Ich bin nicht persönlich geworden sondern habe eine Frage gestellt. Unsere Landwirte werden mit zig Mia. Subventioniert damit wir inländisch Brot Milch usw essen können. Erneuerbare Energien produzieren ist für mich eine neue Art der Landwirtschaft Strom-Landwirte, so bleibt Geld, Arbeit, Forschung usw. in unserem Land und nicht bei Terror-Regimes die dadurch Anschläge auf Europa planen. Gerade die Forschung ist doch eminent wichtig um Innovationen voranzutreiben. Ohne Innovative Impulse werden wir in 50 Jahren wieder am selben Ort stehen…und dann kommt wieder der gleiche Spruch oder was? Es gibt nur diesen Weg wenn vielleicht auch beschwerlich und nicht perfekt!
iSwiss
Hmm , könnte ich machen. Ich bräuchte aber einen Batteriespeicher mit mindesten 3600 kWh (Ohne Heizung) oder mindestens 45600 kWh inkl. Heizung. Ich fürchte Speicher in dieser Größe könnten mein Budget etwas überschreiten.
Trotzdem ist es falsch, denn der Staat alloziert weder „Arbeit“, „Kapital“ noch „Boden“, wie es in der Definition der Planwirtschaft steht. Bei der ES 2050 gibt der Staat lediglich Rahmenbedingungen und Ziele vor! Hier der Gesetzestext:
Das Schaffen von solchen Rachmenbedingungen schafft genau die nötige Planungssicherheit, damit auch (von privaten Firmen, nicht vom Staat!) tatsächlich investiert wird.
Ein weiterer Grund, warum „Planwirtschaft“ völlig falsch ist, ist die Formulierung des Gesetzestextes. Das steht nämlich bei allen Zielen, dass es sich um „Richtwerte“ handelt, und dass diese (z.B. -43% Energieverbrauch) „anzustreben“ sind. Das sind keine unverrückbaren, rigiden Vorgaben, die mit aller Macht durchzudrücken sind!
Was sagst du eigentlich zu meinen anderen Gegenargumenten?
Die vom Bundesrat vorgesehene zusätzliche Sicherheitsreserve von 30% bei der Äufnung der Stillegungs- und Entsorgungsrückstellungen wurden übrigens umgangen!
Ich lese diesen Thread mit Interesse, um die Argumente kennen zu lernen.
Ich finde das eine treffende Beschreibung des deutschen Stromsektors vor der Liberalisierung in den Neunzigern und dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz ab 2004.
Was genau hat diese Lieberalisierung denn in Deutschland gebracht?
In der Schweiz sollte dies eigentlich auch kommen… nur spricht niemand mehr darüber.
So, ich hab mir grad mal angesehen was PV hier so wirklich bringt… Folgende Werte: Produktion / Verbrauch / Eigenverbrauch / Verfügbar für Speicher . Alle Werte in kWh
10-16: 524 / 569 / 195 / +332
11-16: 252 / 762 / 149 / +103
12-16: 191 / 1053 / 132 / +59
01-17: 136 / 1264 / 114 / +22
02-17: 331 / 848 / 208 / +123
03-17: 885 / 667 / 255 / +630
Daraus ergibt sich dass im Winter so gut wie nichts übrig bleibt um es zu speichern, aber jeden Abend allein für den Ampera 12kWh gebraucht werden… Bei einem Monatsüberschuss von 22 kWh wie im Jänner wäre also der Überschuss nach 2 Nächten im Auto schon weg… Mit so Werten muss ich mir gar nedd nen Speicher schön rechnen. PV ist ne gute Sache, wir haben sie relativ günstig bekommen, wenn es aber die 20% Förderung und die 35% welche der Architekt drauf gezahlt hat nicht gegeben hätte würde ich keine Anlage mehr aufs Dach machen. Denn wirklich Nutzen tut es hier nicht, bei weniger als 3rp pro kWh die ich bekomme vom EVO… Und tagsüber kann ich den Strom nun mal einfach nicht nutzen… jetzt hab ich im Sommer jeden Tag 40 - 50 kWh zu viel… und kann nix anfangen. Ein 50kWh Speicher kostet ein Vermögen… das rechnet sich einfach nicht. Dazu kommt der Zwang des Energieversorgers, sprich ich hab zu nehmen was er mir verkauft. Frei Wahl… Fehlanzeige. Ausser ich wäre ein Betrieb oder Grossunternehmer… dann kann ich mir all die Kosten wieder zurückholen. Das nenne ich eine ausgewogene Vorlage zur Abstimmung… Und was den Atommüll angeht, der is so oder so schon da und wurde durch das letzte Gesetz künstlich dermassen angehäuft wie in keinem anderen Land der Welt. Und natürlich hat die Medizin keinerlei Abfälle etc welche mal einlagern müsste. Röntgengeräte, Emmerys etc. arbeiten alle mit Luft und Liebe…
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Hmm , könnte ich machen. Ich bräuchte aber einen Batteriespeicher mit mindesten 3600 kWh (Ohne Heizung) oder mindestens 45600 kWh inkl. Heizung. Ich fürchte Speicher in dieser Größe könnten mein Budget etwas überschreiten.
