Erfahrungen mit dem Model 3 beim laden nur über Schuko

Habe genau das gleiche vor. CEE Dose und Adapter von Tesla habe ich schon. Jedoch sagte mir mein Elektriker das die 1,5 Quadrat Zuleitung zu klein dimensioniert wären für die dauerhafte Belastung mit 16A

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Ich wäre etwas vorsichtig mit Aussagen wie, „das habe ich selbst auch lange gemacht“. Das Basismodell kommt mit LFP Akkus und die wurden in kleiner Menge Ende 2020 geliefert und dann erst wieder seit Mai 2021 in großer Menge. Die finale Software für das Batteriemanagement kam erst, als bei uns der Winter vorbei war. Letzten Endes kann im Moment niemand wissen, was ein Tesla LFP Auto macht, wenn es bei -15 Grad im Freien mit 2kW Laden soll. Tesla Björn hat einmal aus Norwegen berichtet, dass die Autos (nicht LFP) gar nicht laden wenn der Akku unter der Mindesttemperatur liegt und wenn die Leistung (also hier 2kW) nicht reicht um den Akku aufzuwärmen dann fängt das Auto nie an zu laden. Also solltest Du Dich als worst case mental darauf einstellen bei extremer Kälte vielleicht auch mal öffentlich zu laden, mit mindestens 11kW.

Das das Auto garnicht lädt ist seit Februar 2021 geschichte. Das war letztes Jahr aufgetreten mangels Erfahrung von Tesla mit den LFP Akkus. Da gab es ja richtig richtig Probleme mit, so schlimm, dass einige einfach auf der Autobahn liegen geblieben sind.

Ein LFP lädt bei 0Grad Akkutemperatur zwar sehr langsam (~15kW) aber er lädt.

Habe seit 2 Jahren ein ähnliches Fahrprofil. Lade das Fahrzeug in der Regel auch nur an der Schukodose. Und den Ladestrom sogar auf 7A reduziert. Einfach um die etwas ältere Hausinstallation zu schonen. Habe mir angewöhnt im Winter nach dem Aussteigen immer anzustöpseln :blush:
So ich schon einmal mit relativ leeren Akku ankomme (selten) lade ich zuvor an der nächst gelegenen Ladesäule schon mal auf 40 - 50 % auf.

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Danke für all die Erfahrungswerte.

Wenn ich das richtig verstanden habe benötigt der LFP Akku mindestens 0 Grad Zelltemperatur zum laden? Habt ihr eine gute Quelle zu dem Thema für mich? Dann kann ich mich da noch ein wenig belesen.

Ich möchte gern vermeiden, dass wir einen Nachteil haben und bei strengem Frost auswärts laden müssen. Der Austausch der Schuko Dose gegen einen blauen „Campingstecker“ ist sicher nicht das Problem. Würde es generell noch einmal prüfen lassen da die Schukodose innen mit einem Schalter geschalten werden kann. Dieser Schalter wäre dann die nächste Schwachstelle und sollte entfernt oder Fachgerecht überbrückt werden.

hallo, es gibt einen Batteriewiki von @eivissa. …vielleicht dort mal schauen…??

grundsätzlich kann ich dir sagen: der LFP mag es zum Laden gerne warm…d.h. wenn du von einer längeren Fahrt zurück kommst, gleich die Temperatur im Akku ausnutzen und laden…und viel vorkonditionieren = vorklimatisieren nutzen. das bringt den LFP auch auf Arbeitstemperatur…kostet halt Strom…nextmove hat dazu ein gutes Video

für den Einstieg könnte dir dieses Video vielleicht helfen:

ein Problem kann tatsächlich entstehen wenn man im Winter nur Kurzstrecke fährt und der Akku so nicht warm wird. Beim Laden über Schuko wird dann u. U. ein Großteil der Energie für das Aufwärmen genutzt. Wenn man das Problem kennt, kann man aber damit leben indem man folgende Punkte beachtet

  • möglichst nach der Fahrt laden
  • möglichst bei milden Temperaturen laden
  • steckt man Abends nach der Fahrt an und es wird sehr kalt in der Nacht, nur so viel laden wie unbedingt notwendig
  • für ganz kalte Tage eine Alternative in der Umgebung suchen, wo man auch mal mit 11kW oder mehr laden kann, z.B. beim Einkaufen
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Du kannst den Wagen ganz einfach per Schuko laden, ohne auf irgendwas zu achten.

13A (2,99kW) macht eigentlich jede Steckdose mit. Damit lädst du in 12 Stunden 36 kW oder 60%. Das reicht auch im Winter für 150 km.

Und wenn er dann tatsächlich mal den Akku 1 Stunde wärmt (mit Wärmepumpe reicht 1 Stunde Dicke), dann kannst du immer noch jeden Tag 130 km nachladen. Und normalerweise ist der Akku ja nie leer.

Ich würde da jetzt auch keine blaue Dose setzen, sondern einfach einstöpseln. Das wird in 99,8% aller Fälle reichen. Und das eine Mal lädst du 1x mehr unterwegs.

Wallbox benötigt man nicht wegen der Ladegeschwindigkeit, sondern wegen dem Komfort (alles Wasserdicht, alles schön aufgewickelt, …).

Ich habe den Wagen seit Ende September und lade bisher auch nur über 230V. Allerdings auch mit einer blauen Camping-Steckdose, die ich nachträglich installiert habe.

Eine Tesla-Wallbox (Generation 3) habe ich seit Beginn an auch schon hier herumliegen, aber nur wegen der Förderung, da ich sie dann fast gratis erhalten habe. Der Elektriker wird sie im Dezember irgendwann anschießen und man hat dann zusätzlich den Komfort mit der Kabelablage, einen eingebauten WLAN-Repeater und natürlich geht es im Fall der Fälle auch schneller mit dem Aufladen.

