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Eine Frage zu CEE 16A blau

Hallo zusammen.

Ich bin etwas verunsichert. Habe eine Garage gemietet die über einen Stromanschluss verfügt. Die Auswahl an solchen Stellplätzen hier in der Gegend ist sehr begrenzt. Bisher habe ich nur an öffentlichen Ladesäulen getankt.

Der Vermieter hat auf meinen Wunsch durch einen Elektriker seines Vertrauens eine CEE 16A blau installiert. Die Steckdose ist durch eine eigene Sicherung inklusive Zwischenzähler abgesichert mit 16A.
Die Zuleitung ist etwa 30 Meter lang und versorgt 6 Garagen mit Licht. Zwei Garagen davon haben auch Schuko und sind auch jeweils abgesichert mit 16A. NB werden aber auch auf längere Sicht nicht benutzt.

Der Elektriker sagt ich kann die Steckdose mit 16A betreiben. Er weiß dass ein Elektroauto geladen wird. Im Mietvertrag ist auch genehmigt dass an der Steckdose geladen werden darf.

Bisher habe ich mich aber nur getraut mit 8A zu laden. Hierbei habe ich nämlich schon einen Spannungsabfall von 232V welcher vom M3 bei 0A angezeigt wird auf 224 V. Steckdose und Leitung da wo ich rankomme ändern die Temperatur garnicht. Ich verwende das UMC von Tesla 2. gen.

Meine Frage ist was für ein Spannungsabfall tolerabel ist wenn ich mit 16A laden möchte damit ich die Leitung nicht überlaste?

5% dürfen abfallen, also ca 11V
Da die Spannung aber sp oder schwankt, weiß du nicht ob du von 232, 229 oder 235 5% runtergehen musst.
Pi mal Daumen: Alles was über 220V ist in Ordnung. Vorallem du hast die Genehmigung von einem Elektriker für 16A

In Europa beträgt die Netzspannung 230 V ± 23 V bei einer Netzfrequenz von 50 Hz ± 0,2 Hz.[2]

Der Spannungsfall ist nicht so wichtig. Wenn der Elektriker weiß das da eine Dauerlast anliegt passt das.
Das Ladegerät im Tesla wird sich abschalten wenn die Spannung ein Problem ist. Dann reduziere in dem Fall die Ladeleistung bis es passt.
Das Ladegerät wird zB ständig rauf und runterregeln wenn es nicht passt.

3% Spannungsfall sind normal

hm… jetzt haben wir 3x Werte: 3%, 5% und 10%… wer hat nun Recht :smiley:

wenn ich mal von diesen 11V ausginge. Wäre das ja schon ein ein Verlust von 165W. Habe Angst dass die Leitung dann überhitzt :hot_face:

Auf 30m verteilt? Das ist nicht viel, auch wenn es nach viel klingt
Ich lade selbst mit ca 50m aber 6mm² Leitung seit 2 Jahren. Auch vom Elektriker für teueres Geld extra für die CEE Dose/Wallbox installiert. Spannunhsabfall auch um 10V

Das Problem bei 1-phasigem Laden: es werden 2 Leiter belastet, bei 2 Phasen 3 und bei 3 Phasen auch 3.
3 phasig laden ist also besser, aber nicht unbedingt nötig

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Das wäre natürlich ein Traum. In der Kölner Innenstadt aber wohl auf länger nicht realisierbar. Habe fast 2 Jahre nach der Garage gesucht. Da will ich die Installation nicht schon nach kurzer Zeit beschädigen :blush:

Ich bin da technisch nicht so bewandert. Aber wennzusätzluch der Langen Leitung irgendwo ne lockere Klemme wäre müsste der Spannungsabfall doch nochmal ein Stück höher ausfallen oder ist mein
Gedankengang da falsch?

