Egal welcher Verbrenner - BEV am Stromgenerator schlägt sie Alle

Steuerketten, Filter, AGR Ventile, Luftfilter, Ölfilter usw. nicht vergessen.

Ich gehe mal davon aus, dass die meisten Parameter bekannt sind und das Rechnen mit Dreisatz auch keine Probleme bereitet.

Mit höflicher Erlaubnis möchte ich einige Eckpunkte anmerken.

Die Dieselgeneratoren der
Leistungsklasse 13 bis 65 kW

haben einen Wirkungsgrad von 30 bis 38 % bei 75 bis 100 % Leistungsniveau.

Ein Dieselstromgenerator der Leistungsklasse 25 kW könnte für Aufladungen mit 17 bis 22 kW (denkbar ideal für Model S) optimal sein.

Was man zur Dimensioniung beachten sollte, ist, dass die Dauerlastfähigkeit typisch 10 % unter nominaler Leistungsangabe liegt. Das ändert nichts am Wirkungsgrad. In der realen Welt erzeugt das 25 kW Aggregat über Stunden „nur“ 22,5 kW.

Natürlich kann man auch eine andere Dimension planen. 500kW Dieselstromgenerator liegen nochmals leicht besser im Wirkungsgrad. Der Punkt ist hier, dass du dann einen Ladepark projektierst.

Die Quellen hierzu sind die Datenblätter der Aggregate. Man muss bei den beinahe hundert Angaben die treffenden auswählen. Bitte hierbei nicht auf Generator Wirkungsgrad = 91% referenzieren. Dies betrifft nur den Stromgenerator. Der ist tatsächlich so gut. Was du aber haben möchtest ist der gesamte Wirkungsgrad, inklusive Verbrennermaschine. Leider muss man sich diesen oft selbst zusammen rechnen. Ein guter Ausgangspunkt sind die 100% (alternativ 75%) Angaben zu
Diesel l/h und Leistungsabgabe in kW.

Sorry, aber wenn du davon ausgehst, dass die meisten Parameter bei allen(!) Lesern bekannt sind, warum machst du dann dazu einen neuen Thread auf?
Einfach aufgrund theoretischer Überlegungen hier einen neuen Thread aufzumachen, in dem behauptet wird, dass man ein E-Auto mit der halben Menge Treibstoff fahren kann, wenn es über einen Dieselgenerator geladen wird, halte ich nicht für sehr seriös.
Ich habe dir eine Quelle geliefert, in der die Praxis die Theorie schlägt.

Ich glaube ich habe den Faden verloren … worum geht es in diesem Thread eigentlich?
Warum spielt jetzt Geld auf einmal eine Rolle?
Was hat Wirkungsgrad mit Geld zu tun?

Biofleisch ist auch teurer als normales Fleisch und jemand, der sich für Biofleisch entscheidet macht das doch nicht weil es billiger ist!?

3 „Gefällt mir“

Ich habe es in meinem Physikbuch nicht gefunden. Zitier doch mal eine relevante Stelle.

Dann suche bitte unter Kreisprozess als Einstieg. Natürlich nicht in Büchern über Mechanik 1, sondern Thermodynamik. Weitere interessante Infos findest Du spezifischer in Büchern über Strömungslehre oder Motorenkunde.
Ich finde es schön, dass verschiedene Forenkollegen auch den Prius erwähnt haben. Der Grund für die Sparsamkeit liegt in zwei großen Bereichen: Rekuperation und angepasste Motorprozesse. Technisch ist ein Prius ein Elektroauto mit Benzinaggregat. Jedoch statt den Umweg über Strom geht der Prius den Umweg über eine hocheffiziente Mechanik. Somit beweist jeder Prius, dass die gestellte These über Effizienz vielleicht nicht mit 100% richtig ist, jedoch zu einem guten Teil.
Mir geht es nicht darum, mit einer großen Batterie zu fahren. Doch die Batterie muss so groß sein, dass sie einen hohen Teil Rekuperation kann, ebenso wie die Leistung zum Anfahren. Durch diese Anforderungen war bei Tesla damals klar, dass der Sportwagen ausreichend Batterie haben muss und keine Reichweitenprobleme hat.
Bei Toyota war man mit 10 Sekunden bis 100km/h und schwacher Rekuperation zufrieden. Also reichte ein 1,3kWh Akku mit für den Kunden nutzbaren 300Wh, wodurch die Haltbarkeit gelöst war. Den Rest macht der leichte und unkomplizierte Verbrenner mit Benzin im Vergleich zum schweren Diesel. Toyota wirbt übrigens mit über 40% thermischen Wirkungsgrad beim aktuellen Modell.
Außerdem zeigt doch der Verbrauch von Model S mit grob 20kW/100km = 2l Diesel, dass die Annahme von oben nicht so verkehrt ist. Wenn man das mit 40% Wirkungsgrad herstellen kann, liegt man immer noch deutlich niedriger als andere Powerdiesel ohne Hybrid Modul mit gleicher Größe. Bei manchen wird es in der Realität sogar auf den doppelten oder mehr Verbrauch hinaus laufen.

