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Elektroauto-Fahrer brauchen keine öffentlichen Ladestationen

Das ist jedenfalls die Meinung von BMW. Die haben das Elektroauto schließlich neu erfunden und müssen das wissen.

http://ecomento.tv/2014/02/07/bmw-elektroauto-fahrer-brauchen-keine-oeffentlichen-ladestationen/

Ich gebe BMW recht, als Teslafahrer brauche ich tatsächlich keine öffentlichen, reservierte SCs Ladeplätze reichen mir, aber das haben die mit Sicherheit nicht so gemeint :smiley:

Was soll er sagen, 160km Reichweite (niemals!). Lass es 100 sein, da hilft auch kein Netz an öffentlichen Ladestationen um das Fahrzeug für die Langstrecke tauglich zu machen. Was ich nicht anbieten kann braucht keiner. O.K.

Es stimmt das viele Fahrten so gehen, auch meine. Aber eben nicht alle. Dafür am besten dann noch einen BMW ICE, oder wie?

stimmt außer SC und das private DSK-Netz sowie die eigene Dose in der Garage braucht man keine öffentliche, wenn man Tesla fährt.

bzw BMW will keine damit die artgerechte Haltung des I3 nicht in Gefahr kommti.

lg

eberhard

Das lässt nur den Schluss zu, dass die private DSK wirklich kontraproduktiv ist!
Vielleicht gibt es einen Weg/Gesetzesänderung, der öffentliche DSKs ohne Risiko für den Betreiber ermöglicht.

Uli

„Bei einer Rede auf der diesjährigen Detroit Auto Show erklärte er, dass seiner Überzeugung nach die meisten E-Autos ohnehin nur für kürzere Strecken innerhalb der Stadt genutzt werden und daher das nächtliche Aufladen an der heimischen Steckdose vollkommen ausreichen würde.“

Das liest sich so, als ob i3-Fahrer eine Alternative hätten. Solange es bei den meisten nur 16-22kWh-Akkus gibt, kein flächendeckendes CCS-Netz und nur unzureichend öffentliche Ladestationen in Heimatnähe stehen, bleibt den meisten ja nichts anderes übrig, als zuhause zu laden. Dass ihm diese Aussage nicht peinlich ist…

Ohne öffentliche Ladestationen in Berlin hätte ich mir als Laternenparker nie ein Elektroauto gekauft.

Dem ist nichts hinzuzufügen.

Notiz für’s Archiv: Die Diskussion, auf die hier Bezug genommen wird, ist diese:
viewtopic.php?t=2404
DSN vs. kommerzielle Ladesäulen: Grundsatzdiskussion

Den eigentlichen Grund für die Aussage hat er IMHO im Interview selbst gebracht:

„Besser investiert wäre das Geld wohl sowieso in die direkte Förderung bzw. Subvention von rein elektrisch betriebenen Pkw.“

Zumindest für die viel zitierten 90% der PKW-Nutzer wäre das ein Kaufargument. Falls die BMWi-Lobby mitliest: Gesetzesvorlage: eAutos zum Nettopreis für Privatkunden…leicht zu rechnen, kein Formularaufwand etc. :mrgreen:
Sieht man ja z.B. in Frankreich und Norwegen. Bei Norwegen befürchte ich einen Absturz der Verkaufszahlen des Tesla mit Auslauf der Förderung im März(?) 2015.

Absturz bereits passiert, nur 132 im Januar zugelassen.

lg

eberhard

Meinst du nicht, dass das eher eine Auslieferungszyklik bedingt durch den Schiffstransport ist? Schiff kam am Monatsanfang=> hohe Zulassungszahl; Schiff kam nicht am Monatsanfang => niedrige Zulassungszahl.

ich glaube auch das die Schwankungen im Moment ein Zuteilungsproblem sind

Ich mache mir die Welt widde widde wie sie mir gefällt… :laughing:

Neulich Abend an einer ENBW-Ladesäule im Großraum Stuttgart:

Die Ladekarte gezückt und schnell die Ladesäule freischalten…Fehlanzeige: Ladekarte nicht erkannt.
Zum Glück steht eine Hotline-Nr an der Ladesäule…
RinRIng
Hotline: ENBW Störungsstelle, Guten Abend…blabla…
Ich: die Ladesäule Nr. xyz läßt sich nicht freischalten.
Hotline: Hajooo, dann isch die mal wieder defekt.
Ich: können Sie die nicht reseten?
Hotline: Nein. Ich kann gar nichts machen. Wir nehmen nur die Störung für die ENBW entgegen…in den nächsten Tagen kommt vielelicht ein Techniker vorbei. :cry:
Ich: Und jetzt?
Hotline: Fahren Sie doch zu einer anderen Säule?