Doch doch, es richtig. Bei schlechten Kontakten ist der Widerstand höher und somit Spannungsabfall.
Ich habe schon mal mit 7A an 215V geladen… das war echt doofe Leitung.
In deinem Fall würde ich keine Bedenken haben.

Aber aus 50.000km Erfahrung: 3,7kW Zuhause reichen locker aus

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Bei meinen Fahrprofil von 80 KM tgl allemal. Theoretisch würden auch 2,0 KW gehen. Aber das Model 3 soll auch was Schlaf bekommen :grimacing:

je schneller man lädt, desto besseren Wirkungsgrad du hast.
Man sollte bedenken, das beim laden Computer, Pumpen und und und laufen und verbrauchen um 200-300W. ob die 7h oder 21h laufen macht schon einen Unterschied… d.h. man muss schon max. Mögliche Leistung aus dem Anschluss rausholen

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Hallo @Jim

keine Sorge, so schnell wird eine Leitung nicht überlastet - wenn der Elektriker weiß was er tut :wink:
Problematischer sind in der Regel eher Klemmstellen.

Die Netzspannung muss grob gesagt lt. Norm im Bereich 230V ± 10% liegen, d.h. die Netzbetreiber sind dafür verantwortlich, diese am Netzübergabepunkt einzuhalten. 207V sind daher auch noch OK.
Unabhängig davon werden die Leitungen/Installationen nach dem Netzübergabepunkt (Hausanschluss) üblicherweise auf max. 3% Spannungsabfall dimensioniert.

Wäre interessant was für ein Kabel für die 30m verlegt wurde und wie weit es von dem Anschlusspunkt des neuen 30m Kabels zum Netzübergabepunkt noch ist und wie das ausgeführt wurde (was aber hauptsächlich nicht uns als Anwender sondern den Elektriker interessieren soll/muss).

Kurzes Rechenbeispiel:
Eine Kupferleitung mit 3x2,5mm² Querschnitt (L, N, PE) verursacht pro Entfernungs-Meter (hin und zurück: x2 rechnen da bei Wechselstrom einphasig 2 Leiter (L und N) den Strom führen) und pro Ampere ca. 0,01424V Spannungsabfall.
Für 30m Kabellänge und 8A einphasig ergeben sich daher 3,42V Spannungsabfall (1,5%) rein für die Leitungsverluste → 27,3W.

Für deinen Fall, wenn es wirklich 8V (232 auf 224V) bei 8A sind entspricht das einem FIKTIVEN Gesamtleitungsquerschnitt von 1,07mm² - aber Achtung hierbei bitte: auf diesen recht beängstigend klein wirkenden fiktiven Summen-Querschnitt hat auch die gesamte Zuleitung davor einen Einfluss, sprich alles bis zum Trafo wenn man es genau nimmt. Von daher ist der fiktive Querschnitt sehr relativ zumal dies auch alle Klemmstellen und sonstigen Betriebsmittel beinhaltet (so z.B. auch den UMC).
Üblicherweise ist die Leitungsdimensionierung vom Trafo bis zum Hausanschluss unbedenklich und kann in erster Näherung außen vor gelassen werden (die ist dick genug), ab dem Hausanschluss kann man dann seine eigene Berechnung und Dimensionierung anstellen.
Ohne die genaue vorgelagerte Installation zu kennen so treten theoretisch nur bei 30m Kabel alleine und 16A (worauf die Leitung ja ausgelegt ist) und einem Querschnitt von (angenommen 2,5mm²) schon 2,97% Spannungsabfall auf. Von daher würde ich sicher einen oder 2 Querschnitte höher legen (4mm² (1,86%) oder 6mm² (1,24%)).

