Elektromobilität. Wo stehen wir heute?

Ich denke da passiert gerade sehr viel…
Heute morgen habe ich den ADAC gerufen. Ich hatte das Licht an meinem Touran brennen lassen und die Batterie war komplett tot.
45 Minuten später stand der freundliche Mann vom ADAC vor der Tür. Dabei begann ein hochinteressantes Gespräch. Ich meinte zu ihm: In zwei Wochen verkaufe ich diese Kiste. Dann steht ein Elektroauto vor der Tür. Der ADAC-Mann: Aber nicht einen Tesla, oder?
Nachdem ich das bejahte bekam er leuchtende Augen und fragte mich Löcher in den Bauch. Selbst hat er schon den Renault Zoe probegefahren und ist seither begeistert von Elektromobilität. Als begeisterter Motorradfahrer hat er sogar schon eine Elektromotorrad ausprobiert und war auch davon hellauf begeistert. Für Ihn, der wohlgemerkt davon lebt Verbrenner wieder flott zu bekommen, ist klar, dass die Zukunft bei den Elektroautos liegt und so wird sein nächstes Auto ein Elektroauto. Interessante Info: Fast jeden Tag muss er Autofahrer die mit leerem Tank liegen geblieben sind mit Benzin ausnelfen…
Doch damit nicht genug. In den letzten 4 Wochen gab es folgende Begebenheiten:
Ein guter Freund hat eine neue Zoe für seine Frau bestellt. Die war wohl anfangs nicht so begeistert, doch nach der Probefahrt war sie überzeugt.
Eine Freundin von mir hat jetzt ein Tesla Model 3 reserviert. Ich bin mal gespannt, ob es nach einer Probefahrt mit meinem Model S nicht doch noch ein Model S wird.
Ein Podcast-Kollege hat mich angesprochen wie es derzeit mit der Elektromobilität aussieht. Auch er wird wohl umsteigen auf Elektromobilität.
Ein Kollege von mir meinte kürzlich zu mir sein jetziges Fahrzeug wird wohl sein letzter Verbrenner sein.
In Horb fahren die Zusteller der deutschen Post inzwischen teilweise mit Elektrozustellfahrzeugen herum
Wie gesagt alles in den letzten vierWochen.
Dennoch: Immer noch muss man gegen konservative Kräfte kämpfen. Unverständnis bei vielen für das Fahrverbot in Stuttgart. Da wird dann mit Reifenabrieb argumentiert. Sicherlich hat auch ein Elektroauto Reifenabrieb. Aber glaubt wirklich jemand, der Reifenabrieb sei das einzige Problem in Stuttgart? Ja, manche tun das. Und die Gegner argumentieren mit Bremsstaub.Nun. Viele Elektroautos benötigen die Bremsen kaum. Sie bremsen mit dem Motor und produzieren dabei bis zu 60 KW leckeren, frischen Strom. Ich erinnere daran, dass ich mit dem BMW I3 von Reutlingen nach Horb (40km) gefahren bin, ohne auch nur einmal das Bremspedal zu betätigen. Die Strecke enthält Stadt, Land und Autobahn.
Jedes einzige Auto, dass nicht hinten heraus rußt ist ein Schritt nach vorne für die Luftqualität in Städten. Spätestens in 3 bis 4 Jahren, wenn Elektroautos nicht nur beim TOC (total cost of ownership) günstiger sind, sondern auch in der Anschaffung, werden die Leute umdenken.Schließlich fahren sie ja heute auch nicht mehr mit Pferdekutschen durch die Gegend.
Fazit: Wir sind kurz vor dem Tipping-Point. Dieses Jahr kommen und kamen schon interessante neue Modelle auf den Markt. Dieses Jahr werden die Autobahnraststätten ausgerüstet oder sind es bereits. Nächstes und übernächstes Jahr werden die beiden ersten Jahre mit einem ganz massiven Zuwachs von Neuzulassungen in Deutschland sein. In drei bis 5 Jahren wird es nicht nur ökologischer, sondern auch ökonomischer sein ein Elektroauto zu kaufen. Ich freue mich auf diese Zukunft…

Manche verstehen es schon, viele noch nicht, aber täglich werden es mehr.

Ach daher die Reichweitenangst. Die Dinger zeigen die noch zur Verfügung stehende Reichweite/Energiemenge so unzuverlässig an, da ist es halt unvorstellbar, mir 5% der Akkukapazität noch fahren zu können.
Oder saufen die so viel, dass wenn die Reservelampe leuchtet, nur noch 100 Meter gefahren werden können? :unamused: :laughing:

Schön zusammengefasst. Hier (Ostschweiz) passiert das gleiche.

Es geht voran in den Köpfen der Leute - und das wird bald immer deutlichere Auswirkungen auf die (Neu)Fahrzeugwahl haben. :smiley:

In meiner Firma das gleiche. Einige findens richtig gut so leise unterwegs zu sein. Und die 300km im Winter würden den meisten reichen. Wenn ich dann das dass ixh nen M3 reserviert hab und überlege ein S zu holen bekommen sie leuchtendr Augen. Bis die Frage kommt ob es das als Kombi für die Familie auch gibt so bis maximal 35k…Dann is meistens leider vorbei.

Vorstellen können es sich also einige, in meinem Bekanntenkreis (also rund 50 Leute wo ich öfter zu tun hab) kann bzw. Will sich das aber derzeit noch niemand leisten. Bin da der einzige… Keine Familie, dafür Elektroauto… Bei den meisten gehen Frau und Kinder halt vor.