Fazit: SLA? Fehlanzeige…Gute Nacht Leitmarkt-Emobilität-Deutschland…zum Glück hatte ich noch genug Restkapazität.
So wird das nix.
Solche öffentliche Ladestationen braucht der Elektroauto-Fahrer wirklich nicht… :cry:

Smartgrid, exakt so haben wir das vor ein paar Wochen auch an einer Ladesäule der Stuttgarter EnBW erlebt, sogar im gleichen Wortlaut… Deprimierend!

Exakt so läuft es auch bei den Mainova Säulen hier im Frankfurter Raum. Unter der Woche tagsüber ist der Techniker zwar recht schnell da, aber abends und am Wochenende passiert natürlich nichts. Und aus der Ferne mal einen reset machen, geht auch nicht. Laut deren Technikern ist das aber das häufigste Problem. Kiste hängt sich auf, vor Ort Knöpfchen drücken und hoffen, das sie möglichst lange durchhält.

Tja, leider ist da so selten jemand das man nichts mit den Teilen verdienen kann, also alle laufenden Kosten gegen 0 drücken. Ich mag deshalb nicht Destination Chargen. In Siegburg kürzlich hat es zwar funktioniert, aber gleich ganz ohne Freischaltung. Ich vermute das es für die Betreiber billiger wäre die Säulen zu öffnen bei Ihren Herstellungskosten für Strom und dem geringen Absatz als das Abrechnungssystem zu betreiben. Verlassen mag man sich auf so ein System nicht.

Umgekehrtes (positives) Beispiel hier in Münster (Westf.):
Gestern Abend standen ein BMW i3 und ein Renault ZOE an einer Ladesäule der Stadtwerke Münster und haben erfolgreich aufgeladen.
Heute früh stand der BMW i3 wieder auf seinem „Stammplatz“, und auf dem zweiten Ladeplatz stand ein Transporter der Stadtwerke Münster.
Die zwei Techniker bastelten an der Ladesäule.
Egal ob sie nun defekt war oder nur eine reguläre Wartung, es ist jedoch ein Anzeichen dafür, dass die SWM die Säulen nicht nur zu Marketingzwecken aufgestellt haben, sondern sich auch darum kümmern.

P. S.: Seit Anfang diesen Jahres kann man die Ladesäulen der SWM auch ohne Ladekarte freischalten.
Preis: pauschal 9,90 €, unabhängig von der Ladedauer und dem Ladevolumen

9,90€ ist aber auch ein stolzer Preis, lohnt sich eigentlich nur mit einem Tesla…

Sehe ich genauso. Die „sonstigen“ eAutos müssten schon mit einem leeren Akku da ankommen, damit der Preis noch fair ist.
Selbst ein Tesla sollte nicht mehr als 50% SoC aufweisen.
Aber lieber (überteuerte) 9,90 € als Pauschale zahlen, als gar nicht laden können, weil einem der Zugang zu der Ladestation verwehrt wird.
(Die Ladekarte gibt es nämlich nur für SWM-Kunden.)

Back2Topic:
Ich werde in der Anfangszeit - trotz Tesla - auf öffentliche Ladestationen angewiesen sein, da ich (noch) keine Lademöglichkeit zuhause habe.
Glücklicherweise habe ich am Arbeitsplatz gleich zwei Ladesäulen der SWM in unmittelbarer Nähe, wovon sich eine sogar in dem Parkhaus befindet, für welches wir vom Arbeitgeber Dauerparkkarten bekommen haben.
Darüber hinaus prüft mein Arbeitgeber gerade, ob er mir eine Ladekarte zur Verfügung stellen kann, denn weder die Karte, noch das Laden würden ihn etwas kosten, somit wäre es ja auch kein geldwerter Vorteil.