Die 165W Verlustleistung kann ich nicht nachvollziehen, bei 30m mit 2,5mm² und 8A (L und N belastet) verbrät die Leitung nur 27,3W.
So, hoffe mich nicht verrechnet zu haben, ist schon spät :sleeping:

Sorgen würde ich mir nicht machen, sofern der Elektriker das freigibt und fachgerecht vermessen hat → er muss in jedem Fall sicherstellen dass die Netzimpedanzen passen, so dass die Schutzschalter auch auslösen können was aber im Normalfall kein Problem ist.
Dir als Anwender sollte es genügen, ein OK vom Elektriker und vom Vermieter zu haben dass du 16A dauerhaft ziehen darfst, keiner kann von dir verlangen dass du E-Tech Profi bist.
Generell würde ich auch empfehlen (so wie du bereits geschrieben hast), die für dich zugänglichen Betriebsmittel im Auge zu behalten. Du kannst die Steckdose sowie das Kabel während einer längeren Ladezeit (sagen wir nach >1h) außen anfassen und damit prüfen ob etwas zu warm wird. Ich habe mir angewöhnt, auch die Kontakte des CEE-Steckers vom !spannungsfreien! UMC unmittelbar nach der Ladung (wenn mal ausgesteckt wird, nicht nach jeder Ladung wenn der „fix“ dort hängt aber doch monatlich) immer anzufassen und zu prüfen ob die Temperatur der Kontakte nicht zu hoch wird. Dadurch kann man über die Zeit schlechter werdende Kontakte (Korrosion, Schmutz, Abnutzung) erkennen und einer Überhitzung vorbeugen.

Deine Spannungslage von 224V bei 8A scheint aus meiner Sicht soweit mal unbedenklich - auch für 16A.

Noch was zum Leitungsschutzschalter informativ: dieser schützt die Leitung vor Überlastung, daher ist es auch wichtig zu beachten wie die Leitung verlegt ist. Wenn man 16A ziehen will, so muss man z.B. in einer wärmegedämmten Wand größere Querschnitte verwenden als bei freier Verlegung, das weiß der Elektriker aber.

Habe selber eine relativ „brüchige“ Referenzinstallation (alte Kabel, viele Klemmstellen, dünnes Kabel und zusätzlich am Netzübergabepunkt oft nicht viel mehr als 210V), dort habe ich am Model 3 sehr oft nur mehr knappe 200V bei 6A - mir scheint dass der Tesla unter 207V den Strom auf 6A zurückregelt und wenn sich das Spannungsniveau nicht bessert oder gar weiter verschlechtert die Ladung pausiert. Von daher macht der Tesla das prima.

Du kannst dich (fürs gute Gefühl) ja langsam an die 16A rantasten und mal mit 10A dann 13A laden - bei 220V und ca. 12,8A wären das immerhin 2,8kW.
Wenn es auch nur um Peanuts geht aber es sei gesagt je größer der Strom wird umso höher sind auch die Verluste, dafür wird der Wirkungsgrad des Onboardladers besser und die Pumpen laufen weniger - am Ende von der Verlustseite wohl nicht groß problematisch sofern es >10A sind.
Noch ein kurzes Beispiel:
Verlustleistung bei 16A am 30m Kabel mit den angenommenen 2,5mm² = 109W
Verlustleistung bei 13A am 30m Kabel mit den angenommenen 2,5mm² = 72W → 37W weniger.
Ganz ohne interne Zusatzverbraucher (Pumpen) - nur die 30m Leitung: lädst du im Jahr z.B. 4.000kWh so dauert das bei 12,8A/220V ca. 1.420h und bei 15,8A/220V ca. 1.150h, umgerechnet mit o.A. Verlustleistung sind das an Kabelverlust 102kWh zu 125kWh. In kWh nicht viel, in Laufzeit aber sehr wohl, von daher volle Zustimmung für Eugenius.

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ich habe ca 20m Zuleitung und einen Spannungsabfall von bis zu 15V. Ganz selten regelt der Tesla den Strom selbst runter, ansonsten passt das. Seit über 50.000km.

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Und die Leitung wird nicht heiß?