[/quote] @Snuups
Musst Du die Energie für die Elektrolok Deines Arbeitgebers auf Deinem Dach herstellen? Sind wir schon soweit, dass Dich Dein Arbeitgeber dazu nötigt.
Für die Heizung hat jeder Eigenheimbesitzer die Auswahl mit welchem Energieträger er von welchem Lieferant auch immer sein Haus heizen will!
Da sind CO2 neutrale Heizmethoden derzeit am günstigsten! Deshalb sind wohl auch die Ölpreise im Keller.
Ich nehme Dir nicht ab, dass Du Deine Aussage mit der Heizung auch nur ein bisschen ernst gemeint hast.
Ich jage momentan 1000 Liter Heizöl pro Jahr in die Luft, Haus Wohnfläche ca 250qm Wohnfläche Baujahr 1957 und etwas energieoptimiert sind rund 10’000 kWh Brennwert Heizöl.
Ich weiss wirklich nicht wie Du auf solche Zahlen kommst?
Elektro ist in höchstem Masse überreguliert und mit Abgaben belastet, dass sich die Balken biegen während fossile Energie derzeit auf Teufel komm raus auf den Markt geschwemmt wird!
Gruss Urs
Da mir das Forum sehr öffentlich ist, und ich nicht gerne in der Öffentlichkeit politisiere (das mache ich doch lieber beim Bier, die Öffentlichkeit überlasse ich unseren Politkern), nur ein einfaches Statement von mir:
Die Energiestrategie 2050 wird uns vor einige Herausforderungen stellen, aber wir haben für die Umsetzung ja noch 33 Jahre Zeit. 33 Jahre sind enorm lang. Blicken wir doch mal 33 Jahre zurück:
Ich war gerade vier Jahre alt, dass Autos je mit Strom fahren können, konnte ich noch gar nicht wissen.
Wir konnten damals sechs oder acht TV-Sender im Dorf empfangen.
Internet für uns Normalbürger kam erst 12 Jahre später (und das mit einer 28.8 kbit/s Leitung, die das Telefon blockierte, heute sind 100 Mbit/s Leitungen auch im Privatbereich nicht unüblich.).
Im Jahr 1984 beschloss Deutschland zukünftig Katalysatoren in den Neufahrzeugen zu verbauen.
Meine ältere Schwester hat ihre Lieblingssongs im Radio aufgenommen, und war genervt, wenn ich auf dem Radio herumdrückte, und ihre Lieder löschte.
Meine Mutter konnte morgens zwischen 10 und 12 Uhr nicht waschen, weil dies vom Energieversorger gesperrt wurde.
Die Energiestrategie 2050 wird nicht einfach sein. Durch die erneuerbaren Energien müssen die Energiekonzerne immer mehr eingreifen, und das Stromnetz muss sicher an vielen Orten stark ausgebaut werden. Aber nochmals: Wir sprechen hier nicht von einem Entscheid, der schon im nächsten Jahr vollständig umgesetzt werden muss.
Dass es absurde Situationen gibt, wie auch gerade vor etwa zwei Wochen, als der Strompreis (Peak) an einem Sonntag negativ war, wird wohl zunehmen. Aber die Energiekonzerne sollten dies nicht als Problem anschauen, sondern als Chance: Mein Auto steht meist 23 Stunden pro Tag auf einem Parkplatz, und es ist mir eigentlich ziemlich egal, ob das Auto in der Nacht um 1 Uhr, oder nachmittags um 15 Uhr aufgeladen wird. Würde man das Stromnetz intelligenter machen, könnte der Anbieter entscheiden, wann er mir die Energie für mein E-Auto verkauft. Wenn der Strompreis negativ ist, weil an einem Sonntag über ganz Europa die Sonne scheint, verdient er ja sogar doppelt. Es ist mir schon klar, dass mein kleiner 85kWh-Akku wenig zur Stabilisierung beitragen kann, aber wenn in 33 Jahren dann wohl mehrere Millionen E-Fahrzeuge unterwegs sind (oder eben meistens irgendwo herumstehen), und viele zu Hause noch einen Akku im Haus haben, steht hier doch ein grosser Puffer zur Verfügung. Das ist nur ein Beispiel für die kurzfristigen Stabilisierungen. Für den Sommer-Winter-Ausgleich braucht es auch Lösungen. Aber nochmals: Es ist eine Strategie für bis ins Jahr 2050, und keine kurzfristigen Lösungen.
