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Die Eigenverbrauchsfalle

OMG… Da kennt sich aber jemand wirklich sehr gut aus in Sachen PV… Vielleicht solltest Du Dich erst nochmals etwas näher damit beschäftigen dann wirst Du das auch verstehen können!

Im Dezember kommt so dermaßen wenig von der PV Anlage, das futtert der Kühlschrank und der DSL Router in der Regel schon auf… Für den Speicher bleibt da nichts übrig… Im Januar und Dezember wirst Du rund 10 Tage äquivalente Nutzung haben. Über das Jahr sollten es so rund 250 Tage sein…

Sorry, meine statistische Auswertung der Daten aus dem Portal sagt mir halt was anderes …
Am 21.12.16 war tatsächlich nicht viel, dafür gibt es andere Tage, an denen erheblich mehr los ist. Auch mehr als die nominellen 6.4kWh, weil in Summe durchaus mehr als der eine Zyklus am Tag durchgefahren wird.

Wie schon geschrieben … im Schnitt …
Zahlen sind mein Geschäft.

Dann stell doch mal ein Jahr hier ein… Wie viele kWh sind denn aus dem Speicher raus über das Jahr? Und klar kann man die Vergütung unter den Tisch fallen lassen ich kann auch mein sicheres Gehalt ausblenden wenn ich unbezahlten Urlaub nehme…

In diesem Jahr bis jetzt knapp 1MWh.
Ich hab’ den Speicher erst seit dem 7. Dezember.

PS:
Ein Vorteil meiner PV ist, daß die auch Westmodule hat.
Abends wird gekocht, es reicht aber nicht komplett von der PV. Aber wenn der Ofen wieder aus ist, nuckelt die PV den Akku wieder voll.
Derzeit produziert die Strom bis nach 20 Uhr. Daher auch der mehr als eine Zyklus …

Ja also… sind bis heute schon ca. 30 Tage ungenutzt… Werden bis zum Jahresende rund 80-90 sein… die einen kommen auf 250 die anderen auf 280 Zyklen im Jahr…

Es gibt gute Nachrichten vom PV Markt, der Zubau lag im Mai mit rund 210MWp auf einem ordentlichen Niveau. Jedoch muss man sagen, dass der Großteil des Wachstums durch Volleinspeiseanlagen getragen wird. Wobei wir wieder beim KERN dieses Themas angekommen sind! Anscheinend begreifen es wieder Menschen, dass die Einspeisung das einfachste ist, derzeit Geld anzulegen.

Dabei ist es irrelevant ob man auch einen Teil der Energie selber verbraucht… Jedes ZUSÄTZLICHE Modul hat eine höhere Rendite als die Summe der Module zuvor… (Faustformel mit wenigen Ausnahmen)

Moin!
Es scheint tatsächlich etwas Leben auf dem Markt zu sein. Mein Solarteur sprach auch von Lieferproblemen bei den 300Wp-Modulen.

Aber ich finde es immer wieder traurig, wenn ich Dächer mit nur 6-10 Modulen sehe. Gerade bei Neubauten werden da von den größeren Anbietern echt schlechte Pakete angeboten. Teilweise 3kWp auf riesigen Dächern die dann aber mit teuren SunPower-Modulen erreicht werden. Warum macht man nicht das Dach mit „normalen“ Modulen voll? Bei oftmals >300k für so eine Hütte sollte das kein Problem sein.

Wer auf der Intersolar war, konnte genau das in Erfahrung bringen… Ich war bei Sonnen am Stand und habe dort gesagt, dass ich ein Dach für 14kWp hätte und mein Solateur meinte dass sich Speicher derzeit maximal selbst tragen.

Darauf hin… Hey… wir leben doch nicht mehr 2009!!! Die Anlage sei VIEL ZU GROSS, wir empfehlen bei Ihrem Verbrauch ca. 7kWp und natürlich einen Speicher!

