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Die Sorgen meiner Nachbarn...

Hallo Volker ,

was ich hier zu sagen habe, hilft Dir zwar nicht konkret , aber : Du bist nicht allein mit Deinem Problem .
Ein Freund von mir ist Besitzer einer Eigentumswohnung und hat einen Smart Electric Drive bestellt.
Der Stellplatz für sein Auto liegt ca. 20 Meter vom Haus entfernt im Freien. Zwischen Haus und Parkplatz befindet sich eine kleine Grünfläche.
Mein Freund hat bei den Miteigentümern nachgefragt, ob er an dem Stellplatz eine kleine Ladesäule für den Wagen installieren darf.
Die Eigentümerversammlung hat abgelehnt - aus „ästhetischen Gründen“ !
Fairerweise muss ich allerdings dazusagen, dass sie meinem Freund erlaubt haben, an der Hauswand eine Aussensteckdose zu installieren.
Er kann also sein Auto laden, wenn er mit 5 Meter Ladekabel und 15 Meter Verlängerungskabel hantiert.
Wie Du sagst, Volker : Alles, was neu ist, wird zunächst abgelehnt .
Ein wenig erinnert mich das an die Zeit, als die ersten Motorkutschen von Daimler und Benz gerade erst fuhren und die Bauern drohend Mistgabeln , Rechen usw. gegen diese ungewohnten Gefährte schüttelten.
Ich persönlich würde jedem in meiner Nachbarschaft, der dasselbe Problem hat, eine meiner Garagen mit Stromanschluss zum Aufladen zur Verfügung stellen (mein Freund wohnt leider ca. 5 km von mir entfernt-so weit zu Fuss zum Auto zu gehen dauert länger, als mit den Ladekabeln zu hantieren).
Auf keinen Fall würde ich mir aber die Vorfreude auf das Tesa Model S verderben lassen (ich weiss, das ist leichter gesagt als getan…)
Ich würde auch versuchen, die Nachbarn mit so wenig Druck wie möglich zu überzeugen, aber wenn es nicht anders geht, die Lademöglichkeit gerichtlich durchboxen.
Irgend jemnd muss ja den Anfang machen, und Deine Situation könnte auch für andere Benutzer von Gemeinschaftsgaragen interessant werden.
Auf jeden Fall wünsche ich Dir viel Glück und gute Überzeugungskraft !

Andreas

Sprich mit dem Bürgermeister ob er zu ejnem Pressetermin kommen würde wenn Ihr als Hausgemeinschaft einen E Ladehalt einweiht, dann koennte der Bürgermeister mit „seinen“ WEGlern angeben, was für tolle Bürger er hat und den WEGlern wird das Thema gefallen wenn es sogar dem Bürgermeister gefällt :wink:

Ich hab an einer Drehstromkiste in Frankfurt auch schon mit 16m Verlängerung + 5,5m Tesla geladen.
Die Kabel können bei Eiseskälte ganz schön hart werden.

Kündige doch schon mal an, dass deine Verlängerung mit einer hell blinkenden LED-Leuchtschnur umwickelt wird, damit keiner im Dunkeln darüber stolpert… :smiling_imp: :smiley:

@ Mischa : Die Idee mit dem Bürgermeister könnte tatsächlich Erfolg haben, da m.E. unser Bürgermeister neuen Ideen und damit auch der Elektromobilität aufgeschlossener gegenübersteht als „Otto Normalverbraucher“.

@Saftwerk : Das Laden mit 15m Verlängerung und 5m Ladekabel funktioniert, ich warte aber wrklich schon darauf, dass sich jemand beschwert, weil nun ein Stolperkabel in der Gegend herumliegt usw.

Wie dem auch sei : Wer einmal mit einem gekonnt gemachten Elektroauto gefahren ist, wird sich den Spass daran nicht mehr verderben lassen !

Viele Grüße
Andreas

Hallo Volker, ich wollte einmal fragen, ob du schon weitergekommen bist. Vielleicht kann das Bauamt auch dein Verbündeter werden. Frage doch einfach mal an, welche Vorschriften eine Garage erfüllen muss, wenn nur Elektrofahrzeuge stehen sollen. Wenn dich deine Mitbewohner zu sehr ärgern, kläre doch einmal, ob die Garagenanlage mit den Verbrennern überhaupt derzeit vorschriftsmäßig ist.

Hallo zusammen,

danke für Eure Anteilnahme und die vielen Ideen und Ratschläge! Im Moment herrscht „Waffenruhe“… Ich habe in einem Rundschreiben die fünf wichtigsten Punkte zusammengefasst und erklärt (1 Seite in nicht zu kleiner Schrift), von der geplanten Baumaßnahme über das geplante Fahrzeug bis hin zu der hier schon viel zitierten DEKRA-Studie, die ich in Form der offiziellen DEKRA-Pressemeldung angehängt habe. Jetzt läuft eine Frist, bis zu der sich alle Eigentümer, die noch Bedenken haben, zwecks Klärung direkt an mich oder an die Hausverwaltung wenden sollen. Bis jetzt habe ich weder Anrufe noch Emails bekommen, mal sehen, was da noch kommt… Wenn keine Bedenken offen bleiben, will die Hausverwaltung eine „schriftliche Fernabstimmung“ vornehmen, damit die Genehmigung nicht bis zur nächsten Eigentümerversammlung warten muss. Das heißt, die nächsten zwei Wochen werden spannend, danach ist das Thema entweder durch, oder es geht in die nächste Runde.

