"Elektrosmog" im Model S? Messung d. magnet. Flussdichte

Natürlich arbeiten manche Ladegeräte mit höheren „Schaltfrequenzen“. Ich messe immer frequenzselektiv und bewerte entsprechend. Klassisch ist unsere Netzfrequenz von 50Hz. Viele Netzteile arbeiten mit dieser Frequenz. Ich habe bei meiner Messung die Frequenzen von 50-60 Hz, 100 - 120 Hz, 150 - 180 Hz und 2 KHz erfasst und diese auch in drei Achsen gemssen (X,Y,Z) der maximale Mittelwert (Z-Achse) beim Laden lag bei 164 nT, Spitzen bei > 2.000 nT.

In den letzen 25 Jahren habe ich hauptsächlich die 50 Hz-Felder erfasst und bei „elektrosensiblen“ Personen Wirkungen feststellen können. Hier wurden bei konstanten elektrischen Feldstärken > 10 V/m und dauerhaften und ständig alternierenden
magnetischen Flussdichten > 200 nT Schlafstörungen und Abgeschlagenheit und auch Gelenkschmerzen beklagt.

Die, vor allem nächtliche, Produktion von Melatonin durch die Zirbeldrüse wird deutlich reduziert. Die bedeutet i. d. R. eine Schwächung des Immunsystems und als Folge daraus eine reduzierte Regeneration (vor allem in der Schlafphase - also nicht während des Ladens im Auto schlafen :slight_smile: ). Dazu hat vor über 20 Jahren der amerikanische Mediziner und Physiker Dr. Robert O. Becker eine Studie erstellt und in seinem Buch „The Body elctric“ berichtet. Auch der Mediziner Dr. med. Karl-Heinz Braun von Gladiss hat sich in seinen Forschungen und Veröffentlichungen dazu geäußert.

Mein Hinweis „Laden mit > 200 Ah“ weist auf die Stromstärke während des Ladevorganges hin und nicht auf die Kapazität, deren Bezeichnung Farad (F) hat (die Kapaziät wird bei der Aufladung/Speicherung von Kondensatoren berücksichtigt)

Je höher die Stromstärke (A) und die elektrische Spannung (V) ist, umso stärker ist das elektromagetische Feld, bzw. die magnetische Flussdichte (nT). Oder auch je höher die Differenz von Eingangs- und Ausgangspannung bei Transformatoren ist, desto höher ist auch hier die magnetische Flussdichte (nT). Daher können an „kleinen“ Netzteile manchmal höhere magnetische Flussdichten, in Abhängigkeit vom Messabstand zu diesen Geräten gemessen werden, als zum Beispiel unter einer Hochspannungsleitung. Unter Hochspannungsleitungen messe ich, je nach Auslastung, bis zu 500 nT, an Netzteilen in 10 - 20 cm Abstand bis zu 20.000 nT und mehr. Da die Stärke der messbaren magnetischen Flussdichten bei größerem Abstand im quadrat reduziert, wird bei diesen kleinen Feldverursachern nach 50 cm bis 100 cm nur noch eine geringe (unbedenkliche) magnetische Flussdichte gemessen.

Die elektrischen Feldstärken (V/m) reduzieren sich nicht so stark und können, im Gegensatz zu den magnetischen Flussdichten (nT) wesentlich einfache abgeschirmt/reduziert werden.

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Vielen Dank für die tollen Infos! Endlich einmal eine sachliche Diskussion zu dem Thema.

Vielen Dank für die ausführliche Erläuterung, also haben niederfrequente Magnetfelder mehr Einfluss wie hochfrequente. Ich schätze, dass die meisten Inverter und Schaltnetzteile eher mit 10-30kHz betrieben werden um oberhalb der menschlichen Hörschwelle zu bleiben - durch schwingende Bauteile senden solche Geräte ja oft auch Schall aus.

Auch interessant ist der Vergleich Linearnetzteil (also ein altes Netzteil, welches mit 50Hz funktioniert) und Hochspannungsleitung, macht komplett Sinn wenn man drüber nachdenkt, nur auf die Schnelle erwarten würde man das nicht :slight_smile:
Diesbezüglich wäre eine Interessante Frage: Wie schaut es neben einem Trafohäuschen aus mit der magnetischen Flussdichte?

