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Die Windturbine: Strom vom eigenen Dach

genau mein Gedanke, die Mischung würde es interessant machen …

Ja das mit der Mischung war auch sofort mein Gedanke. Habe die Südseite voll mit PV und das Windrad wäre perfekt für die Nordseite. Haben auch eines der höheren Häuser im direkten Umfeld, was der Effizienz helfen sollte.
Der Erfinder kommt ganz aus meiner Nähe, vielleicht nehme ich mal Kontakt auf und lass mir ein Angebot machen.
Aber bei meiner oben geschriebenen Annahme auf Basis der Angaben auf der Herstellerseite für den Ertragsvergleich in Rosenheim, komme ich auf eine Amortisation nach 40 Jahren :frowning:
Es muss sich ja nich alles immer rechnen was der Umwelt gut tut, aber so ein bisschen wäre schon nicht schlecht.

Vielleicht macht er’s ja wie Tesla… erstmal für teuer Geld an ein paar Bekloppte verkaufen… und wenn die alle abgedeckt sind werden die Preise realistisch damit sie Massenmarktkompatibel sind.

Ich habe mich vor ca. 3 Jahren auch mal intensiv mit dem Gedanken einer Klein-Windkraftanlage auf meinem Haus beschäftigt.
Habe viele Anbieterseiten und Foren (auch englische) durchforstet und bin dann zu dem Schluss gekommen, dass es leider in 99% aller Installationen rausgeschmissenes Geld ist :frowning:

Das Problem ist, dass man eine völlig falsche Vorstellung davon hat, wie oft und wie stark der Wind bei einem selbst weht. Da wird oft total überschätzt, da man sich nur an windige Tage erinnert aber nicht an Windstille.
Die Herstellerseiten gehen auch immer von viel zu hohen durchschnittlichen Windgeschwindigkeiten aus.

Einhellige Meinung, die ich damals aus meiner Recherche als Ergebnis mitgenommen habe:

  • PV ist an 99,99% aller Standorte effektiver.
  • Klein-Windkraftanlagen lohnen sich nur in sehr sehr sehr windigen Gebieten.
  • auf jeden Fall über 1 Jahr(!) an dem geplanten Standort vorher(!) eine Windmessung durchführen. Kosten ca. 300 - 500,- Euro.

Sollte sich inzwischen daran etwas geändert haben, dann lasse ich mich gerne davon überzeugen :slight_smile:

Ich bin nach etwas Recherche nun auch eher skeptisch.

Lesenswert: klein-windkraftanlagen.com/ … ftanlagen/

@Yellow

dem kann ich nur zustimmen, hier mal als Beispiel Durchschnittswindgeschwindigkeiten meiner semiprof. Wetterstation von 2010:

Month Wind High Time Day DOM DIR Wind Run (km)

Januar 3,9 46,7 23:40 28 S-SW 0.0
Februar 5,5 78,9 13:40 28 S-SW 0.0
März 6,3 62,8 13:20 26 SW 0.0
April 3,3 43,5 14:05 4 O-NO 0.0
Mai 2,2 41,8 19:00 11 SW 0.0
Juni 2,0 43,5 16:40 8 N-NO 0.0
Juli 2,1 54,7 19:40 12 SW 0.0
August 3,4 49,9 10:15 30 SW 0.0
September 1,8 33,8 17:45 24 SW 0.0
Oktober 2,3 45,1 16:00 23 O-NO 0.0
November 4,7 61,2 01:15 12 SW 0.0
Dezember 3,1 53,1 03:15 19 SW 0.0

Total: 3,4 78,9 13:40 Feb SW 0.0

Und ich wohne an einer Bergkante, wo für Besucher gefühlt immer sehr windig ist…

Ich bin ja bei „mechanischen“ Geraeten mit bewegten Teilen immer skeptisch, was die Wartung anbelangt.

Ich denke auch, dass ueber die Zeit Solar + Akku einfach zu billig wird um Wind fuer Stromerzeugung zu nutzen.

ich hatte diesen beitrag bei „einfach genial“ mdr, auch gesehen und finde es auch schön.
rechnen wird es sich warhscheinlich nicht, aber ich mag es anzusehen, und das wissen beim betrachten: hier passiert gleichzeitig etwas sinnvolles…

kosten/ nnutzen sind in den üblchen regionen von D sicher nicht sooo dolle und eine jahres-windmessung sicher sinnvoll. und doch schließe ich mich meinem vorschreiber an: es muss sich zwar nicht alles wirtschaftlich lohnen (siehe tesla :smiley:) aber so einwenig … ich warte noch ab.

Hier mal unsere niedersächsische Flachlandmessung. Im Schnitt sind es 5 km/h (die blaue Line) - die schwarze Linie sind die Böen - da kommt man so an die 40 km/h.

Beim Deutschen Wetterdienst gibt es Windkarten mit Windkraftnutzungseignung (80 m über Grund). Da geht es aber wohl eher um konventionelle Windräder.

Mein Haus ist jedenfalls deutlich niedriger :wink:

Bungalow?