Und jemand der mitm Kombi unterwgs is kann ich schlecht sagen er soll halt auf nen iMiev umsteigen oder so…

Aber ich denke auch dass sobald bezahlbare gute Fahrzeuge da sind was geht. Was jetzt aber definitiv hier richtig anzieht sind die Hybridautos… Das werden täglich mehr… Vor nem halben Jahr war fast an keine Ladesäule wer dran… Inzwischen sind mehr Plätze belegt als frei…

Wenns Tesla nicht gäbe, würde ich kein reines Elektroauto kaufen. Und zwar aus genau einem Grund: Supercharger.

Man kommt heute auch schon gut mit einem anderen Elektroauto zurecht, aber es ist doch so das man dann noch einen Benziner (bzw. nen LPGer wie wir) als Zweitwagen für Urlaub etc. hat.

Fürs tägliche Arbeitspendeln und alle „Kurzstrecken“ bis ca. 100km funktioniert das sehr gut und meine Frau und ich knobeln immer darum wer unseren Leaf bekommt weil wir ihn beide gerne fahren.

In meinem Freundes- und Bekanntenkreis sind alle schon an Elektroautos interessiert, gewagt hat aber keiner den nächsten Schritt. Meist ist es die Reichweitenangst und der Anschaffungspreis im Vergleich zum einem Verbrenner …

Ich hoffe wir können als Multiplikatoren etwas helfen die E-Mobilität weiter voranzutreiben und in den breiten Alltag zu bekommen!

EXAKT!
Ohne Teslas Supercharger würde ich noch weiter Bahn fahren und gelegentlich ein Carsharing Auto verwenden.

Das „Kämpfen“ bzw. Argumentieren habe ich mir abgewöhnt. Den meisten Menschen wurde das selbstständige Denken erfolgreich abtrainiert. Da werden eher Autobild-Artikel hervorgezottelt mit einem Model X, dass nach Autobahn Dauerfeuer nichtmal 200km schafft usw.
Der Mensch ist eben ein Gewohnheitstier und mag keine Veränderungen. Das muss man akzeptieren.

Tipp: Zurücklehnen, selbst E-Auto fahren und 2-3 Jahre warten … das regelt der Markt von ganz allein. :smiley:

„…aber es ist doch so das man dann noch einen Benziner (bzw. nen LPGer wie wir) als Zweitwagen für Urlaub etc. hat.“
nun, das sehe ich nicht so…

selbst ein "kurzstrecken"ev sollte schon >90% aller fahrten abdecken können
wobei die reichweiten vom aktuellen leaf, schon sehr praxistauglich klingen
der verbrenner kann dann weg

für die restlichen 10% (oder weniger) gibt es meisst gute alternativen: bahn, fliegen, carsharing oder schlicht fossil-auto leihen

hat man einen tesla in der garage sehe ich auch keinen bedarf mehr ein alternativfahrzeug zu leihen
die reichweite stimmt und er ist auch sehr vielfältig einsetzbar (ausser man hat ein model s und ist auf die ahk angewiesen :wink: )
:sunglasses:

Ja da hast Du Recht.
Ich hatte nur unsere jetzige Situation beschrieben, die ist noch mit einem Verbrenner als Backup.
Wir fahren jetzt schon ca. 90% aller Strecken mit dem Leaf, wollen aber auf einen Zweitwagen nicht verzichten.

Wenn im April/Mai unser Model S da ist kommt der Verbrenner weg und es geht nur noch elektrisch vorwärts :wink:

Sehe ich genau so, bei gewissen ist eine Meinung so derbe ins Gehirn gemeisselt worden,
da kann man selbst mit Fakten nicht überzeugen, die sind schlicht Beratungsresistent.

Deutsche Telekom startet deutschlandweites Ladenetz für Elektroautos
Elektroautos haben in den Augen vieler Menschen ein Problem: zu geringe Reichweite. Um dem zu begegnen, ist ein großes Netz an Ladestationen wichtig. Genau an diesem Punkt steigt nun die Deutsche Telekom ein und startet ihr eigenes Netz - deutschlandweit mit 12.000 Ladestationen.

https://www.androidpit.de/deutsche-telekom-ladenetz-elektroautos-ladestationen

Ähhh… :question:

Vielleicht sollte sich die Telekom vorher informieren, wieviel Leistung man so benötigt, um ein E-Auto aufladen zu können. 150 Milliwatt sind dann doch etwas wenig. :wink:

Das ist die Telekom, die können Händis laden, das geht mit 150mW :frowning:

Hier ein Artikel auch zu den Preisen, erst mal eine Pauschale
heise.de/newsticker/meldung … 10807.html

Nope, irgendwie denken alle die kein Elektroauto fahren das man die Autos immer von null auf hundert voll laden muss.
Aus diesem Grund habe ich die NewMotion Ladekarte auch erst mal verbannt, Durchleitungstarife von 7,50€ bis 14€ für 1x pauschal kurz anstecken geht einfach nicht.

Auch mit meinem Smart musste ich niemals an öff. Ladesäulen laden. Das Drama mit den Karten und Tarifen ist tödlich. Zum Glück hatte ich bisher immer genug Reichweite. Um diesem Drama zu entgehen habe ich mir auch einen Tesla gekauft.