Elektromobilität in Presse und Internet (nicht Tesla) (Teil 1)

Naja, die „ziemlichen Ansagen“ von VW kennen wir ja…

1500 Autos * 330 Tage (Werksferien) * 60 kWh = 29.7 GWh Akkus

Wo wird die Akkufabrik gebaute?

Die akkufabrik steht ja im Artikel, nur wo die Zellen herkommen weiß man nicht.

„Ende 2020“ kann ja auch bedeuten, dass man nur am 31.12.2020 einmalig 1.500 E-Fahrzeuge über alle Marken verteilt produziert.
Wenn man mal eine solche Aussage auf die Goldwaage legt und Sie mit den gleichen Maßstäben wie Tesla vergleicht.

Bis ENDE 2020 sind noch knapp 3 Jahre hin.

Und was die Akkuproduktion bzw. Lieferantenbezug der Zellen betrifft: Wir sprechen da ja nur vom Werk Zwickau.
Der VW-Konzern hat ja noch ein paar mehr. Da kommen etliche GWh zusammen
Woher das alles kommen soll, tja das weiß ich auch nicht.

Guten Tag,
ich habe kürzlich der neue TCS Magazin bekommen, und am Seite 57 steht ein komisches Test mit der Titel: "So Schwach werden Akkus von E-Autos…

Hier ist der link: https://issuu.com/touring-online/docs/inet_touring_2018_d_02/57.

Ich habe nach die „dokumentierten“ Daten nachgefragt aber bis jetzt keine Antwort…

Ich würde gern eure Meinung wissen, als hier im Tesla Club Tessin http://www.teslari.ch/ das Thema schon heiß geworden ist :slight_smile:.

Nur ein paar Punkte:

  1. Wieso mit eine TOP akkreditierte Verbrauchsprüfstelle haben sie eine 4 Jahre alte Citroen C0 getestet, und nicht eine neu i3 oder Leaf?
  2. Wie kommen sie an 20’700 Franken für 16KWh Batterie? Das ist fast unmöglich!!!
  3. Kann ein von euch die „Trick“ von der „verstecktes extra Range“ beim Tesla bestätigen?

Danke sehr!!

Jonathan

  1. 2011 Auto gekauft und 4 Jahre lang den Langzeit Test gemacht (also ist das Resultat schon 3 Jahre alt!!!)
  2. Eine Offerte für den Citroen ist nicht repräsentativ
  3. Bei Tesla (und anderen) wird oben und unten nicht alles genutzt, was der Lebensdauer der Batterie zugute kommt. Wird die Grenze auch noch über die Jahre verschoben (was bei Tesla mit jedem SW-Update ändern kann), kann man so eine Konstante Reichweite über viele Jahre erreichen (was Citroen scheinbar nicht gemacht hat).
    Siehe dazu auch [url]MaxRange Tesla Battery Survey]

Die Kapazität für den S85 ist falsch im Text. Richtig ist:
Original 60 – ~61 kWh total capacity, ~58.5 kWh usable.
85/P85/85D/P85D – ~81.5 kWh total capacity, ~77.5 kWh usable
90D/P90D – ~85.8 kWh total capacity, 81.8 kWh usable
Original 70 – ~71.2 kWh total capacity, 68.8 kWh usable
75/75D – 75 kWh total capacity, 72.6 kWh usable
Software limited 60/60D – 62.4 kWh usable
Software limited 70/70D – 65.9 kWh usable
Quelle

Man hat beim Tesla keine konstante Reichweite über Jahre sondern sie sinkt laut BMS kontinuierlich.

An der oberen Grenze wird nur bis 4,2 V geladen und es ist auch keine Luft mehr nach oben. Und nach unten geht auch nichts, da bei steigendem Innenwiderstand bei gleicher Leistung die Spannung stärker einbricht und die Notabschaltung ausgelöst werden würde. Siehe dazu auch das Liegenbleiben mit Restreichweite.

Wir haben mehr als genug Strom für die Elektroautos in Deutschland

Und wieder einmal wird immer nur vom „Mehrverbrauch“ durch BEVs geschrieben und nicht ein einziges mal auf den „Minderverbrauch“ eingegangen. Die Herstellung und Verteilung von Benzin braucht eine nicht unerheblich Menge an Strom, die den Mehrverbrauch deutlich reduziert. Aber immerhin mal ein Artikel, der nicht wieder gleich alles schwarz malt.

Wie oft denn noch? Nein das ist nicht so.