Ich halte Euch auf dem Laufenden!
Volker

daumendrück

Das hier hat gerade ein Kollege von mir ausgegraben. Das ist fast genau mein Problem!
bem-ev.de/ich-wurde-ja-gerne-aber/

Zwischenzeitlich eingegangene Vorschläge:

  • Von einem Autohaus ein Erdgas-Auto ausleihen und demonstrativ in der Tiefgarage abparken, bis das Batterie-Auto als das kleinere Übel erscheint. :mrgreen:
  • In Ermangelung einer Steckdose einen mobilen Dieselgenerator in der Tiefgarage aufstellen und das Auto damit aufladen. :imp:

50 l super Benzin in kleinen Plastik Kanistern abstellen und lagern. Viele Grüße

vergiss nicht die Streichhölzer dazuzulegen : http://www.youtube.com/watch?v=dLHTW1-BpnE&t=2m34s :smiling_imp:

Na na na.

:wink:

Was daraus zu lernen wäre: Der nächste Garagenmieter sollte bei der Eigentümerversammlung eine Steckdose beantragen für die elektrische Standheizung meines neuen Hybridautos*

Hybrid = ein Tesla kann mit elektrischer und mit potenzieller Energie bewegt werden. :smiley:

Interessanter Ansatz. Was uns auf einen fragwürdigen bzw. absurden Punkt bringt: Niemand kann etwas dagegen sagen, dass ich meinen Tesla in die Garage stelle. Und es könnte (oder würde) wohl auch niemand was dagegen sagen, wenn ich meinen Tesla in der Garage aufladen würde. Das einzige, wogegen jemand etwas sagen kann, ist, dass ich eine Steckdose installieren lasse, die es vorher so nicht gab. Wäre die Steckdose schon da, wäre die ganze Debatte gegenstandslos. Und wenn ich einen anderen Grund gehabt hätte, eine Steckdose zu beantragen, wäre die Debatte vielleicht auch ganz anders verlaufen.

Ich lasse diese Feinheiten zurzeit von einem Juristen untersuchen. Ich halte Euch auf dem Laufenden.

Wie geht es denn zur Zeit den Sorgen der Nachbarn :question: :smiley:
Uli

Hallo Uli,

danke der Nachfrage! Der große Durchbruch ist noch nicht gelungen; der Versuch einer Abstimmung per Umlaufverfahren im Nachgang zur Eigentümerversammlung aus dem November ist, ebenso wie die Abstimmung auf der Versammlung selbst, fehlgeschlagen. Dem Umlaufverfahren hatte ich ein Anschreiben mit den fünf wesentlichen Punkten (eine Seite, große Schrift) sowie die Pressemeldung der DEKRA-Studie zur Information beigelegt, nebst der Aufforderung, bei weiteren Fragen die Hausverwaltung oder mich direkt zu kontaktieren. Mich hat niemand kontaktiert, und das Umlaufverfahren wurde von mindestens einem Eigentümer boykottiert.

Zurzeit bereite ich die nächste Eigentümerversammlung vor, die glücklicherweise in diesem Fall nicht erst in einem Jahr, sondern bereits im März stattfinden wird. Ich werde anbieten, mich als Gast zur Verfügung zu stellen. Eventuell gelingt es mir noch, auch einen unabhängigen Experten mitzubringen, denn die Herausforderung wird sein, auf jede mögliche Frage eine glaubwürdige Antwort zu haben. Meine persönliche Glaubwürdigkeit scheint nicht auszureichen, das von mir verfasste Informationsschreiben hat seine Wirkung ja verfehlt.

Soweit erstmal. Viele Grüße!
Volker

Servus Volker,

hast du es bisher noch ausschließlich mit psychotherapeuthischer Unterstützung geschafft, diesem bornierten Haufen gegenüberzutreten oder musstest du doch bereits Psychopharmaka einsetzen? Kompliment an deine sachliche Gelassenheit - alleine beim Lesen stellen sich bei mir schon alle Haare am Rücken auf - und ich trage ein dickes Fell!

Ich versuche dein Ladeanliegen mit positiven Gedanken zu unterstützen…falls es nicht helfen sollte, könnte ich noch meinen Schwiegervater in einen Zug nach Berlin setzen. Der mißt knappe 2m und ist leidenschaftlicher und durchtrainierter Fleischhauer in 3. Generation - der kann sich ja mal mit deinen Nachbarn unterhalten… :smiling_imp: :smiling_imp:

Was anderes fällt mir grad ein…ist das Ladeapp schon aktiv?

Ich drück dir die Daumen…
Lieben Gruß
Mario

Solche Probleme wie meine könnten langfristig völlig verschwinden. Die Amerikaner machen es schonmal vor! :slight_smile:
http://coloradoenergynews.com/2013/01/boulder-countys-requirement-new-homes/

Hallo Volker.Berlin
dein Problem ist aber genau das warum es mit der Durchsetzbarkeit von e-Mobilität Probleme gibt
weil die Menschen egoistische Ängste herumtragen wenn sie in Wohngegenden sind mit gemeinsamen Einrichtungen
und Zustimmungen verweigern
In einer Eigentümergemeinschaft alle zu überzeugen ist sehr schwer.
Wie stellt sich die Stadt eigentlich dazu wenn du dir auf öffenlichen Grund eine Stromtankstelle vor dem Haus errichten lässt
Gruß Norbert