E-Motortechnik: asynchron versus synchron

Weil der Asynchronmotor bei gleicher Baugröße und gleichem Gewicht viel leistungsfähiger ist?
Weil der Asynchronmotor viel laufruhiger ist (im idealfall keinerlei Drehmoment-Ripple)?

Was ja bei Lokomotiven ein wichtiger Punkt ist. Vor allem das Gewicht ist bei der Bahn kritisch. Die Achslasten sind begrenzt. Ich denke mal, beim Auto ist die Masse noch entscheidender.

Ist das für den Lokführer nicht völlig unerheblich? :wink:

Absolut. Mir ist die Achslast egal da ich die Schienen nicht flicken muss.

Wikipedia schreibt: "Bei niedrigen Drehzahlen sind sie den Asynchronmaschinen bezüglich Drehmomentdichte aufgrund der hohen herstellbaren Polpaarzahlen überlegen, bei höheren deutlich unterlegen. "
Lauter ist er auf jeden Fall. :wink:

Das ist nicht nur wegen dem Geräusch wichtig sondern auch für das Getriebe, Lager und Wellen die entsprechend kleiner dimensioniert sein können.
Ich bin mir aber nicht sicher wie viel das ausmacht, da man bei der normalen Festigkeitsberechnung bei den Lastfällen von konstant, schwellend oder richtungswechselnd ausgeht. Dabei ist der Unterschied riesig wie man dimensionieren muss. Gemeint sind damit aber eher viel gröbere Einflüsse der Abtriebsseite.
„Drehmoment-Ripple“ sind aber ja wohl eher schwache hochfrequente Einflüsse, wo die Frage ist in wie weit das durch die Massenträgheit weggedämpft wird vom Motor selbst bis letztlich zum Rad.
:question:

Drehmoment-Ripple ist sicher keine Hochfrequenz. Er liegt bei den üblichen Drehzahlen im akustischen Frequenzbereich. Macht also ordentlich Krach. Was davon am Rad ankommt, spielt dabei keine Rolle.

Ich habe als Maschinenbauer bei „hoher Frequenz“ sicherlich eine viel, viel niedrigere Frequenz im Sinn als du als Elektroniker mit „Hochfrequenz“. :wink:
Aber ist ja auch wurscht. Denn die Ursache vom Geräusch muss ja ein mechanischer Lastwechsel sein also irgendwo muss da das involvierte Material schwingen. Und das wäre dann etwas was das Metall durchaus belastet Stichwort „Wöhlerkurve“.

Haben die beim E-Autobau üblich verwendeten Syncrons auch Drehmomentrippel? Ist ja wohl abhängig wie viele Pole verwendet werden?

Der Fisker Karma hat zwei Synchronmaschinen, vermutlich um den Drehmoment-Rippel in den Griff zu kriegen.


Quelle: TMC

Nein, das hängt beim Synchronmotor nicht von der Polzahl ab, sondern von Wicklung und Polform.
Auch ein guter dreipoliger Synchronmotor, der mit einem echten Sinus angesteuert wird, hat praktisch keinen Drehmoment-Ripple.

Bei Reluktanzmotoren werden die Blechpakete regelrecht durchgeknetet was zu hoher Geräuschentwicklung führt

Das Model 3 wird gemäss JB Straubel (Oktober 2015) eine komplett neue Motorentechnologie (+ neue Batteriestruktur) verwenden:
youtu.be/4c4IikI67CY?t=2979

Eine Abkehr vom Asynchronmotor scheint mir also naheliegend.

Glaube ich kaum. Die Jungs bei Tesla sind keine Fans von seltenen Erden. Und Erfahrung mit Async-Motoren haben sie ja jetzt genug.

Nunja, kann auch sein. Frage mich aber bloss, was dann die Aussage „new motor technology“ soll…?
JB war und ist ja immer sehr verständlich und präzise in seinen Formulierungen.

Deshalb meine Frage an die Spezialisten hier:
Welche „neue Motorentechnologie“ innerhalb des Systems des Asynchron-Motors könnte er denn gemeint haben?
(Wir müssen ja noch ein bisschen weiterspekulieren, bevor Ende März ist… :wink: )

Es könnten auch komplett neue aber dennoch asyncrone Motoren sein. Quasi die nächste Generation

Oder kleinere Motoren, dafür aber einer pro Rad.

Schon möglich. Dann wäre aber seine Wortwahl etwas unpassend:

Das wäre richtig geil :exclamation: :smiley: Erwarte ich aber erst mit der ultimativen Fahrmaschine: dem neuen „Maximum Plaid“-Roadster. Wäre sicherlich auch keine Kostenersparnis, so 3 oder gar 4 Motoren für Model 3…

Es wird bestimmt nen Außenläufer mit ferriten :wink: Sind dann aber synchron. Oder ein hybridmotor. Der läuft als asynchron Motor an und bei Nenndrehzahl als Synchronmotor . Aber den ohne neodym ?!

Das Auto muss preiswert werden (35.000$), die neuen Motoren müssen günstiger und standfester werden, als beim Model S.

Mehrmaliges austauschen der DU wäre beim Model 3 existenzgefährdend für Tesla.

Damals war auch das Tesla ein Dorn um Auge da man ‚unsprung mass‘ (glaube ungefederte Masse) vermeiden wollte, da sie anscheinend böse ist. Zu dieser zeit war aber Elon ‚nur‘ Geldgeber ^^