Elektromobilität in den Medien (nicht Tesla) (Teil 3)

Achsenbeschriftungen inkl. Einheiten wären für das Verständnis hilfreich.

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Dafür war ich zu faul und habe nicht gespeichert :slight_smile: War nur quick & dirty

Scatterplot ist wie im Text beschrieben

  • horizontal Neuzulassungen Januar-Juli 2022
  • vertikal prozentuale Veränderung gegenüber Vorjahreszeitraum

Balkendiagramm ist

  • absolute Veränderung im Vergleich Januar-Juli 2022 versus Vorjahreszeitraum
    … also das Produkt aus Neuzulassungen und prozentualer Veränderung
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Letzteres stimmt leider nicht mehr: der Zuwachs liegt gerade noch bei 12,6%: von Januar bis Juli 2022 wurden in D 196.078 BEVs neu zugelassen, im selben Vorjahrenszeitraum waren es 174.180 (Quelle: KBA)

MIt dem beschleunigten Auslauf des Kaufzuschusses und des anhaltenden Ausbaustopps bei der Ladeinfrastrukur (Spiegel.de) sind keine größeren Steigerungen mehr zu erwarten.

Das wird so sein, allerdings wird das Problem der deutlich erhöhten Ladezeiten bei kalter Witterung noch viel stärker durchschlagen: bei Winterwetter (außer im Bereich Hamburg bis Köln wo im Winter nicht so kalt wird),wird dieses Konzept zusammenbrechen, weil die langen Ladezeiten ernorme Probleme aufwerfen. Aus diesem Grund will Wissing ja nur diese Schnellladesäulen. Und nein, erstmal 100 km über die Autobahn rasen zum Akkuaufwärmen ist keine Lösung für die Masse.

Das fürchte ich auch, nachdem von der Mineralöllobby soviel Arbeit in exorbitant aufwändige Eichrechts- und Kredikartenkonformität gesteckt wurde. Elektromobiltität in der Breite wird so verhindert.

Am Ende werden leider nur die E-Fuel-Zertifikat Tankenden verbleiben.

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Wer zu viel Pessimismus lebt, zahlt am Ende gewaltig drauf. Die Energiewende ist irgendwann geschafft, dann ist das Thema durch, dann wird Energie auch wieder günstiger. Wenn jeder weiss, was er oder sie tun kann, ist schon viel gewonnen. Genauso wenn die Firmen wissen, was sie produzieren sollten. Dann kommt das passend zusammen und alles ist im Gleichgewicht.
Diesen Prozess kann man jetzt bremsen oder beschleunigen. Jeder wie er will…

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Und trotzdem hat man die Politik im Griff. Sagt schon viel aus

50 Beiträge wurden in ein neues Thema verschoben: Lkw-Ladestationen für Logistikunternehmer

Ich hatte die KBA-Zahlen ja oben verlinkt:

Tesla hatte im Juli 2022 +142,1 %/VJ
Polestar im Jan-Jul. 2022 +120,6 %/VJ
Deshalb schrieb ich „bis zu dreistellige Zuwächse“.

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Ich hätte dann gerne eine Statistik, in wie vielen Kommunen keine Tankstellen vorhanden sind.
Besonders auf dem Land wird das auch gerne mal dünn.
Und natürlich lassen sie mal wieder unter den Tisch fallen, dass man ein E-Auto an jeder Steckdose laden kann.

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„Von den rund 10.800 Gemeinden haben 6500 Gemeinden bislang keine einzige öffentliche Ladesäule für Elektroautos. Das ist mehr als die Hälfte. Der Bundesnetzagentur waren zum 1. November knapp 25.400 öffentlich zugängliche Ladeeinrichtungen gemeldet und mehr als 49.200 Ladepunkte. Inzwischen verfügt zumindest jeder der 401 Kreise und kreisfreien Städte in Deutschland über eine E-Ladeeinrichtung, die öffentlich zugänglich ist.“

Wobei es Kommunen gibt, die eine große Fläche abdecken. Da gibt es dann die berühmte „Bürgermeister Säule“ und das war’s.

Hier mal die Zahlen für Europa.

Da sieht man sehr schön, dass die Zahlen für Deutschland im Juli durch 1035 Model Y aus der GF4 gestützt werden, da wohl praktisch die ganze Produktion vom Juli in Deutschland ausgeliefert wurde. Ansonsten haben die Zahlen des jeweils ersten Monats im Quartal in Europa bei Tesla praktisch keine Aussagekraft, denn da werden lediglich die Überhänge aus den Lieferungen des jeweiligen davor liegenden Quartals verkauft. Neue Ware kommt immer erst im zweiten Monat.
Noch viel tollere Prozente werden wir für Europa sehen, wenn die Lieferung von S und X wieder anläuft. Dann haben wir im Vorjahresvergleich mit etwas gutem Willen auch mal Unendliche Zuwachsraten :wink:

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Ich sehe das auch eher kritisch. Wir leben auf dem Land und da bin ich immer noch eher der Außerirdische mit meinem Model 3. Dementsprechend gibt es hier auch keinen einzigen Ladepunkt und auch in der Gemeinde und den Gremien ist das überhaupt kein Thema. Traurig aber wahr. Läuft genauso nicht wie der Ausbau der Breitbandtechnik. Max. 400 MBit über Kabel-TV, Telekom 100 MBit VDSL mit Vektoring.

