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Die fossilen Treibstoffe sind zu billig!

…oder anders herum Strom ist zu teuer.
Ich glaube, das ist einer der Hauptproblem,warum sich die Elektromobilität so langsam entwickelt - von der noch vebesserungsfähigen Speichertechnologie einmal abgesehen.
Nun, daß wir bei den Akkus noch so im Rückstand sind, liegt indirekt ja auch nur an den zu günstigen fossilen Treibstoffen: an Verbrennern wir schon seit 100 Jahren geforscht, für Akkus erst 10 Jahre.
Eine kleine Aufstellung der Energiepreise:
1 l Diesel ca. 10 kWh Preis: € 1,50 (Italien), € 1,20 (Österreich und Deutschland) — 1 kWh = € 0,15 bis 0,12 oder Luxembourg € 0,10.
1 l Benzin ca. 8,4kWh Preis: € 1,60, € 1,30 - € 1,45 —1kWh = € 0,16 bis 0,13.
1 kWh Strom hingegen kostete € 0,22 - 0,30.

Energie in elektrischer Form kostet also pro kWh ca. doppelt so viel wie als Benzin oder Diesel.

Wenn die Politik die Elektromobilität fördern wollte, müsste sie also nur hier ansetzen.

Du vergleichst Äpfel mit Birnen. Sind zwei völlig unterschiedliche Energieträger. Die Umsetzung der getankten/geladenen Energie in Bewegungsenergie, welche wir im Auto benötigen, hat bei Brennstoffen einen anderen Wirkungsgrad als bei Strom.

Gruß Mathie

Wiso Äpfel mit Birnen,
Energie ist Energie, wenn die Verbrenner nur einen Wirkungsgrad von max. 33% haben, die Elektrovehikel hingegen nahe 95%, dann ist das doch kein Grund den Verbrennern mit niederen Preisen entgegenzukommen.
Gruß Maikönig

Genaugenommen ist Benzin / Diesel viel zu teuer. Es sollte inkl. MwSt. ca. 0.6 Euro kosten (Etwas billiger als Heizöl). Die Extreme Besteuerung finanziert wieder anderes Zeug. Steuern sind in der EU nicht zweckgebunden. (Leider)

Umweltschutz also auch sparsamer, Umgang mit endlichen Resourcen kann nur über über hohe Preise funktionieren.
Da Verbrennungsmoteren einen unglaublich schlechten Wirkungsgrad von ca. 33% hervorbringen, und der Rest ungenutzt in die Umwelt verpufft (Blockheizkraftwerke ausgenommen),
wäre es richtig, diese Treibstoffe höher zu besteuern, und damit alternative Energieerzeugung aufzubauen. (Energieumlage).

Was aber nicht gemacht wird. Es ist im Grunde auch gar nicht nötig. Irgendwann kommt der Zeitpunkt ganz von selbst das sich das mit dem Elektro lohnt. Sei es das Öl wir teurer oder die Batterien werden billiger. Beiden führt zu vermehrter E-Mobilität.

So wird es wohl sein, Irgendwann, nur leider noch nicht heute, zu meinem Leidwesen.
Grüße Maikönig

Soll man darauf warten bis (trotz Fracking) kaum noch Öl aus dem Boden kommt um dann umzusteigen?
Macht es Sinn erst alles fossile zu verbrennen um dann erneuerbare zu nutzen?
Ich es sinnvoll das Experiment, wie viel CO2 verträgt die Erde und das Klima, fortzusetzen?
Soll man weiterhin zweifelhafte Regierungen mit Geld versorgen da diese Öl liefern?
Soll man in Europa auch die Böden versauen um mit Franking noch ein paar Jahre weiter zu machen wie bisher?

Ich will das nicht mehr und passe mein Handeln entsprechend an.

Volle Zustimmung!

Au h von mir: full ack! Frank

Volle Zustimmung auch von mir!
Darauf wollte ich hinaus, wenn Strom billiger wäre als Öl, würde der Wechsel beschleunigt werden.
Mit der zusätzlichen Steuer auf Öl könnte man Forschung in Akkus fördern. Andererseits waren Förderungen noch nie ein gutes Mittel um die Wirtschaft anzukurbeln.

Und warum? Hast du einen Verbrenner der säuft?
Wenn Benzin/Diesel billiger wäre, würde es für den Ottonormal-Verbraucher noch länger bis zur wirtschaftiichen Elektromobilität dauern.

Die Vorteile von Strom sollten schon honoriert werden:

  • Kraftwerke können Strom auch aus fossilen Energieträgern wesentlich weniger Umweltbelastend herstellen als viele kleine Motoren.
  • Der Transport belastet unsere Straßen nicht zusätzlich, wie es beim Öl der Fall ist.
  • Der Transport ist lautlos
  • Der Transport ist schneller
  • Der Transport hat weniger Verluste
  • Strom verseucht unser Grundwasser nicht
  • Strom lässt sich mit etwas Wille auch aus der Sonne, Wind, Wasser sogar aus Holz herstellen (Holzvergaser-Blockheizkraftwerk)

Es gibt eigentlich nur noch ein Problem - die Speicherung von Strom ist noch in den Kinderschuhen - denn während schon seit über 100 Jahre an Verbrennungsmotoren geforscht wird, fristeten die Akkus ein Schattendasein.

