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Dümmlicher Anti-eAuto-Rant in Regionalzeitung

Hallo,

ich gestehe jedem seine eigene Meinung zum Thema eMobilität zu und habe nichts gegen konstruktive Kritik, aber bei dieser vollkommen realitätsfernen und unreflektierten Kolumne einer Regionalzeitung in Oberösterreich rollt es mir echt die Fußnägel hoch :unamused:

Mod Note: Scan des Artikels entfernt, da urheberrechtlich geschützt.

Das ist dann genau die Stimmung die an den Proll-Stammtischen verbreitet wird und die dafür sorgt dass sich die Gegner der eMobilität bestärkt fühlen. :imp: :imp:

Ich hab meinen - versucht konstruktiven - Standpunkt der Redaktion kundgetan.
Wer das auch - in konstruktiver Art und Weise - tun mag: redaktion@extrablick.at

lG
Gawan

Nicht persönlich nehmen, aber meine Meinung: Für sowas bedarf es wohl keinen eigenen Thread. Das ist es nicht wert. Das kann auch in bereits bestehenden Themen besprochen werden.

z.B.
Elektromobilität in Presse und Internet
oder
Die Mär vom sauberen E-Mobil

Zweitens, eingescannte Zeitungsartikel fallen unter das Urheberrecht und sollten hier nicht ohne Genehmigung/Absprache eingestellt werden.

Wer den Artikel der sich wie ein Propaganda Artikel von Russia Today liest sehen will, kann das direkt auf der Homepage vom „extrablick“. Finde es gut, wenn du deinen Standpunkt an die Redaktion sendest. Habe auch eine kurze, konstruktive Nachricht an thomas@extrablick.at geschickt. Finde es wichtig gerade auch an so „niederschwellige“ Zeitungen eine Gegendarstellung zu senden.

Jepp - geschrieben…

detto, mit links zum vortrag von rainer klein, und blog post von auke hoekstra - die beide recht rezent sind, und eine gute zusammenfassung der falschargumente haben.

[Besonders faszinierend finde ich bei der Antwort, das exakt die Behauptung bzgl Energiebedarf Batterieherstellung exakt der eine Punkt getroffen wird, der von Hoekstra (und einfacher ökonomie) widerlegt wird].

Sehr geehrter Herr Scheffenegger,

vielen Dank für ihre Zeilen zu meinem Blickwinkel in der letzten Ausgabe des extra-blick. Keine Angst, ich gehöre keiner wie immer gesteuerten Lobby an. Ich hab mich nur in letzter Zeit sehr für das Thema E-Mobilität interessiert, weil ich von Experten aus der Energie-Wirtschaft, Automobilbranche aber auch von örtlichen Feuerwehren und Rettungsorganisationen Dinge über Elektro-Autos, den Umgang damit und die Rohstoffgewinnung gehört habe, die ich nicht glauben konnte und wollte.

Ich habe mir daraufhin zahlreiche Filme und Dokumentationen zu diesem Thema in verschiedenen TV-Theken angeschaut, eine der besten meiner Meinung nach und auch neutralsten ist die WDR-Doku
"Kann das Elektroauto die Umwelt retten?“, in der Vertreter aus allen Lagern (Autoindustrie, Physiker, Umweltaktivisten, Politiker) zu Wort kommen, nachzuschauen unter folgendem Link:
youtube.com/watch?v=aS_xTJmzdgA

Die Kolumne im extra-blick mag vielleicht etwas überzeichnet sein, da gebe ich Ihnen schon recht. Wenn man sich diese Dokus mit pro- und contra-Meinungen verschiedenster Experten anschaut, findet man darin aber viele meiner Argumente wieder, die sich ganz einfach nicht wegdiskutieren lassen.

