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Die Tesla-Kfz-Versicherungs-Rahmenverträge

Darüber war ich im letzten Jahr auch gestolpert. Hatte dann telefonisch bei Emover nachgefragt und bekam ein paar Tage später einen Nachtrag von der Itzehoer zum Versicherungsschein, in welchem die SF-Klassen ausgewiesen sind.

Wer nicht weiß wohin/ woher, der gehe zu Peteeer! Bin total gut berate und habe 2 E-Autos über ihn versichert. Tolle Beratung!

Habe heute erfahren, dass Emover24 abgelehnt hat, einfach so alle Verbliebenen von der DGVO aufzunehmen. Von daher wird es anders als von der DGVO behauptet, definitiv keine automatische Aufnahme der ehemals Alte Leipziger Versicherten in den Rahmenvertrag über Emover24 geben!

Die DGVO schrieb in der Mail vom 27.11. auch, dass bei der Itzehoer keine Kurzschlussfolgeschäden versichert seien! Auch das war definitiv eine Falschaussage.

Natürlich sind bei der Itzehoer Kurzschlussfolgeschäden an angrenzenden Aggregaten versichert. Es gibt nur keine Summenbegrenzung mehr, was eindeutig eine Verbesserung darstellt. Bei der Alte Leipziger waren es entweder max. 2.500 € oder 5.000 € …

Fazit: Wer bisher über die DGVO bei der Alte Leipziger versichert war, muss selbst aktiv werden, wenn der Tesla auch ab dem 01.01.2019 versichert sein soll …

Wie es mit den Preisen bei Emover nach 2019 weiter geht, hängt von der Schadenquote im nächsten Jahr ab. Als ich heute die Schadenquoten der Jahre 2016, 2017, 2018 gehört habe, musste ich mich erst einmal hinsetzen. Mit so katastrophalen Zahlen hatte ich nicht gerechnet. Kein Wunder, dass die Preise für Tesla-Kfz-Versicherungen steigen …

Danke für den Hinweis, dann warte ich mal ab was die DGVO als Nächstes mitteilt. Vielleicht werden ja doch zumindest einige direkt übernommen zur Itzehoer…

Definitiv nicht, sagt der Chef von Emover24 - und das ist ganz gradliniger Mann!

Ist die Anzahl der Schäden so hoch oder „nur“ die Schadenshöhe das Problem?

Die exakten Zahlen sind so:

Beitragseinnahmen 2016 - Schadenquote 320%
Beitragseinnahmen 2017 - Schadenquote 270%
Beitragseinnahmen 2018 - Schadenquote 132% (Stand 31.10.18)

Zum besseren Verständnis: In 2016 lag die durchschnittliche Schadenquote aller Kfz-Versicherer in Deutschland bei ca. 108%

Eine spannende Frage ist doch: Welche Maßnahmen würde man selbst ergreifen, wenn man verantwortlich für so einen Rahmenvertrag wäre?

Da hat sich die Quote doch schon deutlich verbessert.
Danke für die Zahlen.
Die sehen echt böse aus.

Da die Schadenquoten bei den anderen Rahmenverträgen ähnlich waren, wird nun verständlicher, welche Probleme zu dem Verhalten von Basler, Alte Leipziger, Gothaer geführt haben. Rein mathematisch bedeutet das, dass die heutigen Preise bei gleicher Schadenquote noch um weitere ca. 20% - 30% steigen müssen, damit das Verhältnis von Einnahmen aus Ausgaben einigermaßen ausgeglichen ist.

Wenn man diese Erkenntnis nun auf die Preise der individuellen Tarifen überträgt, dürfte es auch dort tendenziell eher nach oben gehen. Wenigstens für Model S und Model X. Wie sich das mit dem Model 3 entwickeln wird, muss man abwarten.

Aber wenn man als nicht übernommener DGVO-Kunde dann bei eMover anfragt, wird man einen Vertrag bekommen?

Wenn die Frage nach Vorschäden wahrheitsgemäß mit „nein“ beantwortet werden kann, wird man zum Normalpreis angenommen. Ansonsten gibt es einen Aufschlag.

Was läuft unter „Vorschäden“? Gemeldete Vorschäden oder bspw. auch schon eine lackierte Stoßstange, die auf eigene Rechnung bezahlt wurde?