2 „Gefällt mir“

Woran das wohl liegt? Weshalb ist die kWh Energie aus Erdöl so viel günstiger als aus der Steckdose, so dass selbst ein verschwenderischer Diesel (4.5 Liter entsprechen 45 kWh) angeblich günstiger fährt als ein effizientes Elektroauto mit seinen 20 kWh auf 100 km? Sind da aber nicht etwa Subventionen im Spiel??

Geht auch anders. Wer eine PV hat lädt 25 Jahre lang für weniger als 2 EUR auf 100 km.

So vong Euro her gesehen genial.

Super. Besonders toll, wenn man auch externe Kosten miteinbezieht, denn da verursacht jeder verbrannte Liter Benzin / Diesel knapp 2 CHF, für die die Allgemeinheit aufkommen muss.

Beim Elektroauto entfallen gut 60% davon.

Zahlen: Abbildung 3 und Tabelle 2, bei 5 Mrd kg Benzin & Diesel pro Jahr
externe_kosten_undnutzendesverkehrsinderschweiz.pdf (2,2 MB)

1 „Gefällt mir“

Es geht darum, dass ein virtueller Wirkungsgrad den „normalen Verbraucher“ ja nicht interessiert.
Sondern wie lässt sich der Wirkungsgrad in Euros übertragen. Das merke ich ja und danach richte ich meine Kaufentscheidung.

Und wie viele Poster hingewiesen habe (auch meine Erfahrung) ist mein Tesla in der Stadt unschlagbar effizient. Da gebe ich gerne den Punkt an Tesla. Auf der Langstrecke bin ich mir nicht sicher. (Wobei ölwechsel etc. Ja weg fällt)

Evtl liegts ja daran, dass auch unser Strom erst aus Gas/Öl/Wind/Kernkraft gewonnen werden muss.
Außerdem ist Sprit so hoch besteuert (Strom ist hier aber auch extrem teuer), ob da Subventionen im Spiel sind bezweifle ich.

Wer sagt denn, dass die Besteuerung hoch ist?

Bezahlt man damit etwa die Fassadenreinigung und -sanierung an Verkehrsachsen? Die verlorenen Lebensjahre durch reduzierte Gesundheit? Die Milderung der Stressymptome der Anwohner von Hauptstrassen durch aufheulende Motoren mit Technologie aus dem letzten Jahrtausend? Die zunehmenden Dürreperioden oder Jahrhundert-Bergsturzereignisse und -überschwemmungen die schnell einmal in die Milliarden gehen können und in Ihrer Häufigkeit erwiesenermassen zu grossen Teilen dem fossilen Verkehr angelastet werden können?

Wäre mir neu, wenn auch nur irgendwas davon signifikant durch die Steuern auf Benzin finanziert würde. Und vom Diesel gar nicht erst zu reden, den kriegt man in Europa ja spottbillig weil irgend ein Schlaumeier im Parlament mal dachte, 5 Liter auf 100 km seien 5 Liter, und 5 von etwas ist ja immer weniger als 6 von etwas, deshalb muss man das wohl fördern. Dass Diesel ganz einfach der „bessere Stoff“ ist und deshalb bei der Verbrennung pro Liter auch 10-15% mehr Kohlenstoff ausstösst und dadurch fast der ganze Verbrauchsvorteil für die Katz ist, das begreiffen die Herren und Damen erst langsam.

