Impressum / Datenschutz Forumsregeln
TFF FORUM TFF E.V. SUPERCHARGE-ME
TFF Forum

Die Sorgen meiner Nachbarn...

Der „Sachverständige“ meint vielleicht mit „Anschließen an ein Ladegerät“ den Vorgang, einen Verbrenner mit Starterbatterie an ein Ladegeräte zu hängen, um ihn damit wieder flott zu kriegen - sprich „zu reparieren“ - was dann im weitesten Sinne ein „Arbeiten“ an einem defekten Kraftfahrzeug wäre.
Das ist natürlich auch Quatsch.

Aber ein E-Auto an die Steckdose zu hängen hat definitiv nichts mit „Arbeiten“ zu tun.
Ich denke, der „Sachverständige“ hat nicht den richtigen Sachverstand. Der sieht vielleicht das Recht vor lauter Paragraphen nicht. :wink:

Dem „Sachverständigen“ fehlt es vermutlich schlicht an „Sachverstand“, eventuell auch nur am „Verstand“.

@FrankfurterBub:
Wichtig ist vor der HV zu klären, was denn mit dem Verbot von Arbeit gemeint sein soll: Arbeiten am Gebäude (der Tiefgarage) und warum das verboten sein soll (Gesetz?) ODER ob der glaubt, die Eigentümergemeinschaft würde dadurch zum Stromanbieter (Gewerbe=Arbeit).

Und natürlich solltest du das Gutachten als Kopie bekommen oder bei der Verwaltung lesen.

Höchst seltsam…

Cheers Frank

Ich vermute das „Problem“ sind die Doppelparker,
das sind Bühnen die zum Abstellen von Fahrzeugen gedacht sind und nicht wie Werkstattbühnen zum arbeiten,
daher gibt es für beide Bühnen unterschiedliche Vorschriften (Normen) und in der für die Doppelparker wird vermutlich darauf hingewiesen, das sie halt nicht zum Arbeiten am Fahrzeug zugelassen sind,
aber daraus darauf zu schließen, das Laden „arbeiten am Fahrzeug“ ist und daher nicht zulässig bedarf schon ganz besonderer Gedankengänge.

Kurz zur Aufklärung:

Der SV sagt

  • Maschinen und Anlagen (hier: Doppelparker) dürfen nur bestimmungsgemäß benutzt werden
  • DIN EN 14010 sehe vor, dass Autoparksysteme nur zum Parken von PKW zugelassen sind und kein Arbeiten auf den Anlagen zulässig sei
  • Ladegerät auf den Stellplatz bedeute, dass der Stellplatz eine Ladestation werde (nicht erlaubt)
  • Letztlich Anschließen von geparkten PKW an das Ladegerät auf dem Stellplatz sei Arbeiten im Sinne der o.g. DIN (nicht erlaubt)

Konfus? Danke, ich auch :smiley:

Wozu braucht man hier einen Sachverständigen?
Elektriker anrufen, warten bis er fertig ist, laden.

Ich meine, mal ehrlich:
Wer hier würde sich an solch ein Verbot halten?
Ich ganz bestimmt nicht.

Naja, wenn ein WEG-Beschluss in einer hochwertigen Immobilie notwendig ist, dann wollen die anderen Eigentümer schon wissen, dass das auch in Ordnung geht… Abgesehen davon: Unsere Hausverwaltung nimmt ihren Job ernst und will halt auch, dass keine möglichen Haftungsrisiken für uns bestehen.

  • Ladegerät auf den Stellplatz bedeute, dass der Stellplatz eine Ladestation werde (nicht erlaubt) <<
    Das ist grober Unfug und läßt an dem V des SV zweifeln,
    das Ladegerät ist schließlich in dem Fahrzeug fest verbaut, Du würdest also auch ohne einen Ladeanschluß jeden Stellplatz in eine Ladestation verwandeln (ich brauch endlich das vogelzeigende Smily)…
    und eine Garage verwandelt sich ja auch nicht allein durch einen Ladeanschluß in eine Fahrzeugwerkstatt.

Achso. Dann haben diese Leute einfach derart wenig eigenen Verstand, dass vermutlich auch ein Sachverständigengutachten her muss, bevor der Hauswart das erste mal die Fenster im Treppenhaus putzen darf. Sorry für die Kritik an deiner Verwaltung, aber es ist offenbar so.
Es ist doch völlig logisch, dass ein in Grossserie hergestelltes Fahrzeug mit Strassenzulassung, angeschlossen an einer normgerechten Elektroinstallation vom Fachmann, kein Sicherheitsrisiko und somit keine Haftungslücke erzeugt. :unamused:
Man sollte per Gesetz anordnen, dass in jeder Firma mindestens eine normalintelligente Person arbeiten muss.

EDIT: Ich bin gebranntes Kind, sorry.

Auch wenn du ein gebranntes Kind sein solltes, hier muss ich dir wiedersprechen. Alles was mit „Strom“ und Anlagen zu tun hat (die Doppelparker sind bei uns ohnehin ein heiß diskutiertes Thema, weil die Dinger einfach dauernd den Geist aufgeben), ist auch nach meinem Dafürhalten schon möglichst sicher zu gestalten. Und was sicher ist (oder was der Gesetzgeber dafür hält), können Laien halt schwer beurteilen (dein Vergleich hinkt also etwas arg). Außerdem handelt es sich hierbei um eine bauliche Veränderung des Gemeinschaftseigentums, so dass der Beschluss hierfür eben gut vorbereitet werden muss (auch falls kritische Nachfragen kommen). Daher ist das Vorgehen der HV in meinen Augen genau richtig, wenn auch wohl leider beim falschen SV gelandet.

