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Die Tesla-Kfz-Versicherungs-Rahmenverträge

Ist die Anzahl der Schäden so hoch oder „nur“ die Schadenshöhe das Problem?

Die exakten Zahlen sind so:

Beitragseinnahmen 2016 - Schadenquote 320%
Beitragseinnahmen 2017 - Schadenquote 270%
Beitragseinnahmen 2018 - Schadenquote 132% (Stand 31.10.18)

Zum besseren Verständnis: In 2016 lag die durchschnittliche Schadenquote aller Kfz-Versicherer in Deutschland bei ca. 108%

Eine spannende Frage ist doch: Welche Maßnahmen würde man selbst ergreifen, wenn man verantwortlich für so einen Rahmenvertrag wäre?

Da hat sich die Quote doch schon deutlich verbessert.
Danke für die Zahlen.
Die sehen echt böse aus.

Da die Schadenquoten bei den anderen Rahmenverträgen ähnlich waren, wird nun verständlicher, welche Probleme zu dem Verhalten von Basler, Alte Leipziger, Gothaer geführt haben. Rein mathematisch bedeutet das, dass die heutigen Preise bei gleicher Schadenquote noch um weitere ca. 20% - 30% steigen müssen, damit das Verhältnis von Einnahmen aus Ausgaben einigermaßen ausgeglichen ist.

Wenn man diese Erkenntnis nun auf die Preise der individuellen Tarifen überträgt, dürfte es auch dort tendenziell eher nach oben gehen. Wenigstens für Model S und Model X. Wie sich das mit dem Model 3 entwickeln wird, muss man abwarten.

Aber wenn man als nicht übernommener DGVO-Kunde dann bei eMover anfragt, wird man einen Vertrag bekommen?

Wenn die Frage nach Vorschäden wahrheitsgemäß mit „nein“ beantwortet werden kann, wird man zum Normalpreis angenommen. Ansonsten gibt es einen Aufschlag.

Was läuft unter „Vorschäden“? Gemeldete Vorschäden oder bspw. auch schon eine lackierte Stoßstange, die auf eigene Rechnung bezahlt wurde?

Als Vorschäden gelten gemeldete Schäden. Die hohen Quoten wundern mich nicht, wenn ich mir den aktuellen Stundenlohn meines Tesla-Autolackierers ansehe:
Netto 175,00 €. …

Ich habe leider mit meinem aktuellen MS noch einen Poller touchiert. Nächste Woche ist die Übergabe des Neuen MS. Das war, Dank des o. a. Stundenlohnes nicht
sehr preiswert. Aber wie immer, zum Glück nur Blech-, bzw. Plastik-Schaden (Heckschürze)

Vorschäden sind dem Versicherer gemeldete Schäden, bei denen vom Versicherer auch etwas bezahlt wurde. Wichtig: relativ kleine Schäden kann man im selben Kalenderjahr „zurückkaufen“, damit gilt man dann als schadenfrei.

Hatte jetzt eine Situation, dass der Kunde zwei kleine VK-Schäden von je ca. 1.200 € in 2018 hatte. Bei einem SB von 500 € je Schaden ergab das eine Erstattung von 1.400 €. Wenn man den Schaden nun „zurückkauft“, investiert man quasi 1.400 €.

Die Ersparnis bei der Kfz-Versicherung für einen dann schadenfreies Model S bei Emover24 beträgt ca. 780 €/Jahr. Das bedeutet, dass man "die Investition bereits nach knapp 2 Jahren durch eingesparte Beiträge wieder refinanziert hat. Und man hat weiterhin ein schadenfreies Auto! Besser geht’s nicht (außer man verursacht nie einen Schaden :mrgreen: )

Alles klar, danke für die beiden informativen Antworten! Vorschäden sind bei uns dann nicht vorhanden. :wink:

Moin zsammen,

ich verstehe nicht so ganz warum scheinbar viele diese Rahmenverträge bevorzugen. Die Kosten sind ja doch recht hoch. Da die meisten Eigentümer eines Tesla ja wahrscheinlich schon etwas älter sind, sind doch in der Regel auch schon SF Rabatte vorhanden.
Ich zahle 780,15€ im Jahr für die Allianz Premium bei VK SF35 mit 300,-€ und TK SF35 mit 150,-€ SB. Das ist von den Leistungen her das Beste das ich gefunden habe.

Was mich auch etwas verwundert ist die scheinbar gleiche Einstufung von MX 100D und MX P100D. Die beiden trennen ca. 40.000,-€ in der Anschaffung und kosten in der Versicherung das Gleiche. Meine Versicherung zumindest hat die Typnummer AA0 korrekt erfasst, schreibt aber P100D. Ist bei Blechreparaturen wohl egal, aber bei Ersatz oder großen Schäden doch ein Unterschied.

Warum Rahmenvertrag?
Nicht jeder hat eine hohe SF.
Keine Kilometerbeschränkung.
Keine Fahrereinschränkung ( vor allem wenn man Nachwuchs hat der noch nicht 24 Jahre alt ist).

Auch ein Peter, lächel … Dein Tarif ist auf jeden Fall super! Dein niedriger Preis kommt sicherlich auch dadurch zustande, dass:

  • dein Allianz-Mann alle Rabattregister gezogen hat, die man ziehen kann,
  • es ein Fahrzeug mit privater Nutzung ist
  • keine jungen Leute als Fahrer mit dabei sind
  • relativ wenig Kilometer gefahren werden
  • du in einer Gegend mit einer günstigen Regionalklasse lebst
  • selbst genutztes Wohneigentum und vielleicht auch noch andere Verträge bei der Allianz hast
  • dein Fahrzeug nachts in einer abgeschlossenen Garage steht

Bei anderen Leuten ist die Situation anders. Viele sind froh, dass es die Rahmenverträge gibt, weil sie sonst deutlich mehr bezahlen müssten …

Einige Punkte wurden ja schon genant. Diese Verträge stammen auch oft aus einer zeit wo es kaum Anbieter für eine Versicherung zu finden war welche einen Tesla überhaupt versichern wollte. Oder wenn dann zu einem konkurrenzfähigen Preis.

Es gibt wohl kaum ein anderes Auto, wo es bei derselben TSN so große Preisunterschiede gibt wie beim Model X. Aber wenn die TSN korrekt ist, ist es egal, was von der Berechnungssoftware als Fahrzeug unter dieser TSN geführt wird. Das wird vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) festgelegt.

Von daher kann man sich durchaus wundern, es aber nicht ändern :slight_smile:

Nun. Das ist nur teilweise richtig. Einige Versicherer sind bereit, in bestimmten Situationen individuell niedrigere Typklassen für die Fahrzeuge anzuwenden. Dann kommt eben auch eine niedrigere Prämie heraus.

[i]"Folgende Prämien (inklusive Versicherungssteuer) gelten für Sie in diesem Fall ab dem 01. Januar 2019:

Selbstbeteiligung VK/TK 500/150
Komfort 1450,-
Premium 1650,-
Model S
Ein weiterer Aspekt sind die den Angeboten/Vertrag zugrundeliegenden Bedingungen, die wir Ihnen in einem Vergleich nebst den jeweiligen Bedingungen angehangen haben. Der Komfort-Versicherungsschutz entspricht dem bisher von der Alte Leipziger gelieferten Versicherungsumfang. Im Premium-Versicherungsschutz kommen neben dem bisher schon enthaltenen Leistungskomponenten, wie 36 Monate Neuwert-Ersatz bzw. Kaufpreisersatz z.B. folgende Elemente hinzu:

  • Einschluss Innenraumvandalismus (Teilkasko)

  • Abschlepp- u. Verbringungskosten bei Fahrzeugpannen bis 1.000 EUR

  • Eigenschäden an anderen Sachgegenständen bis 100.000 EUR

Jährliche schadenverlaufsabhängige Prämienadjustierung ohne Einbringung eines eigenen Schadenfreiheitsrabattes

Ihre Prämie wird sich durch die Umstellung künftig automatisch zum Jahresbeginn reduzieren, soweit Sie im abgelaufenen Kalenderjahr schadenfrei geblieben sind; im Verlaufe der Jahre ist eine Absenkung um bis zu 68% gegenüber der heutigen Prämien möglich. Damit werden Sie - vertraglich festgeschrieben - Ihrem individuellen Schadenverlauf nach besser gestellt. Für die überwiegende Anzahl der Kunden ein weiterer Vorteil. Schadenbelastete Kunden werden moderat angepasst und erhalten eine Hochstufung um 6,25% je gemeldeten Schaden. Sind diese im folgenden Jahr schadenfrei, erfolgt wie für alle anderen eine jährlich wiederkehrende Rückstufung (siehe Bedingungen § 9 Ziff. 9.1.6.)."[/i]

Aus der letzten Mail der DGVO vom 8.12.2018.

Vertraglich abgesichert zahle ich demnächst weniger. Wenn ich den Wagen noch ein paar Jährchen länger dort versichere, zahle ich am Ende gar nix mehr ! :mrgreen:

Das liest sich auf jeden Fall spannend. Bin ebenso gespannt, ob die DGVO nach den Versuchen mit Basler und Alte Leipziger nun eine Lösung mit einer längeren Dauer als für zwei Jahre gefunden hat.

Spannend ist auch, dass ausgerechnet einige der unprofitabelsten Kfz-Versicherer in einen untertarifierten Gruppenvertrag mit Tesla-Fahrzeugen gehen… Man erwartet sicher von der Kundschaft profitables ausgleichendes Geschäft.
Die (un)profitabelsten Kfz-Versicherer - VersicherungsJournal Deutschland - Druckversion.pdf (181 KB)

@shunty
Achtung, wenn man auf die E-Mail nicht antwortet, wird automatisch der „Premium“ Tarif gebucht - das wird dort auch in einem Satz bzgl. Fristen erwähnt. Wir haben nun zurückgeschrieben und nehmen den „Komfort“-Tarif, der ja den Leistungen der bisherigen Alte Leipziger-Konditionen entsprechen soll. Das ist für uns jetzt ein gangbarer Weg, wenngleich ich auch das Hick-Hack etwas nervig finde.

Kann jemand etwas zu der Versicherung sagen, die jetzt hinter den neuen Tarifen bei der DGVO steht? Laut Google ein Versicherer aus Norwegen!?