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Die Sorgen meiner Nachbarn...

Mein Tipp: Besprich Dein Vorhaben vor der Versammlung mit einem kompetenten Elektriker!
Guck mal hier: Essentials - Empfehlenswerte Elektriker
bzw. hier: Empfehlenswerte Elektriker

Ein ehemaliger Nachbar, zu dem ich noch guten Kontakt habe, hat einen Elektrofachbetrieb mit Erfahrung in dem Gebiet, der macht den Anschluss und den Antrag bei den Stadtwerken für mich.
Ich möchte auf jeden Fall auch vor der Versammlung klären wie die Leitungen genau verlegt werden, falls jemand diesbezüglich fragt (das erwarte ich bei uns eher als Sicherheitsaspekte) und ob die Sicherung vom Haus für drei Phasen 32A ausreichend ist.
Den Antrag selbst möchte ich aber erstmal ohne technische Details formulieren, sonst ist das für manchen Eigentümer eher abschreckend.

Ein Kühlschrank ist nicht im Lieferumfang enthalten, von Schoko würde ich also eher absehen. Du kannst aber natürlich einen eigenen Kühlschrank an die „Schuko“-(Schutzkontakt-)Steckdose anschließen und dort dann Deine Schokolade aufbewahren… :stuck_out_tongue:

Die Dosen sind bei der Wallb-e frei zugänglich, insofern gibt es kein „abschließbares Gehäuse“. Du kannst die Box aber optional mit Schlüsselschalter bekommen, dann fließt ohne Schlüssel kein Strom. Ich habe diese Version und bin damit sehr zufrieden. Man kann den Schlüssel auch im aktivierten Zustand abziehen, so dass sozusagen „Dauerfreigabe“ besteht.

Würd es nur als (rote) Kraftstromsteckdose bezeichnen. Die hat jeder schon mal gesehen und ist nicht all zu verdächtig. Die Staubsauger an Tankstellen sind ja auch an solche angeschlossen :smiling_imp:

Ich habe ein paar neue Informationen zu unserem Haus und meinem Antrag, den ich auf der Eigentümerversammlung stellen möchte.

Also erstmal haben wir im Haus 10 Parteien mit ca. 25 Stellplätzen, weil ein paar Wohnungen 2 Stellplätze haben und vom Nachbarhaus (Altbau) auch noch Stellplätze in der TG sind.
Das Haus ist per Panzersicherung mit 3 x 100A abgesichert, das dürfte mehr oder weniger Standard sein bei einem Mehrfamilienhaus.

Die Fragen die sich mir aktuell stellen:

  1. Wieviele Elektroautos kann man an diesem Hausanschluss mit je 11kW gleichzeitig aufladen, ohne sich um einen neuen Anschluss etc. pp zu kümmern, was von den Kosten her bei uns in München wahrscheinlich wieder jenseits von Gut und Böse ist.
  2. Was passiert wenn der x-te Eigentümer einen Ladeanschluss möchte und dies nicht mehr über die vorhandenen Kapazitäten (egal ob Hausanschluss oder neuer, separater Anschluss) abgedeckt ist. In diesem Fall wird ein neuer Hausanschluss, ein Ausbau des bestehenden oder ein Lastmanagement notwendig, alles bestimmt mit hohen Kosten verbunden. Mir fällt da leider auch keine faire Lösung ein, die Vorfinanzierung für andere wie bei Volker finde ich suboptimal.

Dass es eine Panzersicherung mit 3 x 100 A gibt, heißt nicht unbedingt, dass Du von der Straße nicht mehr bekommen kannst. Du musst beim Netzbetreiber anfragen, welche Versorgung er für Euren Straßenanschluss maximal zur Verfügung stellen kann. In meinem Fall war es so, dass der Versorger über die vorhandenen Leitungen problemlos mehr Leistung zur Verfügung stellen konnte, als aktuell abgesichert war. Es war daher vergleichsweise preiswert möglich, einen neuen „Hausanschlusstrenner“ (nicht: „Hausanschluss“) zu installieren, der über eine eigene Absicherung nochmal deutlich mehr Leistung zur Verfügung stellt. Jedenfalls habe ich das so in Erinnerung, schlagt mich nicht, falls es keinen Sinn ergibt. Langer Rede kurzer Sinn: Lade mal einen Elektriker zu Dir ein, der Ahnung von sowas und auch von Elektro-Autos hat, bitte den Hauswart, zum Termin den Hausanschlussraum aufzuschließen, und guck es Dir gemeinsam mit dem Fachmann mal ganz genau an. Der Elektriker kann auch die Anfrage beim Netzbetreiber stellen. Erst dann lohnt es sich, weitere Pläne zu machen.
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Die Anfrage beim Netzbetreiber läuft schon, allerdings halt nur für meinen 32A-Anschluss.
Der Beirat fragt sich nun was passiert wenn eines Tages der Punkt erreicht ist, an dem die bestehene Kapazität nicht mehr ausreicht.
Die haben halt die Sorge, dass den letzten die Hunde beissen und man deshalb jetzt schon ein Gesamtkonzept braucht.
Mein Elektriker kann aber kein Gesamtkonzept im Rahmen meines Auftrags machen, ich kann ihn maximal klären lassen wieviele Anschlüsse möglich sind bis es halt richtig teuer wird.
Und genau darauf habe ich weder eine Antwort noch eine Idee wie ein faires Vorgehen wäre, damit eines Tages alle ihren Ladeanschluss am Stellplatz haben.