Gruß Maikönig

Nein, ich habe einen Hochdachkombi der etwas mehr als 5l/100km säuft.

Ja, das währe so. Das kommt auch so. Die Geschichte hat gezeigt, das Staaten zum Teil recht flott von den extremen Besteuerungen weg gehen, nur um Treibstoff möglichst billig zu halten. Der Tesla S ist kein Gamechanger. Dazu ist er viel zu selten.

Das Automobil hat es ja schon einmal durch gemacht. Es gab Zeiten da waren EVs weder selten noch besonders teuer. Billiges Benzin hat den EVs praktisch komplett vom Markt verdrängt.

Absolut richtig. Es müsste auch das Netz saniert werden. In den meisten Ländern währe der Einsatz von 30% EVs gar nicht möglich. Das kann das Netz nicht an Strom liefern.

Ist es das? Ich bin da anderer Meinung. In meiner Jugend waren NiCd Akkus ‚King of Currywurst‘, heute haben wir LiPo mit einer vielfachen Energiedichte und das ganze auch noch sehr sicher. DAS erst hat es Tesla möglich gemacht ein sinnvolles Automobil zu bauen. Mit Bleiakkus währe schon das Roadster gescheitert.

Die Hoffnungen in kurzer Zeit die Energiedichte zu verfünffachen und dabei billig zu bleiben, teile ich nicht. Es werden immer mal ein paar Prozente dazu kommen, aber Revolution? Eher nicht.

Für entsprechende Versorgungsunternehmen macht das natürlich Sinn.

Der Strom ist wesentlich höher mit Kosten belastet als fossile Kraftstoff, das Verteilsystem über die Tankstellen ist sehr kosteneffizient. Eine kWh Diesel kostet ab Bohrloch ca. 3ct muss transportiert, raffiniert und zur Tankstelle gebracht werden, wo es inkl. aller Steuern, Abgaben, Gewinne etc. dann ca. 12ct je kWh kostet.
Der Strom vom Braunkohlekraftwerk wurde an der EEX für durchschnittlich 2,54ct je kWh gehandelt (Mai 15) günstiger als Rohöl.
Der Privatmann bezahlt dafür mind. das 10fache gegenüber dem Diesel dort nur das 5fache.

Kürzlich hat selbst die Bundesnetzagentur festgestellt, der private Endverbraucher wird besonders bei den Netzentgelden zu hoch belastet, während Industrie und Großverbraucher zu sehr privilegiert werden.

Diese hohe Belastung und Inflexibilität in der Preisfindung verhindert auch, das Strom im Wärmemarkt eine größere Rolle spielen kann.

Das stimmt relativ gesehen nicht. Bei Strom sind Steuern und Abgaben bei 52%:

bdew.de/internet.nsf/id/201 … rtsatz.pdf

Beim Benzin sind es 58% und beim Diesel 51%:

bft.de/daten-und-fakten/benz … ensetzung/

Benzin ist also höher besteuert, und Diesel ist gleichauf mit Strom.

Ich sprach von Kosten. Darin enthalten sind auch die Netzentgelde bis hin zu den Gewinnanteil der Stadtwerke die damit den ÖNV und Schimmbäder quersubventionieren müssen.

Also die ganze Wertschöpfungkette beim Strompreis.

Das macht solange Sinn, wie die totalen Kosten der fossilen Energierohstoffe unter den Kosten der Alternativen liegen. Wohlgemerkt: Koste, nicht Preise. Denn letztere können durch Steuern und Abgaben verzerrt sein, für die Volkswirtschaft zählen aber nur Kosten.

Dazu muß man wissen, daß z.B. Braunkohle brennwertbezogen gegenwärtig nur 1/50 tel (!) von Rohöl kostet: für die Volkswirtschaft Deutschlands ein sehr hoher Aktivposten !

Gruß SRAM

OK stimmt, sorry.

Ich gehe auch davon aus, dass Benzin/Diesel so rund um EUR 5,00 kosten sollten pro Liter.

Dann würde sich das Rasen mit 200 in Deutschland schnell aufhören und die Leute sich auf Ihre Reichweite von 1200 km, auf die sie bei Verbrennern oft so stolz sind (obwohl sie die nicht mal zur Hälfte erreichen, weil die so für 80 bis 100 km/h gilt) auch mal erreichen, weil sie Geschwindigkeit freiwillig reduzieren, sonst kostet die Fahrt von 1000 km bei 200 km/h mit 4 X 15 Liter = 60 Liter x 5 Euro = 300 EURO :slight_smile:

ach ja???