Zwischen „just my 2ct“ und „Meine Meinung.“ empfinde ich irgendwie einen Unterschied. Letzteres kommt mir immer ein bissl primitiv bzw nach Stammtischparolen vor.
Ebenso bekomme ich die Krise wenn jemand „wo“ benutzt und es sich nicht um eine Ortsangabe handelt bzw diese falsch verwendet wird. „Bestes Auto wo gibt!“ „Wie ist der Drucker wo in Dealz gepostet wurde?“ ahhhhhh…
Ehrlich gesagt, verstehe ich das nicht. Eine Meinungsäußerung hat doch nichts mit der Benennung eines Faktes zu tun. Deshalb ist das mit den Pfennigangaben überflüssig. Das heißt ja nicht, dass Du das nicht weiter so machen kannst. Es ist lediglich meine Meinung. Und nach der wurde in diesem Thema gefragt. Gibt es wirklich Leute, die denken, dass ihre Meinung ein Fakt wäre? Wie denn das?
Den Eindruck gewinne ich in der Tat, wenn ich mir beispielsweise hier im Forum diverse Themen angucke. Zur Verdeutlichung werden entsprechende Äußerungen gerne noch mit einem „Das ist Fakt!“ garniert. Wenn ich mich richtig entsinne, war genau diese Redewendung hier auch schon Thema.
Aber das ist in allen Foren/Diskussionen das Gleiche. Menschen halt…
Na sowas trifft doch man doch aber oft. Ich hatte erst vorgestern ein Diskussion mit jemanden der meinte „Fax ist tot, nutzt keiner“ und er stellte das als absoluten Fakt hin. Da gab es kein drumherum (Handwerker/Ämter nutzen es noch), es war so und damit basta. Das ist dann nicht nur seine Meinung sondern Gesetz/Fakt. Und um sich von solchen Aussagen zu distanzieren nutzt man eben „just my 2ct“. Unter anderem aber auch wenn man jemand nicht wirklich in eine Entscheidung reinreden möchte sondern nur mal kurz seinen „Senf“ dazu abgeben möchte. Vielleicht löst das noch eine weitere Überlegung bei demjenigen aus… daher finde ich „just my 2ct“ schon ganz okay.
(Kann man auch noch steigern indem man den Geldbetrag erhöht :D)
Nun, wenn meine Frau sagt, sie braucht neue Schuhe, dann ist das für sie ein Fakt. Und obwohl ich da regelmäßig anderer Meinung bin, komme ich mit „just 2 ct“ aus der Nummer nicht raus.
Vakzin.
Nachdem jetzt alle gemerkt haben, dass vaccine nicht wie »wakkin« ausgesprochen wird, dürfen wir uns mit einem neuen dusseligen Anglizismus 'rumschlagen, der eigentlich gar keiner ist…
Naja, ich denk’ so bei mir: »Was ein anständiger Impfstoff ist, und auf sich hält, der heißt auch Impfstoff.« Und dann passt es wieder.
Älter als das Internet. Die Verwendung finde ich völlig legitim und bedeutet schlicht, dass man seine eigene Meinung nicht über die Anderer stellt.
Ich denke, man nimmt es dann gerne, wenn man von vorne herein weiß, dass die abgegebene Meinung (Über)reaktionen verursachen wird und man nicht will, dass sie überbewertet wird.
Kleingeschriebene, hingerotzte Beiträge ohne Interpunktion. Möglichst voller Rechtschreibfehler.
Zum Glück hier die Ausnahme. Aber ob diese Kandidaten wirklich nicht realisieren, dass sie sich blamieren, wie ein pubertierender Achtklässler in einem Gespräch mit Erwachsenen?
Es soll wohl die absolute Grenze des maximal Erträglichen manifestieren.
Im Forum leider hier auch oft vertreten. Richtig ist: „In keiner Weise“
Die Nichtverwendung von Kommata im Satzbau greift leider auch immer mehr um sich. Das führt leider oft dazu, dass man einen Satz zweimal lesen muss, um den Sinn zu erfassen und zu verstehen, was der Ersteller des Textes eigentlich genau sagen möchte.
Schon haben wir eine direkte Aufforderung zur Ausführung einer Straftat.
Ein Paradebeispiel für fehlende Kommata. Die können also tatsächlich Leben retten.
Oder einen vor dem Knast bewahren.
Wer mit Behörden, Banken oder Versicherungen zu tun hat: „sind verbindlich einzuhalten“…
Entweder man hält irgendwas ein oder halt nicht. Das nimmt übrigens zu, diese halbgaren „Verstärker“ mitten im Satz.
So wie „noch besser“ - hey, „besser“ ist schon die Steigerung von gut, „noch besser“ wäre dann „am besten“. Aber das will man sich ja nicht selbst vorschreiben, bleiben wir mal eins softer… Und um „noch besser“ zu werden, müßte man auf jeden Fall schon gut sein. Da hapert’s dann meistens.