E-Fuels for Future

Meine Sichtweise:

Es ist noch nicht möglich in Chile E-Fuels zu produzieren. Die Pilotanlage dafür ist wie schon aufgezeigt weit hinter dem Projektzeitplan. Und sollte sie in Betrieb gehen dann ist es immer noch offen ob, wie lange und mit welchem Wirkungsgrad sie wirklich funktioniert (da offensichtlich noch nicht in der Grössenordnung, zusammensetzung und dem Umfeld erprobt)
Das die Umweltverträglichkeitsprüfung für die Erweiterung zurückgezogen wurde deutet ja auch auf Probleme hin.

Anderer Denkansatz - es gibt nicht so viele Flächen auf der Erde die folgendes erfüllen (und damit gut für Wasserstoff/E-Fuels geeignet sind):

  • hohe menge an reinem Wasser
  • starker Wind
  • keine grösseren Menschenansiedlungen hunderte km weit
  • guter Meerzugang (Transport)
  • keine grossen Waldflächen
  • keine extremen Temperaturen/Sandstürme/usw. (Gift für Wind und PV)

Und bevor wir mit E-Fuels für den Auto/LKW verkehr anfangen müsste zuerst mal ein anderer Treiber des Klimaproblems angegangen werden, nämlich der des Klimazerstörenden grauen Wasserstoffs.

Würde man den dreckigen Wasserstoff der heute benötigt wird (Industrie) durch grünen Wasserstoff ersetzen bräuchte man schon 143% aller heute verfügbaren grünen Energieerzeugung.
(Quelle: https://www.hydrogeninsight.com/analysis/liebreich-hydrogen-is-starting-to-look-like-an-economic-bubble-and-here-s-why/2-1-1334006 - und das ist noch die idealisierte Berechnung mit Wirkungsgrad nahezu dem theoretischen Optimum.

E-Fuels könnten irgendwann (in einigen Jahrzehnten wenn man genügend erneuerbare hat um sie herzustellen) sinnvoll für z.B. Flugzeuge sein.

Aber die E-Fuel Pilotanlagen sind natürlich schon jetzt sinnvoll.
Die Technik soll ja zuverlässig und langzeiterpropt (Jahrzehnte) funktionieren wenn der überluss an der erneuerbaren Energie da ist.

Aber jetzt Verbrenner zu kaufen und dann dies mit E-Fuels als DIE Alternative zu Elektroautos zu sehen ist klimapolitisch sicher nicht sinnvoll.

Bzw ähnlich sinnvoll wie zu sagen:
Wozu sollen wir jetzt erneuerbare Energie ausbauen, 2030 kommt eh die Fusionsenergie ;-).

Aber das ist meine Sichtweise, ich bin immer froh über andere Ansichten/Gegenargumente :slight_smile:

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und wieviel von diesen 240 TWh wurden ins Ausland verkauft (also WIR ZAHLTEN), weil wir keine Abnahme dafür haben:? Strom muss immer anliegen… versteht das mal. Was bringen diese Hütchentaschenspielertricks… „das Deutschland ja bereits 50% EE ist“… ich seh doch täglich selber an meiner PV, WP und Akku Installation das das Käse ist. Im Sommer immer zu viel, im Winter fehlts. Sonst muss man gucken und planen. Tolle Technik.

Der einzige Ausweg ist EE Energie ausbauen das die Heide wackelt, gleichzeit power to gas, Wasserstoff und dieses Teufelszeugs e-fuel.

Nochmal: es ist scheissegal das wir im Sommer ganz super toll PV im Netz haben… das bringt dir an Weihnachten den Strom für die Gans im Ofen auch nicht wieder zurück…

ja gut, Master of science Habeck würde jetzt sagen: ess die Gans eben im Sommer… das kommt halt dabei raus, wenn wir Fachkräftemangel überall haben.

Er wird diejenigen Schröpfen, die sich von eFuels abhängig machen. Flugverkehr aber auch die hier gerne genannten Oldtimer und Porsche. Davon ist nichts für mich relevant, daher ist es mir egal.

Um unser Klimaziel bis 2030 in D zu erreichen ist ein jährlicher Zubau von 25000 Windrädern nötig. Bayern im letzten Jahr 10 Windräder. Merkst du was? Glaubst du wirklich, das wird was?
Ich bin voll bei denen Forderungen aber man muss doch auch realistisch sein. Wir werden im Verkehrsbereich noch lange Verbrenner im Bestand sehen. Die fahren doch besser mit eFuels als mit Diesel oder Benzin?
Neufahrzeuge nur noch BEV. Wenn nicht per Gesetz, wird es der Markt richten, wenn alles andere als BEV zu teuer wird.

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Aber nicht in Chile. Jedesmal wenn an dieser Anlage was nicht klappt, steigt hier ein Team in den Flieger und jettet da 20000km runter und wieder zurück.

Und da wird eine Menge nicht klappen.

Die Genehmigungsverfahren für WKA laufen in Deutschland in einem extremen Zeitlupentempo im rein analogen Verfahren. Mangels Bewegung laufen daher aus Selbsterhaltungstrieb die letzten Mitarbeiter weg. Die Regularien, die wir uns in Deutschland gegeben haben, beherrschen wir bei den Genehmigungsverfahren schon lange nicht mehr. Es bewegt sich nichts. Das ändern auch Parteiprogramme nicht.
Leider

Es dürften eher 2500 pro Jahr sein um auf ca. 10 GW zu kommen:

Wird aber trotzdem eine ziemliche Herausforderung, dass hinzubekommen. Bei steigenden Materialkosten, Löhnen, langen Genehmigungsprozesssen alles andere als einfacher geworden. Der Realist in mir sagt, schon nächstes Jahr werden wir den Plan deutlich verfehlen. Der Optimist in mir sagt, noch bestehen Chancen.

