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Diskussion über "Spenden an die DUH"

In der Regel schon.
Allerdings stehen in meiner persönlichen Hitliste von Organisationen, die ich am meisten verachte, nicht wirklich viele vor der DUH.
Und aus meiner Sicht ist das sehr wohl ein politsches Thema, und über solche will in im TFF wirklich nicht diskutieren.

Mehr werde ich dazu auch nicht mehr schreiben.

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So sagte ich es ja auch. Und um es noch mal deutlich zu machen und abzuschließen: natürlich geht es nicht um die Schuldfrage (also bei wem die Schuld liegt) aber es geht eben um die Konsequenzen und um die evtl Möglichkeit, Dinge evtl doch erst anders anzugehen als mit dem Kopf direkt durch die Wand, koste es was es wolle denn wie bereits erwähnt hängen auch mal ganze Existenzen an solchen Entscheidungen.

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Es tut mir leid, ich habe nicht das geringste Verständnis für diejenigen, die hier mehr oder weniger subtil sagen, die DUH sei die Verbrecherorganisation.
Die DUH stellt Verbrecherorganisationen bloß und das ist zu 100% gut und richtig. Das ist die Wahrheit und da kann man sich auch nicht mit dem kranken Argument, dass das Bloßstellen der Verbrecherorganisationen ja wegen deren weiterer krimineller Machenschaften den kleinen Mann gefährdet, rausreden.
Wir haben es in den Abgasskandal Threads ja ausgiebig diskutiert, aber lasst es mich nochmal durch einen Artikel von heute aktualisieren

wer die Verbrechen begangen hat, wer sich Jahre später vor Strafverfolgung drücken kann, weil er teure Anwälte dafür bezahlt und wem Lob für die Aufklärung gebührt.

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Danke, ich finde das eine spannende Frage! Denn sie zielt natuerlich auch auf die Eigenverantwortung von Menschen ab. Ich habe mich lange damit beschaeftigt, in wie weit es „ok“ ist, dass umweltschaedliches Verhalten akzeptiert wird, weil eine Existenz daran haengt. Die krasse Forderung waere natuerlich „darf nicht sein - Umwelt geht vor!“ - ich halte das aber fuer nicht realistisch: wir alle schaedigen die Umwelt, die Frage ist halt wie stark. D.h. Arbeit, Auskommen und Existenzen sind in meinen Augen zunaechst ein valides Argument.

Die naechste Frage ist die, wie es mit Veraenderungen aussieht: Nehmen wir mal was, was hoffentlich nicht so kontrovers ist - Asbest:

Wir sehen: seit 1943 als Berufskrankheit anerkannt und erst in 1979 verboten. Wie viele Existenzen hingen an Asbest? Aber noch interessanter: wie viele junge Menschen haben noch angefangen mit Asbest zu arbeiten, als schon laengst klar war, dass Asbest hochgefaehrlich ist?

Analog: wie viele Leute studieren heute immer noch Verbrenner an der Uni und wollen Motorenentwickler beim Daimler oder bei BMW werden?!? In meinen Augen ist seit ca. 10 Jahren klar, dass es bei Verbrennern keine Zukunft gibt.

Klar, jemand, der das 20 Jahre gemacht hat, wird mit Mitte 50 nicht mehr auf E-Autos umschulen und wird hoffen, dass er/sie sich in die Fruehrente retten koennen wird. Aber wer in den letzten 5 Jahren in dem Themenbereich neu angefangen hat, den kann ich nicht verstehen. Und da kann ich dann auch das Argument „da haengen Existenzen dran“ nicht nachvollziehen: denn willentlich in eine tote Industrie einzusteigen ist in meinen Augen reichlich dumm.

By the way: Die Spenden gehen fleissig weiter - ich akzeptiere auch gerne anonyme Spenden, d.h. man kann gerne hier hart und kontrovers diskutieren und dann heimlich doch spenden - das ist kein Problem, ich werde niemand outen. Vielen Dank an all!

