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Die Eigenverbrauchsfalle

Guter Punkt: Speicher sollten netzdienlich eingesetzt werden. Nicht zur Optimierung des Eigenverbrauchs.

Knapp eine Millirde Euro wurde in 2016 für die Abschaltung der Erneuerbaren gezahlt, weil Leitungen und Speicher fehlen.
Aber OSE hat inofern Recht, dass man sein Dach erst voll mit PV machen sollte. Der 7kWp-Sonnen-Kunde hat von Ende Oktober bis Ende Februar sowieso keinen Spaß an seinem Speicher.

m.heise.de/newsticker/meldung/K … 72872.html
welt.de/regionales/hamburg/ … ionen.html

Folgende Reihenfolge macht meiner Meinung nach Sinn:

  • Dach maximal mit PV belegen
  • Wärmepumpe für die Heizung wählen
  • Elektrofahrzeug(e) anschaffen
  • Wenn dann noch etwas übrig ist, Speicher zulegen

Grüße SuCseeker

Meinst Du nicht, dass Speicher in der Regel automatisch netzdienlich sind? Wo sind denn derzeit die Spitzen in der Regelenergie? Bei Sonne um die Mittagszeit ist der Strompreis am niedrigsten - also da muss man Speichern und abends zwischen 18:00 Uhr und 21:00 Uhr ist der Strompreis am teuersten - da liefert der Speicher die Energie.

@Sucseeker: im Winter gibt es in der Regel viel Wind - der gleicht die fehlende Solarleistung ganz gut aus. Als Solaranlagenbetreiber hat man da aber nicht so viel von. Es gab mal ein schönes Angebot: - das man seinen eigenen Speicher befüllen lassen konnte, wenn zu viel Strom am Markt ist. Das ist leider glaube ich wieder vom Markt genommen worden.

Alternativ gibt es ansonsten auch noch ganz große Batterien (ein Salzspeicher):

google.de/amp/s/www.noz.de/ … auen%3Famp

Speicher für Eigenverbrauch ist nicht automatisch netzdienlich. Der Meinung bin ich, richtig. Regelenergie wird mehrmals am Tag für Minuten oder Viertelstunden abgerufen. Das ist nicht vorhersagbar, sonst bräuchte man sie ja nicht.

Du meinst so etwas: gridx.de/ als zweite Einnahmequelle durch den Batteriespeicher, oder ?
Die sind aber noch nicht am Markt.
Wenn sich dort mehr tummeln (wie z.B. die Sonnen GmbH) wird der Preis für die Primärregelenergie weiter fallen und es werden einige auf der Strecke bleiben.

Grüße SuCseeker

Das ist Unsinn! Denn die Windabschaltung hat zwei Gründe, entweder das LOKALE Netz ist für den Anschluss gerade noch nicht voll ausgebaut, da bringt ein Speicher für PV recht wenig weil Wind in der Regel auf der 20kV Ebene arbeitet ODER es ist zu viel KOHLESTROM im Netz…

Das mag in BaWü und By gelten, für den Norden gilt das nicht.
In der Strukturschwachen aber windreichen Gegend gibt es (zu)viele Windräder für den lokalen Verbrauch.
Bayern blockiert aber seit Jahren den Ausbau der Nord-Süd-Trasse, Seehofer möchte lieber neue Gaskraftwerke in Bayern bauen. sueddeutsche.de/politik/ihr- … -1.2156897

Würde doch nur ein Bruchteil der Entschädigungsmilliarde in solche Projekte investiert…latimes.com/business/la-fi-t … story.html

Grüße SuCseeker

Wie kommst Du zu der Aussage, dass das Netz das Problem… Du musst immer die Annahme des VORRANGS der EEs betrachten und wenn BK Strom das Netz verstopft ist das nicht die Schuld der Windräder. UND… EFH Speicher würden auf der 110kV Leitung so oder so nichts bewirken!

PS: Das relativiert sich aus zwei Gründen:

  1. Ich muß in dem Zeitraum, an dem ich die Umsatzsteuer machen müßte, keine EEG-Umlage auf den Eigenverbrauch zahlen.
    Das wären derzeit mehr als 400 Euro pro Jahr.

  2. Ich kann, weil es nicht gewerblich ist, die Handwerkerkosten für die Errichtung der Anlage ganz normal absetzen. Macht auch über 1000 Euro Erstattung (einmalig) aus.
    Geht auch, weil sie nicht über die KfW gefördert ist. Sie ist voll eigenfinanziert, was auch für die Garantie der PW1 ausschlaggebend ist. Die Garantie ist dann so etwas besser - es gibt nämlich unterschiedliche Garantiebedingungen für die PW1, je nachdem, ob die über die KfW gefördert wurde oder nicht.

Was sonst?
Sicher, ein Akku-Speicher ist nicht zwingend netzdienlich.
Bei privaten Anlagen wie meiner stellt sich die Frage: Will ich das überhaupt?
Dagegen spricht derzeit eben noch die begrenzte Zyklenzahl und die Haltbarkeit, die mit jedem Zyklus abnimmt.
Wollte man private Speicher für die Regelung einsetzen, würde ich dafür eine „Abnutzungsentschädigung“ haben wollen.