Viele verschlafen die Entwicklung und hängen sich auf Dauer gesehen damit immer weiter ab.

Ganz anders eine Nachbargemeinde. Da gibt es ein eigenes Glasfasernetz mit 1,5 TBit/s (Korrektur, es sind 10 GBit/s) Hausanschlüssen für Privathaushalte. Entsprechende Angebote für Industrie, die sich spürbar ansiedelt. Bereits in konkreter Planung sind neben schon vorh. Schnellladern AC Ladepunkte an verschiedenen Standorten. Alleine 17 Mio. Förderung konnte diese Gemeinde daher schon an Förderung für Smart City Projekte akquirieren.

Wenn ich hier bei uns im Ort in öffentlichen Sitzungen bin grault es mich vor der Blindheit vieler auch junger Menschen.

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Das ist mir soweit alles bekannt. Deshalb schrieb ich „bis zu dreistellig“. Im Schnitt sind die prozentualen Zuwächse bei längeren Betrachtungszeiträumen (Quartal, Jahr) zweistellig.

Von der Gemeine kann sich der Rest der Welt aber noch eine Scheibe abschneiden. Bei Glasfaser liegen die Hausanschlüsse in der Regel bei 1000 MBit/s, also 1 Gbit/s

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wobei es ja gerade in kleineren Kommunen eher weniger ein Problem darstellt, einfach mal IRGENDWO vor dem Rathaus, vor der Kirche oder vor einem Café eine 150kW-Ladesäule hinzupacken. Ja, die EINE Säule reicht meistens schon. Und mehr als ein dickes Kabel und ggf. noch einen Akkupack daneben, damit das Ortsstromnetz nicht ZU sehr in die Knie gehen sollte (als ob, bei EINER Säule. Aber naja…), reicht meist schon. Da brauchts keine Raffinerie in der Nähe, keine Tanklaster und im Best-Case stellt sich wer dann eine halbe bis eine Stunde dorthin, geht im Ort dann zum Bäcker, in besagtes Café oder in einen der Läden in der Nähe, kauft dort ein, konsumiert und lässt Geld im Ort.

Aber hey - mit etwas Glück kommt diese Erkenntnis IRGENDWANN mal…

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Wir haben so eine „Bürgermeister“ Säule, die im Sommer auch noch nicht nutzbar ist, weil ein Restaurant im Sommer dort den Außenbereich hat. Eigentümer des Restaurants, der Sohn des Bürgermeister.

Info, es gibt hier aber auch keine Tankstelle, die ist ca 5km entfernt.

Ich muss gestehen, auch ich bin mit meinem BEV ein Außerirdischer. Hier ist fast jeder gegen BEV und gegen Einschnitte wegen Umweltschutz ist man sowie. Nach mir die Sintflut.

Ein Glück habe ich Haus und PV.

@all. CSU lehnt Beteiligung an einer Nachfolge des 9 EUR Ticket ab und fordert Verlängerung des Tankrabatt bis Frühjahr 23

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Eine 11KW Säule, die der Hausmeister dann anschließt, reicht doch auch um die Presse einzuladen und sich als „Gemeinde der Zukunft“ feiern zu lassen.

Ich habe mich vertan, es sind nur 10 GBit/s, nicht 1,5 TBit/s. Hab’s oben wegen (ursprünglich) merkwürdiger Forenregeln :wink: erst nicht korrigieren können.

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Die „merkwürdigen Forenregeln“ wurden versuchsweise wieder deaktiviert … Gruß :wink:

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das Traurige daran: Ja, so ist es in der Tat leider wirklich. Primär einfach, weil es zu wenige gibt, die sich wirklich auskennen, die sich dann von fadenscheinigen Leuten etwas einreden lassen und nehmen, was IRGENDWER meint, das gut wäre. Aus dem Grund haben auch etliche meiner Nachbarn 22kW-Wallboxen verbaut bekommen (gerade solche, die gar kein Elektroauto haben) und dafür brav Geld an den Versorger für die Genehmigung hingelatzt, stehen bspw. in Düsseldorf die 150kW-Ladesäulen auf P+R-Parkplätzen, während die 11kW-Ladesäulen auf dauerbelegten, innerstädtischen Kurzzeit-Parkplätzen hingestellt wurden.

Es ist traurig und frustrierend, da so viel zu viel Geld einfach abfließt, mit dem man, wenn man mit AHNUNG an die Sache herangehen würde, VIEL MEHR schaffen könnte. Aber wie auch bei allem in Richtung PV und Hausakkus (ich sag jetzt besser nicht, was ich jenen Firmen wünsche, die meinen, man könne noch über 1000 Euro je Kilowattstunde vom Kunden verlangen. Denn DAS wäre garantiert nicht jugendfrei) gibt es viel zu viele schwarze Schafe, die sich lieber die Taschen vollmachen, statt mit Kompetenz zu glänzen und die Leute richtig zu beraten. Das sie der Elektromobilität und insgesamt allem, was in Richtung Erneuerbare Energien geht, einen Bärendienst leisten, ist da egal.

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Da bin ich aber neugierig in welcher ländlichen Gemeine in Deutschland 10 GBit/s verfügbar sind.
Kennen tue ich das von der Schweiz oder auch Schweden, aber in Deutschland ist man doch schon mit 1GBit/s unter den Privilegierten.

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