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Diskussion zur Brandgefahr bei Elektromobilen

gabs nicht mal von Philip Morris ne Broschüre zum Krebsrisiko von Rauchern? :sunglasses:

edit: ups ctr war schneller, gleicher Gedanke

…musste auch kurz grinsen :smiley:

Es sollte eigentlich entsprechende Statistiken bei Versicherungen geben aber habe auch selbst noch nie danach gesucht

Ne das habt ihr falsch verstanden, das war sogar eine Broschüre zum nicht existierenden Risiko bei Elektromobilen :wink:
Ich denke mal nicht, dass der Vergleich zum Verbrenner Inhalt war, es ging eher darum die Ängste mancher Interessenten zu nehmen.
Und dass die Angst der Menschen nicht den realen Wahrscheinlichkeiten entspricht, das zeigt ja schon die Angst vor abstrakten Gefahren wie Terroranschlägen, während man die konkrete Gefahr einer Tötungsmaschinerie die täglich auf unseren deutschen Straßen rollt als gottgegeben hinnimmt.

Die Statistiken zu den verbrannten Verbrennern gibt es in jedem Land, da hilft Google. Es verbrennen so viele, dass die Zeitungen kaum darüber schreiben.
Eine Statistik zu verbrennenden E - Autos ist schon schwieriger, es verbrennen zuwenige. Es verbrennen so wenige, dass alle Zeitungen darüber schreiben.

Seit dem Tesla auf dem Markt ist habe ich insgesamt 5 Brände mitgezählt…es waren jedesmal Unfälle wo bei einem Verbrenner noch mehr oder dasselbe passiert wäre. Ich habe sogar noch alle 5 Fälle im Kopf…

LGH

Benzin ist flüssig und schnell flüchtig. Bei einem Unfall mit Beschädigung des Benzintanks läuft das brennende Zeug überall hin und es bilden sich explosive Gaswolken.

Ein beschädigter Akku will seine Energie auch irgendwie los werden. Er brennt nicht selbst, sondern wird „nur“ extrem heiß und kann so umgebendes Material entzünden. Das passiert aber nicht explosiv, sondern es fängt langsam an zu kokeln. Genug Zeit, um anzuhalten, auszusteigen, und sich in Sicherheit zu bringen.

Einen Akku kann man nicht „löschen“. Man kann nur solange Wärme abführen, bis (salopp gesagt) die Energie raus ist. Schaum ist also die falsche Idee, weil es nichts nützt, die Sauerstoffzufuhr zu unterbinden. Was hilft, ist viel, viel, viel Wasser.

Der spektakuläre Brand, der aufgetreten ist, nachdem jemand in USA eine LKW-Anhängerkupplung überfahren und sich diese in den Akku gerammt hatte, war für einige interessante Anekdoten gut:

  • Lange bevor es anfing, zu kokeln, hat das Auto freundlich darauf hingewiesen, dass der Fahrer mal lieber rechts ran fahren und aussteigen sollte.
  • Die Feuerwehr hat das Problem erst noch verschärft, indem sie den Akku aufgeschnitten hat, um an den vermeintlichen Brandherd zu gelangen. Hier ist noch viel Aufklärung und Ausbildungsarbeit zu leisten.
  • Nachdem der Brand gelöscht und die Wärme abgeführt war, konnte der Eigentümer seine unbeschädigten Unterlagen und Kugelschreiber aus dem Handschuhfach entnehmen.
  • Der Eigentümer hat direkt ein neues Model S bestellt.

Tesla Blog Post zu dem Vorfall: teslamotors.com/blog/model-s-fire

Als Konsequenz aus diesem Vorfall wurde einige Monate später das „Titanium Underbody Shield“ eingeführt und für alle existierenden Model S auf Wunsch kostenlos nachgerüstet. Auch dazu gibt es einen Blog Post: teslamotors.com/blog/model-s-fire

Es gab einen zweiten Vorfall in engem zeitlichen Zusammenhang, bei dem ein Model S in Brand geriet: Das Fahrzeug fuhr mit stark überhöhter Geschwindigkeit auf einen Bordstein auf, hob ab, krachte durch(!) eine Mauer und wurde schließlich von einem Baum unsanft gestoppt. Dass bei so einer Misshandlung auch der Akku Schaden nimmt und in der oben beschriebenen Weise so heiß wird, dass ein Feuer ausbricht, finde ich kaum bemerkenswert. Bemerkenswert findet ich hingegen das Detail, dass alle drei Insassen des Fahrzeugs nach dem Unfall aus eigener Kraft ausstiegen und davon liefen!