Oder kauft jemand Weinflaschen, nur um 80% des Inhalts in den Abfluss zu giessen? Wieso sollte ich das tun, auch wenn der Fusel womöglich 5x günstiger ist und ich am Schluss keinen finanziellen Verlust dadurch erleide?

Meines Wissens hat die EU noch immer kein „Benzinäquivalent“ auf den Energieetiketten beim PKW drauf, oder? Das hat die kleine Schweiz schon vor fast 10 Jahren geschafft.

3 „Gefällt mir“

Sprit ist in Europa im weltweiten Vergleich extrem hoch besteuert. In den anderen großen Volkswirtschaften, USA und China, ist Sprit wesentlich günstiger. Vom mittleren Osten, Lateinamerika, Russland etc. brauchen wir da gar nicht zu sprechen.

Die Frage ob wir hin müssen zur Elektromobilität, ob bereits alle Externalitäten in den Spritpreis eingepreist werden sind und wie hoch Sprit besteuert sein sollte ist eine politische Willensfrage (ebenso bei Plastik, Fleisch, Synthetischen Fasern, etc. etc.).

Fakt ist aber, dass die reine Erzeugungskosten von Sprit extrem niedrig sind und große Teile der Kosten politisch motiviert sind (mMn auch zu Recht).
Aber in vielen anderen Ländern wo die politische Willensbildung eine andere ist, ist Diesel/Benzin fahren so wie es momentan aussieht extrem billig und der „Effizienzvorteil“ ist nicht existent.

Nehmen wir extrem bevölkerungsreiche Länder wie Indonesien, Russland, Brasilien… wo kommt der Effizienzvorteil dort im Portemonnaie an? (Wo ein Liter 70 Cent kostet)

Das EAutos aus einer Umwelt Perspektive Sinn machen bestreite ich nicht, aber rein wirtschaftlich sind sie noch keine Effizienzwunder.

Natürlich müssen wir dahin.

Gibt es einen Grund, warum Du diese Falschinterpretation hier immer erneut wiederholst?
Guck Dir mal die Strompreise weltweit an:

Warum ignorierst Du, daß es bei den Strompreisen quasi identisch ist?
Die Aussage, daß ja nur bei uns die Spritpreise im Vergleich zu den Strompreisen politisch motiviert hochgehalten werden, könnte man schon als Fakenews bezeichnen.
Deine Beispiele Brasilien und Russland:
Dort kostet Strom nur die Hälfte bzw. weniger als ein Drittel im Vergleich zu Deutschland. Im Falle von 70Cent/Liter stehen die bei Strom dann sogar noch besser dar als bei uns! Das führt Deine Argumentation völlig ad absurdum.

1 „Gefällt mir“

Es stimmt (wollte ich eigtl auch als disclaimer schreiben) dass Strom in Deutschland ebenfalls wahnsinnig teuer ist. Das hätte ich der Vollständigkeit halber aufführen sollen.

Ich bleibe aber bei meiner Meinung, dass E-Autos politisch gewollt sind und viele Käufer (wie ich selbst) wegen dieser incentives sich ein E-Auto zugelegt haben. (Die technisch höhere Effizienz ist dabei mMn nur bedingt ein Kaufargument für viele, die nicht aus anderen Gründen Emobilität bevorzugen)

Eigentlich kann man es ja leicht statistisch analysieren. Wir sehen wie sich der E-Auto Absatz entwickelt und wir sehen wie Länder ihre individuellen incentives aufstellen (und weitere kontrollvariablen und eine Regression über Die Zeit etc.). Mein Bauchgefühl sagt mir, dass die Incentives sicher sehr statistisch signifikante Auswirkungen haben.

Wobei mMn höhere absolute Ersparnisse ja bei höheren absoluten Kosten entstehen. Ich würde bei jetziger Fahrweise ggüber dem alten Diesel ca. 500 Euro pro Jahr sparen. Wenn Diesel und Strom beides nur 50% so teuer wären, wären die Ersparnisse bei ca. 250 Euro.

