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Erfahrung nach einem Monat Model 3 SR+

Hallo, mein erster Monat im Model 3 SR+ ist um und ich habe mir gedacht, diese Erfahrung mal hier zu teilen. Bisher bin ich ca. 2.200 km gefahren, davon knapp 1.400 Autobahn/Schnellstrasse.

Abholung in Neuss lief bei mir glatt und ich habe wohl ein sehr mÀngelfreies Exemplar zugeteilt bekommen :wink: - Bericht ist in der Rubrik Abholung 3. Quartal

Fahreindruck Alltag

Erst einmal – das Handling im Alltag ist völlig problemlos. An die etwas andere Bedienung zu meinen vorherigen Wagen – meist Audi – habe ich mich in ganz kurzer Zeit gewöhnt. Rekuperation habe ich auf höchste Stufe – bis zum Stillstand – stehen und komme prima mit dem one-pedal-driving klar. Es wird nur noch wenig gebremst.

Die Anzeige nur auf dem Mitteldisplay ist fĂŒr mich ĂŒberhaupt kein Problem. Die ersten Nachtfahrten waren noch sehr ungewöhnlich, da die Leuchtkraft des Armaturenbrettes weg war – nach kurzer Zeit habe ich mich aber umgewöhnt und vermisse nichts.

Federungskomfort

Der Wagen liegt glatt auf der Strasse, auch bei hohen Geschwindigkeiten kein nervöses Zuckeln. Bei starken StraßenschĂ€den – Flickenteppich - oder bei Autobahnen in Betonbauweise mit ausgeprĂ€gten ÜbergĂ€ngen zwischen den einzelnen Betonplatten ist ein deutliches Stuckern zu merken, ist sind Mercedes und Audi deutlich sanfter und federn deutlich mehr weg. Der Vorteil der ‚hĂ€rteren‘ Abstimmung – kein Nachschwingen-

Insgesamt ist der gefundene Kompromiss aus meiner Sicht gut.

Die Sitze sind auch auf der Langstrecke sehr gut. Die Möglichkeit, die Einstellungen zu jeweiligen Fahrer zu speichern fĂŒr uns TOP, da wir sehr weit auseinanderliegende Einstellungen benötigen.

GerÀuschniveau

Immer noch fahre ich gerne ohne weitere Musikberieselung, da ich die absolute Stille genieße. Hier ist der Unterschied zum Verbrenner enorm – insbesondere zum Diesel. Auch wenn die DĂ€mmung von z.B. Audi in vielen FĂ€llen sehr gut ist, im Model 3 sind die GerĂ€usche einfach nicht vorhanden.
Bei den WindgerÀuschen sieht es anders aus.

Ab Tempo 130 – 150 steigt das GerĂ€uschniveau wegen der WindgerĂ€usche dann doch an, hier ist noch Verbesserungspotential vorhanden. Allerdings habe ich hier im Vergleich zu anderen Modell 3 wohl GlĂŒck – kein ‚Bienenschwarm‘ o.Ă€. an den A-SĂ€ulen usw. Mein Hinweis bezieht sich auf die allgemeine GerĂ€uschkulisse.
Besser zu dĂ€mmen wĂ€re m.E. auch das GerĂ€usch aus dem Hinterwagen – Kofferraum. Dies nimmt bei steigender Geschwindigkeit nach meinem Empfingen zu sehr zu. Mal abwarten, was Tesla bei der Modellpflege hier unternimmt und ob es dann passende NachrĂŒstungen gibt, die sich tatsĂ€chlich lohnen. Es ist aber ein jammern auf hohem Niveau – aber Premium ist dies bisher eben nicht.

Ladung/Stromverbrauch

Eigentlich das Thema mit den grĂ¶ĂŸten Änderungen zum Verbrenner, daher war auch meine Skepsis hier sehr groß. Fazit meinerseits – mit TESLA SUPERCHARGER kein Problem, in Deutschland auf jeden Fall Langstreckentauglich.