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Ich glaube für eine Diskussion, und es ist ja ein streitbares Thema, ist es gut ein paar Hintergrundinfos zu haben. Daher bin ich mal so frei und teile Auszüge meiner Präsentation mit euch:

  1. Die Finanzierung der DUH:

  2. Das Fazit meiner Arbeit / Präsentation:


    → Wirkungsweise der DUH ist höchstrichterlich durch das BGH als rechtsgültig beurteilt wurden!
    → Denke jeder hier hat mitbekommen, was für einen Shitstorm Toyota abbekommen hat (dem konnte man ja eigentlich nicht entgehen). Das hat letztendlich dafür gesorgt, dass die Zusammenarbeit für das Projekt Betrachtung der CO2-Ausstöße von Politiker-Fahrzeugen beendet wurde. Als ich festgestellt habe, wie lächerlich klein der projektbezogene Betrag im Verhältnis zu den Einnahmen der DUH war, und wie extrem die öffentliche Meinung dahingehend aufgebauscht wurde, dass Toyota über die DUH den deutschen Dieselmotor verbannen will, wurde mir klar: Bei solchen Themen wie die DUH es macht, braucht man eine unabhängige Finanzierung.

-------------------------- Generell -------------------------
Ich beschäftige mich die letzten 6 Jahre meines Lebens Intensivst mit allen möglichen Themen, die Umwelt- und betriebswirtschaftliche Aspekte ansprechen. Immer wieder zu lesen, dass wir kleines Deutschland ja so viel machen und wir abwarten sollten, bis „die Chinesen“ oder „die Polen“ oder „die Inder“ mal was machen… Liebe Leute!!! CO2 in Tonnen pro Kopf: Deutschland: 7,75; China 7,07; Indien 1,69 (!!!), Polen 7,49 und der weltweite Schnitt: 4,39. Jetzt zu sagen, dass wir nichts machen können und wir total toll sind bringt mich langsam nur noch auf die Palme (mit Verlaub) - Das Wissen ist da. Die Wissenschaft ist klar.
Quelle übrigens: IEA Key World Energy Statistics S. 60ff.

----------------------Background DUH - Fallbeispiel Stuttgart -------------------
(ja ich weiß, eine sehr hässliche Folie haha :slight_smile: ) Aber was die DUH macht wurde immer wieder von verschiedenen Gerichten bestätigt, in verschiedenen Instanzen und Revisionen hat die DUH so oft gewonnen. Und ich bin froh in einem Rechtsstaat zu wohnen, wo es eine Gewaltenteilung gibt. Freunde und ehemaligen Arbeitskollegen von mir in Stuttgart hat das Fahrverbot selbst stark getroffen und ich kann jeden zu 100% verstehen, der da richtig genervt auf die DUH ist!
Hier wie es in Stuttgart gelaufen war:

Das soll erstmal von mir reichen, jetzt muss ich mal an meiner Masterthesis über die Rendite energieeffizienter Wohngebäude weiterschreiben.

Viele Grüße
Manuel

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https://www.duh.de/tempolimit

Aber das ist hier OT, weiter geht es zu dem Thema hier:

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Das sehe ich tatsächlich auch so und unterstütze das ebenfalls. Die ewige sinnfreie Raserei nervt mich persönlich sehr zumal es keinen wirklich Zeitvorteil gibt (bezogen auf die Zunahme der dafür entstehenden Gefahr sowieso nicht). Aber ist natürlich auch nur meine Meinung!

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Und genau mit dieser Forderung schießt sich der Verein bei mir so dermaßen ins Aus.

Und damit BTT. Und wem meine Einstellung zum Tempolimit nicht ins Lebensbild passt, der darf den Beitrag, so wie den von @TTom gerne melden.

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Fehlt da nicht mindestens noch eine Partei…? :wink:

Aber wie Du schon schreibst, soll es hier auch eher um die DUH gehen und „möglichst“ nicht um Politik…

Schade… Denn hier geht es ja um Diskussionen um die DUH.
Positive wie Negative…

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Ich weiß gar nicht, was man gegen eine Organisation haben kann, die „Schweinereien“ aufdeckt und auch zur Anzeige bringt.
Ich selbst bin mit 60€ Beitrag Mitglied.
Als ich hörte, dass man der DUH die Möglichkeit nehmen wollte, Spendenquittungen für’s Finanzamt auszustellen, habe ich auf 100€ erhöht.