Als Vorschäden gelten gemeldete Schäden. Die hohen Quoten wundern mich nicht, wenn ich mir den aktuellen Stundenlohn meines Tesla-Autolackierers ansehe:
Netto 175,00 €. …

Ich habe leider mit meinem aktuellen MS noch einen Poller touchiert. Nächste Woche ist die Übergabe des Neuen MS. Das war, Dank des o. a. Stundenlohnes nicht
sehr preiswert. Aber wie immer, zum Glück nur Blech-, bzw. Plastik-Schaden (Heckschürze)

Vorschäden sind dem Versicherer gemeldete Schäden, bei denen vom Versicherer auch etwas bezahlt wurde. Wichtig: relativ kleine Schäden kann man im selben Kalenderjahr „zurückkaufen“, damit gilt man dann als schadenfrei.

Hatte jetzt eine Situation, dass der Kunde zwei kleine VK-Schäden von je ca. 1.200 € in 2018 hatte. Bei einem SB von 500 € je Schaden ergab das eine Erstattung von 1.400 €. Wenn man den Schaden nun „zurückkauft“, investiert man quasi 1.400 €.

Die Ersparnis bei der Kfz-Versicherung für einen dann schadenfreies Model S bei Emover24 beträgt ca. 780 €/Jahr. Das bedeutet, dass man "die Investition bereits nach knapp 2 Jahren durch eingesparte Beiträge wieder refinanziert hat. Und man hat weiterhin ein schadenfreies Auto! Besser geht’s nicht (außer man verursacht nie einen Schaden :mrgreen: )

Alles klar, danke für die beiden informativen Antworten! Vorschäden sind bei uns dann nicht vorhanden. :wink:

Moin zsammen,

ich verstehe nicht so ganz warum scheinbar viele diese Rahmenverträge bevorzugen. Die Kosten sind ja doch recht hoch. Da die meisten Eigentümer eines Tesla ja wahrscheinlich schon etwas älter sind, sind doch in der Regel auch schon SF Rabatte vorhanden.
Ich zahle 780,15€ im Jahr für die Allianz Premium bei VK SF35 mit 300,-€ und TK SF35 mit 150,-€ SB. Das ist von den Leistungen her das Beste das ich gefunden habe.

Was mich auch etwas verwundert ist die scheinbar gleiche Einstufung von MX 100D und MX P100D. Die beiden trennen ca. 40.000,-€ in der Anschaffung und kosten in der Versicherung das Gleiche. Meine Versicherung zumindest hat die Typnummer AA0 korrekt erfasst, schreibt aber P100D. Ist bei Blechreparaturen wohl egal, aber bei Ersatz oder großen Schäden doch ein Unterschied.

Warum Rahmenvertrag?
Nicht jeder hat eine hohe SF.
Keine Kilometerbeschränkung.
Keine Fahrereinschränkung ( vor allem wenn man Nachwuchs hat der noch nicht 24 Jahre alt ist).

Auch ein Peter, lächel … Dein Tarif ist auf jeden Fall super! Dein niedriger Preis kommt sicherlich auch dadurch zustande, dass:

  • dein Allianz-Mann alle Rabattregister gezogen hat, die man ziehen kann,
  • es ein Fahrzeug mit privater Nutzung ist
  • keine jungen Leute als Fahrer mit dabei sind
  • relativ wenig Kilometer gefahren werden
  • du in einer Gegend mit einer günstigen Regionalklasse lebst
  • selbst genutztes Wohneigentum und vielleicht auch noch andere Verträge bei der Allianz hast
  • dein Fahrzeug nachts in einer abgeschlossenen Garage steht

Bei anderen Leuten ist die Situation anders. Viele sind froh, dass es die Rahmenverträge gibt, weil sie sonst deutlich mehr bezahlen müssten …

Einige Punkte wurden ja schon genant. Diese Verträge stammen auch oft aus einer zeit wo es kaum Anbieter für eine Versicherung zu finden war welche einen Tesla überhaupt versichern wollte. Oder wenn dann zu einem konkurrenzfähigen Preis.

Es gibt wohl kaum ein anderes Auto, wo es bei derselben TSN so große Preisunterschiede gibt wie beim Model X. Aber wenn die TSN korrekt ist, ist es egal, was von der Berechnungssoftware als Fahrzeug unter dieser TSN geführt wird. Das wird vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) festgelegt.

Von daher kann man sich durchaus wundern, es aber nicht ändern :slight_smile: