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E-Autos und Benzin-Kriege: Warum interessiert das niemand?

Wenn ich die immer hitzigeren Schlagzeilen um den Mittleren Osten lese (z.B. hier: spiegel.de/politik/ausland/ … 72370.html), wenn ich sehe, wie viele Kriegswaffen wir in wirklich instabile Laender verkaufen, wenn ich sehe, was fuer einen politischen, militaerischen und wirtschaftlichen Aufwand wir betreiben, um Oel, Diesel und Benzin zu foerdern, befoerdern, rafinieren und zu verbrennen - da frage ich mich wirklich, warum niemand ueber diese Aspekte redet?

Wie viel freier koennte unsere Aussenpolitik sein, wenn wir nicht Gas und Benzin importieren muessten?!

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Ich denke das viele einfach Probleme haben, die sich schiere Menge an Öl die verbraucht wird vorstellen zu können. Da wird dann mit Lithium, Kobalt und Metalle der seltenen Erden argumentiert. Nach dem Motto, dass der Teufel mit dem Beelzebub ausgetrieben wird. Dabei werden halt zwei Tatsachen ignoriert.

  1. Es braucht Grössnordnungen mehr Öl als alle Rohstoffe zur EV Produktion.
  2. Die Rohstoffe werden vom EV nicht verbraucht.
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Hinzu kommt, dass man mit dem Kauf von Öl meist direkt Terrorregime oder dem Terror sehr nahestehende Regime finanziert.
Alternativ mit Fracking Öl den irren Donald Trump oder den Zar von Russland.
Jegliche fossile Brennstoffe sind neben dem Umweltaspekt auch moralisch höchst bedenklich.

Dass deshalb auch Kriege stattfinden, sollte jedem bewusst sein.

Ich darf an dieser Stelle des Buch „Machtbeben“ von Dirk Müller empfehlen. Wenn man dieses Buch gelesen hat, wird einem einiges klar und deutlich.

Die Welt ist ein riesiger Sandkasten, in dem wir spielen und uns streiten, wer den größten Lolli hat…

Ich glaube all das und eine gehörige Portion “es kann nicht sein, was nicht sein darf!”…

Ich werde das auf jeden Fall weiter in meinem Freundeskreis zum Thema machen.

Menschen sind schlecht darin Dimensionen abzuschätzen und zu vergleichen. Die einzelne Meldung eines brennenden Model S in Shanghai(!!) wird als bedrohlicher wahrgenommen als die regelmäßige Meldung eines brennenden Verbrenners im Lokalteil oder den Verkehrsnachrichten. Aktuell wird genauso eine Augenreizung bei Lamas (Lithiumgewinnnung) bzw der sinkende Grundwasserspiegel als ähnliche Umweltkatastrophe wahrgenommen wie das Öldesaster im Golf von Mexico.

Wir können ja mal Berichte über Umweltschäden durch Ölförderung sammeln - und sie denen entgegenhalten, die auf das Problem der Kinderarbeit im Kongo (das man selbstverständlich ernst nehmen muss) als Argument gegen E-Autos verweisen.

Ecuador: welt.de/gesundheit/article1 … macht.html

Nigeria: deutschlandfunk.de/nigerias … _id=392066

Berichte aus den beiden o.g. und weiteren 3 Regionen, u.a. Kanada (Seite 50): wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Pub … gionen.pdf

@just_cruise - super Idee! Und es sind ja nicht nur Umweltschaeden! Oel & Gas zerstoert ganze Volkswirtschaften und foerdert Korruption:

spiegel.de/politik/ausland/ … 71217.html

Und Senegal ist eines der besser laufenden Laender… Ekelhaftes Zeug was sich da viele in den Tank knallen!

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Ich will ja kein Spielverderber sein, denke aber das all die Probleme mit Öl und Gas durchaus bekannt sind.
Wenn ich irgend Jemanden im privaten Gespräch befrage, wissen doch alle im Grunde von den Zusammenhängen in Politik, Wirtschaft, Militär und Umwelt.

Aaaaber, der Normalo da draußen will das gar nicht wissen und blendet die unschönen Begleiterscheinungen der fossilen Brennstoffe aus. Es ist einfach zu anstrengend sich und sein Leben zu ändern. Mal den BUS oder die UBahn nehmen…nö…persönliche Freiheit und so.
Bestes Beispiel…Geschwindigkeitslimit…da wird es wohl wirklich jedem klar!