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Die DUH hat doch nicht die Gesetze gemacht, auf deren Basis die Gerichte entschieden haben. Das waren doch die Politiker, die jetzt gegen die Anwendung ihrer eigenen Gesetze sind.

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Die DUH hat Tempo 40 statt Tempo 50 in manchen Stadtbereichen von Wuppertal durchgesetzt. Das führt dazu, dass Verbrenner bergab mehr Bremsen und ansonsten eher in einem niedrigeren Gang mit höherer Drehzahl unterwegs sind, anstatt in einem hohen Gang mit niedriger Drehzahl.
Das widerrum führt zu mehr Schadstoffausstoß und beweist, dass es der DUH garnicht um weniger Schadstoffe oder Umweltschutz geht, sondern nur darum, anderen mal kräftig ans Bein pinkeln zu können.

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Das klingt erst Mal spannend - hast Du dafuer denn eine Quelle?

Ich habe mal kurz hier nachgesehen: 2020 - Müller-BBM | Lufthygienische und meteorologischen Messungen in Wuppertal

Und da sieht es so aus, als ob 2020 und 2021 die Werte zurueck gegangen sind.

Laut dem hier wurden ab Juni 2020 die 40er Zonen als Teil des Luftreinhalteplans eingefuehert:

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Die verbesserten Werte sind möglicherweise auf Grund von verbesserter grüner Welle oder dem Umstieg vieler Fahrer von Verbrennern auf Elektro zu verdanken. Niedrigeres Tempo in der Stadt ist aber erstmal eher schädlich, als dass es nützt.

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Moment mal, was hat denn ein allgemeines Paper aus dem Jahr 2014 mit den tatsaechlich gemessenen Werten in Wuppertal ab Juni 2020 zu tun?

Und warum wird die Inkompetenz(?) der Stadt Wuppertal einen wirksamen Luftreinhalteplan ohne Tempolimits zu entwickeln der DUH angekreidet?

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Weil mW dass ganze durch die DUH aufgedeckt und angegangen werden musste.

Das Versagen meiner Stadt der DUH anzukreiden ist aber bequemer und auch deswegen eine natürliche Reaktion von uns Menschen.
Das das falsch ist, dafür Bedarf es ein „Denken um die Ecke“ :wink:
Die DUH hat damit rein gar nichts zu tun.
Es ist das Versagen der Menschen vor Ort!

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Ist das so?
Hohe Drehzahl kommt vom Tempo, das der Motor im Schubbetrieb aufnehmen muss.
Hoffentlich haben die meisten schon Schubabschaltung.
Das heißt, dass sie trotz mehr Lärm doch eher weniger verbrauchen (Schubabschaltung = Null-Verbrauch).

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Carbon Tracker hatte ich ja schon oben mit einem Beispiel von Ethiopien verlinkt - hier der dringende Aufruf, dass mehr Laender noch mehr fuer das Klima machen muessen:

Hier der Stand fuer DE:
image

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Die Schubabschaltung ist vorhanden… aber setzt teilweise erst nach 10-30 sekunden ein… und kann auch abgeschaltet werden wenn die Abgasreinigung dadurch zu sehr abkühlt.

BMW hat sich nun klar und eindeutig positioniert: sie behaupten zwar, dass ihnen das 1,5 Grad Ziel wichtig ist, aber weigern sich, das zuzusichern:

Als Beitrag zur Begrenzung der Klimaerwärmung auf 1,5 Grad will BMW den CO2-Ausstoß seiner Autos von den Rohstoffen über die Produktion bis zum Ende der Nutzung bis 2030 um 40 Prozent verringern. Das BMW-Werk Landshut zeigte in einer neuen Umwelterklärung jüngst auf, wie der Betreib auf Nachhaltigkeit achtet.

Quelle: BMW weist Forderung nach Verbrennerausstieg ab 2030 zurück - BMW

Ich finde das einigermassen frech - was BMW sagt ist wie „wir diskriminieren nicht gegen Auslaender, stellen aber nur Deutsche ein“ … kurz viel das Eine behaupten und dann das andere tun. Wie die Welt auch nach 2030 mit Verbrennern das 1,5 Grad Ziel erreichen soll ist mir nicht klar.

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