Dazu fällt mir nur eins ein: Du sicherst zu, ggf. auch vertraglich, dass Du Deine individuelle Lösung zurückbaust, wenn die Hausgemeinschaft ein Gesamtkonzept beschließen sollte. Du würdest „Deine Anschlussleistung“ an die Hausgemeinschaft zurückgeben, die gemeinsam eine Lösung mit Lastmanagement realisiert, an der Du dann auch teilnehmen würdest. So sind die Interessen von allen gewahrt, und durch Deinen „Alleingang“ wird die Situation für die anderen Eigentümer nicht schlechter.

De facto wird es dazu in absehbarer Zeit kaum kommen, aber wenn doch, dann musst Du halt Deine individuelle Investition abschreiben und mit den anderen gemeinsam nochmal in eine Gesamtlösung investieren. Dafür hast Du dann aber schon ein paar Jahre lang laden können.

Wenn der Punkt erreicht ist, an dem zusätzliche Ladewillige nicht mehr bedient werden können, müssen die Bestands-Wallboxen entfernt werden und durch Wallboxen ersetzt werden, die Lastmanagement beherrschen. Das Kostenrisiko trägt der einzelne Nutzer, der dann eben in 20 Jahren mal ne neue Wallbox kaufen muss.

Ein Gesamtkonzept ist absurd, da die Wallboxen ja nicht jünger werden und in 2 Jahren die heute angebotenen Modelle schon nicht mehr produziert werden. Ein auf heutiger Technik aufgebautes Gesamtkonzept kann also gar nicht in 10 oder 20 Jahren, wenn es nötig wäre, für die gesamte Garage ausgebaut werden, da dann die Wallboxen fehlen. Außerdem wäre vermutlich der Leitstand schon Elektroschrott.

+1, so meinte ich das.

Gesamtkonzept muss ja nicht heißen, dass man sofort einen Leitstand installiert. Für mich heißt es nur, dass man auf die (berechtigte) Frage der anderen Eigentümer: „Und was ist, wenn ich auch mal ein Elektroauto haben sollte?“ eine befriedigende Antwort geben kann.

Das ist eine gute Idee, so werde ich das machen, danke dir!
Erfahrungsgemäß wird da die nächsten 10 Jahre eh nix in der Richtung passieren, da bin ich mir fast 100% sicher.
Und wenn die ETV dann doch eine Insellösung favorisiert kann ich mich ja daran beteiligen und habe trotzdem noch meinen eigenen Ladeplatz.

Ich ändere den Antrag jetzt folgendermaßen ab:

„Beschlussantrag von Herrn … (Eigentümer Stellplatz …) zur Installation eines Ladeanschluss am Tiefgaragenstellplatz.
Der Ladeanschluss dient der Nutzung für ein Elektrofahrzeug und läuft über den Zähler des Antragstellers.
Das Einholen notwendiger Genehmigungen bei den Stadtwerken und sämtliche Kosten für die Installation durch einen Fachbetrieb werden vom Antragsteller übernommen.
Die Ausführungsdetails sind vorab mit der Hausverwaltung und dem Beirat abzustimmen.
Sollte zu einem zukünftigen Zeitpunkt die Anzahl der in der Eigentümergemeinschaft vorhandenen Elektromobile die Kapazitätsgrenze des Hausanschluss erreichen und eine Gesamtlösung mit Lastmanagement für die Tiefgarage notwendig werden, beteiligt sich der Antragsteller auch an diesen Kosten.
Der invididuelle Ladeanschluss wird dann, falls dies für das beauftragte Gesamtkonzept notwendig ist, auf Kosten des Antragstellers zurückgebaut.“

Was meint ihr?

passt.