Mein Fahrprofil beinhaltet im Normalfall keine Langstrecke, von 3 – 4 Urlaubsfahrten/AusflĂŒgen im Jahr abgesehen. Meine Tour vom Ruhrgebiet ĂŒber Berlin an die Ostsee und zurĂŒck ĂŒber Brandenburg und Sachsen-Anhalt habe ich sehr vorsichtig geplant – auch mit ABR - und begonnen. Nach einer Aufladung auf 98% daheim (Schuko) habe ich bei der Hinfahrt schon im Kamen Station gemacht, um die nĂ€chste Etappe gut zu erreichen. Diese Vorsicht war allerdings zumindest bei ca. 15 Grad völlig ĂŒberflĂŒssig. Im Laufe der Reise habe ich mein Verhalten angepasst und mich komplett auf die TeslavorschlĂ€ge aus dem Navi verlassen, es hat ohne Probleme funktioniert und geklappt. Die Pausen in knapp 2 Stunden Abstand sind fĂŒr den Reiseverlauf gut und wurden wegen BedĂŒrfnisse der Mitreisenden i.d.R. auch beim Verbrenner eingelegt. An den Tesla SUC gab es nur einmal eine SĂ€ule, die nur mit 40 KW geladen hat, hier hat mich ein anderer Teslafahrer auf einen Defekt hingewiesen, bei ihm ging es gar nicht an dieser SĂ€ule. Kurz umgeparkt und 130 KW waren zum Start kein Problem.

In GesprĂ€chen mit anderen Fahrern – u.a. auch ID 3 – habe ich dann schon erfahren, dass die SĂ€ulen anderer Anbieter nicht immer die Schnellladung bieten, die angepriesen wird. Hier muss sich wohl noch einiges verbessern.

SĂ€ulen auch örtlicher Ebene habe ich ĂŒberall, wo ich war, vorgefunden. Entweder in den Parkhaus im oder am Hotel oder in unmittelbarer NĂ€he. So war auch ein Stromtanken vor Ort ĂŒberhaupt kein Problem. Nur ein Ladeanschluss hat auf der Reise nicht funktioniert – leider ohne entsprechende Meldung, so dass ich erst gedacht habe, etwas falsch gemacht zu haben. Abends konnte ich aber die andere zu dem Zeitpunkt besetzte SĂ€ule nehmen und es hat ohne Probleme funktioniert.

Über alles liegt der aktuelle Verbrauch zwischen 17 und 18 kw.

Im Ruhrpark in Bochum ist sogar kostenloses Laden möglich, ebenso in den Bochumer ParkhÀusern.

Wie fÀhrt man als Stromer?

Ich habe keinen ĂŒbertriebenen Ehrgeiz als besonders sparsamer Fahrer rĂŒber zu kommen. Ich will im Verkehr deutlich mitschwimmen und auch Spass haben. Und das klappt wunderbar.

ZunĂ€chst habe ich gedacht, die starke Stellung der Rekuperation muss ich auf der Autobahn anders einstellen – mehr Richtung segeln. Aber durch den guten Tempomaten, den ich hĂ€ufig nutze, ist das ĂŒberhaupt nicht notwendig. Also Tempomat auf 130 bzw. 136 wegen der vielen Geschwindigkeitsbegrenzungen rein und entspannt fahren. Gerne habe ich ihn auch bis 150 genutzt, da wo es die VerkehrsverhĂ€ltnisse zulassen. Über den Tempomaten hinaus kann man auch gut weiter beschleunigen und das Tempo erhöhen, so dass auch 190 oder ĂŒber 200 kein Problem sind. Im Energieverbrauch werden diese Spitzen gut angezeigt, aber es macht auch einfach Spaß und in der Gesamtsumme war mein Verbrauch zwischen den Ladestopps nicht so hoch, als daß ich es mir nicht erlauben konnte.

Mein Fazit hierzu – als Teslafahrer mit den SUC ist ein Fahren absolut kein Problem. Der Verbrauch wird mehr vom Verkehr und den Geschwindigkeitsbegrenzungen bestimmt, als von der AKKU-grĂ¶ĂŸe. Bei meinem Fahrprofil mit gelegentlichen Langstrecken reicht der SR+ völlig.