Im Rahmen meiner Bemühungen um eine Ladestation in der Gemeinschaftstiefgarage unseres Mehrfamilienhauses habe ich folgendes Dokument von der DEKRA ausgegraben:

DEKRA Batterie-Sicherheit.pdf (50.2 KB)
Nur mal so als Anmerkung: 800°C ist eine Temperatur, die jeder durchschnittliche Auspuff erreichen kann. Bei aggressiv gefahrenen Sportwagen erreicht der Auspuff auch Temperaturen von deutlich über 1000°C. In unserem Model S, gibt es keine Komponenten, die selbst bei scharfer Fahrweise auch nur annähernd 100°C erreichen. Wenn man sich das mal in Ruhe klar macht, erübrigen sich schon viele Fragen nach Verschleiß und Brandgefahr…

Was willst Du mit diesem Thema erreichen? Erbitte dazu eine plausible Antwort.

Allein der Titel suggeriert schon, dass bei Elektromobilen Brandgefahr besteht. Da das Substanzlos ist, unterstelle ich genau so einfach mal sehr unlautere Beweggründe, einzig der Verunsicherung unbedarfter Leser dienend.

Vielleicht die Frau oder die Nachbarn beruhigen? Ich finde die Frage legitim.

Um den Titel zu entschärfen, habe ich mir erlaubt, ein Fragezeichen hinzu zu fügen. Ich hoffe, hiTCH-HiKER hat nichts dagegen.

Der gefällt mir besonders :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

Und noch ein Gedanke von mir (man sieht, ich habe mich schon eingehend mit dem Thema beschäftigt :wink: ): Man stelle sich mal vor, der Verbrennungsmotor wäre erst im Jahr 2015 erfunden worden. Würden damit betriebene Fahrzeuge wohl eine Zulassung für den öffentlichen Straßenverkehr bekommen? Mit 50-80 Litern hochentzündlicher Flüssigkeit in einem dünnen Blech- oder Plastikkanister unter der Rücksitzbank? :astonished: :open_mouth: :confused: Kaum vorstellbar. :mrgreen:

Um bei derartigen Diskussionen immer ein paar Beispiele zur Hand zu haben, wird im Nachbarforum eine Linkliste geführt…
http://www.goingelectric.de/forum/off-topic-stammtisch/linksammlung-ueber-fahrzeugbraende-aus-regionalzeitungen-t4103.html

Ich bin kein großer Fan von dieser Linkliste: Erstens bietet dieses Sammlung nur Anecdotal Evidence und hat keinen statistischen Wert. Zweitens: Schlimmer geht immer. Wir sollten uns mehr mit der Sicherheit von BEVs beschäftigen, als mit den Gefahren von sog. “Verbrennern“ (sic!). Zugegeben, es bleibt bei dem Thema nicht aus, dass man das BEV mit anderen Antriebskonzepten vergleicht, siehe auch meine Beiträge weiter oben… Und drittens hat diese Sammlung von Zeitungsartikeln über Unfälle und Unglücke einen voyeuristischen Touch, der mir zutiefst zuwider ist. Aber ja, es gibt diesen unglückseligen (unglück-seligen?) Thread nun mal, und insofern gehört der Link wohl auch hierher.

Die Brandgefahr ist bei Elektromobilen aus den besagten Gründen deutlich niedriger als der sprichwörtliche Verbrenner, denn dieser verbrennt sich gelegentlich ungeplant selbst:

  • technischer Defekt (siehe nagelneue 911er-Rückruf, Ferraris, Lambos etc)
  • mit heissem Auspuff/Kat auf Wiese geparkt
  • Unfall

Beim Unfall ist das unangenehme dass es manchmal gleich explosiv zugeht, also gleich alles abbrennt und die Insassen nicht am Unfall, sondern am Brand sterben.

Letzte spektakuläre Fälle:

  • Paul Walker Porsche Carrera GT (Porsche ist verklagt)
  • Bus/Holztransporter 43 Tote wegen Brand, siehe z.B. hier:

n-tv.de/panorama/Lastwagen-d … 03386.html

Bei Elektroautos völlig undenkbar. Wären die elektrisch unterwegs gewesen hätten die alle überlebt. Deswegen kann man eigentlich nicht mehr in einen Verbrenner einsteigen, das sind rollende Brandbomben.

Deshalb Titel des Beitrags bitte ändern, es wird ein falscher Eindruck erweckt, nämlich dass eine Brandgefahr besteht bzw. bestehen könnte (=Fragezeichen). Das ist bekanntermaßen gerade nicht der Fall.

Batterien sind im allgemeinen schon sicherer als Behältnisse mit brennbaren Flüssigkeiten. Dennoch, bin grade hierüber gestolpert: http://m.spiegel.de/panorama/a-1060048.html
Lebensgefährliche Verletzungen mit E-Zigarette.

Findest Du das nicht ein bisschen übertrieben? Das haben Fragen doch nun mal so an sich, dass sie die Antwort nicht bereits enthalten. Es ist doch trotzdem erlaubt, die Frage zu stellen und Informationen zusammenzutragen!

Nunja. Der Grund für das Anlegen der Liste war: Meldungen über Brände herkömmlicher Fahrzeuge kommen kaum aus dem jeweiligem Lokalblatt heraus, während bei einem Brand eines E-Autos weltumspannend berichtet wird.