Ich glaube nicht, dass 10 Jahre diesbezüglich nichts mehr passiert.
Was ist in den nächsten 2-3 Jahren ? Bin fest davon überzeugt, dass die ganze Sache dann gewaltig mehr Fahrt aufnehmen wird. Natürlich kann man jetzt nur die einfachste Wallbox Lösung installieren, aber dann ?
In 2 Jahren wieder was neues kaufen, nur um jetzt ca 400-600,-€ zu sparen??
Ein wenig in Richtung Gesamtkonzept schauen und auch der Hausverwaltung die Info geben, dass das Ganze ausbaufähig ist,
halte ich für nicht verkehrt. Wie Volker.Berlin schon schrieb: es muss nicht gleich ein Leitstand sein, aber eine Wallbox,
die lastmanagementfähig ist, darf es schon sein.
Mir widerstrebt es alle paar Jahre dann doch für teures Geld Dinge wieder rauszuschmeißen.
Im Grunde tendiert jeder Interessent nach einer Beratung zur nachhaltigen Lösung.

Und Ladelösungen, die intelligent und ausbaufähig sind, gibt es und werden auch in einem möglichen " Gesamtkonzept "
in 2 aber auch in 5 oder 8 Jahren noch einsetzbar sein.

Ich denke ich werde mir sowieso vorerst eine abschließbare 32A-CEE-Steckdose installieren lassen und mit einer mobilen Wallbox (Juice Booster o.ä.) arbeiten.

Die Hausverwaltung möchte in den Beschlussantrag für meinen Ladeanschluss-Antrag folgende Bedingungen aufnehmen:

  1. Anschluss am Einzelzähler der Wohnung

  2. Einholung eventuell erforderlicher Genehmigungen und unaufgeforderte Vorlage beim Verwalter

  3. Durchführen der Arbeiten in Abstimmung mit dem Verwalter und ausschließlich durch Fachfirmen

  4. Die Kosten für eventuell notwendige Erweiterungen des Hausanschlusses werden vom Eigentümer allein getragen

  5. Falls die WEG eine Gesamtlösung mehrheitlich verabschiedet, verpflichtet sich der Eigentümer bereits heute zum Rückbau sämtlicher Installationen auf eigene Kosten.

  6. Alle übrigen Eigentümer werden von allen Kosten und Haftungen jetzt und in Zukunft, auch eventuell Dritten (z.B. Mietern) gegenüber freigestellt.
    Im Schadensfall weist der Eigentümer nach, dass der Schaden nicht auf die durchgeführten Installationen bzw. deren Betrieb zurückzuführen sind (Beweislastumkehr).

Was meint ihr dazu?

Der Satz würde mich stören…

irgendwo geht ein Fernseher kaputt und Du darfst beweisen, dass es NICHT die Installation war, wie soll das gehen?
Das es totaler Quatsch ist wissen alle, aber beweisen kann man es nicht…

Ich habe meine Hausverwaltung um Genehmigung eines Stromanschlusses für ein EV gebeten. Nach einer Woche hatte ich die Genehmigung:

„nach Rücksprache mit Herrn xxx, dürfen Sie sich für Ihr Elektroauto eine Leitung von Ihrem Wohnungszähler (Strom) in die Tiefgarage von einem Fachunternehmen fachmännisch verlegen lassen. Die Leitung im Treppenhaus und in den Fluchtwegen aus der Tiefgarage dürfen nicht auf Putz sein.“

So einfach ging das.

Sind die Mitegentuemer so dagegn, das Du so defensiv heran gehst?
Rueckaukosten wuerde ich da nich rein schreiben. Es genegt wenn Du Deine Ladeloesung dann ggf. Gegn etwas passsendes tauschst

Ich würde das wohl oder übel akzeptieren, dann hast Du Deine Lademöglichkeit hoffentlich schnell und ohne grosse Diskussionen. Selbst das mit der Beweislastumkehr ist akzeptabel. Wie wir wissen sind Schäden doch sowieso nicht zu erwarten. Bei Kurzschlüssen/Installationsfehlern o.ä. lässt sich die Ursache in der Regel sowieso feststellen. Und ob das mit der Beweislastumkehr im Fall des Falles überhaupt durchsteht, steht noch auf einem anderen Blatt.