Wie auch immer, bis in die 2030er werden wir auf jeden Fall leider noch Kohle und Erdölimporte brauchen. Wenn man da durch saubere E-Fuels oder gerne auch grünen Wasserstoff oder Ammoniak davon etwas verdrängen kann, ist das hilfreich und sorgt auch dafür, dass diese Technologien weiter erprobt werden.

Das WKAs im Jahresdurchschnitt gerade 20% der Nennleistung liefern, ist dir klar ?
Damit sind wir dann doch eher bei 25.000 neuen Anlagen…
10GW gebaut, bedeutet 2GW produziert …

Ist bekannt. Der obige Ausbauplan bezieht sich aber auch auf Peakleistung, nicht auf Durschnittsleistung. 2500 Anlagen pro Jahr passt also von der Größenordnung.

Der aktuelle Gesamtbestand an WKA in Deutschland ist bei ca. 30.000.

Habe 25.000 Windräder in 10 Jahren im Kopf gehabt und mich dann verschrieben. Habes korrigiert.
Trotzdem seeeehhhrr sportlich.

Im TV hat mal jemand ausgerechnet, wenn alle 2 KM ein Windrad in Schland steht, das wir dann im best case, also bei Wind, 30% des Stroms machen können… super.

Hm, laß mich überlegen, es gab schon Werktage, an denen Deutschland zu über 90% mit EE Strom versorgt wurde. Von daher mache ich mir da wenig Sorgen drum.
Die müssen halt endlich mal den Arsch hochbekommen.
Achso, der Typ im Fernsehn war nicht zufällt Prof. unSinn, oder? :wink:

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Streng mal dein eigenes Hirn an, bevor du so einen hanebüchenen Blödsinn verbreitest. Deutschland hat eine Fläche von 357588 km². Das entspricht grob einem Quadrat von 598 km Kantenlänge. Da können wir also 90000 Windräder im Abstand von 2 km aufstellen. Ein modernes Windrad erzeugt gut zehn Gigawattstunden Strom pro Jahr. Macht 900 TWh/a. Der Nettostromverbrauch in Deutschland betrug im Jahr 2021 rund 508 Terawattstunden. Mit einem Windrad alle 2km würden wir also nicht im best case 30%, sondern im real case 177% schaffen.

Ich sehe aber keinen Grund, warum zwischen 2 Windrädern 2km Platz sein müssen. In manchen Windparks sind es nicht mal 200m.

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Ich finde die Quelle grad nicht, aber wir brauchen 2-3% der Fläche in Deutschland um 100% regenerativen Strom zu erzeugen.

Verkehrsfläche sind ca 5%.

Wir brauchen ca. 2/3 der Fläche von Schleswig-Holstein.

Das ist wiederum zu wenig, da für die Studie übersehen wurde, dass der Strombedarf durch Industrie, Wärmepumpen, E-Mobilität und Co noch massiv steigen wird.

Laut Frauenhofer ISE werden 2045 in Summe eher 693 GW statt 383 GW in 2050 benötigt:

Zusätzlich noch Importe von E-Fuels und Wasserstoff.

„Nur rund 2,0 Prozent der Fläche werden dagegen benötigt, wenn die Solarenergie eine größere Rolle übernimmt. Dabei kalkulieren die Autoren mit 115 Gigawatt Onshore-, 51 Gigawatt Offshore- und 313 Gigawatt Photovoltaik-Leistung… Die Studie geht davon aus, dass 2050 rund 700 Terawattstunden Strom aus regenerativen Quellen erzeugt werden müssen.“

Am Ende werden es dann 3 oder 4%.

Die landwirtschaftlichen Flächen betragen in Deutschland ca. 47%. D.h. 10% davon für die Energieerzeugung zu nutzen würde schon mehr als ausreichen.

Wir nutzen heute ca. 3% der landwirtschaftlichen Flächen um 8,5% der Stroms aus Biomasse (Biogas) zu erzeugen (Zahlen aus BW).

Alleine an den Zahlen sieht man was für ein Irrsinn das ist.

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Man sollte auch mal schauen ob man mit den menschlichen Ausscheidungen mehr macht als nur reinigen. Da ist viel Wärme drin, die aktuell in den meisten Fällen ungenutzt verpufft und aus den Faulgasen kann man sowohl Wärme als auch Strom erzeugen. Wird leider zu selten gemacht.

Genau darum gehts. An manchen Werktagen, und waren das dann auch 24h oder nur 5h? Nochmal, wir brauchen ein europäisches Stromnetz das das ab kann! Klar kann man jetzt massiv ausbauen und dann stellt man eben statt 300 WKAs 3.000 Räder in den Wind.
Ich sehe nirgends einen Ausbau am Stromnetz… bei uns im Industriegebiet werden PV Anlagen nicht in dem Umfang genehmigt, wie eigentlich möglich.
und jeden den ich hier im TFF lese, brüstet sich mit hohem Eigenverbrauch seiner PV Anlage…

Energiewende geht anders. Solange sich das nicht ändern… ?

Daher nur verständlich das die Leute von Energieparks träumen, die erneuerbare Energie speichern wollen.

und täglich laufen Diesel Stromgeneratoren auf griechischen Inseln. Das nenne ich Realsatire.

Du darfst nicht so viel Privat-TV schauen. Das ist nicht gut.

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Wir bauen gerade 200 kWp PV auf den Firmendächern zu. Auch hier muss das Netz dafür ausgebaut werden. Dauert ca. 1/2 Jahr. Das finde ich angemessen.

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