Ladung Kofferaum
Die Zugangsöffnung ist etwas klein, aber das Volumen groß. WocheneinkĂ€ufe, erste Baumarktbesuche und die Urlaubsreise - alles kein Problem. Sehr gut ist der praktische Frunk und die Vertiefung im Kofferaum, dadurch können sperrige GegenstĂ€nde gut fixiert werden.

Offene Punkte

Ich habe bisher daheim nur die Möglichkeit ĂŒber eine Außensteckdose nachzuladen. Da auch weitere Stromer/Plugins in der Familie angedacht sind, werde ich hier noch auf eine Wallbox umrĂŒsten. Die Koppelung mit meiner Photovoltaikanlage wird wohl nicht viel bringen, da sie mit knapp 3 KW zu klein ist. Hier wird wohl eine kostengĂŒnstige einfache feste Wallbox besser sein, als eine mit ausgeklĂŒgelten Steuerungsmöglichkeiten. Da muss ich den Markt aber noch sondieren.

Frage der Reifen.
Der Winter naht und voraussichtlich werde ich auf Ganzjahresreifen umrĂŒsten. Alternativ wĂ€re es möglich, Sommerreifen zu belassen und bei entsprechender Witterung ein anderes Fahrzeug zu nehmen. FĂŒr den Tagesverkehrt möglich, aber bei Fahrten außerhalb des Ruhrgebiets keine wirkliche Alternative. Winterreifen lohnen sich b.a.w. nicht.

Der Tempomat sollte bis 170 km/h funktionieren. Das sollte im Rahmen eines Softwareupdates doch möglich sein.

So, das sind meine ersten Erfahrungen mit dem Model 3 SR+. Ich bereue den Kauf bisher nicht, sondern freue mich jedesmal auf das stromern


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Nachtrag Spurhalte-Assistent
Diesen habe ich mehrfach ausprobiert, wegen der notwendigen Spurwechsel aber in der Version nicht fĂŒr mich praktikabel.
Hier erwarte ich auch keine kurzfristige Besserung.

Den Spurhaltedings finde ich auch verbesserungswĂŒrdig. Auf der AB mal in eine LĂŒcke hineinzuwechseln geht gar nicht, bis das soweit ist, schließt sich die LĂŒcke. Auf der Landstraße geht es da eher.

Nachtrag Verkehrszeichenerkennung

innerstĂ€dtisch - hier soll es ja seit dem letzten Update funktionieren - getestet bei aktuellen Änderungen oder z.B. Baustellen - hier sehe ich nur eine Erkennungsrate von geschĂ€tzt 50 %. Manchmal wir auch ein Schild angezeigt - z.B. 30 - in der Sicht des Fahrzeugs, wo sonst auch die Ampeln angezeigt werden, aber die hinterlegte Geschwindigkeit wird weiter angezeigt und genutzt - z.B. 70.
Also - noch stark verbesserungswĂŒrdig. Hoffen wir mal auf eine expotentielle Lernkurve.

Erkennung außerhalb - insbesondere Autobahn - hier hat sich noch nichts getan. Ich warte auch weitere Updates.

Dann ist die “LĂŒcke“ zu klein :crazy_face:
Hat was mit Sicherheitsabstand zu tun.
Man kann mit dem Fahrpedal aber etwas korrigieren wenn man weiter vorne in die LĂŒcke will und der Abstand zum zu ĂŒberholenden Fahrzeug noch reicht.

Bis wann geht der reine Tempomat denn? 150? WĂ€r in Dtl echt etwas mau

Er meint wohl den Autopilot. Der lenkt nur bis 150km/h.
Das ist zur Zeit auch noch ganz gut so.
Tempomat selber geht glaube ich unbegrenzt? :thinking:

Nein, auch der Tempomat geht nur bis 150km/h und das hat auch nichts mit Deutschland zu tun. Das ist Teslas Entscheidung.

Zur WB, schau dir den Go-e Charger an. :wink: Der ist echt preiswert und kann u.A. auch SolarĂŒberschuss und andere Dinge, dank App. :slight_smile:

@storeandcharge Hat fĂŒr TFF User sogar Sonderangebote. :slight_smile:

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Oje, zum GlĂŒck bin ich kaum in Deutschland. Da wĂŒrde mir wirklich ein klein wenig wehtun wenn der Tempomat „nur“ bis 150 km/h geht.
Andererseits sind die Straßen meist eh zu voll um ĂŒber lĂ€ngere Zeit schneller zu fahren.