OK, das erste Massnahme-Paket soll bis 2035 umgesetzt werden. Aber auch das sind 18 Jahre. Auch hier 18 Jahre zurück (1999):
Unsere Familie war sehr modern, wir haben den analogen Telefonanschluss durch ISDN ersetzt. Internet war nun doppelt so schnell, wie 1996 (neu 64 kbit/s), und alle Anrufer waren erstaunt, weil ich wusste, wer anruft, bevor der Anrufer seinen Namen nannte.
Das Gymnasium, in welchem ich war, hat einen Internetzugang für die Schüler gemacht: 4 Mac mit einer gemeinsamen 128 kbit/s Leitung.
Ich kaufte mir mit fast meinem ganzen Vermögen einen Nokia Communicator 9110. Damit konnte ich auch unterwegs mailen. „Wofür?“ fragten mich alle, da man das ja zu Hause auf dem PC machen könne. Nur die wenigsten hatten damals ein Mobile zum Telefonieren, man musste Zeit und Ort für ein Datei noch im Voraus abmachen.
Und die Nein-Sager wollen wir klar machen, dass wir den Umstieg auf erneuerbare Energien bis 2035, bzw. 2050 nicht hinkriegen?
Von mir gab es bereits ein schriftliches JA.
Was mich übrigens erstaunt: Immer wieder spricht man nur von den Problemen mit den erneuerbaren Energien und den Engpässen im Netz. Wenn ich die Vorlage aber richtig verstehe, gibt es bei einem Nein zukünftig für energetische Sanierungen im Haus weniger oder keine Förderungen mehr, da das Gebäudeprogramm aus dem Jahr 2010 in wenigen Jahren ausläuft. Und sind wir ehrlich: Von diesen Sanierungen profitiert das lokale Gewerbe sehr, was Arbeitsplätze sichert, denn die Schweiz besteht hauptsächlich aus KMUs.
Hallo
Solange mein Strommonopolist in deutschen Steinkohlekraftwerken investiert ist, die die Steinkohle aus Australien einschiffen lassen kann ich das Ganze nicht ernst nehmen!
Da kann sich auch Atom-Doris mit dem Feigenblatt Model S schmücken und predigen, dass Sie Sich von der Sauline zur Pauline gewandelt hat, ich hab da noch meine Mühe.
Da ist mir die deutsche Mutti schon näher mit dem Ausspruch: Wir schaffen das!
Nicht das gleiche Thema aber Ihr voller Einsatz!
Auch deshalb ein Ja und es geht noch viel mehr!
Gruss Urs
Genau dass ist was mich an den Diskussionen im Vorfeld der Abstimmung am meisten von den Gegner enttäuscht: Von der Energiestrategie und den EE, etc. werden nur Probleme gesehen. Sind denn keine Probleme - v.a. ungelöste - bei den aktuellen Energieträgern vorhanden…? Und klar, auch unsere Vorfahren mussten gegen Vorurteile kämpfen bei der Einführung von neuen Techniken, wie das elektrische Licht, die Eisenbahn, etc. Darum müssen wir gegen die ewigen Neinsager und ewiggestrigen immer wieder antreten und alle unentschlossenen auf die Zukunft einstimmen. Hoffen wir auf ein wuchtiges JA, mit dem Bewusstsein, dass der Änderungsprozess damit nicht fertig abgeschlossen ist, sondern weiter gekämpft werden muss.
Sonnige Grüsse
Vielleicht müsste man technische Entscheide den Leuten überlassen, die etwas davon verstehen (Politiker? wohl eher nicht).
Ich habe mir den Simulator von Anton Gunzinger von Super Computing Systems angeschaut und bin zum Schluss gekommen, dass die Energiewende ganz klar funktioniert. Mit heute verfügbarer Technologie und ohne neue AKW. Man kann das Ganze sicher noch optimieren und der Markt wird in den nächsten Jahren grosse Veränderungen durchmachen (PV, Smart Grid, lokale Speicher, EVs), aber funktionieren wird es.
Und wenn schon Kritik von der Gegenseite, dann bitte mit technischen - und nachvollziehbaren - Argumenten, statt ein einfallsloses „Nein weil Nein“.