Und warum hast Du dann behauptet, daß nur der Sprit „politisch“ so teuer ist, aber den selben Fakt beim Strom ignoriert? Wirkt zumindest auf mich sehr unglaubwürdig und passt zu sehr auf Deine anderen Aussagen wie „Saubere Verbrenner“, „Ausgereifte Diesel“ usw. Typisches falsches Marketing-Blabla von deutschen Verbrenner-Herstellern/Verkäufern.

In Deutschland ist der Diesel, was primär- und sekundär-Kosten betrifft, weiterhin die am meisten subventionierte Antriebsart.

2 „Gefällt mir“

Ich behaupte das Sprit aus politischen Gründen so teuer ist wie er hierzulande ist (Strom übrigens auch). In anderen Ländern ist dies anders. (Dort ist dann eventuell Alkohol teurer).

Ich behaupte außerdem, dass ich bis jetzt nicht gesehen habe wie die höhere Effizienz sich groß rechnet (insbesondere bei langstrecke) und ich ohne die staatlichen incentives (0,25% DW, 6k Zuschuss) kein Tesla gekauft hätte. (Die Rekuperation spart mir in der Stadt schon viel).
Würde sich bei mir nicht lohnen, trotz höherer Effizienz. Sekundärkosten sind Kosten, über die kann man streiten… gehört Fleisch teurer, Plastik verboten, Diesel teurer… (aber dies ist eben eine politische diskussion)

Ist es Marketing-Blabla? Ich schilder nur meine persönliche Erfahrung.

Ich glaube es gibt 2 Arten von Fahrern hier:

  1. Lieben Elektromobilität und glauben daran und wollen es pushen.
  2. Ist das Thema verbrenner/E-Autos/Emissionen schnuppe und wollen einfach gut und günstig Auto fahren.

Vlt. sollten Sie (seit wann sind wir per Du) einfach anerkennen, dass es (viele) Menschen gibt die „dieselstinker“ nicht hassen und sonst auch nicht den Sprit bei 5 Euro sehen wollen.

Ich hab nix gg E-Autos, würde sonst nicht Tesla fahren. Aber im USA Urlaub habe ich gerne einen Ford F150 gefahren. War nichtmals so teuer (trotz niedriger Effizienz und und cw-wert und… )

Bei dir vielleicht nicht. Bei anderen schon. Bei uns sah das 2016 so aus, beides junge Gebrauchtwagen:

Volvo V70 Turbo, 35’000 CHF, 10 Liter Benzin gemäss Spritmonitor, 3000 CHF Treibstoff im Jahr
Tesla Model S, 50’000 CHF, 21 kWh Strom gem. SM, 500 CHF Treibstoff im Jahr

Dauert 6 Jahre und man ist günstiger, oder 4,5 Jahre wenn noch Wartungskosten und geschenkte Steuern berücksichtigt werden, oder sogar nur 3,5 Jahre wenn günstig mit PV oder SuC-Flatrate geladen wird. Wir sind also bereits im Positiven.

Wer mit Benzin / Diesel viel fährt, wirft echt Geld aus dem Fenster. Sieht man hier schön an Taxiunternehmen (Ioniq und Tesla) und Lieferdiensten (Renault).

Das liegt in Deutschland am hohen Strompreis, dass es nicht wirtschaftlicher ist. Strom ist im Verhältnis zum Treibstoff um ein Vielfaches mehr besteuert.

Börsenpreis für Strom liegt ungefähr zwischen 3 und 4 Cent. Teilweise wird Strom zu 1,3 Cent erzeugt.

Möchtest Du deutlich günstiger mit deinem EAuto fahren, packe Dir eine Solaranlage aufs Dach.
Alternativ gibt es auch awattar- einen Stromanbieter bei dem Du abhängig vom Börsenpreis laden kannst.

Außerdem vergleichst Du auch ein bisschen Äpfel mit Birnen. Mit meinem Model S habe ich gegenüber meinem Boxster davor über einen Zeitraum von 4 Jahren und jeweils über 100.000 km inklusive aller Kosten 12.000 € weniger laufende Kosten gehabt. Fairerweise muss man sagen, der Boxster war gebraucht und allein die 8 Liter Öl kosten bei Porsche schon 350€. Weiterhin waren in den Anfangsjahren das Laden an den meisten Ladesäulen kostenlos.