Diskussion zu Softwareversion V10.2 2020.12

Bei mir ist es auch nicht immer gleich… manchmal keine Änderung, manchmal 1-2km, manchmal 8-12km.
Schwer zu sagen, ob es sich hier um die gleiche Ursache handelt…

Radar ist auch keine magische Kugel. Nur drei Überlegungen dazu (es gibt viele Bücher mit mehr Details):

  1. Die Wellenlänge von Radar ist um mehrere Grössenordnung länger als von Licht. Proportional dazu sinkt die Auflösung der generierten Echos resp. des gesamten Bildes (zB in der Distanzauflösung), auch wenn das einzelne Echo noch korrekte Informationen enthält (zB die Distanz des reflektierenden Objekts respektive dessen Vorderkante zum Radar hin).

  2. „Irgendwie“ muss aus einem Radarbild der interessierende Anteil herausgezogen werden. Am einfachsten geht dies mit Objekten, die sich bewegen, da bieten sich zwei Methoden an: 1) Vergleich zwischen den Abtastungen mit einem gewissen Zeitintervall, genügend gross/geglättet/filtriert dass nicht jedes Rauschen gleich in einer Detektion endet und 2) Analyse des Dopplereffektes. Letzterer ist zwar sehr präzise, hilft aber nur bei der Detektion von Objekten, welche eine genügende Radialgeschwindigkeit aufweisen (Anteil der Bewegung auf den Radar zu oder davon weg). Stehende Objekte werden dabei halt nicht einfach „magisch“ gesehen. Um nun bei einem sich selbst bewegenden Radar nicht alles statische (den Boden, die Häuser, parkierte Fahrzeuge, etc.) als sich bewegende Objekte zu detektieren, kompensiert man den Doppler des Radars resp. dessen Vermessung mit der Eigengeschwindigkeit. Nur führt man hier auch einen Fehler ein: Nur die Vermessung exakt parallel zur Bewegungsrichtung des Fahrzeugs hat genau den gleichen Wert des Dopplers der Eigengeschwindigkeit. Da ein Radar kein Laser ist und im Winkel seitlich und in der Höhe in viele verschiedene Richtungen gleichzeitig strahlt / empfängt, nimmt der Unterschied im Doppler mit grösserem Winkel zu. Auch hier, man kann entweder die Unterdrückung stärker einstellen und erwünschte Bewegungsziele wegwerfen oder mehr falsch positive Signale akzeptieren. Eine Detektion kommt letztlich nie „magisch“ zu Stande, es sind immer irgend welche Grenzwerte involviert.

  3. Die Auflösung ist nicht nur in der Distanz (Wellenlänge und Signalverarbeitung) limitiert. Ein Radar hat auch eine Limite in der Auflösung im Winkel im Azimuth und in der Elevation. Da ich das Design der von Tesla verwendeten Radarsysteme nicht kenne, kann ich hier nichts Belastbares sagen. Anzunehmen, dass eine Kamera (oder das Auge) eine um Grössenordnungen höhere Winkelauflösung hat, ist aber sicher nicht falsch. Ich wäre sogar nicht überrascht, wenn der Radar nur in 2D arbeitet, also Distanz und Winkel im Azimuth vermisst. Das Bild wäre damit sozusagen immer nur im Grundriss vorhanden und alle Höheninformation auf eine Fläche projiziert. Damit ist dann aber auch ein Objekt wie eine Brücke/ein Balken in der Realität zwar höher, optisch (Auge / Kamera) so erkannt, im Radarbild aber als Hindernis quer über die Fläche. Dann muss sie nur noch hoch genug sein, dass sie über den oben erläuterten Winkelfehler einen Dopplereffekt nach der Kompensation+Schwellwert generiert und dann kann der Radar (der ja immer auch nur die Vorderkante sieht), dies nicht mehr von einem querstehenden Hindernis unterscheiden und lässt dies als gültige Detektion in die Verarbeitung einfliessen.

Der Vorteil von Radar gegenüber Licht ist natürlich, dass man eine aktive Ausstrahlung hat und damit selbst eine Distanz messen kann. Das geht auch anders, die Diskussion LIDAR versus Kamera lässt grüssen, Vor- und Nachteile sind halt abzuwägen. Weitere Vorteile sind die unterschiedliche Beeinflussung zB durch Dunkelheit (dem Radar egal), dafür sind die verwendeten Frequenzen von Autoradars sehr stark durch Wassermoleküle in der Atmosphäre gedämpft, was sich in einer reduzierten Reichweite niederschlägt. Nur so kann aber überhaupt eine hohe Verbreitungsdichte von Radarsystemen mit einem endlichen Frequenzspektrum erreicht werden, ohne dass zB der Radar in meinem Tesla von einem System in einem Fahrzeug in grösserer Distanz gestört wird. Natürlich gibt es hier noch andere „Tricks“, um dies zu unterdrücken, aber die Physik mit der Dämpfung der Signale ist unbestechlich um das Spektrum zu reinigen.

Das so ein paar Gedanken dazu und ist leider komplett off-topic - mea culpa.

Danke für diese ausführliche Antwort!

Ich denke es wurden auch an der Klimatisierung Optimierungen vorgenommen. Morgens in der Kälte im Automatikmodus stellte sich die Lüftung auf 3 und die Klimaanlage wurde abgeschaltet. Früher ging die Lüftung nie unter 4. Mittags als es wärmer wurde fiel mir dann auf dass sich Umluft einschaltete und die Lüftung von anfangs 6 bis runter auf 2 ging. Ich denke hier wurde optimiert um effizienter zu sein.


