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Ein T nach Schwabing

Hallo liebe Community,

seit dem 21. September 2021 fahre ich Model 3 LR MIC und nach zwei Monaten macht sich Ernüchterung breit.

Nach nun zwei Monaten nervt das Auto an der ein oder anderen Stelle schon und stellt sich als überteuertes Mittelmaß heraus:

Negativ fiel bisher die schlechte Gesamteffizienz auf mit+25% Mehrverbrauch an geladenen KWh, ein poltriges und auf der AB bei hohen Geschwindigkeiten nervöses Fahrwerk, ein hohes Gesamtgeräuschniveau und überraschend schlechte Assistenzsysteme mit plötzlichem Abbremsen, ständigem Gepiepe und einer absolut mangelhaften Schildererkennung.

Positiv finde ich das Hifi-System, die Beschleunigung, Sitzposition und das Go-Kart artige Handling bei niedrigen Geschwindigkeiten. Trotz der Mängel macht der Wagen daher Spass.

Derzeit liebäugele ich stark mit einem i4, aber der wäre wohl erst ab 2023 zu haben.

Klasse ist jedoch die Community und die vielen Informationen hier im Forum. Daher beantrage ich mal ein T.

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Made my Day :joy:

Trotzdem willkommen in der Community

Gegen das Geräuschniveau und das Fahrwerk kann man was tun. Der Rest ist der schlechteste Stand den du bei deinem Auto erleben wirst. :wink:

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„T“ beantragt, „T“ wird zuerkannt … trotz Ernüchterung. :wink:

Gruß

Erstmal herzliche Glückwünsche aus Forstenried.
Mich würde mal interessieren, wie Du auf die 25 Prozent kommst.
Das erscheint mir enorm hoch.

Wenn Du Sentry, Vorheizen etc. nicht nutzt, ist eventuell was am Auto nicht in Ordnung.

Ich habe hier im Forum hier schon einige gefunden, bei denen das ähnlich ist. Auf Sentry verzichte ich komplett

Der Durchschnittsverbrauch liegt bei 168 Wh/km laut Kfz über 2070 Km und ich tracke jedes laden über Spritmonitor :

Ich bin somit 2067 km gefahren und habe 481 kWh geladen (rund 30 kWh muss man abziehen um auf den Auslieferungs Soc (49% zu kommen).Somit habe ich 451/20,67 =21,81 kWh / 100 km verbraucht.
Im Monat fahre ich ungefähr 1000 km und laut den Tronity Nutzern hier im Forum verbraucht das Auto pro Monat rund 20 bis 35 kWh im Schlaf, egal ob man fährt oder nicht und ohne Sentry-Modus. Somit entfallen auf den Standverbrauch bei meiner Fahrleistung also schon rund 10%bis 15% der Verbrauchsabweichung und dann kommen noch normale Ladeverluste, Akkuheizung, Updates und ab und an mal Entfrosten für 5 Minuten vor Fahrtantritt hinzu.

Ich halte den Verbrauch daher nicht für ungewöhnlich in der etwas kühleren Jahreszeit. Der Tesla ist eben kein moderner, effizienter Diesel wie mein BMW, sondern eine kleine Stromschleuder :slight_smile: .

Wer z.B. Wenigfahrer ist (5000 bis 8000 km) wird m.E. noch höhere Verbrauchsabweichungen haben, weil der hohe Standbyverbrauch des Tesla prozentual noch mehr ins Gewicht fällt.
Wer viel fährt, z.B. 20.000 km im Jahr, bei dem machen die Standby-Verbräuche von 20 bis 35 kwh im Monat nur wenig aus und der wird daher geringere Abweichungen haben.

Verbrennungsmotoren kann man als „effizient“ bezeichnen? :sweat_smile:

Wie auch immer: Willkommen! :slight_smile:

Merkwürdig. Meiner steht seit letzten Donnerstag und hat gerade einmal 1% verloren.

1% ist wirklich top. Ich liege da eher bei 2-3% über 5 Tage.

kann man, wenn man es fair macht. Es gibt ja Ölkraftwerke und andere fossile Kraftwerke und man kann die Frage stellen, ob man aus dem Öl leichtes Heizöl (wegen Schadstoffen) im Kraftwerk verbrennt und Strom daraus erzeugt oder es lieber direkt im Auto verbrennt.

Mit meinem BMW 320 d brauchte ich z.B. 5,63 Liter Diesel, den man im Kraftwerk auch verstromen könnte. Daraus ließen sich 5,63*0,4 (Wirkungsgrad Ölkraftwerk)*0,95 (Übertragungs und Verteilnetze)*9,8 kWh = 20,9 kWh an Strom bereitstellen für den Tesla. Problem ist, dass mein Tesla aber 21,9 kWh auf 100 km konsumiert und es somit nicht reicht. Ich muss also mehr Öl Verbrennen als im Verbrenner.

Hier habe ich meine alten Kfz getrackt:

Erstaunt mich auch und wenn ich nicht jeden Tag versehentlich reinschauen würde, wäre es wohl noch weniger.
Versehentlich, weil ich zwei in der App habe.

@LudwigII …Ich habe jetzt mal bei Tesla nachgefragt über meinen Bruder, der das gleiche Autoverhalten hat und noch seine Winterreifen erhalten hatte, nachdem die bei Abholung im September bei ihm nicht verfügbar waren. Tesla hat ihm das super erklärt und mitgeteilt, dass die Entladung von 1% ganz normal und eher niedrig ist (da kein Sentry, Alarmanlage aus) und noch einen Hinweis aus dem Handbuch gegeben, wo das erklärt wird (packe ich unten rein). Zudem lädt das Auto wohl auch die 12 V Batterie regelmäßig. Wenn das bei Dir nicht der Fall ist, stimmt evtl. etwas nicht oder die Anzeige spinnt.