Das will ich gar nicht abstreiten. Aber die Situation ist doch absurd: nehmen wir an heute wuerden E-Autos und Verbrenner beide von „null“ starten - die Verbrenner wuerden gar nicht erlaubt werden:

  1. Sie brauchen einen Rohstoff, den wir nicht im Land haben, den man nicht wiederverwerten kann, der giftig, krebserregend ist? Der unter extrem fragwuerdigen Bedingungen abgebaut wird? Internationalen Terrorismus erzeugt/unterstuetzt? Der in schoener Regelmaessigkeit Umweltkatastrophen verursacht? Oelpest erzeugt?
  2. Verbrenner zerstoeren unser Klima und kosten unsere Volkswirtschaften Milliarden Euro (einfach mal bei MunichRe nachsehen, welche finanzielle Schaeden Klimawandel schon heute(!) erzeugt!)
  3. Verbrenner muessen hochexplosives, giftiges, krebserregendes Gemisch ueberall „tanken“ - so eine Tankstelle waere heute nie genehmigungsfaehig, wenn es nicht eine Tradition der Tankstellen gaebe - das wuerde als viel zu dreckig, gefaehrlich, giftig verboten!
  4. Die deutsche Wirtschaft und Politik geraet durch Verbrenner zum Spielball internationaler Interessen - eine eigenstaendige Politik wird erschwert, weil man sich (volks-)wirtschaftlich abhaengig macht?!? (Immer bedenken: wir haben im AA eine extra Stabsstelle fuer Energie-Aussenpolitik, die dafuer sorgt, dass alles politische gemacht wird, um Gas und Oel aus despotischen Laendern weiterhin in DE verkaufen zu koennen).

Und Strom landesweit zu verteilen ist wesentlich einfacher als Benzin zu verteilen…

Unsere Kinder werden unsere Generation - voellig zu Recht - als wahnsinning, blind, faul und heuchlerisch verurteilen :angry:

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@SebastianR: +100! Das Gedankenspiel „beide bei 0 starten“ führt immer zu einem extremst eindeutigen Ergebnis.

Das ist doch alles ganz einfach:

  • das sind eingefahrene Strukturen der Otto-Normal-Erdling hasst Änderungen
  • Man spricht ja hier auch von Öl-Industrie, wo alle Player in der Nahrungskette sehr gut dran verdienen. Wenn weniger Öl verfahren wird verdienen die alle weniger Geld, wer will das schon…
  • also daran wird keiner was ändern wollen, der dran verdient - wer von euch hätte schon Bock seinen Job hinzuschmeißen, nur weil jemand sagt „so wie du Jahrzehnte dein Geld verdient hast, ist schlecht, das geht jetzt nicht mehr…“

Aber, bevor wir jetzt wieder Gott und die Welt für die ganze Missere verantwortlich machen:

  • Rechte Hand zur Nase führen und einmal kräftig drücken
  • jeder von uns weiß, das wir mehr Rohstoffe verbrauchen als natürlich nachwachsen
  • jedem der Auto mit Verbrennungsmotor fährt sollte klar sein, dass wir uns aus einem riesen Ölfass bedienen, dass keiner nachfüllt und wie das dann halt so ist, wird auch das größte Ölfass mal leer sein. (ist doch alles gut, wenn das Ende erreicht ist, bevor der Klimawandel den Planeten unbewohnbar macht…)
  • bisher waren die Alternativen recht dünn, wenn man mobil sein wollte - seit kurzem sind z.B. BEV’s alltagstauglich und werden immer bezahlbarer. Die lösen zwar auch nicht alle Rohstoffprobleme, aber man hat zumindest die Möglichkeit, diese Rohstoffschonend zu bewegen. Also Augen auf beim Autokauf
  • Ja, aber die Konzerne… mag der ein oder andere nun denken - egal, in eine paar Jahren haben die Fridays-for-Future Aktivisten die Möglichkeit dort Konzernchef zu sein und alles zu ändern was schief läuft, und das tun die sicher auch alle, so motiviert wie die gerade sind.

Und ich beziehe die Generation meiner Eltern in einem mindestens so hohem Maße ein!

Aber nicht gerzagen, es keimt Hoffnung auf!
Hier ist der Anfang gemacht.
Auf dem Dach ist viel PV.
In der Garage ist ein BEV, Verbrenner abgeschafft.
Wärme noch mit Heizöl, aber ab Ende dieses Jahr Wärmepumpe mit Erdwärme
In drei Jahren wird auch der letzte Heizölerdtank als Regenzisterne umfunktioniert.