Oh doch, dass ist sehr wohl so. Aber jeder soll seine Meinung vertreten und ich respektiere sie gerne.

Nein das ist nicht so. Ersetze Strom durch Energie. Das ist der wesentliche Unterschied.

tripleP, ganz im Ernst: Dann erkläre uns (oder zeige uns eine Erklärung), wo diese Energie herkommt.
Ich bin auf dem Wissensstand, das es sich wirtschaftlich nicht lohnt, die Überschussenergie in der Raffinerie zu nutzen. Und ob diese ausreichend wäre, einen wesentlichen Teil des Energiebedarfs der Raffinierung zu decken, das weiß ich auch nicht.
Was also steht am Ende netto auf der Rechnung? Kann ich das irgendwo nachlesen? Ich würde das wirklich gern wissen, denn es ist für mich einer der spannendsten Punkte in der Argumentation Fossil vs Elejtro.

Ach, wir haben das doch in diesem Forum schon dutzendfach durchgekaut.

Zuletzt vermutlich hier.

https://tff-forum.de/t/wie-viel-strom-braeuchte-man-fuer-100-elektroautos/15745/1

Auf Seite 2 sieht man einen Link. Da steht 7 TWh Stromverbrauch in DE im 2005 für Raffinerie.

Total bräuchten wir aber ca. 120 TWh für 40mio PKWs.

Und die Raffinerien brauchen wir trotzdem noch, es gibt ja allerlei Produkte die wir noch lange benötigen werden.

Also ist es doch eher unwesentlich als wesentlich, dieser Anteil des Stroms beim raffinieren. Mehr wollte ich eigentlich nie sagen.

Ich würde mich freuen, wenn mal ein hochrangiger Wissenschaftler wie Harald Lesch mit seinem Team die folgende Beispielsrechnung macht:
Eine Anzahl „A“ Photonen trifft auf ein PV Modul und wird zu Strom, mit dem mein Tesla 1km weit fährt.
Eine andere Anzahl „B“ Photonen trifft auf Pflanzen, die mit Fotosynthese Biomasse herstellen, die zu Erdöl wird welches gefördert, raffiniert, transportiert, verteilt, getankt, etc. wird, wofür nochmal eine Anzahl „C“ Photonen benötigt wird. Am Ende fährt damit ein gleich schwerer Verbrenner 1km.
B+C = A•x
Um diesen Faktor x ist das gesamte System um den Verbrenner ineffizienter als das Elektroauto.
Wie groß ist x?
Eine Million oder noch mehr?

Es kommt primär nicht auf die Effizienz sondern letztlich auf die Kosten für die Nutzung an, so weit alle Kosten internalisiert sind.

Schöne Antwort. Danke dafür. So tickt unsere Welt.
Die Sache hat nur einen kleinen aber wichtigen Haken. Beim Öl werden die Kosten des Öls selbst völlig weggelassen. Öl ist praktisch kostenlos vorhanden. Es wird nur die Förderung, Transport, Raffinierung sowie die Gewinne an Börsen und des Förderlandes berechnet. Außerdem werden auch noch die Kosten, welche aus der Verbrennung entstehen weggelassen (CO2, Vergiftete Menschen,…).

Da wäre es doch sehr sinnvoll mal ganz pragmatisch wie von @CKO gewünscht nachzurechnen. Eben genau ohne die (gefälschten) Kosten zu berücksichtigen.

Was bringt alleine das Wissen darüber dass das Eine energetisch effizienter ist als das Andere?

Wird hohe Effizienz irgendwie belohnt?

Ein GUD-Kraftwerk setzt Primärenergie, die nicht notwendigerweise fossil sein muss, auch effizienter um als eine PV-Anlage oder ein Windkraftwerk.

Die Frage ist doch wohl eher, ob die Verbrennung aller fossilen Energiereserven irgendwie bestraft wird.
Den Lohn bekommen einige Wenige auf ihr Konto. Die Strafe bekommen wir Alle.

Ich habe verstanden, dass Du eher kommerziell denkst. Das sei Dir zugestanden.

Ich glaube allerdings dass wir an einem Punkt sind, wo alte Verhaltensmuster an ihre Grenzen stoßen (Feuer machen).
Zum Glück gibt es nicht nur Kaufleute, sondern auch Ingenieure, die Möglichkeiten eines Wandels aufzeigen. Und Ingenieure interessieren sich halt sehr für Effizienz.

Die Frage von @CKO war keine kaufmännische. Insofern ist Deine Argumentation nicht sonderlich zielführend.

+1!

Alles Gute!