Zitat aus den Handbuch:
**

Die Batterie darf niemals vollständig entladen werden. Selbst wenn Model 3 nicht gefahren wird, entlädt sich die Batterie allmählich, da die Bordelektronik versorgt werden muss. Die Batterie kann sich mit einer Geschwindigkeit von ca. 1 % pro Tag entladen. Die Entladerate ist jedoch auch von Umgebungsfaktoren (z. B. kaltem Wetter), der Fahrzeugkonfiguration und Ihren auf dem Touchscreen ausgewählten Einstellungen abhängig. Es kann zu Situationen kommen, in denen Sie Model 3 längere Zeit unangeschlossen stehen lassen müssen (z. B. am Flughafen, wenn Sie verreisen). Behalten Sie für diesen Fall die Entladerate von 1 % im Hinterkopf, um sicherzustellen, dass der Ladestand der Batterie ausreicht. Über einen Zeitraum von zwei Wochen (14 Tagen) entlädt sich die Batterie beispielsweise um etwa 14 %.

**

Wenn Du keine 1% hast, ist evtl. die Anzeige nicht in Ordnung oder Defekt,

Hier mal noch ein Logger-Bild von Teslanova56 aus dem Thread „Lichtmaschine im Tesla“

Der hat über 24 Stunden recht genau rund 0,75 kwh Verlust, was beim LR ja ca. 1% Entladung entspricht.

Über den „Tronity“ kann man das wie gesagt auch schön sehen, dass das eigentlich bei allen so ist. Es ist trotzdem Schade, weil das bei Fahrleistungen von z.B. 1000 km pro Monat und einem Verbrauch von rund 16, kwh/ 100 km = 160 kW für 1000 km für rund 14,6% Mehrverbrauch sorg 30 Tage *0,75 kwh Standstrom = 22,5 kWh ->22,5 kWh/160 kWh = 14,6%.

Wenn man noch weniger fährt z.b. nur 5000 km steigt der Mehrverbrauch durch Standstrom auf auf 22,5/80 = 28,125 %…

Ich hoffe, dass Tesla da bald neue Elektronik verbaut, weil das für Wenigfahrer schon heftig ist.

Wenigfahrer und dann auch noch Kurzstrecke in der jetzigen Jahreszeit ist sowieso eine Katastrophe. Bin heute 22 km gefahren und habe 18 Prozent gebraucht, waren 8 Fahrten und volles Programm, Vorheizen, Sentry, etc…
Gestern bin ich 60 km gefahren (Tegernsee - SeC Kirchheim) gefahren und teilweise deutlich über 200 kmh und da habe ich ungefähr 20 Prozent gebraucht…

…habe nun die Alarmanlage (Kippsensoor) auch ausgeschaltet und innerhalb einer Woche nur noch einen Verlust von 3% (Samstag auf Samstag) bei Temperaturen zwischen -2 und 8 Grad gehabt.

Der wäre wahrscheinlich auch noch weniger, wenn man ganz gensu die gleiche Temperatur hätte und nie mit der App reinschauen würde…
Winter+Kurzstrecke+Klimbim (Sentry, Vorheizen, etc.) = Wahnsinnsverbrauch.
Am besten da den effektiven Verbrauch gar nicht nachmessen, sonst bekommst Schädelweh.

Es überrascht mich, dass niemand diese Rechnung korrigiert hat, aber da geht einiges schief.

  1. Bis der Diesel „direkt“ im Auto verbrannt wird gibt es auch einen Wirkungsgrad. Das wird meistens bei diesen Rechnungen unterschlagen, ist aber absolut relevant: Verbrennung an der Rohölquelle, Transport, Raffinerie, Transport zur Tankstelle etc. Ein typischer Schätzwerk dafür ist, dass für jeden Liter Treibstoff 0,3 Liter auf dem Weg verloren gehen. Das heißt, wenn 5,63 Liter Diesel im Auto verbraucht werden, dann liegt der eigentliche Verbrauch bei ca. 7,3 Liter.
  2. In einem Kraftwerk kann man deutlich besser Schadstoffe filtern und weiterhin kann man die Abwärme ganzjährig sinnvoll als Fernwärme nutzen, womit man an anderer Stelle Energie zum Heizen spart. Es ist also definitiv wünschenswerter/effizienter dies im Kraftwerk zu tun.
  3. Für das speziell verlinkte Kraftwerk Irsching: Das dürfte hauptsächlich mit Gas betrieben werden und ferner handelt es sich um ein Regelkraftwerk zur Netzstabilisierung (siehe erster Absatz des Wiki Artikels). Der hypothetische Vergleich mit einem Ölkraftwerk ist für die Realität zumindest irreführend weil ein BEV eben mit einem beliebigen Energiemix betrieben werden kann - und wird - während der Diesel eben nur mit Diesel läuft. Also ziemlich nahe am worst case in vielerlei Hinsicht. Und: Beim Diesel wird sich das nicht ändern während sich der Energiemix beim BEV immer weiter Richtung erneuerbare Energien verschiebt.
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Das sind Daten von heute 17 Uhr. Öl ist fast nie am Netz und emmitiert 650g/kWh, was deutlich über dem Durchschnitt des deutschen Strommixes liegt. Selbst jetzt im Winter liegt der bei rund 400g/kWh. Der Diesel ist massiv sauber gerechnet.

Quelle: electricityMap | Live CO₂ emissions of electricity consumption