Tschüss, Kohlenstoffkette :exclamation:
Arschkarte den Oligarchen :exclamation: :exclamation:
Dem systemischen Wahnsinn ein Ende bescheren :exclamation: :exclamation: :exclamation:

Ich bin nicht der Erste, ich werde nicht der Letzte sein.
Macht Alle mit :exclamation:

Wer argumentiert dass in der ganzen Auto/Ölindustrie Unsummen verdient werden vergisst eines:
Die Gewinne derer sind der Verlust bzw. Kosten anderer.
Umstellung auf E-Autos, oder gar einer autonomen Flotte würde unser aller Leben stark vereinfachen und billiger machen.

Mich wundern zwei Punkte:

  1. Man finanziert über das Öl den internationalen Terrorismus, gibt aber anschließend zusätzlich noch Milliarden aus, um ihn wieder zu bekämpfen.

  2. Bei der Stromerzeugung wird Panikmache betrieben, obwohl dort die Wertschöpfung praktisch vollständig bei uns im Land bleibt, besser geht es doch kaum.

Letztens ein Meeting mit ca. 15 Geschäftspersonen gehabt, nicht meine üblichen Kunden, alles top Leute mit umfassenden Wissen. Mein Kumpel kommt bei einer Gelegenheit auf das Thema E-Autos und verweist auf mich als Infogeber bzg. Technik. Noch bevor ich den Mund hab aufmachen können, kamen min. 15 übliche Frasen übers E-Auto. Alles ganz schlimm, Öko Bilanz ein Desaster und keine Reichweite… Zitat „Der Model X hat bei Vollgas gerade so 100 KM Reichweite“. Wasserstoff ist die Zukunft… als ob Wasserstoffautos bei +200km/h mehr Reichweite hätten… ich hab zwei drei einschlägige Argumente eingebracht (echte Fakten über ein longrang z.b. und wie ist das mit dem Erdöl? wächst direkt an der Tankstelle an den Bäumen…), ging an taube Ohren. Einer meinte Daimler hat ja jetzt auch ein E-Auto… die Augen der Leute war auf einmal so: :open_mouth: … einer zuckte im Handy Bilder vom EQC. Ich sagte nur: Kauft das Auto, ist ein super Wagen. Ladesäulen gibt es auch überall.

Im Nachgang kam einer auf mich zu und bohrte etwas nach… ich zeigte im Handy die Tesla SuC Karte… er war baff und sagte, das wusste er garnicht. Auf seiner Hauptreiseroute von 850 KM haben wir 12 SuC gezählt, max 3 braucht man wirklich.

Was ist damit sagen möchte, wenn das der Bildungsstand zum Thema E-Mobilität ist, wohlgemerkt bei Personen die weit sechsstellig verdienen, dann kann man sich grob einordnen wo der Normalo unterwegs ist. Meine Meinung steht schon lange fest, das Thema E-Auto wurde von Anfang an komplett falsch verkauft. Und hat sich nicht wirklich vorwärts entwickelt. Der Fahrspaß sollte im Vordergrund stehen, das seidenweiche fahren (ein V8 ist ein D** dagegen), kein bremsen nötig (nervt mich am meisten wenn ich mal ein anderes Auto fahren muss), das nutzen von Sonnenstrom sollte mal von jemand in den Vordergrund gestellt werden… und und und…

Dieser ZOE Werbespot von damals war mit das beste zum Thema E-Auto:
youtube.com/watch?v=Gqy5-e5-ZOE