Was die Kapazität angeht, naja die Einheit „Ah“ ist genau wie „F“ = „Ah/V“ eine Einheit dafür. Eigentlich schrecklich und ungenau, ich weiß. „Ah“ nutzt man für Batterie- oder Akkuzellen. Der Strom ist und bleibt „A“.

Korrekt für den Strom gilt die Bezeichnung A.

Also neben dem Trafohäuschen wird´s ganz anders aussehen. Da werden u. U. magnetische Flussdichten jenseits von 500 nT als Dauerbelastung zu messen sein (werde ich einmal messen). Daher auch meine und die allgemeine Empfehlung, dass zu Trafostationen beim Einfamlienhausbau mindestens 15 m Abstand eingehalten werden sollten.

(Hervorhebung von mir)

Sicher? Ich würde das noch anpassen…

Werde meinen Verbrenner mal aus der „Mottenkiste“ rausholen und messen :slight_smile:

Richtig, dass magnetische Gleichfeld der Erde bitte nicht mit den magnetischen Wechselfeldern verwechseln. Nun es gibt einen kurzzeitigen Peak beim Laden und 20 Minuten beim konstant 160 nT sind nicht tragisch, aber
wenn´s sich vermeiden lässt…Und, jeder reagiert nun einmal unterschiedlich auf Belastungen. Der Radiowecker die ganze Nacht neben dem Kopf auf dem Nachttisch ist da schon problematisch.

Korrekt > 200 A (A = die Stromstärke)

Feinstaub ist nicht Feinstaub. Die durch mechanische Prozesse entstehenden Reifen- und Bremsenabriebe sind viel größer und ungefährlicher als die Feinstäube, die im Verbrennungsmotor entstehen.

Da hast du natürlich recht, aber die mögliche PAK-Belastung durch Reifen ist, bei Billigprodukten (Chinaware) nicht zu vernachlässigen.
Aber bleiben wir doch beim Thema „Elektrosmog“ im Tesla. Danke noch mal für den Hinweis.

Vielen Dank für den Test! Habe mich beim Handykauf immer von dem SAR Wert beeinflussen lassen.
handywerte.de/

Für den kleinen Haustest → würde das hier ausreichen, um zB das Schlafzimmer zu testen?
amazon.de/iParaAiluRy-Quali … ger%C3%A4t

Level: Niederfrequenz-V / m, Hochfrequenz: - & mu; W / cm 2
Messzeitintervalle: 0,4 Sekunden
Frequenzbereich: 50MHz-2000MHz

Der SAR-Wert ist eine wichtige Komponente. Samsung liegt da mit seinen Geräten im eher niedrigen Level. Schau dir mal die Seite meines Sohnes an, die ihr für sein Bachelor Studium in LA erstellt hat: nophone.argeiger.de

Das angebotene „Messgerät“ sehe eher als Spielzeug an. Ist halt so, als würde ich die Aldi-Multifunktionsbohrmaschine mit einer Hilti vergleichen.
Spar dir Deine Geld für ein solches Gerät. Damit kannst Du Viel und Nichts messen. Beruflich setze ich für die verschiedenen Messtechniken für die Erfassung nieder- und hochfrequenter elektrischer und magnetischer
Felder unterschiedliche Geräte ein. Über den Preis für solche Geräte brauche ich, wie beim Model S, nicht diskutieren.

Lass Dein Haus von einem Profi untersuchen. Da erhältst Du, neben den fundierten und erläuterten Messergebnissen, auch eine entsprechende Beratung und, falls notwendig, die erforderlichen Sanierungs-/Abschirmempfehlungen.

Zu mir kommen auch häufig Kunden, welche über das Internet oder der Apotheke einen „billigen“ Schimmel- oder Formaldehyd-Schnelltest haben durchführen lassen und ich soll es dann bewerten. Das wäre nicht seriös, denn
auf Grund mangelnder Kenntnis der Parameter bei der Messung und unzureichender Messtechnik ist das nicht realisierbar.

Gruss vom Niederrhein

Richtig, der Peak war beim Start des Ladevorganges. Während der Ladung hat sich der Wert bei 160 nT eingependelt.
Der Wert der Bundesimmisionschutzverordnung würde diesem Fall, auch die 2.000 nT als Peanuts bezeichnen.