Wenn man bedenkt, dass für die Herstellung für ein einziges Elektroauto derzeit 17 Tonnen CO2 in die Luft geblasen werden – und diesen von angesehenen Wissenschaftern berechneten Wert bestreitet auch die Autoindustrie nicht (damit wäre ein Mittelklasse-Auto mit 6 Litern Verbrauch schon mehr als 100.000 Kilometer unterwegs), dann können E-Autos wohl derzeit nicht der Weisheit letzter Schluss sein. Und das ist nur ein Wert von vielen sehr bedenklichen. Fast alle Batteriezellen werden in China und Südkorea mit Strom aus riesigen Kohlekraftwerken hergestellt, auch das ist eine Tatsache. Für den Bau einer einzigen Batterie für ein E-Auto werden 80.000 Liter Trinkwasser, fast ausschließlich in ohnehin schon sehr trockenen Gebieten, verbraucht, und die Batterien werden immer größer, wie ja auch die Autobauer zugeben.

Um die ganze Thematik zu diskutieren und zu beleuchten, würde wahrscheinlich ein ganzes Buch nicht ausreichen. Aber glauben Sie mir, bevor ich meine Kolumne im extra-blick schreiben, die über 150.000 Menschen erreicht, recherchiere ich sehr genau, informiere mich und bilde mir meine Meinung, deshalb steht auch mein Name drüber.

Dass man diese Meinung nicht teilen muss, ist mir sehr wohl bewusst. Zu jedem Thema gibts verschiedenste Meinungen, DIE eine Wahrheit gibts nur selten.

Liebe Grüße,

Thomas Sternecker
Chefredakteur & Herausgeber

extra-blick
die Zeitung fürs südliche OÖ
Gradenweg 1
4563 Micheldorf in OÖ
Tel.: 0664 1404156
thomas@extrablick.at
extrablick.at

Am 27.11.2019 um 20:54 schrieb Richard Scheffenegger:

Guten Tag,

ich habe erfahren, dass Sie wohl auch aufgrund der in großen Teilen
übertrieben negaitven, und reißerischen Berichterstattung eines verunfallten
Elektroautos einen Kommentar in einer OÖ Regionalzeitung geschrieben haben.

Leider mußte ich feststellen, dass auch dort wieder einmal großteils Punkte
ins Treffen geführt werden, die auf überholten bzw widerlegten Studien
basieren.

Für eine fundierte auseinandersetzung mit dem Thema BEV und Resourcen kann
ich diesen sehr frischen (23. Oktober 2019) akademischen Vortrag empfehlen,
sofern Sie sich für 1 Stunde mit dem Thema in der Tiefe auseinandersetzen
wollen, anstatt wider besseres Wissen nur Stammtischparolen wiederzugeben
(2. Hälfte ist Q&A, auch noch mit einer Reihe von längst widerlegten
Vorurteilen).

Der Vortragende ist Prof. Dr.-Ing. Rainer Klein von der DHBW Mosbach

youtube.com/watch?v=D0Kg7n3ujn8

Mit leicht zu widerlegenden, plakativen aber nichtsdestotrotz falschen
Behauptungen Kolumnen zu füllen ist dieser Tage keine Kunst - die
glaubwürdigkeit des Verfassers leidet dabei jedoch massiv, auch wenn dann
vielleicht andere Themen behandelt werden, die ordentlich recherchiert
wurden.

Ich erspare es mir hier, auf diverse andere widerlegte Studien (zB zum
Energiebedarf der Herstellung eines Akkus) näher einzugehen, von denen
ausgehend diverse Artikel mit falschen Schlüssen geschrieben werden. Dazu
jedoch vielleicht dieser Link, da hier auf die in der ADAC/Johanneum
Research zusammengestellten Studie im Detail eingegangen wird.

Der Autor hier ist Auke Hoekstra, Senior Advisor Electric Mobility at
Eindhoven Technical University

innovationorigins.com/tomorrow- … ts-finest/

Freundliche Grüße,
Richard Scheffenegger

Habe die selbe Standardantwort erhalten.

Eine Frechheit wenn er schreibt, er hätte sich intensiv mit Elektromobilität befasst.