Das war auch dringend notwendig. Dann freue ich mich doch schon auf die nächsten längeren Fahrten bei denen ich die Klima an habe. Diesmal dann auch auf Automatik.

Das wäre in der Tat eine schöne Neuerung! Das war bisher einer der nervigsten Dinge an meinem M3… In meinem Diesel habe ich einfach die Automatik aktiviert und mich nicht mehr darum gekümmert. Ich war etwas irritiert, das ich bei einem Tesla jetzt aus Effizienzgründen selber an der Klimatisierung rum fummeln muss.

Vielleicht hat es der Diesel aber auch einfach sehr ineffizient gemacht. Das viel da halt einfach nicht auf… :wink:

Edit: Rollout wieder gestoppt? Gestern nur 34 neue Installationen bei Teslafi?

Naja das sind jetzt die ersten paar Prozent die die Firmware bekommen. Jetzt folgt ein paar Tage Pause. Wenn keine größeren Probleme auftauchen geht es auf den Rest der Flotte. Ganz normaler Ablauf

Das liegt daran, dass Verbrennungsmotore einfach einen unterirdischen Wirkungsgrad haben, sodass Klima nicht mehr weiter auffällt. Bei modernen Autos macht das nicht mehr als 0,1 l/100 km aus.
BTT: Ich bin echt gespannt auf die neue Klimaautomatik. Das haben „die“ doch aus der Model Y Firmware zu uns gebracht. Da wurde sich ja zuletzt viel Gedanken über Effizienz gemacht.

Das Model Y hat aer zusätzlich auch eine Wärmepumpe an Board (siehe z.B. hier:
[url]Model Y hat eine Wärmepumpe]). Insofern muss man sehen, was von dort fürs Model 3 an relevanten Verbeserungen kommt.

Eine Klimaautomatik hat zuerst nichts mit Effizienz zu tun, sondern eher mit Komfort.
Eine normale Klimaanlage regelt die Innenraumtemperatur z.B. nur auf den eingestellten
Wert, die Klimaautomatik nimmt dann noch die Aussentemperatur hinzu.
Wird dann auf auf Automatik gestellt ist die Innenraumtemperatur abhängig von der
Aussentemperatur, um den Wärmeschock zu mindern. Man stellt z.B. den Innenraum
auf 21° und die Außentemperatur steigt über den Schwellwert von 21° + 5°, wird die Temperatur angehoben.
Bei 35° Aussentemperatur wird also auf max. 30° gekühlt. Das ist dann in diesem Fall natürlich auch Effizienter.
Da im Model Y eine Wärmepumpe verbaut ist, die ja nichts anderes ist als eine
umgedrehte Klimaanlage, wäre es jetzt sinnvoll diese auch zum klimatisieren des
Innenraums zu verwenden, so spart man ein zusätzliches Klimaagregat.

Hast Du Belege dafür? Ich bin der Meinung, dass meine bisherigen Fahrzeuge den Innenraum auf den von mir vorgegebenen Wert gekühlt haben. Unabhängig von der Außentemperatur.

Der Unterschied Klimaautomatik ja/nein ist doch eher, dass halt ein Sollwert vorgegeben werden kann statt einfach gekühlte Luft in den Innenraum zu pusten.

Edit: Ich kann mich aber auch irren…

Laut Wikipedia muss ich Dir leider Recht geben, da war in meinen grauen Zellen
wohl etwas falsch verknüpft. de.wikipedia.org/wiki/Klimatisi … imasysteme
:cry: :blush:

Nichts desto trotz wäre eine entsprechende Option ein Segen!

Quasi eine adaptive Automatik. Das würde tatsächlich helfen.

Ich hab es mir mittlerweile angewöhnt die Außentemperatur im Blick zu haben und dann die Temperatur entsprechend zu regeln. Auf langen Touren mach ich das meist eine halbe Stunde vor Ankunft um dem Körper Zeit zu geben sich auf die Temperatur einzustellen die ihn beim Aussteigen erwartet.

Wenn das natürlich vom Auto selbst geregelt werden könnte wäre das ein extremer Komfort Gewinn

Interessant… bei Einigen geht die Reise inzwischen in die „Vergangenheit“, statt in die V10-Zukunft… :wink:

Ist meist nur ein Anzeige- bzw.Kommunikationsfehler.
Meist kommt direkt danach der Sprung zurück oder höher.

+1

Bye Thomas

Vor 20 Jahren war definitiv die Regelstrategie, dass man bei 35°C außen nicht direkt auf 21°C geregelt hat.
Die Temperatur wird heute nach meinem Wissen geregelt, dass am Körper die gewünschte Temperatur ankommt. Es werden Einflüsse wie Sonne, Klimazone usw. berücksichtigt. Daher hat die Luft an der Düse bei einer guten Klimaautomatik nicht die eingestellte Temperatur.

Nichtsdestotrotz ist die Regelstrategie unabhängig von der Klimaanlage, außer dass die Strategie die maximal mögliche Leistung berücksichtigt.

2020.12.6?

Nanu?
Zwischengeschoben?

Halten an Ampeln und Stoppschildern ohne Early Access.