Jedoch liegen die baubiologischen Erfahrungswerte und Ärzteempfehlungen, sowie die Richtwerte der USA, in der Schweiz, nach MPR u. TCO für den PC-Arbeitsplatz und nach DIN VDE/0107 (EEG) deutlich darunter, siehe hier:
MPR: 250 nT, TCO: 200 nT, Empfehlung US-Kongress 1996: 200 nT; DIN/VDE 0107 (EEG): 200 nT; Natur: < 0,0002 nT Schweiz: 1000 nT (Langzeitaufenthalt); laut WHO/IARC (2001): 300-400 nT sind potenziell krebserregend für Menschen

Für DC gelten folgende Richtwerte: DIN/VDE 0848: Arbeitsplatz 67.900 μT, Bevölkerung 21.200 μT; USA/Österreich: 5000-200.000 μT; Kernspin ~ 2 T Natur (Erdmagnetfeld): Mitteleuropa 40-50 μT ± 0,01-1 μT;
Magnetfeld Auge 0,0001 nT, Hirn 0,001 nT, Herz 0,05 nT
Baubiologisch gelten Flussdichteabweichungen ab 10 μT (für elektrische Gleichfelder/Magnetostatik) als bedenklich.

Ich kann auf Grund meiner nun 25-jährigen Tätigkeit, diese niedrigen Richtwerte (s.o.) nur unterstützen.

Also so richtig schlau werde ich nicht aus all den Infos hier im Thema.

Ich mag niemanden auf den Schlips treten, aber sowas wie „genetische Eichung auf’s Erdmagnetfeld“ erscheint mir als verständliche und fundierte Aussage nicht in Betracht zu kommen.

Was ich bislang laß und verstand ist, dass elektromagnetisch sensible Menschen wohl darauf reagieren, Personen die keine besondere Empfindlichkeit in der Richtung haben, jedoch nicht oder nur vernachlässigbar durch elektromagnetische Felder beeinflusst werden. Klar jeder Mensch trägt Eisen in seinem Körper, welches u.U. darauf reagieren kann, wie auch die neuronale Signalübertragung, ich laß auch von Wärmeentwicklung - die Frage ist, ab wann treten da Effekte auf, wie stark muss ein Feld dafür sein, welche Frequenzen sind zu vermeiden und wo treten diese auf?

Könnte jemand mit physikalischen/elektrotechnischen Wissen mir das näherbringen?

Alles Gute!

Ein hochinteressantes Thema und mich freut die sachliche Diskussion. Endlich mal Fakten statt Verschwörungstheorie. :smiley:

Ich will hier auch nicht unbedingt jemandem zu nahe treten, aber wenn sich in einem Forum jemand den Namen „Freie Energie“ gibt, kann er eigentlich nicht erwarten, dass er Ernst genommen wird.
„Freie Energie“ ist eine esoterische Verschwörungstheorie, die jegliche Wissenschaftlichkeit vermissen lässt. Seriösität und Glaubwürdigkeit = 0.
Was jetzt nicht heißen soll, dass das Thema Elektrosmog insgesamt Mumpitz ist.

Da hier schon der Ausdruck „elektrosensible Menschen“ gefallen ist, möchte ich diesen aus wissenschaftlicher Sicht erläutern:

Elektrosensibilität ist durch eine Vielzahl von unspezifischen Symptomen charakterisiert, die sich von Person zu Person unterscheiden. Obwohl die empfundenen Gesundheitsbeschwerden real sind und Patienten darunter leiden, gibt es keinen wissenschaftlichen Nachweis, dass elektromagnetische Felder, wie es die Patienten vermuten, die Leiden verursachen.
Die meisten Studien zeigen, dass die Betroffenen nicht in der Lage sind elektromagnetische Felder zu erkennen. Sie reagieren auch nicht empfindlicher auf elektromagnetische Felder als der Rest der Bevölkerung.
Heute wird davon ausgegangen, dass die Beschwerden unter denen Elektrosensible leiden, durch verschiedene Faktoren hervorgerufen bzw. beeinflusst werden. Hierzu zählen unter anderem:
Stress und Überlastung, Ängste vor möglichen Gesundheitsfolgen (Nocebo-Effekt, das Gegenteil von Placebo), schwierige Lebenssituationen, negative Umwelteinflüsse wie Lärm, Raumluft oder flackerndes Licht, Krankheiten, an denen die Betroffenen leiden.