Ich weiß. Ich halte das trotzdem für eine relativ sinnfreie Aktion. Statistiken mit soliden Quellen sind wesentlich hilfreicher, und wenn man die hat, braucht man die Sensationsartikel aus den Käseblättchen nicht mehr. Gleiches mit Gleichem vergelten ist nicht mehr zeitgemäß!

Gib mal bei google „Brandgefahr Elektromobile“ ein. Da wird dann genau dieser Beitrag als erstes angezeigt, und zwar im Header in fett blau und zwar ohne Fragezeichen !! Ferner darunter ebenfalls ohne Fragezeichen. Es wird deshalb der Eindruck erweckt dass es eine Brandgefahr bei Elektromobilen gibt. Vielleicht wäre es eine gute Idee dass Eröffnungsbeiträge nicht sofort freigegeben werden, sondern erst durch einen Admin freigegeben werden und die Admins bestimmen wie der Titel lautet wegen der Google-Einträge. Technisch sollte das ja kein Problem sein.

Wir hatten das ja schon ein paar Mal und man gewinnt tatsächlich den Eindruck dass unabsichtlich oder absichtlich damit solche Google-Einträge erzeugt werden um die Elektromobilität allgemein oder Tesla in schlechtem Licht erscheinen zu lassen. Ich bitte um Abstimmung/Diskussion dieses Problems zwischen den Admins und mit Thorsten um das besser in den Griff zu bekommen.

Ui, ist doch perfekt.

Jemand der sich über das Thema informieren will, wird von Google also direkt hier ins Forum geleitet und sieht auf eine neutrale Frage dann direkt einige Antworten, die zeigen, dass bei der Gefahr von Bränden mit Elektroautos maßlos übertrieben wird.

Leider sieht er dann auch, wie sich hier manche – in meinen Augen recht unhöflich – über den TE hermachen, weil er etwas gesagt hat, was beim schnellen Überfliegen als „Jehova“ verstanden werden kann. Und bildet sich dann vielleicht ein vorschnelles Urteil zu Tesla-Fahrern (sektenhafte Paranoiker). Obwohl hITCH-hIKER hier bereits sehr viele Posts im Forum hat, die jedem deutlich zeigen sollten, dass er keinerlei böse Absichten zu Elektroautos hegt. Einen gewissen BMW-Fanboy kann man zwar herauslesen, so dass Tesla-kritische Beiträge vielleicht noch mit BMW-Marketing „zerredet“ werden könnten, aber unsachliche Beiträge gegen Elektroautos wird es vom TE wohl nicht geben! Wer dann gleich böshafte Absichten unterstellt und arrogante Beiträge verfasst, verstößt IMHO schlicht gegen die Netiquette. Vielleicht sollten die Admins sich darüber mal Gedanken machen, bei manchen Beiträgen fasse ich mir echt an den Kopf.

Ja, sicher wollte hITCH-hIKER die Elektromobilität in schlechtem Licht erscheinen lassen, nachdem er vorher für ein Verbot von Verbrennungsfahrzeugen aus Gesundheitsgründen eingetreten ist (oder so in die Richtung jedenfalls). :unamused:

Wenn wir jetzt unter uns wäre, würde ich einige Bilder aus dem elweb von abgebrannten Elektrofahrzeugen einstellen. Mini el Serie 1, Twike, Tazzari und ein Twizzy habe ich zu bieten.

Bei den Serie 1 mini el gab es einen Trafo der sich in der ersten Serie gerne durch die Bodenwanne geschmolzen hat, später gabs bei wilden Basteleien mit Li Akkus auch den einen oder anderen Brand.
Bei mindestens zwei Twikes gabs Brände aus ähnlicher Ursache
Ein Tazzari ist mal aus unerfindlichen Gründen abgefackelt.
Bei dem abgebrannten Twizzy war es Brandstiftung, offensichtlich fürchtete jemand irgend etwas…
Bei Daimlers ist mal ein Versuchs E-Smart abgebrannt, offenbar in einer Tiefgarage in Böblingen. Der Böblinger „Feuerwehrhäuptling“ macht seither massiv Stimmung gegen die Ladung von E-Fahrzeugen in öffentlichen Tiefgaragen.
In Filderstadt in der Schrottpresse hats mal gefackelt, offenbar hatte man bei einem Versuchsfahrzeug vergessen den Akku auszubauen, vor der Verschrottung.
Bei allen mir bekannten Bränden, handelte es sich entweder um Kleinserienfahrzeuge und oft um windige Basteleien.

Im Rahmen der VDI Richtlinie zu Ladeinfrastruktur haben wir das Thema laden in TG nochmal bewertet. Wir sehen kein höheres Brandrisiko beim E-Fahrzeug gegenüber einem Verbrennerfahrzeug. Geladen werden muss über qualifizierte Steckverbinder.

VG
Ralf