Cool danke für die ausführliche Antwort

bei 13A sind das 200W, die sich auf das gesamte System verteilen. Ich habe einen kombinierten LS/FI, der wird handwarm. Die Leitung wird lauwarm nach ein paar Stunden. Alles völlig unkritisch.

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Hier werden 2 Sachen vermengt.

Bei den „maximal 3% Spannungsabfall“ geht es um den Spannugsabfall unter Last. Also die Spannungsdifferenz zwischen 0A und 16A. Letzlich ist das nämlich nur ein Maßstab für den Verlust auf der Leitung und damit dafür, dass sich die Leitung nicht zu stark erwärmt.

Der Tesla hat zusätzlich noch eine absolute Grenze bei ca. 200V (glaube ich) unter der er nicht mehr lädt.

Zusammenfassung: Wenn der Elektriker das freigegeben hat, kannst Du bedenkenlos mit 16A bzw. 3.7kW bzw. mit ca. 25km/h an der CEE 16A blau laden (die ist dafür ausgelegt).

Edit: Dass Dein Tesla ohne zu laden nur 224V angezeigt hat liegt daran, dass die Netzspannung in bestimmten Grenzen schwanken darf und es auch tut. In die 3% muss diese Schwankung nicht eingerechnet werden.

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Meiner lädt auch bei 197V noch. Hatte ich mal als ich über ein Verlängerungskabel laden musste. Hat aber dann auf 10A gedrosselt.

Ganz richtig, ohne Last (= Stromfluss) gibt es überhaupt keinen Spannungsabfall → 3% ist eine übliche Dimensionierungsgrundlage für die Ermittlung der (längen- und stromabhängigen) Kabelquerschnitte in der Kundenanlage. Die zu Grunde liegende Nennspannung ist dabei übrigens immer genau 230V.

Die 230V ± 10% muss der Netzbetreiber an all seinen Netzübergabepunkten einhalten, ganz egal ob jemand die Leitung belastet oder nicht (daher ist auch nach oben eine Abweichung möglich, z.B. wenn jemand erneuerbare Energie ins Netz zurückliefert).
Über die errechnete Netzimpedanz und die erforderliche Leistungsfähigkeit des Netzknotens wird sowohl der Niederspannungstrafo (Netzebene 6) ausgelegt als auch die Leitungsdimensionierung der Niederspannungsortsnetzverteilung (400V Drehstromnetz des Netzbetreibers) ermittelt - in Abhängigkeit der zu erwartenden Verbraucher (zugesagten Leistungswerten jedes einzelnen Anschlusses und Gleichzeitigkeitsfaktoren).

Daher ist es ja auch so wichtig, dass man größere Verbraucher bitte dem Netzbetreiber meldet (z.B. >= 11kW Wallboxen - Stichwort KfW Förderung - meldepflichtig und meist nicht genehmigungspflichtig, 22kW ist meist genehmigungspflichtig) damit dieser seine Netzqualität beurteilen und ggf. auch darauf reagieren kann (z.B. mit Netzausbau, Absteuerungsmöglichkeiten, zeitliche Unterbrechbarkeit, …) - und damit die (normkonforme) Qualität der Versorgungssicherheit einhalten kann … damit die E-Mobilität für alle Menschen ermöglicht wird und eine großartige Zukunft hat :trophy: :sunny:

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Hallo,

bei mir sind es unter Last noch 214 Volt, und es ist alles ok. Ob das jedoch bei Dir tolerabel ist kann dir nur ein Elektriker beantworten. Wenn irgendwo an einer einzelnen defekten Verklemmung 5-6 Volt verbraten werden, kann das für einen Schmorschaden schon reichen. Wenn die Spannung aber einfach durch die Gesamtlängen und Querschnitte im System verloren gehen, ist das schon in Ordnung. Die Frage kann Dir von hier keiner beantworten, nichtmal eine reine Impedanzmessung bringt da absolute Klarheit, sondern im Zweifel nur die direkte Überprüfung der ganzen Klemmstellen in dem System.

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