Man kann sich grob ausrechnen was für ein Schaden der PV Branche damit zugefügt wird! Von der Umwelt ganz zu schweigen!

Du siehst das nicht global genug: um so mehr Speicher gebaut werden, um so weniger müssen die großen Windparks bei Erzeugungsspitzen abgeschaltet werden und desto geringer fällt der EEG-Anteil auf der Stromrechnung der Allgemeinheit aus.

Der EEG-Anteil enthält die Entschädigungszahlungen aus der Abschaltung.

Letztendlich macht in einer Marktwirtschaft aber jeder das, was ihn am meisten Gewinn bringt (auf den Solarteur bezogen). Privatpersonen agieren oft mit nicht genügend Informationen.

Guter Punkt: Speicher sollten netzdienlich eingesetzt werden. Nicht zur Optimierung des Eigenverbrauchs.

Knapp eine Millirde Euro wurde in 2016 für die Abschaltung der Erneuerbaren gezahlt, weil Leitungen und Speicher fehlen.
Aber OSE hat inofern Recht, dass man sein Dach erst voll mit PV machen sollte. Der 7kWp-Sonnen-Kunde hat von Ende Oktober bis Ende Februar sowieso keinen Spaß an seinem Speicher.

m.heise.de/newsticker/meldung/K … 72872.html
welt.de/regionales/hamburg/ … ionen.html

Folgende Reihenfolge macht meiner Meinung nach Sinn:

  • Dach maximal mit PV belegen
  • Wärmepumpe für die Heizung wählen
  • Elektrofahrzeug(e) anschaffen
  • Wenn dann noch etwas übrig ist, Speicher zulegen

Grüße SuCseeker

Meinst Du nicht, dass Speicher in der Regel automatisch netzdienlich sind? Wo sind denn derzeit die Spitzen in der Regelenergie? Bei Sonne um die Mittagszeit ist der Strompreis am niedrigsten - also da muss man Speichern und abends zwischen 18:00 Uhr und 21:00 Uhr ist der Strompreis am teuersten - da liefert der Speicher die Energie.

@Sucseeker: im Winter gibt es in der Regel viel Wind - der gleicht die fehlende Solarleistung ganz gut aus. Als Solaranlagenbetreiber hat man da aber nicht so viel von. Es gab mal ein schönes Angebot: - das man seinen eigenen Speicher befüllen lassen konnte, wenn zu viel Strom am Markt ist. Das ist leider glaube ich wieder vom Markt genommen worden.

Alternativ gibt es ansonsten auch noch ganz große Batterien (ein Salzspeicher):

google.de/amp/s/www.noz.de/ … auen%3Famp

Speicher für Eigenverbrauch ist nicht automatisch netzdienlich. Der Meinung bin ich, richtig. Regelenergie wird mehrmals am Tag für Minuten oder Viertelstunden abgerufen. Das ist nicht vorhersagbar, sonst bräuchte man sie ja nicht.

Du meinst so etwas: gridx.de/ als zweite Einnahmequelle durch den Batteriespeicher, oder ?
Die sind aber noch nicht am Markt.
Wenn sich dort mehr tummeln (wie z.B. die Sonnen GmbH) wird der Preis für die Primärregelenergie weiter fallen und es werden einige auf der Strecke bleiben.

Grüße SuCseeker

Das ist Unsinn! Denn die Windabschaltung hat zwei Gründe, entweder das LOKALE Netz ist für den Anschluss gerade noch nicht voll ausgebaut, da bringt ein Speicher für PV recht wenig weil Wind in der Regel auf der 20kV Ebene arbeitet ODER es ist zu viel KOHLESTROM im Netz…

Das mag in BaWü und By gelten, für den Norden gilt das nicht.
In der Strukturschwachen aber windreichen Gegend gibt es (zu)viele Windräder für den lokalen Verbrauch.
Bayern blockiert aber seit Jahren den Ausbau der Nord-Süd-Trasse, Seehofer möchte lieber neue Gaskraftwerke in Bayern bauen. sueddeutsche.de/politik/ihr- … -1.2156897

Würde doch nur ein Bruchteil der Entschädigungsmilliarde in solche Projekte investiert…latimes.com/business/la-fi-t … story.html

Grüße SuCseeker

Wie kommst Du zu der Aussage, dass das Netz das Problem… Du musst immer die Annahme des VORRANGS der EEs betrachten und wenn BK Strom das Netz verstopft ist das nicht die Schuld der Windräder. UND… EFH Speicher würden auf der 110kV Leitung so oder so nichts bewirken!