Ja, insgesamt findet nur eine UnterstĂŒtzung bis 150 km/h statt. Hier wĂŒrde ich mir schon etwas mehr wĂŒnschen - 170 oder 180 km/h wĂ€ren m.E. praxisgerecht. Diese Geschwindigkeiten kann man zumindest zu bestimmten Zeiten an bestimmten Abschnitten des deutschen Autobahnnetzes gut fahren.
Gibt es hier eine Initiative um einen solchen Vorschlag an Tesla heranzutragen?
Ich wĂŒrde mich diesem gerne anschließen.

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Der GO-e-charger ist aber nicht fixiert.
Geht tatsÀchlich auch ein Laden mit niedrigen ErtrÀgen? Bei einer Vollleistung von knapp 3 KW PEAK bleibt nicht viel Spielraum, die der Tesla zulÀsst - oder?

FĂŒr ein einziges Land auf der Welt? - Ich wundere mich schon ĂŒber die 150 km/h als Limit.

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Also wenn es um die gelebte Praxis geht, könnte man da Österreich als zweites Land dazurechnen. Die 130 sind fĂŒr viele eher theoretischer Natur.

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die 150 kmh tempomat/autopilot limit finde ich ok bei einem elektroauto. wir sollten uns viel lieber freuen das tesla nicht, wie die meisten elektroautobauer, weit unterhalb ihrer leistungsklasse den topspeed begrenzt. das macht ja eigentlich auch nur in DT sinn z.b. 230 fahren zu können. das macht aber auf dauer genuasowenig sinn wie 180. da geht der verbrauch zu sehr hoch wenn man sowas beachtet.

Es gibt ihn auch als “WB”, ohne Stecker. Damit ist er in entsprechenden BundeslĂ€ndern förderfĂ€hig.

Ich denke Tesla sollte auch hier bei uns mit unseren Geschwindigkeiten seien Expertise unter Beweis stellen. Die anderen Herstellen - BMW, Mercedes, Audi, Porsche usw. - werden hier sicherlich den Markt entsprechend bedienen und dann ist Tesla nicht mehr die beste Alternative bzw. der Vorsprung schmilzst - je nach persönlicher Gewichtung der einzelnen Faktoren.

@andy.dark
Du hast Recht, die zulĂ€ssige höhere Geschwindigkeit ist ein Pro fĂŒr Tesla. Hier finde ich den Zwangsweg anderer Hersteller - bei 150 oder 160 km/h zu kappen - schon schlecht. Die Entscheidung sollte jeder selbst treffen - mehr Verbrauch und höhere Geschwindigkeit oder langsamere Fahrt und grĂ¶ĂŸere Reichweite.
Ich sehe keinen Grund, warum die Elektrofreunde in ihrer Entscheidungsfreiheit gegenĂŒber den Verbrennerfahrern eingeschrĂ€nkt werden sollen.

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Vielleicht wollen sich die anderen Hersteller den Ärger sparen mit Kunden, deren Auto nach X KM Vmax plötzlich runtergeregelt wird


Etwas Vertrauen in eine mĂŒndige Kundschaft kann den anderen Herstellern nicht schaden


Ein großes Plus bei Tesla ist nach meiner Meinung der Energiemonitor, der auch bei den schnell gefahrenen Auto-Bahn Kilometern immer einen guten Überblick gibt.
Da ist mir im Detail nicht bekannt,wie gut die anderen Hersteller hier softwaretechnisch aufgestellt sind.

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Dazu muss ich einfach nochmal loswerden: Software ist doch easy, kann doch jeder 
 wie man bei der Konkurrenz gut sieht :rofl::rofl::rofl:

Denke da wird man lÀnger nichts vergleichbares bekommen.
Teilweise auch den kleineren Bildschirmen geschuldet wie gut man sowas darstellen kann (wenn man das ĂŒberhaupt analysiert)

von 0-100 jede Millisekunde rauskitzeln aber dann den reinen! Tempohalter bei 150 kastrieren
 naja schon unverstÀndlich


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