Speicher sind notwendig, weil man, egal wie weit man die EE ausbaut, nie soviel Leistung installiert haben kann, daß es auch bei den sog. Dunkelflauten reicht. Daher muß mit den Speichern die „Erzeugung“ verschoben werden.
Das mache ich bei mir zu Hause schon im Kleinen. Beim aktuellen Ausbau benötige ich trotzdem noch „Regelenergie“. Aber ich arbeite daran, das so weit wie möglich zu minimieren.

Hilft mein Speicher dem Netz? Ein wenig. Er kappt ein wenig die Leistungsspitzen meiner PV. Es wird von der PV Strom eingespeist, der zumindest woanders gespeichert werden könnte. In der Nacht benutze ich meinen Akku-Strom, um die (evtl. woanders vorhandenen) Speicher und auch die Kraftwerke möglichst wenig zu belasten.

Geld, Amortisation usw.
Ja, ist halt unternehmerisches und wirtschaftliches Denken. Die Frage ist, was einem das ganze verdiente/gesparte Geld hilft, wenn man weiterhin mit Fossil-Kraftwerken die Luft verschmutzt oder Atom-Müll lagern muß und die Umwelt insgesamt weiter den Bach runtergeht.
Geld ist eben nicht alles im Leben. Geld hilft, ja, ist auch bei uns notwendig.
Aber ich habe die PV inkl. Speicher nicht hauptsächlich deswegen installiert, um damit den großen Reibach zu machen. Wenn ich auf eine schwarze Null komme, schön. Wenn ich sogar ein Plus am Ende habe, um so besser. Wenn nicht, macht es auch nichts. Aber die Umwelt hat auf jeden Fall etwas gewonnen.
Meinen Handlungsantrieb kann man verstehen, muß man aber nicht.

Prinzipiell finde ich das Projekt spannend und genau so werden Speicher kommen! ABER… Entschädigungs Milliardäre ? Was soll das denn bitte sein? Jemand der mehrere MRD als Entschädigung bekommt? Quelle?

@Solarmobilverien?

Wie sollen denn 400€ EEG Umlage zustande kommen? Das sind ja keine 3Ct. /kwh. Das würde ja bedeuten dass es fast 14.000kWh EV gäbe…

Hm … ich lese, daß die EEG-Umlage etwas über 6ct beträgt.
Bei prognostizierten 6000kWh Eigenverbrauch …

Doch: zum einen wird aus dem 110 kV Netz mehr Menge in die Niederspannugsnetze abgegeben, wenn mein kleiner Hausspeicher verhindert, dass meine eigene Solaranlage da auch noch Strom erzeugt (wenn auch in Minimengen, gebe ich zu). Außerdem gibt es auch sowas wie Rückspeisung in darüberliegende Netze - ich habe dafür Netzverlustformeln beruflich realisiert.

Aber ich gebe zu, wenn man was bewegen wollen möchte - dann müssten sich alle Eauto Fahrer zusammenschließen und beim Arbeitgeber regelmäßig mittags ihr Auto anschließen (zumindest im Norden Deutschlands). Das würde die Ausgleichszahlungen verhindern. So ein Speicher hat kaum Einfluss.

Wenn man davon ausgeht, dass ein Großteil der EEG Umlage von Gewerbe und Kleinkunden bezahlt wird und die zusammen 281.000.000.000 kWh verbraucht haben (2015) * 0,06 Cent - sind als Entschädigungszahlungen 16,8 Mrd € ausgezahlt wurden bzw. für Großindustrie wie Alu-Werke erlassen wurden. Und das ist eher mit niedrigen Werten berechnet.

Hä? Das sind die VERGÜTUNGEN nicht die ENTSCHÄDIGUNGEN!

Das würde aber bedeute, dass GERADE zur Mittagszeit die Abschaltungen stattfinden. Wenn aber der Speicher ENTLÄDT in der NACHT und dabei der Windstrom nicht mehr gebraucht wird wäre es genau das Gegenteil!

Nein, in der Mittagszeit steht zu viel Strom zur Verfügung im Norden - der kann nicht alles abtransportiert werden in den Süden weil die Leitungen fehlen. Daher muss er im Norden gespeichert oder verbraucht werden.

Hast Du da eine QUELLE? Wie ist der Strommix denn im Norden zur Mittagszeit?

@all - in der Art und Weise WIE hier „diskutiert“ wird ähnelt das einem Kleinkrieg.

Das gegenseitige Anmachen bzw. der Ton in der Unterhaltung hier ist kontraproduktiv und führt zu keinem Ergebnis.
Falls jemand meint, der andere ist mit seinem Wissen auf dem Holzweg oder es sind Fehler in Denke/Ausführung könnte man doch besser diesen Fehlern mit Argumenten, Zahlen und Fakten entgegnen um andere an dem Wissen teilhaben zu lassen.

Ich lerne gerne dazu und lasse mich gerne eines Besseren belehren, wenn ich falsch liege, aber so, wie das hier geführt wird, hat das in meinen Augen nicht viel mit einer Diskussion zu tun, sondern hier will irgendwie jeder recht haben und auf die Gegenseite wird gar nicht richtig eingegangen…