Sorry, aber wer einmal WEG-Streits mitgemacht hat, der hat keine Lust auf irgendwelche Unklarheiten. Daher bin ich der HV auch dankbar, dass das so in der Tiefe vorbereitet wird.
Aber das hat jetzt wenig mit meiner Frage zu tun, genießen wir lieber die Sonne - und ich hake auch nochmal bei den Firmen nach, damit da etwas Klarheit reinkommt. Gerne teile ich dann auch meine Erfahrungen hier, wenn gewünscht.

Viele Grüße und schönes Wochenende
Frankfurter Bub

Unabhängig von der Begründung kommt es mir allerdings auch etwas abenteuerlich vor, einen Elektroanschluss an einen Doppelparker zu installieren. Oder verstehe ich hier etwas falsch?

Es geht um die Installation eines Ladeanschlußes, so daß er von einem Fahrzeug auf dem Doppelparker genutzt werden kann, das muß nicht am Doppelparker selbst sein.
Wir haben hier im Forum auch schon Mitglieder die ihr Fahrzeug auf einem Doppelparker laden.

Nein, das verstehst du richtig. Anschluss des Tesla an eine Ladestation an/neben dem Doppelparker.
Warum abenteuerlich? Technisch ist das wohl - lt. Aussagen der Nachrüster - umsetzbar. Siehe auch: Aufladen im Doppelparker (Parklift)

Gruß
Frankfurter Bub

EDIT: Sorry, zu langsam.

Auch eine Steckdose direkt an einen Doppelparker zu montieren, ist doch kein Problem. Da muss das Kabel halt entsprechend geführt sein.
An Werkzeugmaschinen wird das auch gemacht. Die Umgebungsbedingungen sind dort deutlich härter. Alles problemlos.

Dass „Strom“ richtig gemacht sein muss, ist unbestritten. Ein guter Elektriker - hier im TFF gibts Tipps - macht das aber auch ohne SV richtig.
Wenn sich die Verwaltung informieren möchte, empfehle ihnen doch einen EV-erfahrenen Elektroinstallateur als Quelle. Der weiss dann bereits, dass „Ladekabel einstecken“ keine Arbeit ist und verirrt sich nicht in irgendwelchen Büchern.

Elektroinstallationen sollen übrigens nicht „möglichst sicher“ sondern „ganz genau normgerecht“ sein.

Ok, dann hab ich wohl zu viel Phantasie. Ich sah halt, dass das Kabel sich evtl. irgendwo verhaken könnte und es dann Probleme beim Hoch-/Runterfahren des Doppelparkers gibt. Oder ein (anderes) Auto einmal zu weit hinten parken könnte und dann die Wallbox beim Hoch-/Runterfahren beschädigt.

Auf den Bilder im verlinkten Thread von FrankfurterBub sieht man, dass der Installateur sich Gedanken um diese Fragen gemacht hat. Ein kleines bisschen abenteuerlich finde ich die Installation dort aber immer noch. :wink:

Das ist ein super Hinweis - wo genau finde ich die (sorry, zu blö… blind)? Dann hätte sich das nämlich erledigt und ich wäre glücklich :smiley:

Definitiv. Die Schleppkette hätte ich vermutlich anders gelegt.

Bei uns lief das so:

  1. Fahrzeug, Leaf, geparkt oben auf Doppelparker: Fahrzeug war bereits bestellt, Antrag in die WEV „wir kaufen uns ein E-Fahrzeug, brauchen Strom für eine Ladestation, es wird fachgerecht installiert, für die Gemeinschaft entstehen keine Kosten“ - durchgewunken.
  2. Fahrzeug, Tesla, geparkt auf angemietetem Platz in gleicher Garage, aber ebenerdig: Vermieter informiert, Leitung und CEE16 installieren lassen.
    Fertig.
    Vielleicht lags daran, dass ich vorher lange Jahre im Beirat war oder an der Bemerkung, es entstünden keine Kosten… :laughing:

Ein Beschluss ist leider in jeder WEG nötig. Und Haftung scheint laut meiner Erfahrung das Einzige zu sein bei dem Verwaltungen richtig aktiv zur Sache gehen.

EDIT: Sorry zu langsam gewesen.

Ein Hinweis:
Die Ladebox oder Steckdose muss nicht an der Park-Hebebühne angebracht sein und wäre somit kein Teil von ihr (zudem sollte Box oder Steckdose von dir bezahlt und dann dein Eigentum sein, ebenfalls sollte der Strom auf dich abgerechnet werden). Dann wäre nichts als Arbeit o.ä. klassifizierbar…

Bliebe somit als einziges „Problem“ die Kabelführung an dem beweglichen Parkplatz. Aber auch das habe ich hier im Forum schonmal mit Bild gesehen (weiß aber den Thread nicht mehr).

Fakt ist: nichts verhindert E-Mobilität so effizient wie die legalen Hürden in solchen WEGs. An diesem Punkt müssen dringend Gesetze geändert werden.

Cheers Frank

Beschluss ja, meines Wissens kann die WEG aber nicht ablehnen, zumindest gab es da mal ein Urteil in die Richtung, könnte ich mal raussuchen.