E-Autos verunglimpfen

Da versucht gerade ein Journalist E-Autos zu verunglimpfen:
motor.at/e-mobility/mit-dem-e-a … /400743690

Oder er geht es nach dem Motto an:
Nur nicht vorher informieren auf was ich achten muss - es muss ganz einfach sein und genauso wie bei Verbrennern, sonst ist es nichts.

Naja, verunglimpfen ist vielleicht etwas übertrieben formuliert. Er stellt eine Situation nach, die sicherlich ein nicht unerheblicher Teil der Bevölkerung haben könnte, da E-Auto fahren aus Sicht eines Umsteigers oder Nicht-Informierten doch einige Hürden bereitstellt:

Zitate:
„Man muss auf der einen App nachschauen, dann auf der anderen und auf noch einer, und dann Glück haben (hatte ich), dass die erwählte Ladesäule nicht belegt ist. Mein Glück teilten drei E-Fahrzeuge nicht, die kurz nach mir bei der Ladesäule ankamen - und dann warten mussten.“

„Was mühsam ist, ist das rundherum. Eine Ladesäule suchen, die frei ist und richtig schnell laden kann. Die passende Ladekarte haben, weil sonst wird es richtig, richtig mühsam und eventuell sogar teuer. Während der Fahrt dauernd kontrollieren und rechnen, wo man stehenbleiben sollte, weil die Reichenweitenangaben am Bordcomputer unzuverlässig sind.“

Das zeigt auch, wo noch was getan werden muss: Einfache Ladevorgänge, Information in Bezug auf Standort und Verfügbarkeit von Ladesäulen und Transparenz im Bezug auf Kosten und Abrechnungsmodelle. Tesla-Fahrer sind da dank Supercharger verwöhnt und auch deshalb habe ich einen Tesla bestellt, mit dem i-Pace ist das wohl eine größere Herausforderung.

Also als ich mir 2017 das Tesla Model S abgeholt hatte, habe ich mich vorher schon etwas schlau gemacht wo und wie ich laden kann.
Eine kurze Internetrecherche reicht da vollkommen aus.
Weil er nicht weiß dass man auch viel schneller laden kann als mit 40-50 kW wird dann seinen nicht wissenden Lesern dann natürlich auch sagen:
Oh, ja, das Laden dauert ja noch soooo lange, darum sind E-Autos auf weite Stecken einfach nicht zu gebrauchen.

das ändert nun alles nichts an den fakten

ich finde das wird sogar recht treffend dargestellt … die eigentliche zumutung ist die ladekatastrofe mit ihren zighuntert unterschiedlichen anbietern/roamern etc. … trifft eigentlich exakt meine erfahrungswerte nach nun doch schon einigen jahren rein elektrischen fahrens

einzige ausnahme mit klarem funktionalen system ist derzeit bei uns tesla …

schönes aktuelles beispiel für wucher und kundenverunglimpfe ist ionity bzw. deren hintermänner… wollen hoffen dass da bald mal die politik was zurechtrückt

Es gibt ja nicht nur die Ladekatastrophe, sondern auch die Tankkatastrophe. So viele Anbieter und so viele Preise und dann noch 5 Kraftstoffarten mit unterschiedlichen Preisen. Durch 25 Jahre Katastrophe beim Tanken habe ich aber gestählte Nerven, wenn ich wieder einmal einen mir unbekannten Ladesäulen-Anbieter sehe.

:smiley: :smiley: :smiley: :smiley: :smiley: :smiley: :smiley: :smiley: :smiley: :smiley:

ganz genau so ist es. und mit ein paar universal einsetzbaren Karten hat man doch null Probleme? also ich habe keine und ich bin 5 Tage nach der Zulassung, ohne mich vorher zu informieren, nach Italien gefahren und bin (mit Ausnahme des linken Außenspiegels) heil zurückgekommen. Klar, beim nächsten Mal kann ich das noch besser, aber es hat alles geklappt und ich habe mich zu keinem Zeitpunkt über irgendetwas aufgeregt!

nicht im ansatz vergleichbar … an der tanke wird nicht geroamed, für jeden gibts die selben preise und es wird bar/karte am tresen gezahlt… klappt immer

mach das mal an ner säule mit display… aber was erzähl ich hier :unamused:

natürlich gehts … sonst hätt ich ja nicht bald meinen siebten elektrischen … :smiley: … ändert aber am oben geschriebenen nix

Hätte der Berichteschreiber ein Tesla-Fahrzeug benutzt, wäre ein Loblied auf die E-Mobilität daraus geworden. Ich würde sofort nach Norwegen aufbrechen, ohne mir vorher die einzelnen Ladestationen nach Reichweitenetappen samt Plan-B Schnarchladern im Internet herauszusuchen…theoretisch könnten die anderen Hersteller das auch, wenn sie nur wollten, ansatzweise versuchen sie es jetzt ja auch…7 Jahre nach Tesla. Spät, aber immerhin. Wenigstens haben sie dazugelernt. Kein E-Autoverkauf ohne Ladeinfrastruktur. Ganz einfache Erkenntnisse brauchen so lange, das erklärt auch die unterschiedlichen Aktienkurse der Unternehmen.

Als ich nach Italien losgefahren bin, hatte ich keine einzige Ladekarte und habe nix geroamt und sonstwas. Es hat alles wunderbar funktioniert, ich habe auch nicht vorher die Route recherchiert, ich bin einfach losgefahren und habe während der Fahrt das Ziel eingegeben. Man braucht halt das richtige Elektroauto und nicht irgendeins.