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Ich finde es auch immer wieder erschreckend, wie viele gut ge- und ausgebildete Menschen, die eigentlich auch gut informiert sind, einem so einen Käse über Elektromobilität erzählen. Oder gar keine Ahnung haben, was mir ja fast lieber ist.
Natürlich sind Elektroautos nicht die Lösung der Umweltprobleme im Verkehr und nur ein Teil der dringend erforderlichen Verkehrswende, denn auch diese brauchen Rohstoffe und sind komplexe technische Geräte, die aus Verbundmaterialen etc. bestehen. Umweltfreundlicher ist Laufen oder Radfahren.
Aber das mit dem Rohstoff Erdöl ist so eine Sache. Das will keiner so genau wissen. Oder gar nicht.
Es haben sich halt alle daran gewöhnt, dass es an jeder Ecke eine Tankstelle gibt. Wie das Zeug da hinkommt, unter welchen Umweltschäden (Nigerdelta, Golf von Mexiko, Alaska, etc.) es aus der Erde geholt wird, woher es kommt und wie und mit welchem Energieaufwand es produziert und transportiert werden muss, bis man es in den SUFF füllen kann, das wird ausgeblendet.
Es wird immer nur in etwa so gerechnet: Mein Auto verbraucht nur sieben Liter Diesel und das entsteht auf wundersame Weise im Tank unter der Tankstelle. Dann wird vorgerechnet, dass der Akku des Elektroautos in der Produktion ja so viel CO2 produziert, dass man mit dem Diesel bis zum Mond und zurück fahren könnte. Und dann kommt ja de Wasserstoff und die E-Fuels. :unamused:
Wenn man dann versucht, einmal darzulegen, dass auch für den Vorverarbeitungsprozess für Transport und Raffinierung Massen an Strom verbraucht werden, dann will das keine hören. Statt dessen bekommt man dann gesagt, dass man als Elektroautofahrer ja persönlich Schuld ist an Garzweiler II und der Rodung des Hambacher Forstes. :open_mouth:
Die Wissenschaftlerin Claudia Kemfert hat ja schon 2013 vorgerechnet (Kampf um Strom oder so ähnlich, sehr lesenswert, auch das Folgebuch aus 2017), was wir jährlich an Geld (Milliarden) für Gas und Öl an diktatorische Regime in obskuren Ländern ausserhalb Europas überweisen und und dann aber beschweren, dass die EEG-Umlage ein paar Cent pro kWh kostet (die aber im Land oder zumindest in Europa bleiben und hier Arbeitsplätze in der Wind- und Solarindustrie schaffen), weil sich der Staat aus der Finanzierung dieser neuen Art der Energieerzeugung zurückgezogen hat - was er aber bei der Kernenergie getan hat. Und sie rechnet auch wunderschön vor, was da noch so alles auf den Stromkunden und Steuerzahler zukommt, wenn die Kern- und Kohlekraftwerke „zurückgebaut“ (tolles Wort) werden müssen. Atom- und Kohlestrom sind nur deswegen so billig, weil diese Kosten und bei der Kohle die Klima-Folgekosten nicht einberechnet werden.
Holger Laudeley (der mit den Balkonkraftwerken, ecubesystems.de/index.html) sagt, dass der Strompreis deswegen auf bis zu 55 ct/kWh steigen könnte. Das geht frei nach dem Motto: Gewinne werden privatisiert, Verluste sozialisiert.
Aus meiner Sicht ist und bleibt es so, dass man Strom eben aus erneuerbaren Quellen erzeugen kann oder besser könnte, wenn man denn wollte, bzw., eine Regierung hätte in DE, die gerade in Form des ehemaligen Wirtschaftsministers Gabriel von der SPD so ziemlich alles tut, um die Energiewende auszubremsen und vor allem eine Demokratisierung der Stromversorgung durch dezentrale Energieerzeugung zu verhindern.
Die Hoffnung ist, dass immer mehr Bürger sich das bei den nächsten Wahlen nicht mehr bieten lassen werden.

Viele und gerade gebildete Menschen lesen viel Tagespresse. Das verzerrt die Wahrnehmung enorm, da vieles dort politisch und wirtschaftlich beeinflusst dargestellt wird. Wer sich tiefer mit diesen Themen beschäftigen will empfehle ich Daniele Ganser z.B. auf youtube.

z.B.
youtube.com/watch?v=4bF-3rulJz0 (Thema Presse)

youtube.com/watch?v=UmGzQhaiJ9I (Energiewende statt Erdöl)

Der Papst der Verschwörungstheorien als Empfehlung für neutrale Presse ist jetzt aber auch abenteuerlich :wink:

Nun, meiner Erfahrung der letzten 30 Jahre nach ist der Bildungsstand allgemein bei Schlipstraegern aus dem oberen Management im Vergleich zu Ihrem Verdienst erschreckend gering :laughing:

Spass beiseite: Der Effekt kommt durch das permanente verbreiten von Luegen und Halbwahrheiten durch die entweder unfaehigen oder korrupten Qualitaetsprogapandamedien zustande. Dagegen anzugehen ist muehsam, da geht es einem wie weiland Don Quijote.

Ich mache es trotzdem. Durchaus mit SEHR klaren Worten, wenn mir einer mit so einem FUD-Stuss um die Ecke kommt. Die Schonzeit ist vorbei und mann muss die Luegen direkt beim Namen nennen, anders geht es nicht.