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Die fossilen Treibstoffe sind zu billig!

Der Strom ist wesentlich höher mit Kosten belastet als fossile Kraftstoff, das Verteilsystem über die Tankstellen ist sehr kosteneffizient. Eine kWh Diesel kostet ab Bohrloch ca. 3ct muss transportiert, raffiniert und zur Tankstelle gebracht werden, wo es inkl. aller Steuern, Abgaben, Gewinne etc. dann ca. 12ct je kWh kostet.
Der Strom vom Braunkohlekraftwerk wurde an der EEX für durchschnittlich 2,54ct je kWh gehandelt (Mai 15) günstiger als Rohöl.
Der Privatmann bezahlt dafür mind. das 10fache gegenüber dem Diesel dort nur das 5fache.

Kürzlich hat selbst die Bundesnetzagentur festgestellt, der private Endverbraucher wird besonders bei den Netzentgelden zu hoch belastet, während Industrie und Großverbraucher zu sehr privilegiert werden.

Diese hohe Belastung und Inflexibilität in der Preisfindung verhindert auch, das Strom im Wärmemarkt eine größere Rolle spielen kann.

Das stimmt relativ gesehen nicht. Bei Strom sind Steuern und Abgaben bei 52%:

bdew.de/internet.nsf/id/201 … rtsatz.pdf

Beim Benzin sind es 58% und beim Diesel 51%:

bft.de/daten-und-fakten/benz … ensetzung/

Benzin ist also höher besteuert, und Diesel ist gleichauf mit Strom.

Ich sprach von Kosten. Darin enthalten sind auch die Netzentgelde bis hin zu den Gewinnanteil der Stadtwerke die damit den ÖNV und Schimmbäder quersubventionieren müssen.

Also die ganze Wertschöpfungkette beim Strompreis.

Das macht solange Sinn, wie die totalen Kosten der fossilen Energierohstoffe unter den Kosten der Alternativen liegen. Wohlgemerkt: Koste, nicht Preise. Denn letztere können durch Steuern und Abgaben verzerrt sein, für die Volkswirtschaft zählen aber nur Kosten.

Dazu muß man wissen, daß z.B. Braunkohle brennwertbezogen gegenwärtig nur 1/50 tel (!) von Rohöl kostet: für die Volkswirtschaft Deutschlands ein sehr hoher Aktivposten !

Gruß SRAM

OK stimmt, sorry.

Ich gehe auch davon aus, dass Benzin/Diesel so rund um EUR 5,00 kosten sollten pro Liter.

Dann würde sich das Rasen mit 200 in Deutschland schnell aufhören und die Leute sich auf Ihre Reichweite von 1200 km, auf die sie bei Verbrennern oft so stolz sind (obwohl sie die nicht mal zur Hälfte erreichen, weil die so für 80 bis 100 km/h gilt) auch mal erreichen, weil sie Geschwindigkeit freiwillig reduzieren, sonst kostet die Fahrt von 1000 km bei 200 km/h mit 4 X 15 Liter = 60 Liter x 5 Euro = 300 EURO :slight_smile:

ach ja???

Auf die Gefahr hin, dass ich mich etwas lächerlich mache, aber ich finde selbst jetzt keine sehr überzeugende Antwort:
Die Frage: Warum fahren wir dann nicht mit Braunkohle und warum muss ich Heizöl zum heizen kaufen?

Das würde aber auch bedeuten, das alle Güter deutlich teurer währen. In einem Land in dem aber alles billig sein soll geht das wohl nicht so gut.

Nö, der Effekt würde sicher so nicht kommen, nur das Geschrei das es zu teuer ist. Zumal die Zahl der Fahrer die wirklich schnell unterwegs sind ist sehr gering. Spielt also keine Rolle.

Die Vorschlag würde also jeden stark treffen, aber die die das treffen sollte haben eh die Kohle sich das auch weiterhin zu leisten. Jemand der sich ein schnelles Auto leisten kann, kann auch 5 Euro für den Liter aufbringen. Familien unter der Armutsgrenze hingegen nicht. Die zahlen dann deine Zeche. Und nicht zu vergessen, gerade Deutschland hat einen sehr hohen Anteil an Erwerbsarmut. Mehr als in den südlichen Europäischen Staaten. Es hapert einfach an einer gerechten Verteilung.

Mit solchen schwachsinnigen Ideen würde man das ganze noch verschärfen.