PS: Das relativiert sich aus zwei Gründen:

  1. Ich muß in dem Zeitraum, an dem ich die Umsatzsteuer machen müßte, keine EEG-Umlage auf den Eigenverbrauch zahlen.
    Das wären derzeit mehr als 400 Euro pro Jahr.

  2. Ich kann, weil es nicht gewerblich ist, die Handwerkerkosten für die Errichtung der Anlage ganz normal absetzen. Macht auch über 1000 Euro Erstattung (einmalig) aus.
    Geht auch, weil sie nicht über die KfW gefördert ist. Sie ist voll eigenfinanziert, was auch für die Garantie der PW1 ausschlaggebend ist. Die Garantie ist dann so etwas besser - es gibt nämlich unterschiedliche Garantiebedingungen für die PW1, je nachdem, ob die über die KfW gefördert wurde oder nicht.

Was sonst?
Sicher, ein Akku-Speicher ist nicht zwingend netzdienlich.
Bei privaten Anlagen wie meiner stellt sich die Frage: Will ich das überhaupt?
Dagegen spricht derzeit eben noch die begrenzte Zyklenzahl und die Haltbarkeit, die mit jedem Zyklus abnimmt.
Wollte man private Speicher für die Regelung einsetzen, würde ich dafür eine „Abnutzungsentschädigung“ haben wollen.

Speicher sind notwendig, weil man, egal wie weit man die EE ausbaut, nie soviel Leistung installiert haben kann, daß es auch bei den sog. Dunkelflauten reicht. Daher muß mit den Speichern die „Erzeugung“ verschoben werden.
Das mache ich bei mir zu Hause schon im Kleinen. Beim aktuellen Ausbau benötige ich trotzdem noch „Regelenergie“. Aber ich arbeite daran, das so weit wie möglich zu minimieren.

Hilft mein Speicher dem Netz? Ein wenig. Er kappt ein wenig die Leistungsspitzen meiner PV. Es wird von der PV Strom eingespeist, der zumindest woanders gespeichert werden könnte. In der Nacht benutze ich meinen Akku-Strom, um die (evtl. woanders vorhandenen) Speicher und auch die Kraftwerke möglichst wenig zu belasten.

Geld, Amortisation usw.
Ja, ist halt unternehmerisches und wirtschaftliches Denken. Die Frage ist, was einem das ganze verdiente/gesparte Geld hilft, wenn man weiterhin mit Fossil-Kraftwerken die Luft verschmutzt oder Atom-Müll lagern muß und die Umwelt insgesamt weiter den Bach runtergeht.
Geld ist eben nicht alles im Leben. Geld hilft, ja, ist auch bei uns notwendig.
Aber ich habe die PV inkl. Speicher nicht hauptsächlich deswegen installiert, um damit den großen Reibach zu machen. Wenn ich auf eine schwarze Null komme, schön. Wenn ich sogar ein Plus am Ende habe, um so besser. Wenn nicht, macht es auch nichts. Aber die Umwelt hat auf jeden Fall etwas gewonnen.
Meinen Handlungsantrieb kann man verstehen, muß man aber nicht.

Prinzipiell finde ich das Projekt spannend und genau so werden Speicher kommen! ABER… Entschädigungs Milliardäre ? Was soll das denn bitte sein? Jemand der mehrere MRD als Entschädigung bekommt? Quelle?