Situationen bewegt.
Ich kann mich leider nur dunkel an meinen Toyota und Opel erinnern. Ich meine die haben sich nicht so verhalten.