Viele der Neuwagen und besser motorisierten Fahrzeuge sind Firmenfahrzeuge. Die Fahrer bezahlen den Sprit nicht.
Alle normalen Pendler ohne Firmenfahrzeug, die ihre Kiste auch noch selbst erwerben müssen dagegen schon.

Das ist nun einmal die Ungerechtigkeit.
Ansonsten verstehe ich die Diskussion wegen 5 Euro nicht. Das kann doch nicht die Grenze sein? Das ist bestenfalls ein Durchgangspreis. Bitte nehmt 10 EURO. Außerdem kann man dann schneller rechnen.

Naja, der geldwerte Vorteil für die private Nutzung der Firmenfahrzeuge muss schon versteuert werden. Und der enthält Kapital- und Betriebskosten, also auch den Sprit. Über die Höhe (1% vom Listenpreis + 0,03% je Entf.-km pro Monat) kann man streiten, aber bezahlt werden muss der Sprit schon.
Als Pendler mit eigenem Fahrzeug bekomme ich für den Weg zur Arbeit Werbungskosten von 30 ct/Entf.-km gutgeschrieben, unabhängig vom Spritpreis oder Autotyp. Das reicht nicht für ein Model S, sondern bei einer Vollkostenrechnung nur für einen Klein- bzw. Kleinstwagen.

Ja schon, aber es geht hier auch um das Spritfressende Rasen.
Für den Firmenwagennutzer macht es keinen Unterschied, wenn er verbauchsarm oder sprittig fährt. Ergo: Er tritt drauf.
Der private tendiert zum mäßigen Spritkonsum.

Zumal, Fahrten zur Arbeit und zu Besorgungen kann man ja nicht einsparen. Wenn die Leute sich diese Fahrten nicht mehr leisten können haben die Betriebe nur noch die Möglichkeit die Löhne entsprechend zu erhöhen oder auf Arbeitskräfte zu verzichten. Was Grüne Politiker manchmal so Fordern ist unreflektierter Verbaldung. leider wird es genau so von vielen nachgeplappert, die das genau so wenig hinterfragen.

Oder das Firmengelände mit einem Solardach überspann und sehr viele Ladesäulen hinstellen.
Wenn schon grüner Schalter, dann richtig.
Das wird eine Übergangszeit haben, aber jedes Jahr einige Prozent mehr Mitarbeiter, die umsatteln, während der Sprit schrittweise erhöht wird.

Für Gerechtigkeit sollen die Steuerklassen bei der Einkommenssteuer sorgen! Momentan werden fossile Energien von uns allen subventioniert (auch von den Leuten mit niedrigem Einkommen!), weil die tatsächlich entstehenden Kosten auf die Allgemeinheit umgelegt werden: Atemwegserkrankungen, Wärme- und Schallschutz, Küstenschutz, Hochwasserschutz, Ernteausfälle etc. Das ist die eigentliche Ungerechtigkeit.

Das hör ich immer wieder. Allerdings frag ich mich, wer die Kosten benennen kann. Denn bisher habe ich nie eine Antwort mit Belegen auf diese Frage bekommen.

Hast Du eine ?

Gruß SRAM

Ja, der Preis wo CO2 Zertifikate eine lenkende Wirkung entfalten würden. Die Experten streiten, ob das 35 oder 70 Euro sind.

Ich meinte Belege für die von dir aufgeführten Kosten…

Danke ! SRAM

umweltbundesamt.de/sites/de … kosten.pdf

Demnach müsste heute ein Verbrenner mit 8l Verbrauch und 25.000km im Jahr bei rund 5 Tonnen LOKALEN Emissionen rund 500€ CO2 Abgabe leisten. Für die weiteren schmutzigen Abgase auch noch mehr
Diese Kosten müssten sich dann in den nächsten Jahren verdoppeln um dem angerichteten Schaden Rechnung zu tragen.

Der Spritpreis hat nichts mit den EVs zu tun, sondern der Grundgedanke, dass die EVs eben eine Verzichtserklärung sind. Was ja auch für die meisten Kisten durchaus zutrifft.

Danke OSE!

Diese Zahlen kann man beliebig lange zerreden. Was kostet eine ausgestorbene Art? In meinem Geldbeutel erst mal nichts. Welche Geheimnisse im genetischen Grab verschwinden, die später mal ein sehr gewinnbringendes Produkt hervorgebracht hätten, bleibt leider unbekannt.