Tesla ist geil alles andere scheisse?

Das kann man so sehen aber es ist die falsche Message.

danke…

Vielleicht - Tesla funktioniert dank eigener Ladestruktur auch für Neulinge adhoc, die anderen Autohersteller arbeiten offensichtlich noch daran.

Die Welt ist ja nicht schwarz und weiß.

Nein! Leider ist es so.
Wir hatten Anfang Januar auch einen I-Pace über Sixt gemietet. Schönes Auto. Gut verarbeitet. Wenn ich von einem Verbrenner auf den I-Pace wechseln würde, würde ich überrascht sein, wie schön elektrisches Fahren ist. Wechsel ich aber von Tesla auf den I-Pace, dann ist das leider ein ziemlich großer Rückschritt verbunden mit einer herben Enttäuschung. Anfahren mit Verzögerung (haben wir beim E-tron auch schon bemerkt) - das ist wohl der Anfahrverzögerung bei den Verbrennern geschuldet (wegen Konkurrenz im eigenen Haus?). Verbrauch grottenschlecht! Laden AC offenbar nur einphasig, was dazu führte, dass er 13 Stunden an der Tesla-Wallbox laden wollte (sehr unschön). Wir luden unterwegs (Hessen) an freien Ladestationen - funktionierte mit vorgenannter Einschränkung, aber das Auto gab den Ladestecker nicht mehr frei, d.h. wir durften zweimal den Support anrufen, um weiterfahren zu können.

Also Fazit: Guter Versuch von Jaguar, aber kaufen würde ich mir den nicht! Tesla ist da halt doch weiter! Und über die Ladeinfrastruktur der SuCs braucht man ja kein Wort mehr verlieren - konkurrenzlos!

Der Mensch ist halt ein Gewohnheitstier, nicht viele sind Veränderung gegenüber offen, erstrecht wenn es einen selbst betrifft.

Nichtsdestotrotz der Bericht entspricht denke ich schon dem was man eben erfährt, wenn man einer Tour plant ohne Ionity oder SuC Support zu haben. Und selbst dann muss man ja irgendwann auf’s Land - oder will man immer wieder x km nur zum Nachladen an den Hypercharger?
Tankstellen kennen eben die meisten Bar Zahlen geht immer - BTW bei uns!, aber in anderen Ländern mag man auch mal doof dastehen wenn man nicht die passende Plastikkarte hat. Das es zuwenige Schnellader gibt ist ja bekannt und das die Preise nicht transparent sind ist auch Fakt. Bei der Tanke sehe ich draußen am Schild zumindest was es kostet. Bei der Emobilität hängt es an der RFID oder/und oder dem Betreiber. Wir sollten uns das nicht schönreden.

Ja mit EnBW (in DACH), Plugsurfing, TNM/Recharge und ChargeNow… kann man vieles Abfedern und auch die Preistransparenz erhöhen - wirklich easy to use ist das aber nicht.

Schön wäre es wenn der Bericht beide Seiten zeigen würde und nicht nur das Chaos. Man kann ja auch mit Ionity (keine Diskussion über Preispolitik anfangen :slight_smile:) oder Suc Langstrecke und dann am Destinationcharger kostenlos im Hotel laden und wieder gut gefüllt abfahren. Dann wäre es komplett problemlos

Also so schlimm finde ich den Bericht nicht, na klar kennen die Leute mit einem Tesla die ganzen Ladesäulen Geschichten nicht, ein großer Grund warum ich einen Tesla fahre.
Das schlimmste am Elektrofahren ist ja wirklich das Tanken, zuviel Karten und Anbieter …, warum hat man nicht mit den „großen“ von ARAL und co. gesprochen an jede Tankstelle 5-6 Schnelllader und die auch an der Kasse zahlen wie man das von früher kennt.
Das Leben wäre so einfach und jeder kann sofort ein E-Auto fahren ohne Probleme.

Jetzt sind ja alles Teile online (oder ich habe die Teile 3-5 [Links] vorher nicht gesehen) - das Fazit finde ich sogar eher positiv. Ich habe den Bericht durchaus amüsiert gelesen.

Hi,

ich finde es schwierig zu sehen was an diesen Artikel verunglimpfend sein sollte.

Klar, mit ein Tesla ist es anders, aber für alle andere E-Fahrzeuge ist es ein stressiges Abenteuer auf Reise zu gehen.

Deshalb werden wir, trotz einigen Enttäuschungen, unser aktuelles MX sicher sehr lange treu bleiben.

Fristende Alternativen wie der Mustang Mach-e scheitern an die unzureichende Ladeinfrastruktur - und die „vernünftige“ teslanische Alternative MY an der fehlende Möglichkeit das Innenraum an unseren Geschmack anzupassen.

Ich finde da auch nix Schlimmes an dem Bericht. Es zeigt dass das System einfach viel zu kompliziert und intransparent ist. Klar hat man mit Tesla auf der Langstrecke einfacher aber sobald man auf AC angewiesen ist wird es auch da mühsam.
Deshalb wird nach dem Tesla wohl ein Plugin-Hybrid werden wenn sich das System nicht deutlich einfacher und transparenter gewandelt hat. Für Tankstellen brauche ich weder Apps, Roamingverteäge die ständig ändern etc…

Da es unglaublich viele Markenjünger der etablierten Hersteller gibt die aus div Gründen niemals Tesla oder andere Marken als ihr Premiumbrand kaufen würden können wir nur hoffen dass diese endlich ihren fossilen Vorsprung in elektrische Antriebe überführen.