Die Geschwindigkeit über Schuko reicht in meinem Fall aber auch dicke aus. Fahre (wenn ich das Auto überhaupt nutze) 4 km zur Arbeit und 4 km wieder zurück. Meistens bin ich allerdings mit dem Fahrrad unterwegs und muss mich anstrengen, dass ich bis Ende März (Verfallsdatum) überhaupt meine 1500 Gratis-km am Supercharger nutzen kann.

Bei mir stellt sich der Tesla automatisch auf 13A ein. Habe daheim noch nie anders geladen. Eine Wallbox zu installieren wäre bei mir aufwändig, da der Hausanschluss weit entfernt ist und viel in Wohnräumen für die Kabelführung zerstört werden müsste. Ich werde daher auch weiterhin auf Schuko bleiben (bis einmal ohnehin etwas größeres an der Elektrik geändert wird).

So auch die Aussage vom Elektriker, den ich gebeten hatte, eine blaue Dose zu montieren.

Ich lade jetzt seit 1,5 Jahren nur mit Schuko (11A) bei der Arbeit.
Fahrprofil: 36 km am Tag reiner Arbeitsweg

Ich lass mein Auto immer vorklimatisieren und plane die Ladung so, dass es zur Abfahrt nach Hause bei 80-85% ist und Freitags dann auch mal 90-100% je nach Wochenendplanung.

Hab nahezu keine Kapazitätsverluste nach 22k Kilometern und weiß nicht mehr wann ich das letzte Mal „tanken“ musste :grinning_face_with_smiling_eyes:

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Wenn eine blaue CEE-Steckdose direkt am Sicherungskasten ohne Zwischenklemmen angeschlossen ist, kann man dort über einen längeren Zeitraum jederzeit laden. Alles andere ist nur für den Notfall und kann in bestimmten Fällen (z.Bsp. Lüsterklemmen in der Verkabelung) problemlos zu einem Hausbrand führen. Ich habe genügend alte Elektrik saniert und habe regelmässig verkohlte Leitungen gefunden. Da waren ganz normale Haushaltsgeräte angeschlossen worden.

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Hab ein paar Monate an einer saualten Schucko Steckdose ein 20m Verlängerungskabel und dann den Ladeziegel dran. Ging auch ist nur nicht empfehlenswert.

Hab ich in einer 50 Jahre alten Garage auch ein paar Mal gemacht. Hab sämtliche übrigen Steckdosenabdeckungen dort entfernt und die Schraubklemmen nachgezogen um Problemen vorzubeugen. Besser wäre es gewesen, überall neue Steckdosen und WAGO-Klemmen zu verbauen. Dazu war leider keine Zeit, aber jetzt habe ich dort eine rote CEE mit FI für Elektrofahrzeuge :slight_smile:

Man sollte aber auch die Leitung im Auge haben. Gibt es Abzweigungen, was hängt eventuell noch an derselben Leitung? Passt der Querschnitt?
Könnte sonst schon zur Dauerüberlastung, und Erwärmung an/in Klemmen mit Folgen kommen. Deshalb, im Zweifel wenn möglich den Ladestrom etwas reduzieren.
Bisserl Vorsicht schadet nicht. :thinking:

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Richtig, deshalb besser bei Schuko den Ladestrom niedriger halten. Meist reicht die Zeit dafür aus.

Für den UMC 2 gibt es auch einen: UMC 2 Halter by mackuser - Thingiverse

Das liegt natürlich immer am Haus. Bei einem aus 1960 kann man ins grübeln kommen.

Bei einem aus 2010, gibts Sicherungen, die 3x3kw an der gleichen Leitung verhindern (abschalten).

Und liegt ja auch immer nen bisschen dran, wo die Leitungen liegen. Komplett hinter ner Holzvertäfelung, da kann man mal gucken.

Liegt die Leitung aber (z.B. in der Garage) komplett im Stein, ist es egal.

In aller Regel kann man davon ausgehen, das jede Schuko die 3 kW auch aushält. Ansonsten brennt das Haus bei jeder Party mit Heizlüfter.

Das Problem ist ja oft, dass die Verkabelung nicht so wirklich bekannt ist und was in den Jahren so zwischenzeitlich alles passiert ist
(zB schlechte Kontakte, Kabel angebohrt etc.)

So ganz sollte man das alles nicht auf die leichte Schulter nehmen.

Hier bei uns in der Straße zB hat ein junges Päärchen ein Nachbarshaus gekauft.

Zimmer alle soweit renoviert und jetzt zwei Jahre später machen sie die komplette Elektrik neu :pleading_face:

Es fing an, dass bei normaler Nutzung von Haushaltsgeräten hier und da mal ne Sicherung flog und sie einen leichten „Kabelbrand“ feststellten.

Jetzt bei der Sanierung stellten sie fest, dass sehr viele Kabel/Verbindungen schon gekokelt haben……echt stramm :scream:

Teilweise einige Leitungen in den Jahren Beschädigungen hatten durch anbohren etc.

Man sollte schon etwas sensibilisiert an das Thema gehen, weil das Laden ne andere Anforderung stellt, als hier und da mal 5min nen 2,5kW Wasserkocher oder 30min nen 2kW Staubsauger etc. im Gegensatz zu zB ner 10h Dauerbelastung mit >3kW

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Ich sag, an jedem Haus nach 1990 kannst du draufdröhnen was du möchtest. Das wird nie zu nem Problem führen.