Di, 18.10. Stuttg. E-fahrer Treff; Lebt die Brennstoffzelle

Hallo

Die nächsten Treffen mit Vortrag finden am Di, 18.10. ab 17 Uhr der Mäulesmühle statt.

Referent: Harald Fischer von Bosch: Lebt die Brennstoffzelle Vortragsbeginn um 19 Uhr

Voraussichtlich haben wir einen Toyota Mirai und einen Hundai IX35 zum ansehen/fahren da.

Die Brennstoffzelle leitet die zweite Jahreshälfte in unserer Vortragsreihe ein. Nicht unumstritten bei Elektromobilisten, von manchen gar als „Foolcell“ verfemt.
Aber ist die Brennstoffzelle wirklich tot?
Halrald Fischer von Bosch Enegineering bringt uns auf den aktuellen Stand und beantwortet uns folgende Fragen: Elektromobilität jenseits der 100 Prozent Batteriespeicherfahrzeuge?
Was passiert in Asien? Warum setzt Toyota auf die Brennstoffzelle? Und warum kann das die Zukunft sein? Im Anschluss wird es sicher eine spannende Diskussion geben.

Adresse: Restaurant Mäulesmühle
Mäulesmühle 2
70771 Leinfelden-Echterdingen- (Ortsteil Musberg)

Hier treffen sich Elektrofahrer(innen) & Interessent(inn)en zum gemeinsamen Erfahrungsaustausch.
Unser Treffpunkt existiert dort seit 06/2012 mit 50+ Personen/Abend. (Wir waren auch schon 100 Personen).
Dort gibt es auch die Möglichkeit, sein E-Fahrzeug zu laden.

Mitzubringender Anschluß: CEE blau 16A 230V!

Von älteren E-Fahrzeugen über neue E-Fahrzeuge wie Tesla Model-S, Renault-Zoe und Nisan-Leaf bis über E-Roller & Pedelec sind die unterschiedlichsten Fahrzeuge da.
Wir empfangen auch oft Gäste aus überregionalen Regionen, die elektrisch anreisen.
Hier lassen sich viele Erfahrungen im Alltag und bei elektrischen Langstrecken sehen.

Die Eckpunkte des Einzugsgebietes unserer Veranstaltung erstreckt sich von Westerwald, Erfurt, Voralberg bis nach Wien!
Ich möchte Sie herzlich einladen, an unseren Veranstaltungen teilzunehmen.

Gäste sind jederzeit willkommen!!

Herzliche Grüße Daniel

Ich kann morgen nicht kommen, kannst Du deswegen vielleicht morgen 2 Fragen in meinem Namen stellen ?

a) Was kostet eine solche Ladestation ?
b) Was passiert mit der wenn Du dort die Bilder von Deiner Webseite machen würdest ? :mrgreen:
Sicherlich ein einmaliges Erlebnis :mrgreen:

Ein beeindruckender Trafo :

Richtig großes Gebäude, nicht so mickrig wie bei den Superchargern

Und das alles nur für eine Ladestation, wow.

#foolscell

Wenn man bewerten möchte, ob ein Konzept (hier: H2-Wirtschaft für FCEV) zukunftsfähig ist, sollte man prüfen, ob es skaliert, d.h. auch im großen Maßstab tragfähig ist.

Vergleichen wir mal BEV mit FCEV: bei BEV gelangen ca. 75% bis 85% des in Kraftwerken erzeugten Stroms via Leitungsnetz->Ladegeräte->Akku->Antriebsstrang als mechanische Energie zum Vortrieb an die Antriebsräder, bei FCEV ist es entlang der - insgesamt komplexeren und längeren - Übertragungskette gerade mal halb so viel, 40% wären schon ein guter Wert.

Man kann leicht ausrechnen, dass wenn alle Pkw und LkW in D rein batterieelektrisch betrieben werden, dafür ca. 200 Mrd kWh elektrische Energie jährlich erforderlich sind. Dies entspricht etwa einem Drittel der jährlichen Stromerzeugung in D. Bei FCEV wären es - aufgrund des nur halb so großen Wirkungsgrades W2W (well-to-wheel) - dementsprechend 400 Mrd. kWh jährlich erforderlich, also 2 Drittel der jährlichen Stromerzeugung in D.

Nun argumentieren einige, dass ja „überschüssiger“ EE-Strom für elektrolytische H2-Erzeugung verwendet werden könnte. Gemeint ist mit „überschüssig“ hier der Strom, der von PV-Anlagen und WKA zu Spitzenzeiten nicht abtransportiert werden kann. Was oft ignoriert wird: der Anteil abgeregelter elektr. Energie an der Gesamtstrommenge liegt dieses Jahr nur bei ca. bei 1 bis 2%, bis inkl. 2015 waren es weniger als 1%!

Abgesehen davon, dass solche Abregelungssituationen nur relativ wenige Stunden im Jahr auftreten und Elektrolyseanlagen während so weniger Betriebsstunden H2 nur sehr teuer (je kg H2) produzieren könnten: bei 2 Drittel mehr Stromerzeugung gegenüber heute ist nichts mehr mit Nutzung „überschüssigen“ Stroms. Da müssten dann extra eigene Kraftwerke (egal ob EE oder konventionell) gebaut werden, um die Nachfrage bedienen zu können!

Man kann es drehen und wenden wie man will: eine H2-Wirtschaft für FCEV kann einfach nicht nachhaltig / sinnvoll funktionieren. Aus den genannten - und auch anderen - Gründen.

Vielleicht kann jemand diese Gedankengänge in die Diskussion einbringen? Ich habe morgen Abend leider keine Zeit, sonst wäre ich wohl (erstmals) dabei.

Viele Grüße,
just_cruise

[color=#0000BF]Das hier ist ein Veranstaltungshinweis!
Zur Brennstoffzelle könnt ihr euch hier austoben: https://tff-forum.de/t/wasserstoff-eine-alternative-zum-bev/11145/1[/color]

Oder heute Abend in der Mäulesmühle :wink:

Ja, oder da :slight_smile:

Hier noch die Fotos vom spannenden Abend in der Mäulesmühle
flic.kr/s/aHskJVUYXz

GIbt es neben den Fotos eventuell noch weitere Informationen von dem Abend? Script des Vortrages, oder Video?

Gruß, dixi

Was mir sehr deutlich geworden ist, wie sehr Japan auf die Wasserstofftechnologie setzt. Auf einer Insel sei sowas besser durchzusetzen, als z.B. in Europa. Wie robust die PEM-Stacks sind, wurden mit 80-90.000 Betriebsstunden für stationäre Anwendungen unterlegt, das würden ca. 4Mio km entsprechen.
Die Kosten für ein Brennstoffzellen-Stack wurde mit ca. €500/kWp angegeben. Was mich aber wundert, warum kostet ein solches Modul bei Vissmann über €20.000 bei >60.000h erwarteter Lebensdauer. Bei 750W elektrische Leistung wären das > 40ct pro kWh ohne die Kosten für den Brennstoff zu berücksichtigen.
Wenn sowas dann für €2.000 als Ergänzung für die Gastherme kommen sollte, ist unsere Energiewende greifbar.
Dann braucht es natürlich noch einen (Mini)-Hausspeicher