Bin grundsätzlich auch ein Windrad Fan, aber bei einer Haus Dach-/Wandmontage ist Vorsicht geboten bezüglich Schall/Vibrationsübertragung auf das Gebäude.
Und die Mast Geschichte bekomme ich bei unseren kleinen Grund(2.000m2), niemals bei der Chefin durch!!! :wink:

Hi !
Baurechtliche Dinge sind auch nicht zu vernachlässigen !
Wir wohnen in SH - Wind ist hier unser Geschäft !
Seit drei Jahren kann ich Wind sehr gut messen und archiviere in 5 min Intervallen die Rohdaten.

Lange Rede kurzer Sinn. Es ist zu wenig Wind in der avisierten Bauhöhe von ca. 9,5m-10m vorhanden. Wenn man mit Profis in dem Bereich spricht, dann ist jeder Höhenmeter wichtig, um Relevanz zu erlangen.

Weiterhin - wie schon richtig gesagt - muss das Ding am Haus vibrationsfrei und sturmsicher angebracht werden. Wir haben in Böen schon 1-3 mal im Jahr WS 10-12 !!! Da zieht gewaltig etwas am Mast ! Das darf man keinesfalls unterschätzen.

Fazit: Pläne liegen auf Eis.

Hallo.

Bitte, Bitte, Bitte. Lasst die Finger davon Wind zu ernten der unter 30m von der Erdoberfläche weht.
Der Wind weht dort auch, zwar etwas langsamer als weiter oben. Aber das ist nicht das Problem. :open_mouth:
Das größere Problem sind Verwirbelungen.
Stellt euch einfach vor, ihr fahrt mit dem Auto 90 Grad auf eine Mauer oder nur mit 30 Grad Anstellwinkel.
Genau die gleiche Kraft geht auch bei Wind verloren.
Da könnt ihr 10m/s messen, kommt aber trotzdem nichts raus.
Das erzählt euch kein Hersteller.
Wer Strom nachts haben will-kauft sich nen Speicher.
Aber wenn Geld nicht wichtig ist. Dann ist es ein schönes Projekt.
Habe auch eine 600W Anlage im Garten.
Sieht schön aus wenn sie sich dreht. :wink:
Meine große (135m Gesamthöhe) steht nicht im Garten.

Grüße Martin.

Ich hatte mich vor drei Jahren mal mit dem Thema Kleinwindanlagen beschäftigt. Neben baurechtlichen Fragen die man nicht unterschätzen sollte (selbst in Mischgebieten ist die Errichtung oft ausgeschlossen) waren diese Kleinstwindanlagen der größte Beschiss am Kunden. Es gibt Fälle, da wurde in einem Jahr ein (1) kWh geerntet. Halbwegs interessant wird es wohl ab 15 bis 20 Meter. Und dann redet man von Investitionskosten größer 20.000 Euro und Amortisationszeiten (vor Reparaturen) von 25 Jahren.

Aktuell laufe ich durch das Gewerbegebiet wo ich arbeitet. Da haben zwei Betriebe je zwei WKAs mit einem Durchmesser von ca. 1 Meter gebaut. Der eine hat die Räder nachdem sie erst auch bei starkem Wind nicht liefen und dann nach einer Sturmnacht Flügel verloren hatten komplett stillgelegt. Bei der anderen Firma laufen sie noch, ich kann mir aber bei den Laufgeschwindigkeiten kaum einen signifikaten Ertrag vorstellen.

Bei Windkraft gilt halt: Size DOES matter.

Gilt das nicht immer? :wink:

Ich habe im Kundenauftrag schon einige Versuche mit Kleinwindkraftanlagen unter kontrollierten Bedingungen begleitet. Praktisch immer waren es VAWT (Vertikalachsenwindturbinen). Bisher hat mich keines der Produkte aus aerodynamischer Sicht überzeugen können. Für Heimanwendungen würde auf WKA verzichten. Für Sonderanwendungen (Berghütten, Segelschiff) macht es eher Sinn.

ein remscheider errichtet nach 3 jahren „kampf“ seine eigene, kleine windkraftanlagen:
rga.de/lokales/remscheid/ha … chComments

und hier im 7. beitrag zu sehen:
www1.wdr.de/mediathek/video/send … -1168.html

Ich habe eine Black 600 installiert. Zuerst an einem Mast in meinem Garten. Ergebnis quasi nichts.
Dann habe ich den Black 600 in berlin auf dem Hausdach eines 4 - stöckigen Gebäudes isntalliert, Puffer nachgerüstet…
Ergebnisse:

  • ca. 350 W bei guten TAgen
  • Beschwerden meiner Mieter wegen Geräusch
  • Beschwerde wegen Vibration

Nach einem Sturm war die Bremse im Eimer.
Nun steht ales still, sieht schön aus und die Mieter sind zufrieden.

Wer Geld ausgeben will, soll sich PV installieren. Da habe ich seit über 10 Jahren zufriedenstellende Erfahrungen mit der PV gemacht, nicht jedoch mit dem Netzbetreiber.